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Ulrike Meinhofs Entwicklung von der Pazifistin zur Terroristin

Titel: Ulrike Meinhofs Entwicklung von der Pazifistin zur Terroristin

Facharbeit (Schule) , 2006 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Katrin Heiserholt (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Für dieses Thema habe ich mich entschieden, da mich die Frage nach den Gründen, die zur politischen Radikalität führen, sehr beschäftigt hat. Durch die Faszination des politischen Durchhaltevermögens der Pazifistin Ulrike Meinhof fiel es mir umso
schwerer, die Gedankenstränge nachvollziehen zu können, die ein Leben mit Gewalt schließlich legitimierten, ja sogar voraussetzen, um überhaupt leben zu können.

Daher werde ich im Folgenden versuchen, die Gründe für die zunehmende Gewaltakzeptanz Ulrike Meinhofs herauszufinden.

Aus dem Inhalt:

- Persönliche und gesellschaftliche Verhältnisse (Kindheit, Persönlichkeit, Gewissen, Familie und Karriere);
- Politische Schlüsselerlebnisse (Wiederaufrüstung, Antikommunismus, Notstandsgesetze, Große Koalition, Benno Ohnesorg, Frankfurter Kaufhausbrandstifter);
- Übergang zum Terrorismus (Aussagen über Gewaltanwendung, mögliche Gründe)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in das Thema

1.1 Vorwort

1.2 Geschichtlicher Überblick

1.3 Kurzbiographie Ulrike Meinhof

2 Die Entwicklung Ulrike Meinhofs von der Pazifistin zur Terroristin

2.1 Persönliche und gesellschaftliche Verhältnisse

2.1.1 Erziehung und Einflüsse Ulrike Meinhofs

2.1.2 Persönlichkeit Ulrike Meinhofs

2.1.3 Verantwortungsbewusstsein und Gewissen

2.1.4 Familie und Karriere

2.2 Politische Schlüsselerlebnisse und Ulrikes Reaktionen

2.2.1 Wiederaufrüstung und Antikommunismus

2.2.2 Notstandsgesetze und Große Koalition

2.2.3 Tod von Benno Ohnesorg

2.2.4 Frankfurter Kaufhausbrandstiftung

2.3 Übergang zum Terrorismus

2.3.1 Ulrikes Aussagen über Gewaltanwendung vor dem Eintritt in das Untergrundleben

2.3.2 Vermutliche Hauptgründe für die Entscheidung zur Gewaltanwendung

3 Schlussbetrachtung: Bewertung des militanten Widerstandes im Hinblick auf die Möglichkeit des gewaltfreien Widerstandes

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die biografische und politische Wandlung von Ulrike Meinhof von einer pazifistisch geprägten Journalistin hin zu einem zentralen Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF), um die Motive hinter ihrer Entscheidung zur Gewaltanwendung zu identifizieren.

  • Biografische Prägungen durch Erziehung und christliche Werte
  • Einfluss politischer Ereignisse wie der Wiederaufrüstung und Notstandsgesetze
  • Der Radikalisierungsprozess im Kontext der 68er-Bewegung
  • Verhältnis zwischen journalistischer Tätigkeit und politischem Aktivismus
  • Ethische Bewertung militanten Widerstands gegenüber gewaltfreien Alternativen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Wiederaufrüstung und Antikommunismus

Ulrike Marie Meinhof betrat mit der Frage der atomaren Aufrüstung erstmals öffentlich die politische Bühne. Nach der „Göttinger Erklärung“ 1957, in der 18 führende deutsche Atomwissenschaftler vor den Gefahren der Absicht Adenauers, Westdeutschland mit Atomwaffen auszurüsten, warnten, verlor SPD-Mitglied Renate Riemeck das Vertrauen in die Partei, die es versäumt hatte eindeutig Stellung zu beziehen und sich nicht energisch genug gegen die Wiederaufrüstung wand. Enttäuscht von der Bundestagszustimmung 1958 zu den Nato-Beschlüssen, amerikanische Mittelstreckenraketen und Atomsprengköpfe in der BRD zu stationieren, gründete Ulrike mit Hilfe des Sozialistischen deutschen Studentenbund (SDS) in Münster einen Arbeitskreis für ein kernwaffenfreies Deutschland.

Ihr politisches Engagement war moralisch bedingt, man spürte, „dass sie sich aus tiefer Betroffenheit, aus unmittelbar empfundener Angst heraus engagierte.“ Die junge Studentin organisierte ihre erste Kundgebung und Demonstration, für ein kernwaffenfreies Deutschland, in einer Zeit der „Ohne-mich-Generation“, als Politik auch unter Studenten als schmutziges Geschäft gesehen wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in das Thema: Das Kapitel erläutert die Motivation für die Themenwahl und gibt einen ersten Überblick über die biografischen und historischen Rahmenbedingungen.

2 Die Entwicklung Ulrike Meinhofs von der Pazifistin zur Terroristin: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die persönlichen Hintergründe, die prägenden politischen Schlüsselerlebnisse sowie den Prozess der Radikalisierung Meinhofs bis hin zum Eintritt in den Untergrund.

3 Schlussbetrachtung: Bewertung des militanten Widerstandes im Hinblick auf die Möglichkeit des gewaltfreien Widerstandes: Das Kapitel zieht ein Fazit über die Legitimität militanten Widerstands und hinterfragt diese kritisch vor dem Hintergrund alternativer gewaltfreier Handlungsoptionen.

Schlüsselwörter

Ulrike Meinhof, RAF, Pazifismus, Radikalisierung, Rote Armee Fraktion, 68er-Bewegung, Notstandsgesetze, politischer Widerstand, Gewaltanwendung, Antikommunismus, gesellschaftlicher Wandel, Terrorismus, christliche Erziehung, politisches Engagement, BRD

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Lebensgeschichte von Ulrike Meinhof und untersucht, wie sich ihre politische Haltung im Laufe der Zeit von pazifistischem Engagement hin zur Unterstützung des bewaffneten Kampfes in der RAF entwickelte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören Meinhofs biografische Sozialisation, ihr journalistisches Wirken in der Nachkriegszeit, der Einfluss der 68er-Bewegung sowie die ethische Auseinandersetzung mit staatlicher Gewalt und Widerstand.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Motive und Umstände zu identifizieren, die Meinhof zu ihrer Entscheidung führten, die Gewaltlosigkeit aufzugeben und sich einer terroristischen Organisation anzuschließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine biographische und historische Analyse, ergänzt durch die Auswertung von Meinhofs journalistischen Texten, Kolumnen und zeithistorischen Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in persönliche Lebensumstände, die Analyse konkreter politischer Schlüsselerlebnisse (wie die Notstandsgesetze oder der Tod von Benno Ohnesorg) und die Darstellung ihres Übergangs zum Terrorismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ulrike Meinhof, RAF, Radikalisierung, Pazifismus, Notstandsgesetze und politischer Widerstand.

Welche Bedeutung hatte die Erziehung für Meinhofs spätere Entwicklung?

Meinhofs christlich geprägte Erziehung und ihr ausgeprägtes moralisches Verantwortungsbewusstsein führten laut Autor dazu, dass sie politische Missstände nicht ignorieren konnte, was letztlich den Grundstein für ihr späteres, radikales Handeln legte.

Wie bewertet die Autorin Meinhofs Schritt in den Terrorismus?

In der Schlussbetrachtung wird kritisch hinterfragt, ob das Mittel der Gewalt, wie von Meinhof gewählt, moralisch zu rechtfertigen ist, und es wird die Effektivität gewaltfreien Widerstands dagegengehalten.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ulrike Meinhofs Entwicklung von der Pazifistin zur Terroristin
Veranstaltung
Leistungskurs Geschichte
Note
1,3
Autor
Katrin Heiserholt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
29
Katalognummer
V274279
ISBN (eBook)
9783668502826
ISBN (Buch)
9783668502833
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ulrike meinhofs entwicklung pazifistin terroristin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Heiserholt (Autor:in), 2006, Ulrike Meinhofs Entwicklung von der Pazifistin zur Terroristin, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/274279
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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