In dieser Arbeit werde ich verschiedene Möglichkeiten zur Gestaltung des Übergangs Kindergarten - Grundschule vorstellen. Mit Hilfe der hier ausgewählten Gestaltungsmöglichkeiten soll die Umsetzung des Übergangs ‚gleitend’ und kindgerecht gelingen. Das positive oder negative Erleben des Kindes auf dem Weg in den neuen Lebensbereich ist größtenteils abhängig von den Handhabungen der Institutionen Kindergarten und Schule als auch von Personen wie Erziehern, Lehrern und Eltern.´
Ich werde mich bei den vorgestellten Gestaltungsvarianten im engeren Sinne auf die Ausgangslage der Schule konzentrieren und nicht auf den Elementarbereich. Ich möchte allerdings anmerken, dass die nun folgenden Maßnahmen nur ein denkbarer Weg für einen kindgerechten Übergang sind. Es gibt unterschiedliche Lösungen für das Problem des Übergangs, auch können mehrere Möglichkeiten gleichzeitig existieren, sich ergänzen und miteinander kombiniert werden.
Aus dem Inhalt:
- Kooperation Grundschule - Kindergarten;
- Die Schulanmeldung;
- Der erste Schultag
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kooperation Grundschule – Kindergarten
3. Die Schulanmeldung
4. Kontaktaufnahme
5. Der erste Schultag
6. Zusammenfassung
7. Quellennachweis (inklusive weiterführender Literatur)
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, pädagogische Gestaltungsmöglichkeiten für den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule aufzuzeigen, um diesen Prozess für das Kind möglichst gleitend, kindgerecht und positiv zu gestalten. Der Fokus liegt dabei auf den Handlungsfeldern der Schule, um durch gezielte Maßnahmen bestehende Barrieren abzubauen und Kindern den Wechsel in den neuen Lebensbereich zu erleichtern.
- Bedeutung der Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule
- Pädagogische Gestaltung der Schulanmeldung
- Methoden der frühzeitigen Kontaktaufnahme und Elternarbeit
- Gestaltung eines gelingenden ersten Schultags
- Förderung der Anschlussfähigkeit und Integration der Schulanfänger
Auszug aus dem Buch
2. Kooperation Grundschule – Kindergarten
Eigentlich ist die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule eine selbstverständliche grundschulpädagogische Aufgabe, da diese Kontakte die auftretenden Schwierigkeiten des Kindes sowohl vor und bei als auch nach dem Schuleintritt mindern können.
„Den größten Gewinn davon (Zusammenarbeit) haben die Kinder: sie werden dann wie über eine Brücke von der einen Obhut in die andere hinein begleitet und nicht einfach >ins Wasser geworfen<.“ (Horn 1993, S. 26)
Erstaunlicherweise kooperieren die genannten Institutionen in der Praxis leider immer noch zu wenig. Auf der Suche nach den Gründen für die Zurückhaltung beider Seiten muss geschichtlich einige Jahrzehnte zurückgeblickt werden, so forderte Anfang der 70er Jahre der ‚Strukturplan’ der Bildungskommission eine Neukonzeption des Elementar- und des Primarbereichs, wobei die integrierte Schuleingangsstufe zum ersten Mal vorgestellt wurde. (vgl. Knauf 2004, S. 313) Von der neuen, eigenen Eingangsstufe und durch eine frühere Einschulung erhofft man sich eine bindende Annäherung zwischen Kindergarten und Grundschule sowie eine gemeinsame Sichtweise des Übergangs als besondere pädagogische Aufgabe. (vgl. Hacker 2001, S. 81) Das geplante Konzept stieß jedoch besonders von Seiten des Elementarbereichs auf umfassenden Widerstand. Der erwünschte Erfolg der Neukonzeption blieb aus und auch die vorgeschlagenen Ideen zur Frühförderung wurden nur zum Teil umgesetzt. (vgl. Knörzer/Grass 2000, S. 87)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation der Arbeit dar, verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für einen kindgerechten und gleitenden Übergang von der Kita zur Schule zu präsentieren.
2. Kooperation Grundschule – Kindergarten: Dieses Kapitel erörtert die Notwendigkeit der Zusammenarbeit beider Institutionen, analysiert geschichtliche Gründe für bisherige Kooperationsdefizite und benennt konkrete Ebenen der Zusammenarbeit.
3. Die Schulanmeldung: Hier wird betont, dass die Schulanmeldung primär als bedeutsame Begegnung für das Kind und nicht als reiner Verwaltungsakt verstanden werden sollte.
4. Kontaktaufnahme: Dieses Kapitel erläutert wichtige Maßnahmen, um bereits vor Schulbeginn eine Verbindung zum Kind und den Eltern aufzubauen, etwa durch Elternabende und Kennenlerntage.
5. Der erste Schultag: Der Fokus liegt auf der kindgerechten Gestaltung des Einschulungstages, um Ängsten entgegenzuwirken und durch Rituale Sicherheit und Freude zu vermitteln.
6. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert, dass der Übergang einen großen Einsatz aller Beteiligten erfordert, um die Anschlussfähigkeit zwischen den Systemen Kindergarten und Schule langfristig zu sichern.
Schlüsselwörter
Übergangsgestaltung, Schulanfang, Kooperation, Grundschule, Kindergarten, Einschulung, Schulanmeldung, Elternarbeit, Schuleingangsphase, kindgerechter Übergang, Anfangsunterricht, Schulfähigkeit, Bildungsauftrag, Integrationsprozess, Schulleben.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule und analysiert Strategien für einen erfolgreichen Wechsel.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Kooperation zwischen den Institutionen, der Gestaltung der Schulanmeldung, der Kontaktaufnahme mit den Eltern und dem ersten Schultag.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Maßnahmen aufzuzeigen, die den Übergang für das Kind gleitend und kindgerecht machen, um einen positiven Start in das Schulleben zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Sichtung pädagogischer Konzepte zur Schuleingangsphase.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden konkrete Ebenen der Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule sowie praktische Ansätze für Schulanmeldung, Elternabende und die Gestaltung des ersten Schultags erläutert.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Begriffe wie Schulanfang, Übergangsgestaltung, Kooperation und kindgerechte Pädagogik beschreiben den Kerninhalt der Arbeit.
Warum sollte die Schulanmeldung kein reiner Verwaltungsakt sein?
Laut der Arbeit ist dieser Tag eine bedeutsame erste Begegnung des Kindes mit der Schule, bei der das Kind im Mittelpunkt stehen sollte, um ein Gefühl des Willkommenseins zu erzeugen.
Welchen Stellenwert haben Rituale am ersten Schultag?
Rituale sind essenziell, da sie den Kindern Vertrautheit und Beständigkeit in einer für sie aufregenden neuen Situation vermitteln.
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- Julia van Risswick (Author), 2005, Kindgemäße Übergangsgestaltung. Vom Kindergarten in die Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/275044