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Die Figur der Julie Danton in Georg Büchners Drama "Dantons Tod"

Title: Die Figur der Julie Danton in Georg Büchners Drama "Dantons Tod"

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lorraine Möller (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works

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Georg Büchner lässt sein Stück "Dantons Tod" mit Dantons Überlegungen zu „coeur“ und „carreau“ beginnen, die weiterführen zu einer Liebeserklärung an Julie, und beendet es mit Luciles Schlussworten, die ihren Gatten nicht überleben will, womit das Stück als Ganzes von der Liebe und den beiden weiblichen Hauptfiguren eingeschlossen ist. „Lieb Georg“, sagt Julie zu ihrem Danton. Und Danton nennt seine Frau „lieb Kind“, so wie Büchner selbst seine Wilhelmine Jaeglé gerne anredete, was für ein besonderes Interesse Büchners an der Julie-Figur spricht, die in dieser Arbeit mit ihrem Wesen und ihrer Beziehung zu Danton im Fokus der Betrachtung stehen soll.
Um die Figur der Julie Danton näher zu untersuchen, wird zunächst auf die gesellschaftliche Rolle der Frau im Drama eingegangen. Danach wird gezeigt, dass Büchner im Fall der Frauenfiguren von den historischen Vorbildern abweicht, um sie nach seiner Phantasie so zu gestalten, dass sie die von ihm angedachten Rollen erfüllen können.
Im anschließenden Teil wird durch die Untersuchung der vier Auftritte von Julie (I.1, II.5, IV.2, IV.6) gezeigt werden, dass sie die stärkere und gefasstere Persönlichkeit der beiden Eheleute ist und sich gegenüber Danton als echte Partnerin erweist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ansatzpunkte für die Bedeutung der Frauenfiguren

2.1 Die gesellschaftliche Rolle der Frau im Drama

2.2 Dichterische Schöpfung statt historischer Bezüge für die Charaktere der Frauenfiguren

3. Das Wesen der Julie Danton und das Verhältnis zu ihrem Gatten Georg Danton

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Wesen der Figur Julie Danton in Georg Büchners Drama "Danton’s Tod" sowie ihre spezifische Beziehungsdynamik zu ihrem Ehemann Georg Danton fundiert zu analysieren und dabei ihre dramaturgische Funktion zu ergründen.

  • Die Analyse der gesellschaftlichen Rolle der Frau im 18. Jahrhundert innerhalb des Dramas.
  • Die Untersuchung der bewussten Abweichung Büchners von historischen Quellen zugunsten poetischer Charaktergestaltung.
  • Die Darstellung von Julie Danton als komplementäre Partnerin und emotionaler Ruhepol für Georg Danton.
  • Die komparative Betrachtung literarischer Einflüsse, insbesondere der Anlehnung an Shakespeares Frauenfiguren.
  • Die Erforschung des zentralen Motivs des Liebestodes und dessen Bedeutung für die Figurenkonstellation.

Auszug aus dem Buch

Das Wesen der Julie Danton und das Verhältnis zu ihrem Gatten Georg Danton

Die Figur der Julie Danton tritt insgesamt viermal (I.1, II.5, IV.2, IV.6) im Drama auf, wobei sie in den ersten beiden Szenen gemeinsam mit ihrem Gatten und in den zwei letztgenannten ohne Danton in Erscheinung tritt.

Der anfängliche Dialog in I.1 ist interessanterweise keine Einführung in den politischen Kontext, sondern handelt von Liebe und zwischengeschlechtlichen Beziehungen. Danton beginnt mit einer allgemeinen Überlegung zur Liebe: „Sie die hübsche Dame, […], man sagt sie halte ihrem Manne immer das Cœur und andren Leuten das Carreau hin“.39 Julie geht darauf jedoch nicht ein und versucht durch einige Fragen und Aussagen, wie „Glaubst du an mich?“ oder “Du kennst mich Danton“,40 die Gedanken Dantons auf ihre eigene Person und damit auf die gemeinsame Beziehung zu lenken. Der Dialog enthüllt eine Inkongruenz zwischen den Gesprächspartnern, denn Danton entzieht sich konkreter Antworten und zeigt sich überfordert. Er weicht ihr aus, flüchtet ins Allgemeine und wählt das Kollektive „Wir“ statt des „Ichs“ als Subjekt:41 „Was weiß ich. Wir wissen wenig voneinander“ oder „Ja, was man so kennen heißt“.42

Im Anschluss macht Danton ihr überraschend eine Liebeserklärung: „Nein Julie. Ich liebe dich wie das Grab“,43 die Julie sprachlos macht und erschreckt, aber vom Fortgang her als echte Liebeserklärung zu interpretieren ist. Danton verwendet hier eine Vielzahl befremdlich wirkender Metaphern, um seine Liebe zu beschreiben und seine Aussage zu erklären: „[…], deine Lippen sind Totenglocken, deine Stimme ist mein Grabgeläute, deine Brust mein Grabhügel und dein Herz mein Sarg“.44 Julie ist sein Ruhepol und steht für die Gewissheit von grenzenloser Ruhe und Geborgenheit, die Danton sucht und nur bei ihr findet.45 Durch seine Todessehnsucht fühlt er sich zu ihr hingezogen. Eine tiefere Nähe zu einem Menschen als seine Liebe zu Julie ist kaum vorstellbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Forschungsrelevanz des Dramas und kritisiert die bisherige Vernachlässigung der Frauenfiguren, wobei die zentrale Fragestellung zur Rolle der Julie Danton eingeführt wird.

2. Ansatzpunkte für die Bedeutung der Frauenfiguren: Dieses Kapitel analysiert das Frauenbild des späten 18. Jahrhunderts und zeigt auf, dass Büchner die Figuren als poetische Fiktionen abseits historischer Fakten konzipierte.

3. Das Wesen der Julie Danton und das Verhältnis zu ihrem Gatten Georg Danton: Der Fokus liegt auf der Analyse der konkreten Szenen, die die Komplementarität zwischen Danton und Julie sowie Julies Entscheidung zum selbstbestimmten Liebestod verdeutlichen.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, welche Julie Danton als existentiellen Anker für Georg Danton und als literarische Spiegelung von Büchners Konzepten charakterisiert.

Schlüsselwörter

Danton's Tod, Georg Büchner, Julie Danton, Liebestod, Frauenfiguren, Literaturanalyse, Privatsphäre, Revolution, Geschlechterrollen, Poetische Fiktion, Shakespeare, Ehe, Identität, literarische Vorbilder, Drama des 19. Jahrhunderts.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Figur der Julie Danton im Drama "Danton’s Tod" von Georg Büchner, wobei insbesondere ihr Wesen und ihre komplexe Beziehung zu ihrem Ehemann im Zentrum stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Frau im 18. Jahrhundert, die Diskrepanz zwischen historischer Vorlage und literarischer Ausgestaltung sowie die enge Verknüpfung von Liebe, Tod und privater Sphäre.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die dramaturgische Bedeutung von Julie Danton aufzuzeigen und zu belegen, dass sie weit mehr als eine untergeordnete Nebenrolle einnimmt, indem sie als echte Partnerin und Ruhepol für Danton fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Verfasserin nutzt eine textnahe Analyse ausgewählter Schlüsselszenen (I.1, II.5, IV.2, IV.6) und stützt sich dabei auf etablierte Forschungsliteratur zum Werk Büchners.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, eine Analyse der bewussten Abkehr von historischen Fakten sowie eine detaillierte Auswertung der Dialoge zwischen Julie und Danton.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Danton's Tod, Julie Danton, Liebestod, Geschlechterrollen und die literarische Gestaltung durch Georg Büchner.

Inwiefern beeinflusst die "dichterische Freiheit" die Darstellung von Julie Danton?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Büchner die historische Sebastienne-Louise Gély bewusst umgestaltet hat, um eine literarische Figur zu erschaffen, die seinen eigenen Vorstellungen von Idealismus und privater Gegenwelt zur politischen Revolution entspricht.

Warum wird Julie Danton mit Julia aus Shakespeares "Romeo und Julia" verglichen?

Der Vergleich stützt sich auf die Parallelen im Liebestod und die symbolische Verwendung von Giften, um die Stärke der Liebe und die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung im Tod zu unterstreichen.

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Details

Title
Die Figur der Julie Danton in Georg Büchners Drama "Dantons Tod"
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Deutsches Institut)
Course
Dantons Tod
Grade
1,0
Author
Lorraine Möller (Author)
Publication Year
2013
Pages
15
Catalog Number
V274444
ISBN (Book)
9783656670209
ISBN (eBook)
9783656670421
Language
German
Tags
figur julie danton georg büchners drama dantons
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lorraine Möller (Author), 2013, Die Figur der Julie Danton in Georg Büchners Drama "Dantons Tod", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/274444
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