Das Außenwirtschaftsgeschehen einer Volkswirtschaft ist äußerst umfassend, daher
wird im ersten Teil dieser Arbeit zunächst ein theoretischer Einblick in die Inhalte der
Außenwirtschaft gewährt. Nachfolgend gilt es bestimmte Bereiche der österreichischen
Außenwirtschaft ab 1950 zu betrachten und zu analysieren. Neben bedeuteten
geschichtlichen und außenpolitischen Fakten wird in dieser Arbeit ein besonderes
Augenmerk auf den österreichischen Außenhandel und die Entwicklung der
Direktinvestitionen gelegt. Vorweg sei außerdem darauf hingewiesen, dass nicht allen
Bereichen der Außenwirtschaft ausreichend Beachtung geschenkt werden kann, da
der Betrachtungszeitraum sehr breit gewählt wurde und dies über den Rahmen der
Arbeit hinausgehen würde. Auf die monetären Ansätze wird nur bedingt eingegangen,
vielmehr geht es darum, einen Überblick über die wesentlichen Veränderungen der
österreichischen Außenwirtschaft seit 1950 zu erzeugen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodisches Vorgehen
2 Grundlagen der Außenwirtschaft
2.1 Definition Außenwirtschaft und –handel
2.1.1 Formen des Außenhandels
2.2 Gründe für den internationalen Handel
2.2.1 (Nicht-)Verfügbarkeit als Grund für den internationalen Handel
2.2.2 Preisdifferenzen als Grund für den internationalen Handel
2.2.3 Produktdifferenzierungen als Grund für den internationalen Handel
2.2.4 Transportkosten als Grund oder Hindernis für den internationalen Handel
2.3 Klassische Theorien des Außenhandels
2.3.1 Theorie der absoluten Kostenvorteile von Adam Smith
2.3.2 Das Theorem der komparativen Kosten nach Ricardo
2.3.3 Faktorproportionen-Theorem nach Heckscher/Ohlin
2.4 Wechselkurse und Außenhandel
2.4.1 Definition Wechselkurs und Devisen
2.4.2 Flexible und Feste Wechselkurssysteme
2.4.3 Bedingungen für den Handel und Wechselkurs
2.4.4 Terms of Trade
2.5 Zahlungsbilanz
2.5.1 Begriff und Aufbau der Zahlungsbilanz
2.5.2 Der statistische Zahlungsbilanzausgleich
2.5.3 Die Bedeutung der Zahlungsbilanz
2.6 Weitere wichtige volkswirtschaftliche Kennzahlen
2.7 Außenhandelspolitik
2.7.1 Tarifäre und Nicht-tarifäre Handelsbarrieren
2.7.2 Institutionelle Rahmenbedingungen der Weltwirtschaftsordnung
3 Die österreichische Außenwirtschaft ab 1950
3.1 Überblick über politische und institutionelle Entwicklungen
3.2 Die Entwicklung des österreichischen Außenhandels seit 1950
3.2.1 Entwicklung des Außenhandels von 1950 – 1960
3.2.2 Entwicklung des Außenhandels von 1960 – 1970
3.2.3 Entwicklung des Außenhandels von 1970 – 1983
3.2.4 Entwicklung des Außenhandels von 1983 – 1995
3.3 Entwicklung der Direktinvestitionen seit 1950
3.3.1 Definition Direktinvestition
3.3.2 Entwicklung der Direktinvestitionsströme nach 1950
3.4 Rückblick der Entwicklung der österreichischen Außenwirtschaft seit 1950
4 Entwicklung der österreichischen Außenwirtschaft ab 1995
4.1 Außenpolitische Veränderungen Österreichs seit 1995
4.2 Entwicklung des österreichischen Außenhandels
4.2.1 Regionalstruktur des österreichischen Warenaußenhandels
4.2.2 Güterstruktur des österreichischen Außenhandels
4.3 Österreichs Außenhandel mit Dienstleistungen
4.3.1 Entwicklung nach Branchen
4.3.2 Entwicklung nach Dienstleistungspartnern
4.4 Grenzüberschreitende Direktinvestitionen seit 1995
4.5 Österreich im internationalen Vergleich
5 Schlussbetrachtung
5.1 Fazit
5.2 Einschränkungen und Forschungsausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert theoretische Grundlagen der Außenwirtschaft und untersucht die Entwicklung der österreichischen Außenwirtschaft von 1950 bis zum Jahr 2013, mit einem speziellen Fokus auf die Zeit ab 1995 sowie die Rolle des Außenhandels und der Direktinvestitionen.
- Theoretische Fundamente des internationalen Handels (Smith, Ricardo, Heckscher/Ohlin).
- Außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Institutionen (WTO, IWF, EU).
- Historische Entwicklung des österreichischen Außenhandels seit 1950.
- Analyse von Direktinvestitionen und deren Bedeutung für den Standort Österreich.
- Einordnung Österreichs im internationalen Wettbewerb und globale Handelsverflechtungen.
Auszug aus dem Buch
2.3.2 Das Theorem der komparativen Kosten nach Ricardo
Ein bedeutendes Modell zur Erklärung, weshalb auch ein Land, welches sämtliche Güter günstiger herstellt (also einen eindeutigen Vorsprung besitzt) durch den Handel profitieren kann, stellte David Ricardo 1817 mit seinem Theorem des komparativen Kostenvorteils auf.
Zwar stellte Adam Smith schon früh die These der absoluten Kostenvorteile auf, jedoch gelang es David Ricardo diese Theorie zu erweitern und den Außenhandel aufgrund von relativen Kostenvorteilen in der Produktion zu begründen. Dieses unter einfachen Annahmen konstruierte Ein-Faktor-Modell bringt zum Ausdruck, dass relative Preisvorteile sich durch komparative Kostenvorteile begründen lassen. Unter den Begriff „Faktoren“ werden sämtliche für die Produktion von Gütern vorhandene Voraussetzungen einer Nation, wie z.B. Boden, Arbeit, verstanden.
Das Modell von Ricardo stützt sich dabei auf den Produktionsfaktor „Arbeit“. Ebenso ist die lineare Produktionsfunktion charakteristisch für dieses Modell, welche auf der gleichbleibenden Ertragfähigkeit basiert. Dies bedeutet, dass Ricardo in seinen Betrachtungen eine konstante Produktionsmenge eines Gutes annimmt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Definition der Problemstellung, Festlegung der Zielsetzung und Erläuterung des methodischen Vorgehens für die Untersuchung der österreichischen Außenwirtschaft.
2 Grundlagen der Außenwirtschaft: Darstellung der theoretischen Konzepte des internationalen Handels, einschließlich Handelsgründen, klassischer Theorien, Wechselkursen, Zahlungsbilanz und institutioneller Rahmenbedingungen.
3 Die österreichische Außenwirtschaft ab 1950: Historische Betrachtung der politischen und institutionellen Entwicklung sowie Analyse der Außenhandelsströme und Direktinvestitionen Österreichs in der Nachkriegszeit.
4 Entwicklung der österreichischen Außenwirtschaft ab 1995: Detaillierte Auswertung der außenpolitischen Veränderungen durch den EU-Beitritt, des Außenhandels mit Waren und Dienstleistungen sowie der grenzüberschreitenden Direktinvestitionen nach 1995.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit der Analyseergebnisse und Diskussion der Einschränkungen sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Außenwirtschaft, Außenhandel, Österreich, Direktinvestitionen, komparativer Kostenvorteil, Ricardo, Zahlungsbilanz, Warenexport, Dienstleistungshandel, EU-Beitritt, Weltwirtschaft, Handelsbilanz, Globalisierung, Importquote, Exportquote.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der theoretischen und praktischen Entwicklung der österreichischen Außenwirtschaft im Zeitraum von 1950 bis heute, mit besonderem Augenmerk auf die Dynamik seit 1995.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Hauptthemen gehören Außenhandelstheorien, die Entwicklung der Zahlungsbilanz, institutionelle Rahmenbedingungen des Welthandels sowie die empirische Analyse des österreichischen Export- und Importgeschehens.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zunächst eine theoretische Basis zu schaffen und anschließend die historische und aktuelle Entwicklung des österreichischen Außenhandels sowie die Bedeutung von Direktinvestitionen fundiert zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Betrachtung und Wertung, die auf der Auswertung einschlägiger Fachliteratur, Berichten von Institutionen (z.B. WKO, OeNB) und der Analyse statistischer Wirtschaftsdaten basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Außenhandels, die historische Entwicklung Österreichs ab 1950 sowie eine tiefgehende Analyse der Trends und strukturellen Veränderungen ab 1995.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte umfassen Außenwirtschaft, Österreich, Direktinvestitionen, komparative Vorteile, Zahlungsbilanz und EU-Integration.
Warum war der EU-Beitritt 1995 ein Wendepunkt für Österreichs Außenwirtschaft?
Der Beitritt ermöglichte den Wegfall von Grenzkontrollen, eine einfachere Teilnahme am Binnenmarkt und eine stärkere Einbindung in die europäische Wirtschaftsunion, was den Güteraustausch signifikant vereinfachte.
Welche Rolle spielen Direktinvestitionen für Österreich?
Direktinvestitionen sind essenziell für die langfristige Beteiligung an ausländischen Unternehmen und die Steuerung der Geschäftspolitik, wobei sie seit 1995 vor allem durch die EU-Osterweiterung stark an Bedeutung gewonnen haben.
- Arbeit zitieren
- Stefanie Reiter (Autor:in), 2013, Die Entwicklung der österreichischen Außenwirtschaft ab 1950 mit Schwerpunkt ab 1995, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/275602