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Obligatorische und optionale Filmzitate

Kongruenz und Interaktion des Zitierens in Oliver Stones „JFK“, Peter Landesmans „Parkland“ und Ubisofts „Driver: San Francisco“

Titel: Obligatorische und optionale Filmzitate

Seminararbeit , 2014 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Thomas Vasniszky (Autor:in)

Filmwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Film-Zitat wird von zwei Extrempositionen (der obligatorischen und der optionalen Zitiersituation) aus betrachtet, um eine neue Perspektive auf das Zitieren zu gewinnen.

Über ein Jahrhundert Filmgeschichte hat dem geneigten Zuschauer eine unüberschaubare Menge an Bildmaterial beschert. Alleine auf YouTube werden einhundert Video-Stunden pro Minute hochgeladen. Und dies ist auch nur ein Bruchteil des veröffentlichten Materials. Doch nur ein verschwindend geringer Teil der Aufnahmen wird von einer breiten Masse wahrgenommen. Ein Prozentsatz allerdings wird Teil unseres globalen, kulturellen Gedächtnisses.

Die Identifizierung und eindeutige Zuordnung gewisser Passagen ist dem Großteil der westlichen Gesellschaft möglich; seien es lediglich Textrepliken wie das 'I'm gonna make him an offer he can't refuse' des Paten oder Bild- und Tonpassagen der Duschmord-Szene aus Alfred Hitchcocks Psycho (1960).

Erkki Huhtamo untersucht in Dismantling the Fairy Engine – Media Archaeology as Topos Study Bildmaterial, das, durch seine langjährige "culture of attractions" , einen Status als Topos angenommen hat. Diese 'culture of attractions' besitzen auch oben genannte Beispiele und machen sie dadurch zu einem Ausgangspunkt für Parodien, Persiflagen, Hommagen, Referenzen, etc. Der vorliegende Text geht einen Schritt darüber hinaus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Culture of attraction

2. Obligation und Optionalität des Zitates

2.1 Vorbetrachtungen

2.2 Obligatorische Zitiersituation

2.3 Das Interaktionszitat

2.4 Vergleich der Obligatorischen und Optionalen Zitiersituation

3. Traveling images

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die medienarchäologische Dimension des Filmzitats in Spielfilmen und Videospielen, wobei sie zwischen obligatorischen Zitiersituationen (wie in JFK und Parkland) und optionalen, interaktiven Zitaten (wie in Driver: San Francisco) differenziert, um deren Einfluss auf Authentizität, Erinnerung und mediale Rezeption zu analysieren.

  • Analyse des Zapruder-Films als obligatorisches Zitat zur Rekonstruktion historischer Ereignisse
  • Untersuchung der Differenz zwischen "proof" und "evidence" bei der medialen Bilddarstellung
  • Betrachtung der Interaktion als radikale Form des optionalen Zitats in Open-World-Videospielen
  • Reflexion über das Archiv, die Aura und die mediale Identitätsbildung durch Wiederholung

Auszug aus dem Buch

2.2 Obligatorische Zitiersituation

22.11.1963, 12:30 Uhr. Tatort Dallas, Dealey Plaza. Abraham Zapruder richtet seine Bell & Howell 414 PD Director Series Zoomatic 8mm Kamera auf die Elm Street und filmt das Attentat auf den 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, John F. Kennedy. Sein technisch hochwertiges Equipment und seine Kameraposition machen den Film zur akkuratesten Dokumentationsquelle des historischen Ereignisses. Anderen Amateurfilm-Aufnahmen wurde bei Weitem nicht die Bedeutung zugemessen, die dem Zapruder-Film, dem "harbinger of the current YouTube era", zuteil wurde. Über Frame-Ausschnitte in diversen Life Magazinen, als auch über die Live-Vorführung in der Late-Night-TV-Show Good Night America gelangten die Filmaufnahmen an die Öffentlichkeit.

Im Folgenden wird dieser Text darauf eingehen, wie Oliver Stones JFK (1991) und Peter Landesmans Parkland (2013) mit dem Filmdokument umgehen. Sie sind nicht der Extrem-Ausprägung des Obligatorischen Zitates zuzuordnen, für ein tieferes Verständnis des Sachverhaltes aber geeigneter (der Extremfall wäre die Kopie). Eine deutliche Aufstellung der methodischen Betrachtungsweise ergibt sich zum Ende des Textes. Warum wird der Zapruder-Film in obigen Spielfilmen verwendet? Beide versuchen sich an einer detaillierten Rekonstruktion der Ereignisse des besagten Novembertages; dazu ist es unumgänglich, auf genau dieses Bildmaterial einzugehen. Der anglikanische Sprachgebrauch macht deutlich: der Zapruder-Film ist nicht 'proof', aber 'evidence'. Das Zitat ist in diesem Fall obligatorisch. Film wird im Medium Film dargestellt und verfügt damit über verwandtschaftliche Nähe zum Original. Die ästhetischen Wahrnehmungskonventionen bleiben gewahrt. Lediglich die Subjektivität und die Fragmentierung in beiden Spielfilmen trennen diese Fälle von der Extrem-Ausprägung Kopie. In einem Spielfilm ist so eine Aufnahme immer narrativ eingebettet, steht in einem Kontext.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Culture of attraction: Einführung in die Bedeutung von Bildmaterial für das kulturelle Gedächtnis und die Herausbildung von Topoi durch wiederkehrende mediale Referenzen.

2. Obligation und Optionalität des Zitates: Zentrale Analyse der verschiedenen Zitierweisen, unterteilt in die obligatorische Repräsentation historischer Fakten sowie optionale, interaktive Referenzformen.

3. Traveling images: Abschließende Betrachtung des Archivcharakters digitaler Medien und der fortdauernden Bedeutung von Bildern als "traveling images" in der modernen Kultur.

Schlüsselwörter

Filmzitat, Medienarchäologie, Zapruder-Film, JFK, Parkland, Driver: San Francisco, Interaktion, Archiv, Authentizität, Nostalgie, Reenactment, Kultwert, Medientransposition, Erinnerung, Bildrezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Weisen, wie Filme und Videospiele historische oder kulturelle Bildquellen zitieren und dadurch als mediale Archive fungieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die medienarchäologische Untersuchung des Zapruder-Films, die Differenzierung zwischen obligatorischen und optionalen Zitierweisen sowie die Rolle von Videospielen bei der Interaktion mit filmischen Vorbildern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, eine neue Perspektive auf das Filmzitat zu gewinnen, indem das Verhältnis von Inszenierung, Authentizität und Interaktion in verschiedenen medialen Kontexten analysiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine medienarchäologische und filmwissenschaftliche Methode, die sich auf die Analyse von Filmsequenzen, die Einbettung in den narrativen Kontext sowie theoretische Bezüge (z.B. Benjamin, Derrida, Huhtamo) stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der obligatorischen Verwendung des Zapruder-Films in den Spielfilmen JFK und Parkland sowie der optionalen, interaktiven Zitierweise im Videospiel Driver: San Francisco.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Filmzitat, Medienarchäologie, Authentizität, Interaktion, Archiv und Kultwert.

Warum ist der Zapruder-Film für die Untersuchung so wichtig?

Er dient als Paradebeispiel für ein obligatorisches Zitat, das aufgrund seiner dokumentarischen Relevanz in verschiedenen Filmen zur Rekonstruktion historischer Wahrheit eingesetzt wird.

Was unterscheidet die Zitiersituation in "Driver: San Francisco" von den Spielfilmen?

Im Gegensatz zu den Spielfilmen erfordert das Spiel eine aktive Interaktion des Spielers, um das Zitat freizuschalten, was das Spiel als interaktives Archiv für Filmkultur legitimiert.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Obligatorische und optionale Filmzitate
Untertitel
Kongruenz und Interaktion des Zitierens in Oliver Stones „JFK“, Peter Landesmans „Parkland“ und Ubisofts „Driver: San Francisco“
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,3
Autor
Thomas Vasniszky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
24
Katalognummer
V273637
ISBN (eBook)
9783668049321
ISBN (Buch)
9783668049338
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zitat Zitieren Oliver Stone JFK Zapruder Parkland Driver: San Francisco
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Vasniszky (Autor:in), 2014, Obligatorische und optionale Filmzitate, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273637
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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