Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Interpunktion am Beispiel vom Semikolon im Fremdsprachenunterricht. Das Anliegen der Untersuchung ist es, Defizite und Stärken der Studenten bezüglich der Interpunktion im Bereich des Semikolons zu ermitteln. Des Weiteren richtet sich das Augenmerk der vorliegenden Arbeit auf eine ausführliche Betrachtung von Schreibaufgaben hinsichtlich des Semikolons, die von ausgewählten Probanden geschrieben sind. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die vorhandenen Defizite bei den Studierenden im Bereich der Interpunktion zu verringern.
Inhaltsverzeichnis
1. Zum Semikolon
2. Analyse von schriftlichen Arbeiten
2.1 Ziel der Untersuchung
2.2 Korpusbeschreibung
2.3 Zur Analyse von der ersten Aufgabe
2.4 Zur Analyse von der zweiten Aufgabe
2.5 Zur Analyse von der dritten Aufgabe
3. Didaktische Schlussfolgerungen
Zielsetzung & Themen der Untersuchung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Interpunktionskompetenz von Germanistikstudenten im Hinblick auf den korrekten Gebrauch des Semikolons, um bestehende Defizite zu identifizieren und förderliche didaktische Ansätze abzuleiten.
- Historische Entwicklung und Funktion des Semikolons
- Kriterien für die korrekte Verwendung von Interpunktionszeichen
- Analyse der Fehleranfälligkeit bei spezifischen Schreibaufgaben
- Vergleich der Leistungen von Studierenden zu unterschiedlichen Messzeitpunkten
- Didaktische Empfehlungen zur Verbesserung der Schreibkompetenz
Auszug aus dem Buch
Zum Semikolon
Im Neuhochdeutschen und in lateinischen Schriften wurde das Semikolon laut Seelbach, Karl Ulrich als Abkürzungszeichen verwendet, so wie wir heute mit dem Punkt abkürzen. Es schwankte in seiner Funktion im Lauf der Geschichte immer schon zwischen Punkt und Komma. Bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts hat der sog. "Strichpunkt" (Periodus) eine noch stärkere Unterteilungsfunktion als der Punkt und ersetzte diesen oft als Satzschlusszeichen. Im 17. Jahrhundert erhält das Semikolon eine Gliederungsfunktion, die der des Kommas ähnelt. Nach Dilba, Eberhard (2008, 110) entstand das Semikolon seit 1694.
Laut Schneider, Michael waren im 16 Jahrhundert unterschiedliche Interpunktionszeichen zu beobachten. Es geht um Punkt, Komma, Virgel, Doppelvirgel, Doppelpunkt, Fragezeichen, Ausrufezeichen und Semikolon.
Als Satzzeichen gibt es laut Schönenberg, Stephanie (2012, 32-33) Punkt, Fragezeichen, Ausrufezeichen, Semikolon, Komma, Klammern, Gedankenstrich, Anführungszeichen, Auslassungspunkte. Das Semikolon habe eine Sinngliederungsfunktion.
Zusammenfassung der Kapitel
Zum Semikolon: Dieses Kapitel erläutert die historische Herkunft sowie die grammatikalische Funktion und Einordnung des Semikolons im Vergleich zu anderen Satzzeichen.
Analyse von schriftlichen Arbeiten: Hier werden die Forschungsziele definiert, das untersuchte Korpus aus studentischen Diktaten beschrieben und die Ergebnisse der drei Analyseaufgaben detailliert ausgewertet.
Didaktische Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel zieht ein Fazit aus den Fehlernanalysen und schlägt unterrichtspraktische Maßnahmen zur Steigerung der Interpunktionssicherheit vor.
Schlüsselwörter
Semikolon, Interpunktion, Schreibkompetenz, Orthographie, Germanistikstudium, Satzzeichen, Fehleranalyse, Didaktik, Strichpunkt, Sprachpraxis, Normverstöße, Syntax.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den korrekten Gebrauch des Semikolons bei Germanistikstudenten und analysiert, welche Schwierigkeiten bei der Anwendung dieses Satzzeichens auftreten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die historische Entwicklung des Semikolons, dessen aktuelle grammatikalische Regeln sowie die empirische Analyse von Schreibfehlern in studentischen Texten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, Stärken und Defizite der Studierenden beim Setzen von Semikolons zu ermitteln, um daraus gezielte Fördermöglichkeiten für die Schreibkompetenz abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse verwendet?
Es wurde eine korpusbasierte Fehleranalyse durchgeführt, bei der Texte von sechs Probanden zu zwei verschiedenen Messzeitpunkten anhand linguistischer Kriterien ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert dargelegt?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Auswertung von drei verschiedenen Schreibaufgaben und vergleicht das Fehleraufkommen der Probanden in statistischen Tabellen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Untersuchung am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Semikolon, Interpunktion, Orthographie, Fehleranalyse und Didaktik beschreiben.
Wie schätzen die Autoren die Verwendung des Semikolons generell ein?
Das Semikolon wird als seltenes, aber hilfreiches Satzzeichen zur Strukturierung komplexer Aufzählungen und Satzgefüge beschrieben, dessen korrekte Verwendung oft fakultativ ist.
Welche Rolle spielen Gedankenstriche in dieser Untersuchung?
Die Analyse zeigt überraschend, dass häufig nicht die direkte Fehlsetzung des Semikolons das Hauptproblem darstellt, sondern die fehlerhafte Verwendung von Gedankenstrichen, die oft mit dem Semikolon verwechselt werden.
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- Mag. Mohamed Chaabani (Author), 2014, Das Semikolon im Fremdsprachenunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/274278