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Ludwig Wittgensteins "Philosophische Untersuchungen". Versuch einer realistischen Interpretation

Title: Ludwig Wittgensteins "Philosophische Untersuchungen". Versuch einer realistischen Interpretation

Term Paper , 2013 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Danny Krämer (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

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Summary Excerpt Details

Zweimal in der Geschichte revolutionierte Ludwig Wittgenstein die Philosophie. Sein Tractatus lieferte die Vorlage für den logischen Positivismus, eine der einflussreichsten philosophischen Strömungen der Philosophiegeschichte. Die „Philosophischen Untersuchungen“ beeindrucken bis heute die Philosophen und immer wieder kommen neue Interpretationen auf. Oftmals wird wird der späte Wittgenstein als Antirealist und Antiphilosoph dargestellt, dem es nur darum ginge, uns von unseren metaphysischen Krankheiten zu heilen. Unsere Sprache funktioniere nach Regeln, die von unserer Sprachgemeinschaft abhängen und somit hängen auch unsere Wahrheiten von ihr ab. Alles worauf Wahrheit beruht ist Übereinkunft. Doch es gibt auch bekannte Wittgenstein-Interpreten wie Hilary Putnam oder Stanley Cavell, die Wittgenstein als gemäßigten Realisten sehen. Wittgenstein wolle schließlich nur den Positivismus und den metaphysischen Realismus, den er selbst zum Teil zum Leben erweckt hat, kritisieren. Ja, wir müssen uns auf Konventionen stützen, wenn wir an einen Punkt angelangen, an denen Fragen keinen Sinn mehr ergeben, doch trotzdem legt eine von uns unabhängige Welt fest, welche Wahrheiten sich daraus ergeben. Diese Philosophen verbinden Wittgensteins Kritik mit einem starken Praxisbezug, so wie Wittgenstein es selbst auch getan hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Das augustinische Bild

3. Das wittgensteinsche Bild

4. Wittgenstein als Realist

5. Sprachspiel und Sprachspielen

6. Lebensform und Praxis

7. Beispiele

8. Erklären vs. Definieren

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine realistische Interpretation von Ludwig Wittgensteins "Philosophischen Untersuchungen" zu entwickeln, die sich von der verbreiteten Dichotomie zwischen Realismus und Antirealismus abgrenzt. Dabei wird untersucht, wie Wittgensteins Philosophie Themen wie Referenz, Praxisbezug und Lebensform integriert, um ein Modell zu entwerfen, das den pragmatischen Kern seines Denkens betont und das "augustinische Bild" kritisch hinterfragt.

  • Kritik am "augustinischen Bild" der Sprache und des Essentialismus
  • Entwicklung einer realistischen Lesart von Wittgensteins Spätphilosophie
  • Analyse der Begriffe Sprachspiel, Lebensform und Praxis
  • Unterscheidung zwischen Regelbefolgung und alltäglicher Regelmäßigkeit
  • Abgrenzung zu antirealistischen und kohärentistischen Interpretationen

Auszug aus dem Buch

3. Das wittgensteinsche Bild

Wittgenstein betont im Laufe der Untersuchungen immer wieder bestimmte Aspekte, die ihm wichtig erscheinen und im Widerspruch zum klassischen, „augustinischen“ Bild stehen.

1) Bedeutung als Gebrauch. Der wahrscheinlich umstrittenste Punkt Wittgensteins ist wohl seine Theorie der Bedeutung als Gebrauch. Wittgenstein kritisiert im ersten Teil der Untersuchungen vor allem die Auffassung, dass Sprache hauptsächlich über Referenz funktioniere und Bedeutungen entweder die Dinge selbst seien, oder aber eine Vorstellung der Dinge in unseren Köpfen. Dagegen stellt er seine Behauptung, dass Sprache ihre Bedeutung durch den Gebrauch erlangt. Er schreibt:

„Man kann für eine große Klasse von Fällen der Benützung des Wortes „Bedeutung“ – wenn auch nicht für alle Fälle seiner Benützung – dieses Wort so erklären: Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache. Und die Bedeutung eines Namens erklärt man manchmal dadurch, daß man auf seinen Träger zeigt.“ (§ 43)

Über diesen Paragraphen wurde viel diskutiert. Zuerst ist zu bemerken, dass Wittgenstein hier keine Definition geben möchte. Er schränkt seine Behauptung ein, auf eine „große Klasse von Fällen“. Außerdem zeigt der zweite Satz, dass Referenz in unseren Sprachspielen durchaus eine Rolle spielen kann. Allerdings sollte man Referenz nicht als das „Wesen“ der Sprache darstellen und Wittgenstein weist häufig darauf hin, dass die Referenzbeziehung oft nicht eindeutig bestimmt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Der Autor führt in die Thematik ein, kritisiert die gängige Darstellung Wittgensteins als Antirealisten und skizziert das Vorhaben einer realistischen Interpretation.

2. Das augustinische Bild: Dieses Kapitel arbeitet die vier zentralen Punkte heraus, die Wittgenstein als das zu kritisierende metaphysische Bild – den Essentialismus und das Primat der Referenz – identifiziert.

3. Das wittgensteinsche Bild: Es werden die Gegenpositionen Wittgensteins dargelegt, insbesondere die Bedeutung als Gebrauch, die Rolle der Alltagssprache, der Bedeutungsholismus und der Praxisbezug.

4. Wittgenstein als Realist: Der Autor differenziert Wittgensteins Position vom klassischen Realismus sowie vom Kohärentismus und plädiert für eine realistische Auffassung, die Referenz nicht ausschließt.

5. Sprachspiel und Sprachspielen: Hier wird der Begriff des Sprachspiels untersucht und erläutert, wie Sprachspiele in das Ganze der Sprache eingebettet sind und durch die menschliche Lebensform zusammengehalten werden.

6. Lebensform und Praxis: Das Kapitel betont die Notwendigkeit, bei philosophischen Problemen die Praxis in den Blick zu nehmen und zeigt die Grenzen unseres Wissens durch die Lebensform auf.

7. Beispiele: Anhand konkreter Beispiele, wie der Frage nach "einfachen Elementen", wird die Verbindung von subjektiven und objektiven Elementen in der Sprachpraxis verdeutlicht.

8. Erklären vs. Definieren: Der Autor analysiert den Begriff des "Erklärens" bei Wittgenstein und grenzt ihn von der Forderung nach eindeutigen Definitionen ab, wobei er die Aufgabe des Philosophen neu bestimmt.

Schlüsselwörter

Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen, Realismus, Sprachspiel, Lebensform, Bedeutung als Gebrauch, Referenz, Praxisbezug, Alltagssprache, Bedeutungsholismus, Augustinische Bild, Regelmäßigkeit, Sprachphilosophie, Kohärentismus, Grammatik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer realistischen Neuinterpretation von Wittgensteins "Philosophischen Untersuchungen", um das gängige Bild des Antirealismus zu hinterfragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Begriffe des Sprachspiels, der Lebensform, des Praxisbezugs sowie die Kritik am sogenannten "augustinischen Bild" der Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Wittgensteins Spätphilosophie gegen die Dichotomie von Realismus und Antirealismus zu verteidigen und ihren pragmatischen Kern herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine interpretative Analyse von Primärquellen (Wittgensteins Schriften) unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur und philosophischer Bezugspunkte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Untersuchung von Wittgensteins Kritik am Referenzbegriff, die Erörterung des Sprachspiels und eine Reflexion über die Rolle der Philosophie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe sind unter anderem Sprachspiel, Lebensform, Bedeutung als Gebrauch, Referenz, Praxis und die Abgrenzung zum Antirealismus.

Warum lehnt der Autor die "orthodoxe Interpretation" ab?

Der Autor argumentiert, dass die orthodoxe Interpretation nach Baker und Hacker zu einseitig antirealistisch sei und die Unterscheidung zwischen Regel und alltäglicher Regelmäßigkeit vernachlässige.

Welche Rolle spielt der Begriff "Lebensform" in der Argumentation?

Die Lebensform dient als fundamentales Bezugssystem, das die Möglichkeit von Sprache erst begründet und somit den Relativismus entkräftet.

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Details

Title
Ludwig Wittgensteins "Philosophische Untersuchungen". Versuch einer realistischen Interpretation
College
University of Erfurt
Grade
2,0
Author
Danny Krämer (Author)
Publication Year
2013
Pages
15
Catalog Number
V274713
ISBN (Book)
9783656668114
ISBN (eBook)
9783656668138
Language
German
Tags
ludwig wittgensteins philosophische untersuchungen versuch interpretation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Danny Krämer (Author), 2013, Ludwig Wittgensteins "Philosophische Untersuchungen". Versuch einer realistischen Interpretation, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/274713
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