In dieser Hausarbeit, werde ich mich mit dem von Hiltrud von Spiegel beschriebenem
Beobachtungs- und Beschreibungswissen auseinander setzen. Ich habe
mich für dieses Thema entschieden, da besonders, die im Seminar durchgeführten
Aufgabenstellungen, mein Interesse an dieser Methode gefördert haben. Um
zu erklären, welche Bedeutung das Beobachtungs- und Beschreibungswissen
für eine wissenschaftliche fundierte Praxis hat, werde ich zunächst, durch die
Begriffe Disziplin und Profession sowie durch die Vokabeln wissenschaftliche
Vorgehensweise und Wissensbestände methodischen Handelns, definieren,
was wissenschaftliche fundierte Praxis meint. Anschließend möchte ich Beobachtungs-
und Beschreibungswissen, zusätzlich mit einem Beispiel, erläutern
und schließlich die Bedeutung dieses Wissens für eine wissenschaftlich fundierte
Praxis aufzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist wissenschaftlich fundierte Praxis?
2.1 Disziplin und Profession
2.2 Wissenschaftliche Vorgehensweise und Wissensbestände methodischen Handelns
3. Was versteht man unter Beobachtungs- und Beschreibungswissen?
4. Welche Bedeutung hat das Beobachtungs- und Beschreibungswissen für eine wissenschaftlich fundierte Praxis?
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Beobachtungs- und Beschreibungswissens im Kontext einer wissenschaftlich fundierten Praxis in der Sozialen Arbeit. Dabei wird analysiert, wie Fachkräfte durch methodisches Handeln ihre subjektive Wahrnehmung objektivieren können, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
- Grundlagen der Disziplin und Profession
- Wissenschaftliche Vorgehensweise vs. Alltagswissen
- Regeln für methodisches Handeln
- Formen der Beobachtung und ihre Herausforderungen
- Praxisbeispiel: Feldbeobachtung in der Sozialen Arbeit
Auszug aus dem Buch
1. Beobachtung:
Drei Studenten sitzen auf einer Bank in der Raucherecke (draußen bei der Profitratte). Die zwei Studentinnen sitzen gegenüber von einem Jungen. Er trinkt aus seiner Thermosflasche. Eins der beiden Mädchen gegenüber trinkt aus einer Flasche und packt die Flasche in ihre Tasche ein. Ein Junge kommt an den Tisch und zeigt der Gruppe ein Blatt und geht wieder. Das eine Mädchen sitzt im Schneidersitz. Auf dem Tisch liegt ein Buch. Die Gruppe gestikuliert viel mit den Händen und unterhält sich. Das Mädchen im Schneidersitz holt ihr rotes Portemonnaie und steht auf. Der Junge holt erneut seine Thermosflasche und dreht die Flasche auf und dann wieder zu.
Der Junge, der zu der Gruppe gekommen ist und das Blatt gezeigt hat, kommt nun wieder und holt das Buch, was auf dem Tisch liegt und geht wieder. Das Mädchen, das noch auf der Bank sitzt holt ihre Flasche raus und trinkt, packt sie dann wieder weg. Sie spielt mit ihrem Ring. Das Mädchen, das weggegangen ist, kommt mit einem Brötchen in der Hand wieder. Anschließend verlässt die Gruppe die Raucherecke.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Beobachtungs- und Beschreibungswissens ein und begründet die Relevanz für eine wissenschaftlich fundierte Praxis.
2. Was ist wissenschaftlich fundierte Praxis?: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Disziplin und Profession und erläutert die wissenschaftliche Vorgehensweise sowie die notwendigen Wissensbestände methodischen Handelns.
3. Was versteht man unter Beobachtungs- und Beschreibungswissen?: Hier werden der Begriff des diagnostischen Wissens erläutert, verschiedene Beobachtungsformen vorgestellt und anhand von Protokollen veranschaulicht.
4. Welche Bedeutung hat das Beobachtungs- und Beschreibungswissen für eine wissenschaftlich fundierte Praxis?: Das Fazit stellt dar, warum die Reflexion der eigenen Wahrnehmung für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit essenziell ist, um theoriegeleitete und adressatengerechte Interventionen zu ermöglichen.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Beobachtungswissen, Beschreibungswissen, methodisches Handeln, Disziplin, Profession, wissenschaftliche Praxis, Wahrnehmung, Beobachtungsformen, Reflexion, diagnostisches Wissen, Wirklichkeitskonstruktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung und der praktischen Anwendung von Beobachtungs- und Beschreibungswissen innerhalb der Sozialen Arbeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Unterscheidung von Disziplin und Profession, die Differenz zwischen Alltagswissen und wissenschaftlichem Wissen sowie die methodische Gestaltung von Beobachtungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Beobachtungs- und Beschreibungswissen dazu beitragen kann, eine wissenschaftlich fundierte Praxis in der Sozialen Arbeit zu etablieren und die Grenzen subjektiver Wahrnehmung zu überwinden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine Literaturanalyse zur Definition der Begriffe sowie eine empirische Feldbeobachtung in einer Gruppensituation durchgeführt, um die Selektivität der Wahrnehmung zu verdeutlichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung wissenschaftlichen Handelns, eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Beobachtungs- und Beschreibungswissen und eine praktische Anwendung in Form von Beobachtungsprotokollen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Beobachtungswissen, methodisches Handeln, Soziale Arbeit, Reflexion und diagnostisches Wissen.
Warum ist das Beobachtungs- und Beschreibungswissen laut Autor als "diagnostisch" zu bezeichnen?
Es wird als diagnostisch bezeichnet, da es dem Praktiker ermöglicht, angemessen zu klären, was in einer gegebenen Situation der Fall ist und welche fachlichen Schritte daraufhin erforderlich sind.
Wie lässt sich die subjektive Wahrnehmung im beruflichen Handeln beeinflussen?
Die Wahrnehmung kann durch persönliche Problemlösungsansätze und Erfahrungen beeinflusst werden, was zu einer selektiven Wirklichkeitskonstruktion führt; dem kann durch die Einhaltung expliziter Regeln für methodisches Handeln begegnet werden.
- Quote paper
- Nicole Schmidt (Author), 2013, Das Beobachtungs- und Beschreibungswissen und seine Bedeutung für eine wissenschaftlich fundierte Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/274885