Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit den Strukturen von und Strategien in Unternehmenskrisen. Der Fokus liegt auf der Kommunikation und deren unterschiedlichen sowohl PR- als auch internen Strategien. Exemplarisch wird dabei bezuggenommen auf die Medienkrise von 2010 und die Debatte über die Zukunft des Qualitätsjournalismus.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Der Zustand Krise
1.2 Krisenkommunikation / Krisen-PR
1.3 Arten von Unternehmenskrisen
1.4 Vorbereitet sein: Krisenmanagement
2. Die aktuelle Krise in der Medienbranche
3. Den Ernstfall kommunizieren
3.1 Externe Krisenkommunikation
3.2 Interne Krisenkommunikation
4. Analyse und Vorgehen bei Krisen-PR
4.1 Struktur und Prozess von Krisen
4.2 Strategien der Krisen-PR
5. Kommunikation und Maßnahmen in der Medienkrise
5.1 Vom Fall des Qualitätsjournalismus: Entwicklungen und Stimmen
5.2 Konkrete Maßnahmen und Kommunikation der Medienkonzerne
6. Resümee
6.1 Die Verlage und ihre Krisenkommunikation
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Kommunikationsstrategien von Medienunternehmen in der Krise, insbesondere am Beispiel des Verlagshauses Gruner + Jahr, um aufzuzeigen, wie Qualitätsjournalismus unter wirtschaftlichem Druck kommuniziert und gesichert werden kann.
- Grundlagen des Krisenmanagements und der Krisen-PR
- Analyse der spezifischen Medienkrise der Printbranche
- Instrumente der internen und externen Krisenkommunikation
- Bewertung von Strategien zur Krisenbewältigung und zur Erhaltung der Glaubwürdigkeit
Auszug aus dem Buch
3.2 Interne Krisenkommunikation
Weniger Beachtung in der Literatur findet sich im Krisenfall zum Vorgehen in der internen Kommunikation, dabei ist auch sie von zentraler Bedeutung. Eine Unternehmenskrise bringt nicht selten auch Einsparungen und Entlassungen mit sich, Gerüchte kommen auf, Angst und Unsicherheit breiten sich aus, oft herrscht ein angespanntes, unangenehmes Betriebsklima. Auch hier muss Krisenkommunikation so schnell wie möglich ansetzen. Vor allem, um ein annehmbares Betriebsklima für die verunsicherten oder aufgebrachten Mitarbeiter zu wahren oder wiederherzustellen, aber auch um durch massive Unzufriedenheit der Mitarbeiter nicht noch mehr negativ-PR zu bekommen.
Instrumente interner Krisenkommunikation sind beispielsweise Mitarbeiterversammlungen, Schwarzes Brett, Mitarbeiterbriefe, Mitarbeiterzeitschrift, Kummerkasten, Flugblätter, Plakate, Newsletter etc.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definiert den Krisenbegriff und grenzt das Feld der Krisenkommunikation sowie die Rolle des Krisenmanagements ein.
2. Die aktuelle Krise in der Medienbranche: Beschreibt die wirtschaftliche Notlage der Printbranche infolge sinkender Verkaufszahlen und Anzeigenerlöse, exemplarisch dargestellt an Gruner + Jahr.
3. Den Ernstfall kommunizieren: Unterscheidet zwischen externer Kommunikation (Presse/Öffentlichkeit) und interner Kommunikation (Mitarbeiter) im Krisenfall.
4. Analyse und Vorgehen bei Krisen-PR: Erläutert die notwendige Strukturierung von Krisen und stellt verschiedene Strategien, wie die Gefahren-PR oder defensive vs. offensive Strategien, vor.
5. Kommunikation und Maßnahmen in der Medienkrise: Analysiert konkrete Reaktionen der Medienkonzerne, wie Einsparungen und neue Geschäftsmodelle, sowie deren kommunikative Begleitung.
6. Resümee: Fasst zusammen, dass Verlage trotz massiver Einschnitte durch eine professionelle Krisenkommunikation ihr Image weitgehend wahren und aus der Krise gestärkt hervorgehen können.
Schlüsselwörter
Krisenkommunikation, Krisen-PR, Medienkrise, Qualitätsjournalismus, Gruner + Jahr, Unternehmenskommunikation, Krisenmanagement, Printbranche, Vertrauensverlust, Markenstrategie, Interne Kommunikation, Externe Kommunikation, Wirtschaftlichkeit, Medienmanagement, Strukturwandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die spezifische Krisenkommunikation von Medienunternehmen in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit für die Printbranche.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind Krisenprävention, die strategische Steuerung von Krisen-PR nach innen und außen sowie die Bewahrung von Qualitätsjournalismus unter wirtschaftlichem Druck.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Medienunternehmen durch transparente Kommunikation und strategische Maßnahmen ihre Glaubwürdigkeit in einer Krise schützen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu Krisenkonzepten sowie die Fallstudien-Methode am Beispiel der strategischen Maßnahmen des Verlagshauses Gruner + Jahr.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Ursachen der Medienkrise, die verschiedenen Typen der Krisenkommunikation sowie konkrete Instrumente und Strategien, die Verlage zur Bewältigung anwenden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Krisen-PR, Medienkrise, Qualitätsjournalismus, Krisenmanagement und Unternehmenskommunikation.
Wie wichtig ist die interne Krisenkommunikation laut der Autorin?
Sie ist von zentraler Bedeutung, da eine Krise oft mit Einsparungen verbunden ist und ein angespanntes Betriebsklima zu negativer Außenwirkung führen kann.
Warum wird Gruner + Jahr als Fallbeispiel gewählt?
Aufgrund persönlicher Beziehungen der Verfasserin zum Unternehmen war die Informationslage zur konkreten Krisenbewältigung bei Gruner + Jahr besonders gut zugänglich.
Welche Rolle spielen digitale Medien in der Krisenbewältigung der Verlage?
Sie dienen als neue Einnahmequelle und als strategische "Pluspunkte", um sich als zukunftsorientiert und dynamisch zu präsentieren.
- Arbeit zitieren
- Janina Mau (Autor:in), 2010, Krisenkommunikation im Unternehmen. Qualitätsjournalismus in der Medienkrise, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/275267