In dieser Arbeit werden die Besonderheiten der Kommunikationsform E-Mail erläutert. Dazu wird in Kapitel 1 eine für den Kontext der Arbeit relevante Definition des Begriffs Kommunikation vorgenommen, um anschließend die E-Mail ausführlich als Kommunikationsmedium vorzustellen. Im dritten uns vierten Kapitel soll Anhand des Ansatzes von Koch und Oesterreicher der Frage nachgegangen werden, welchen Platz die Email-Kommunikation zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit einnimmt und wie dieses Medium die menschliche Kommunikation beeinflusst.
Inhaltsverzeichnis
1. Kommunikation
2. Die Email als Kommunikationsmedium
2.1 Der Brief als Vorgänger der Email
2.2 Historie der Email
2.3 Funktionsweise und Struktur der Email
3. Die E-Mail als Kommunikationsmedium zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit
4. Exemplarische Zuordnung von E-Mail-Nachrichten und Analyse
5. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die E-Mail als hybrides Kommunikationsmedium, das Merkmale von Schriftlichkeit und Mündlichkeit vereint. Ziel ist es, die spezifischen Eigenschaften der E-Mail-Kommunikation anhand des Modells von Koch und Oesterreicher – dem Kontinuum zwischen Sprache der Nähe und Sprache der Distanz – zu analysieren und einzuordnen.
- Definition und grundlegende Einteilung von Kommunikation
- Historische Entwicklung des Briefes als Vorgänger der E-Mail
- Funktionsweise, Struktur und technische Aspekte von E-Mail-Nachrichten
- Analyse des Spannungsfeldes zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit
- Kategorisierung verschiedener E-Mail-Typen im Kontext des Nähe-Distanz-Modells
Auszug aus dem Buch
Die E-Mail als Kommunikationsmedium zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit
In diesem Kapitel sollen die besonderen Eigenschaften der Email als Kommunikationsmedium genauer betrachtet werden. Bei dem Versuch, die Email mithilfe der in Kapitel 1 genannten Unterteilungskriterien zu charakterisieren, wird deutlich, dass dies nicht so eindeutig machbar ist: Eine Email-Nachricht kann je nach Inhalt entweder persönlicher oder offizieller Natur sein, sie kann privat oder auch öffentlich genutzt werden. Allerdings handelt es sich eindeutig um eine Form der indirekten Kommunikation, da die Kommunikationspartner keine raum-zeitliche Verbindung aufweisen. Ob es sich bei der Email um monologische oder dialogische Kommunikation handelt, ist dagegen nicht so eindeutig festzustellen, schließlich kann durch den Austausch monologischer Nachrichten eine Form des Dialogs entstehen (vgl. Linke u. a.: 176). Obwohl es sich bei der Email um ein schriftliches Medium handelt, ist auch diese Zuordnung, nämlich nach Schriftlichkeit oder Mündlichkeit, nicht so eindeutig vorzunehmen. Meiner Erfahrung nach kann die schriftliche Kommunikation in digitaler Form auch Charakteristiken der gesprochenen und der Umgangssprache aufweisen. Um diesen Umstand genauer untersuchen zu können, beziehe ich mich Folgenden vor allem auf den Ansatz von Nähe-Distanz/Mündlichkeit-Schriftlichkeit von Koch und Oesterreicher, da hier die schriftliche Sprache konzeptuell betrachtet wird und einen Bezug zu der gesprochenen Sprache erlaubt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kommunikation: Dieses Kapitel definiert den Begriff Kommunikation und ordnet die E-Mail als Form der indirekten Kommunikation in verschiedene Kategorien ein.
2. Die Email als Kommunikationsmedium: Hier werden die historische Entwicklung vom Brief zur E-Mail sowie deren technische Struktur und Funktionsweise erläutert.
3. Die E-Mail als Kommunikationsmedium zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit: Dieses Kapitel stellt das theoretische Modell von Koch und Oesterreicher vor, um die E-Mail auf einem Kontinuum zwischen Nähe und Distanz zu positionieren.
4. Exemplarische Zuordnung von E-Mail-Nachrichten und Analyse: Anhand von Praxisbeispielen werden verschiedene E-Mail-Arten analysiert und in das Nähe-Distanz-Modell eingeordnet.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die E-Mail trotz ihres schriftlichen Charakters je nach Kontext und Bedingungen deutliche Tendenzen zur konzeptionellen Mündlichkeit aufweist.
Schlüsselwörter
Kommunikation, E-Mail, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Nähe, Distanz, Koch und Oesterreicher, Medienwandel, Brief, Sprache, Sprachwissenschaft, Medialität, Konzeptualität, Textsorte, Informationsaustausch
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die E-Mail als moderne Kommunikationsform und untersucht deren Einordnung im Spannungsfeld zwischen gesprochener und geschriebener Sprache.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Nachrichtentechnologie, die strukturellen Merkmale der E-Mail sowie deren linguistische Charakterisierung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist die Klärung, ob die E-Mail eher der konzeptionellen Schriftlichkeit oder der konzeptionellen Mündlichkeit zuzuordnen ist.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich primär auf das Modell der Nähe- und Distanzsprache von Koch und Oesterreicher.
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Kommunikation, eine mediale Einordnung und eine empirische Analyse anhand konkreter Fallbeispiele.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?
Wichtige Begriffe sind Kommunikation, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Sprache der Nähe, Sprache der Distanz und Medialität.
Wie unterscheidet sich die E-Mail vom traditionellen Brief?
Die E-Mail bietet eine geringere zeitliche Rückkopplung und ermöglicht dynamischere, oft dialogorientierte Kommunikationsprozesse, während der Brief als offizielles Medium der Schriftlichkeit gilt.
Welche Rolle spielt die emotionale Distanz bei der Einordnung einer E-Mail?
Eine geringe emotionale Distanz und bekannte Kontexte führen laut dem Modell von Koch und Oesterreicher dazu, dass Nachrichten eher zur konzeptionellen Mündlichkeit neigen.
Warum neigen selbst formelle E-Mails zu umgangssprachlichen Elementen?
Aufgrund der Prozesshaftigkeit des Mediums und des schnellen Informationsaustausches passen sich Kommunikationspartner häufig an einen lockeren, telegrammartigen Stil an.
- Arbeit zitieren
- Boris Stoev (Autor:in), 2014, Die E-Mail. Eine Kommunikationsform zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/276059