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Sprachentwicklung mehrsprachiger Kinder. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Konsequenzen für die Schulpraxis

Titel: Sprachentwicklung mehrsprachiger Kinder. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Konsequenzen für die Schulpraxis

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Rebekka Schroth (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Immer wieder haben in den letzten Jahren verschiedene internationale Schulleistungsstudien auf soziale Ungleichheiten in Deutschland aufmerksam gemacht. Erstmals gaben die PISA- Studien ein differenziertes Bild über den Leistungserfolg von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem. In den PISA-Studien von 2000, 2003 und 2006 zeigte sich dabei eindeutig, dass Schüler/innen mit Migrationshintergrund in ihren Lesekompetenzen und Mathematikleistungen eindeutig hinter ihren deutschen Mitschüler/innen lagen, selbst wenn sie ihre gesamte Schulbildung in Deutschland durchlaufen hatten. Sogar Schüler/innen, die im Alltag hauptsächlich Deutsch sprachen, erreichten dennoch nicht das gleiche Niveau wie ihre Mitschüler/innen ohne Migrationshintergrund. Diese Ergebnisse lieferte auch die IGLU Studie, welche in der vierten Jahrgangsstufe der Grundschulen durchgeführt wurde. Auch hier zeigte sich, dass Kinder mit Migrationshintergrund schlechtere Leseleistungen erzielten, als Kinder ohne Migrationshintergrund. Selbst Kinder, die im Alltag überwiegend Deutsch sprachen, schnitten zwar vergleichsweise gut, aber dennoch schlechter als deutsche Kinder ohne Migrationshintergrund ab. Ausgehend von dieser Situation, möchte ich in meiner Arbeit der Frage nachgehen, inwiefern die schlechteren Schulleistungen mehrsprachiger Kinder unter anderem möglicherweise auch mit deren Sprachentwicklung einhergehen und wie die Schule darauf reagieren kann. Dabei werde ich zunächst mit einer Erläuterung des kindlichen Spracherwerbs beginnen und insbesondere auf den Spracherwerb bei mehrsprachigen Kindern sowie auf den sukzessiven Zweitspracherwerb eingehen. Dem folgend werde ich das Phänomen der Mehrsprachigkeit genauer unter die Lupe nehmen, um dann schließlich im dritten Kapitel auf die Bildungssprache als besondere Sprachvariante des Deutschen einzugehen. Nach diesen theoretischen Überlegungen zur Sprachentwicklung von mehrsprachigen Kindern werde ich im vierten und letzten Kapitel die Konsequenzen für die Schulpraxis untersuchen. Wie müsste Unterricht gestaltet sein, damit alle Kinder in ihrer Sprachentwicklung gefördert würden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Kindlicher Spracherwerb

1.1 Erstspracherwerb

1.2 Doppelter Erstspracherwerb (Bilingualismus)

1.3 Sukzessiver Zweitspracherwerb

1.4 Theorien zum Zweitspracherwerb

2. Mehrsprachigkeit

2.1 Definition der Mehrsprachigkeit

2.2 Mehrsprachigkeit in Baden-Württemberg

2.3 Mehrsprachigkeit als Herausforderung und Chance

3. Bildungssprache

3.1 Definition des Begriffs Bildungssprache

3.2 Bildungssprache und Bildungserfolg

4. Konsequenzen für die Schulpraxis

4.1 Bezug zum Bildungsplan Baden-Württemberg

4.2 Sprachbildender Unterricht

4.3 Vernetzung und Kooperation

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Sprachentwicklung mehrsprachiger Kinder und deren schulischen Leistungen in Deutschland. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schulen durch gezielte sprachbildende Maßnahmen und eine wertschätzende Haltung gegenüber Mehrsprachigkeit Chancengleichheit fördern können.

  • Grundlagen des kindlichen Erst- und Zweitspracherwerbs
  • Definition und Bedeutung von Mehrsprachigkeit im Kontext von Migration
  • Die Rolle der Bildungssprache als Schlüssel zum Bildungserfolg
  • Methoden und Ansätze für einen sprachbildenden Unterricht
  • Bedeutung von Vernetzung und Kooperation zwischen Bildungsinstitutionen

Auszug aus dem Buch

1.2 Doppelter Erstspracherwerb (Bilingualismus)

Werden in den ersten Lebensjahren gleichzeitig zwei Sprachen erworben, bezeichnet man dies als doppelten Erstspracherwerb oder Bilingualismus. Allerdings gibt es in der Wissenschaft unterschiedliche Meinungen darüber, bis zu welchem Alter man von einem doppelten Erstspracherwerb spricht und ab wann von einem frühen Zweitspracherwerb gesprochen werden kann. Es gibt derzeit noch nicht genügend wissenschaftliche Studien, um die Grenze genau bestimmen zu können. Tracy und Gawlitzek (in Grimm 2000) gehen davon aus, dass vom doppelten Erstspracherwerb gesprochen werden kann, wenn die zweite Sprache innerhalb der ersten beiden Lebensjahren hinzutritt. Andere Wissenschaftler/innen gehen hingegen davon aus, dass nur dann von Bilingualismus gesprochen werden kann, wenn das Kind mit beiden Sprachen von Anfang an konfrontiert wird. Jedoch vom Alter unabhängig erfolgt der Erwerbsverlauf des doppelten Erstspracherwerbs im Hinblick auf die Erwerbsschritte und die Zeit bei einem ausreichenden Sprachangebot weitestgehend dem monolingualen Spracherwerb (vgl.Tracy 2008; Tracy in Anstatt 2007; Schulz & Tracy 2011).

Im Gegenzug zu teils verbreiteten Meinungen führt der mehrsprachige Spracherwerb nicht zur Verwirrung oder Verlangsamung des Erwerbsprozesses. Die Mehrsprachigkeit hat keine negativen Auswirkungen auf den Spracherwerb. Kinder sind sogar recht früh dazu in der Lage, ihre Sprachen zu trennen. Selbst wenn es hin und wieder zu Sprachmischungen kommt, worauf später noch eingegangen werden wird, sind bilinguale Kinder im Alter von etwa zwei Jahren prinzipiell dazu in der Lage, ihre Sprachen personenbezogen einzusetzen und differenziert auf unterschiedliche Sprachpartner zu reagieren. Die Trennung fällt dabei umso leichter, je unterschiedlicher die Sprachen sind. Bei Sprachen, die in Struktur und Wortschatz eng verwandt sind, z.B. Deutsch und Niederländisch oder Englisch, fällt die Unterscheidung etwas schwerer. Allerdings stellt die Ähnlichkeit wiederum eine Chance dar, weil sie genutzt werden kann, um unbekannte Wörter zu erschließen (vgl. Tracy & Gawlitzek in Grimm 2000; Tracy 2008; Tracy in Anstatt 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kindlicher Spracherwerb: Erläutert die Grundlagen des Erst- und sukzessiven Zweitspracherwerbs bei Kindern und stellt relevante Theorien vor.

2. Mehrsprachigkeit: Definiert Mehrsprachigkeit, betrachtet die Situation in Baden-Württemberg und analysiert Chancen und Herausforderungen.

3. Bildungssprache: Definiert den Begriff der Bildungssprache und verdeutlicht deren essenzielle Bedeutung für den schulischen Erfolg.

4. Konsequenzen für die Schulpraxis: Analysiert den Bezug zum Bildungsplan, stellt Methoden des sprachbildenden Unterrichts vor und betont die Notwendigkeit von Kooperation.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Sprachentwicklung, Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Bildungssprache, Bildungserfolg, Schulpraxis, Migrationshintergrund, Sprachförderung, Durchgängige Sprachbildung, Kooperation, Sprachkompetenz, Deutsch als Zweitsprache, Schule, Unterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Sprachentwicklung mehrsprachiger Kinder und den Auswirkungen auf ihre schulischen Leistungen innerhalb des deutschen Bildungssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der kindliche Spracherwerb, die Definition von Mehrsprachigkeit, das Konzept der Bildungssprache sowie die daraus resultierenden Anforderungen an eine effektive Schulpraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie die Schule mehrsprachige Kinder besser fördern kann, um strukturelle Diskriminierung zu verringern und Chancengleichheit zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, internationale Schulleistungsstudien (wie PISA und IGLU) und Analysen pädagogischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung des Spracherwerbs, die Definition von Mehrsprachigkeit, die Analyse der Bildungssprache und die Ableitung konkreter Konsequenzen für den schulischen Unterricht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Bildungssprache, Durchgängige Sprachbildung, Sprachförderung und Mehrsprachigkeit.

Welche Rolle spielen Migrantenkinder im Kontext dieser Arbeit?

Sie bilden die primäre Zielgruppe, da die Arbeit untersucht, warum diese Kinder trotz oft ausreichender Alltagssprache im deutschen Schulsystem häufig benachteiligt sind.

Wie definiert die Autorin den Begriff der Bildungssprache?

Die Bildungssprache wird als Register definiert, das formalen Anforderungen unterliegt und für die Vermittlung fachlicher Kenntnisse im schulischen Kontext notwendig ist.

Warum ist die Kooperation zwischen Institutionen so wichtig?

Eine durchgängige Sprachbildung erfordert laut Arbeit die Zusammenarbeit über alle Bildungseinrichtungen hinweg, um Brüche in der Entwicklung der Kinder zu vermeiden.

Welchen Stellenwert räumt die Autorin der Herkunftssprache ein?

Die Autorin betont, dass eine wertschätzende Haltung gegenüber der Erstsprache die Motivation und Identitätsbildung der Kinder stärkt und somit den Zweitspracherwerb positiv beeinflusst.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sprachentwicklung mehrsprachiger Kinder. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Konsequenzen für die Schulpraxis
Hochschule
Pädagogische Hochschule in Schwäbisch Gmünd
Veranstaltung
Mehrsprachigkeit und Sprachreflexion
Note
1,0
Autor
Rebekka Schroth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
25
Katalognummer
V275128
ISBN (Buch)
9783656679806
ISBN (eBook)
9783656679813
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sprachentwicklung kinder wissenschaftliche erkenntnisse konsequenzen schulpraxis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rebekka Schroth (Autor:in), 2012, Sprachentwicklung mehrsprachiger Kinder. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Konsequenzen für die Schulpraxis, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/275128
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Leseprobe aus  25  Seiten
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