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Literaturverfilmung im neuen deutschen Film. Schlöndorffs „HOMO FABER“

Titel: Literaturverfilmung im neuen deutschen Film. Schlöndorffs „HOMO FABER“

Akademische Arbeit , 2003 , 55 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: M.A. Helmut Wagenpfeil (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Louis Lumière 1896 einen Film nach Motiven aus Goethes Faust produzierte, war der Film als solcher gerade ein Jahr alt. Gegen die Widerstände der traditionellen Künste, wie der Literatur oder der Malerei, die der neuen Kunstform der Kinematographie ihre Kunstfähigkeit absprachen, entwickelte sich der Film rasant weiter. Als sich die Auflösungsängste der alten Künste allmählich gelegt hatten, entwickelte sich eine fruchtbare Beziehung zwischen dem Kino und der übrigen Kunst. Im ersten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts entstand sodann eine tiefe Verbindung zwischen Literatur und Film. Das Genre der Literaturverfilmung etablierte sich und somit bewegte sich die Kinematographie auf die Literatur zu. Andersherum fingen berühmte Theaterschauspieler an, in Filmen aufzutreten und der Herausgeber Kurt Pinthus sammelte mit seinem „Kinobuch“ Beiträge namhafter Autoren, wie Else Lasker-Schüler oder Max Brod, für das Kino.
Das Kino konnte sich etablieren und hat die übrigen Kunstformen in der Breite seiner Wahrnehmung, vor allem durch seinen Nachfolger das Fernsehen, weit überflügelt. Heute finden sich kaum noch generelle Vorbehalte gegen die Literaturverfilmung. Dass der Film weniger hochwertige Kunst als die Literatur sei und sich dem Maßstab der „Werktreue“ stellen müsse, ist eine Aussage die zunehmend der Vergangenheit angehört. Die Adaption von Literatur im Film wird heute als eigenständige medienspezifische Ausformung der Literatur gesehen.
Einen großen Beitrag zu dieser Entwicklung leistete das Neue Deutsche Kino. Eine Reihe von jungen Autoren, Regisseuren und Produzenten schloss sich Anfang der sechziger Jahre zusammen, um eine Kampfansage gegen die herrschende Filmpraxis zu machen und den „neuen deutschen Spielfilm“ zu schaffen. Hierbei sollten die „Freiheit von der Beeinflussung durch kommerzielle Partner“, von „branchenüblichen Konventionen“, von der „Bevormundung durch Interessensgruppen“ im Mittelpunkt stehen. Daraus resultierte auch eine neue Sichtweise der Literaturverfilmung. Die Privilegierung einer möglichst „werkgetreuen“ Verfilmung, die meist in einer relativ naiven Nacherzählung des Inhalts der literarischen Vorlage bestand, wich einem individuellen Ansatz, bei dem der Regisseur als aktualisierender Interpretant auftrat.

Aus dem Inhalt:
- Erzählstrukturen
- Erzählperspektiven
- Erzählstile
- Umsetzung von Motivkreisen
- Roman- und Filmfiguren

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehungsgeschichte / Hintergründe

2.1 Homo faber, der Roman

2.2 HOMO FABER / VOYAGER, der Film

3. Formale Aspekte

3.1 Erzählstruktur des Romans

3.1.1 Rückblenden, Vorausdeutungen

3.1.2 Tagebuchform des Romans

3.2 Erzählstruktur des Films

3.2.1 Rückblenden im Film

3.2.2 Erhalt der Berichtform

3.3 Erzählperspektive des Romans

3.4 Erzählperspektive des Films

3.5 Erzählstil Frischs

3.5.1 Alltagssprache

3.5.2 Mechanismen der Gefühlsabwehr

3.5.3 Sprachbilder

3.6 Erzählstil Schlöndorffs

3.6.1 Techniker-Sprache im Film

3.6.2 Ausdruck der Abwehrhaltung

3.6.3 Sprach-Bilder

4. Inhaltliche Aspekte

4.1 Motivkreise im Roman

4.1.1 „Technik – Natur“

4.1.2 „Mann – Frau“

4.1.3 „Zufall – Schicksal“

4.2 Umsetzung der Motive im Film

4.2.1 „Technik – Natur“

4.2.2 „Mann – Frau“

4.2.3 „Zufall – Schicksal“

4.3 Figuren im Roman

4.3.1 Faber, die Romanfigur

4.3.2 Die Filmfigur Faber

4.3.3 Hanna im Roman

4.3.4 Hanna im Film

4.3.5 Sabeth im Roman

4.3.6 Sabeth im Film

4.4 Mythologischer Hintergrund im Roman

4.4.2 Demeter-Kore-Motiv

4.4.3 Archetyp „Mutter“

4.5 Übertragung in den Film

4.5.1 Ödipus

4.5.2 Demeter-Kore

4.5.3 Archetyp Mutter

4.6 Intention des Romans

4.7 Intentionsverlagerung durch inhaltliche Veränderungen

4.7.1 Auslassungen

4.7.2 Inhaltliche Varianzen

4.7.3 Intentionsverlagerung bei der Verfilmung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die filmische Adaption von Max Frischs Roman "Homo faber" durch den Regisseur Volker Schlöndorff. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Literatur in ein anderes Medium übersetzt wird und welche formalen sowie inhaltlichen Veränderungen dabei vorgenommen wurden, um die schicksalhafte Geschichte einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

  • Die literarische Vorlage von Max Frisch im Vergleich zur filmischen Umsetzung.
  • Die formale Erzählstruktur und Erzählperspektive beider Werke.
  • Die Analyse zentraler Motive wie "Technik – Natur", "Mann – Frau" und "Zufall – Schicksal".
  • Der Umgang mit mythologischen Hintergründen (Ödipus, Demeter-Kore) in Roman und Film.
  • Die Intention des Regisseurs und die durch inhaltliche Veränderungen bedingte Intentionsverlagerung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Erzählstruktur des Films

„Schlöndorffs Umgang mit literarischen Vorlagen besteht vor allem in der Reduktion auf die essentielle „Story“. Das bedeutet paradoxerweise, dass offensichtlich „filmische“ Erzähltechniken in den Originalvorlagen (...) zugunsten einer mehr chronologischen Darstellungsweise aufgegeben wurden.“

Bei der Erzählstruktur des Films verzichten Schlöndorff und sein Co-Autor Rudi Wurlitzer auf die komplexe Verschachtelung der Romanhandlung. Die Handlung ist hier eine Binnenhandlung, die eingebettet zwischen zwei Szenen, in denen Faber jeweils in der Wartehalle des Flughafens sitzt, als „Riesenrückblende“ stattfindet.

Die erste Einstellung des Films zeigt Faber am Flughafen in schwarz-weiß. Der Regisseur öffnet den Spannungsbogen, indem er Faber sagen lässt: „Warum ging es nicht ohne mich? Ich wünschte, ich wäre nie gewesen. Warum kann es nicht wieder April sein, und alles andere eine Halluzination von mir?“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema der Literaturverfilmung im Neuen Deutschen Kino vor und skizziert das methodische Vorgehen der Untersuchung anhand von Schlöndorffs Adaption.

2. Entstehungsgeschichte / Hintergründe: Dieses Kapitel befasst sich mit der Entstehung von Frischs Roman sowie den langwierigen Bemühungen und Umständen, die schließlich zur filmischen Realisierung durch Volker Schlöndorff führten.

3. Formale Aspekte: Der Abschnitt untersucht die unterschiedlichen Erzählstrukturen und Perspektiven von Roman und Film sowie die jeweiligen Erzählstile von Frisch und Schlöndorff.

4. Inhaltliche Aspekte: Hier werden zentrale Motivkreise und Figurenkonstellationen analysiert und der Umgang mit diesen Motiven bei der Übertragung in das Medium Film beleuchtet.

5. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und bewertet, inwieweit Schlöndorff sein Ziel einer adäquaten, aber eigenständigen filmischen Umsetzung erreicht hat.

Schlüsselwörter

Homo faber, Max Frisch, Volker Schlöndorff, Literaturverfilmung, Erzählstruktur, Erzählperspektive, Motivkreise, Technik, Schicksal, Identität, Inzest-Tabu, Adaptation, Filmtheorie, Romananalyse, neue deutsche Film.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die filmische Adaption des Romans "Homo faber" durch den Regisseur Volker Schlöndorff im Hinblick auf formale und inhaltliche Gemeinsamkeiten sowie Differenzen zur literarischen Vorlage.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Erzählstruktur, die Erzählperspektive, der sprachliche Stil sowie die wesentlichen Motivkreise wie Technik, Natur, Geschlechterbeziehungen und das Spannungsfeld zwischen Zufall und Schicksal.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie ein komplexer literarischer Text in ein anderes Medium – den Spielfilm – übersetzt werden kann und ob der Regisseur die Intention des Autors bewahrt oder eine bewusste inhaltliche Verlagerung vornimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, die formale Merkmale wie Struktur und Erzählweise sowie inhaltliche Aspekte wie Motive, Mythologie und Intention gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine formalanalytische Ebene (Struktur/Stil) und eine inhaltliche Analyse (Motive/Figuren/Mythologie), wobei stets die Übertragung vom Roman zum Film im Mittelpunkt steht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind: Literaturverfilmung, Erzählstruktur, Identität, Technik-Natur-Dualismus, Schlöndorff, Max Frisch, filmische Adaption.

Wie geht Schlöndorff mit der komplexen, verschachtelten Struktur des Romans im Film um?

Schlöndorff vereinfacht die Struktur deutlich zugunsten einer chronologischeren Erzählweise, indem er die Handlung als "Riesenrückblende" innerhalb einer Rahmenhandlung an einem Flughafen einbettet.

Warum wird im Film die Bedeutung der Natur als "Feind" Fabers reduziert?

Schlöndorff fokussiert den Film stärker auf die Liebestragödie und reduziert die philosophischen Aspekte der Naturerfahrung, um die Dramatik für ein breiteres Publikum zu erhöhen.

Welche Rolle spielt die mythologische Komponente in der Adaption?

Schlöndorff verzichtet weitgehend auf eine explizite mythologische Präfigurierung, da er annimmt, dass das heutige Kinopublikum weniger mit der griechischen Mythologie vertraut ist als die Leserschaft des Romans von 1957.

Wie unterscheidet sich der Film-Faber von der Romanfigur?

Während der Roman-Faber eine tiefgreifende charakterliche Entwicklung durchläuft, bleibt der Film-Faber bis zum Ende eher resigniert und gebrochen, wodurch der Film die kathartische Wendung des Romans ausspart.

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Literaturverfilmung im neuen deutschen Film. Schlöndorffs „HOMO FABER“
Note
1,7
Autor
M.A. Helmut Wagenpfeil (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
55
Katalognummer
V275385
ISBN (eBook)
9783656676379
ISBN (Buch)
9783656676386
Sprache
Deutsch
Schlagworte
literaturverfilmung film schlöndorffs homo faber
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Helmut Wagenpfeil (Autor:in), 2003, Literaturverfilmung im neuen deutschen Film. Schlöndorffs „HOMO FABER“, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/275385
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  55  Seiten
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