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Soziale Ungleichheit im deutschen Bildungssystem. Die ganztägige Gesamtschule als Weg zu mehr Chancengleichheit?

Titel: Soziale Ungleichheit im deutschen Bildungssystem. Die ganztägige Gesamtschule als Weg zu mehr Chancengleichheit?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christopher Hauck (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit Verweis auf die letzten PISA-Studien wurde sowohl in den Medien als auch in der Wissenschaft neues Interesse für ein altes Problem geweckt - die Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem. Das mittlerweile durch die Erziehungswissenschaften gut erforschte Problem der sozialen Selektivität des deutschen Schulwesens zeigt sich darin, dass in Deutschland im internationalen Vergleich die soziale Herkunft eines Kindes immer noch ein wichtiger Bestimmungsfaktor für die Bildungslaufbahn junger Menschen darstellt. So sind die Chancen eines Kindes, dessen Eltern selbst einen akademischen Abschluss haben, dass Gymnasium statt der Realschule zu besuchen neun
mal so hoch, wie die eines Kindes aus einer „Arbeiterfamilie“. Hinzu kommt, dass weiterhin fast ein Drittel der Übergangsentscheidungen, welche Grundschullehrer amEnde der vierten Klassen treffen, nachträglich als falsch einzustufen sind. Somit muss man auch die Frage stellen, ob die in Deutschland häufig praktizierte Aufteilung der
Kinder in die verschiedenen Bildungsgänge des gegliederten Schulwesens als sinnvoll oder als unnötig beurteilt werden kann. In seinem Werk zum Thema der Gesamtschule stellte Manfred Bönsch diese als die schulorganisatorische Antwort auf die Frage dar, wie mehr Chancengleichheit im Bildungswesen verwirklicht werden kann und schrieb:
„[...] die integrierte Gesamtschule (IGS) [ist] der einzige Entwurf, der Heterogenität […] und optimale individuelle Förderung zur Deckung bringen kann.“

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Gesamtschule und ihre Grundidee

3. Das Konzept der Gesamtschule in der Realität

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der ganztägigen Gesamtschule als schulorganisatorische Antwort auf die soziale Selektivität im deutschen Bildungssystem und hinterfragt, ob durch dieses Konzept eine Verbesserung der Chancengleichheit für benachteiligte SchülerInnen erreicht werden kann.

  • Soziale Selektivität im deutschen Bildungswesen
  • Pädagogische Grundannahmen der integrierten Gesamtschule
  • Bedeutung der Ganztagsbetreuung für die Chancengerechtigkeit
  • Einfluss von Heterogenität auf den Lernerfolg
  • Strukturelle Maßnahmen zur individuellen Förderung

Auszug aus dem Buch

Die Gesamtschule und ihre Grundidee

Die Gesamtschule war bei ihrer Einführung in den 1960er und 70er Jahren im Alltag der deutschen Bildungslandschaft noch eine fast revolutionär gedachte Neuheit, welche viele Kritiker hatte, sich jedoch gerade unter Eltern immer größerer Beliebtheit erfreute. Inzwischen hat sich in den meisten Bundesländern das Konzept der IGS weit verbreitet, sodass sich zwischen 2002 bis 2012 insgesamt 455 neue Schulen dieser Art gegründet haben. Grundannahme des pädagogischen Konzepts der Gesamtschule ist, dass Lerngruppen in heterogener Zusammensetzung Vorteile gegenüber homogenen Klassen haben. Das gegliederte Schulwesen verfolgt dagegen die am traditionellen Begabungsbegriff orientierte Strategie, die SchülerInnen nach der vierten (in manchen Fällen erst nach der sechsten) Klasse unterschiedlichen Schulformen zuzuweisen und so ein Lernen in vermeintlich leistungshomogenen Klassen ermöglichen zu wollen, was aber allein in Anbetracht der Vielzahl von Fehlentscheidungen bei diesem Übergang, als Fiktion beurteilt werden kann.

Neben der Idee, dass SchülerInnen aus verschiedenen Milieus und mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen durch binnen differenzierende Maßnahmen mit- und voneinander lernen, soll die Gesamtschule zudem eine demokratische Schule sein. Demokratisch, indem sie das Ziel hat ihre SchülerInnen zu aktiven und mündigen BürgerInnen zu erziehen, welche ihre politischen Teilhabemöglichkeiten kennen und ein demokratisches Miteinander bereits in der Schule erleben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der sozialen Selektivität im deutschen Schulwesen ein und stellt die Gesamtschule als mögliche Antwort zur Förderung von Chancengleichheit vor.

2. Die Gesamtschule und ihre Grundidee: Hier werden das pädagogische Konzept der Heterogenität sowie der demokratische Bildungsauftrag der Gesamtschule erläutert und der gegliederten Schulform gegenübergestellt.

3. Das Konzept der Gesamtschule in der Realität: Dieser Abschnitt analysiert empirisch die Auswirkungen von Ganztagsangeboten, Freiarbeit und Notenverzicht auf den Lernerfolg und die Chancengleichheit.

4. Fazit: Das abschließende Kapitel bewertet die Gesamtschule als geeignete Lern-Infrastruktur zur Bekämpfung bildungsbedingter Benachteiligungen, weist jedoch auf die strukturellen Grenzen durch das bestehende Berechtigungswesen hin.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Bildungssystem, Gesamtschule, Chancengleichheit, Heterogenität, Ganztagsschule, Selektion, Bildungsbiografie, individuelle Förderung, Schulerfolg, soziale Herkunft, Reformpädagogik, Leistungsbewertung, Lernentwicklungsberichte, Bildungsbenachteiligung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob das Modell der ganztägigen Gesamtschule dazu beitragen kann, die soziale Selektivität des deutschen Bildungssystems abzumildern und mehr Chancengleichheit zu schaffen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Publikation behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Heterogenität im Unterricht, die Bedeutung der Ganztagsbetreuung sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem traditionellen gegliederten Schulwesen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob die Gesamtschule in der Lage ist, die nachgewiesene Korrelation zwischen dem Elternhaus und dem Bildungserfolg zu verringern.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung von Vergleichsstudien und erziehungswissenschaftlicher Fachliteratur zum Thema Schulqualität und Chancengerechtigkeit.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit detailliert untersucht?

Der Hauptteil widmet sich dem Vergleich von homogenen und heterogenen Lerngruppen, den Vorteilen der ganztägigen Betreuung und der Wirksamkeit von pädagogischen Maßnahmen wie Freiarbeit und alternativen Leistungsbewertungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit beschreiben?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie soziale Selektivität, Chancengleichheit, Heterogenität und das Konzept der Ganztagsschule definieren.

Warum wird die Selektion bei Grundschulempfehlungen in der Arbeit kritisiert?

Die Arbeit verweist darauf, dass ein Großteil der Übergangsentscheidungen am Ende der vierten Klasse fehlerhaft ist, weshalb die Aufteilung in leistungshomogene Gruppen als Fiktion betrachtet wird.

Welche Bedeutung kommt dem Mittagessen und der Nachmittagsbetreuung zu?

Diese Elemente werden als wichtige Bausteine zur Schaffung von gleichen Rahmenbedingungen gewertet, da sie unabhängig vom sozioökonomischen Status des Elternhauses eine unterstützende Lernumgebung bieten.

Wie bewertet die Arbeit die Einführung von Lernentwicklungsberichten?

Die Einführung dieser Berichte wird positiv hervorgehoben, da sie eine differenziertere Leistungsbewertung ermöglichen und den psychischen Leistungsdruck auf die SchülerInnen reduzieren.

Welche Rolle spielt die äußere Fachleistungsdifferenzierung in Gesamtschulen?

Dies wird als kritischer Punkt aufgeführt, da dieses System die Selektionsmechanismen des gegliederten Schulwesens teilweise in die Gesamtschule verlagert und deren pädagogische Grundidee konterkarieren kann.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Ungleichheit im deutschen Bildungssystem. Die ganztägige Gesamtschule als Weg zu mehr Chancengleichheit?
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Soziale Ungleichheit: Theorie und Empirie
Note
1,0
Autor
Christopher Hauck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
12
Katalognummer
V274177
ISBN (Buch)
9783656666165
ISBN (eBook)
9783656666189
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale ungleichheit bildungssystem gesamtschule chancengleichheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christopher Hauck (Autor:in), 2014, Soziale Ungleichheit im deutschen Bildungssystem. Die ganztägige Gesamtschule als Weg zu mehr Chancengleichheit?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/274177
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Leseprobe aus  12  Seiten
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