„Es kommt mir so vor, als sei das rasante Wachstum des WWW
nur der Zündfunke einer viel gewaltigeren Explosion gewesen.
Sie wird losbrechen, sobald die Dinge das Internet nutzen.“ (Neil Gershenfeld, MIT)
Der Begriff „Internet of Things“ (das Internet der Dinge) lässt sich auf Kevin Ashton zurückführen, welcher diesen Terminus 1999 erstmals erwähnte. Ashton war damals Leiter des Auto-ID Labs am Massachusetts Institute of Technology (MIT).
Computer sollten nach Ashtons Vision fähig sein, unabhängig vom Menschen Informatio-nen beschaffen zu können.
Vielmehr werden Computer wie wir sie heute kennen allmählich durch intelligente, eigen-ständige Objekte ersetzt werden.
Das Internet der Dinge beschreibt also den Zustand, dass immer mehr intelligente Objek-te (things) in das Internet eingebunden werden und selbständig in der Lage sind, unterei-nander Daten auszutauschen und zu kommunizieren.
Diese Objekte sind Gegenstände des Alltags wie beispielsweise Kühlschränke, Autos, diverse Sensoren oder ein einfacher Wecker.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Abgrenzung und Zusammenhang
1.2 Voraussetzungen
1.3 Technologische Herausforderungen
2 AKTUELLE ANWENDUNGSFELDER
2.1 RFID/Logistik
2.1.1 Konkrete, existierende Ansätze
2.1.2 Weiterentwicklungen und Forschungsschwerpunkte
2.2 Produktion/Fertigungsplanung
2.2.1 Konkrete, existierende Ansätze
2.3 AAL/Healthcare
2.3.1 Konkrete, existierende Ansätze
2.4 Mobilität
2.4.1 Konkrete, existierende Ansätze
3 AUSWIRKUNGEN AUF DIE GESELLSCHAFT UND DIE WIRTSCHAFT
4 POTENTIALE DES INTERNET DER DINGE
4.1 Die 4 Säulen des Internet der Dinge
4.1.1 Erweiterung des Integrationsbereichs
4.1.2 Verschmelzung von realer und virtueller Welt
4.1.3 Digitaler Managementregelkreis
4.1.4 Erhöhung der Datengranularität
4.2 Automatisierung der Prozesse
4.3 Smarte Produkte
4.4 Smarte Dienstleistungen
4.5 E-Business
4.6 Neue Geschäftsfelder
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die technologischen Grundlagen, aktuellen Anwendungsgebiete sowie die sozioökonomischen Auswirkungen des Internets der Dinge. Ziel ist es, das Potenzial der Vernetzung physischer Objekte für E-Business-Planung und Controlling zu analysieren und kritisch zu beleuchten.
- Technologische Voraussetzungen und Herausforderungen der Vernetzung von Alltagsgegenständen.
- Analyse praktischer Anwendungsfelder wie Logistik, Produktion, Gesundheitswesen (AAL) und Mobilität.
- Untersuchung der Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft, insbesondere in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz.
- Identifikation von Potenzialen für Prozessoptimierung, intelligente Produkte und neue Geschäftsmodelle.
Auszug aus dem Buch
1.3 Technologische Herausforderungen
Wie eingangs erwähnt, impliziert ein Internet der Dinge, dass immer mehr intelligente Objekte in das Internet eingebunden werden. Diese Objekte sollen in der Lage sein, selbstständig zu kommunizieren und Daten bereitzustellen und auszutauschen. Dieses so einfach beschriebene Szenario benötigt technische Grundlagen, welche durchaus große technologische Herausforderungen mit sich bringen. Im Folgenden nun einige dieser neu entstehenden Hürden:
Skalierbarkeit: Intelligente Objekte verbinden sich mit dem Internet. Es muss somit ein Vielfaches an Geräten und Objekten verwaltet werden können.
„Arrive and operate“: Objekte müssen in der Lage sein, sich selbst zu konfigurieren und an deren Umgebung anzupassen. Im Gegensatz zu Computern, sollen die Objekte im Internet der Dinge nicht zwangsläufig vom Menschen vor der Benutzung konfiguriert werden müssen.
Interoperabilität: Trotz vielfältigster und verschiedenster Dinge, die mit dem Internet verbunden sind, muss es möglichst einheitliche und standardisierte Kommunikationsregeln und Protokolle geben. Vor allem im Bereich der Adressierung spielt dies eine wichtige Rolle.
Discovery: Objekte müssen einfach gefunden werden und der Benutzer muss automatisiert, die benötigten Informationen zur Verfügung gestellt bekommen. Diese Herausforderung richtet sich in hohem Maße an Suchmaschinen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in den Begriff des Internet der Dinge, seine historischen Ursprünge bei Kevin Ashton und die Vision einer Welt intelligenter Objekte.
2 AKTUELLE ANWENDUNGSFELDER: Untersuchung von Praxiseinsätzen in den Bereichen RFID/Logistik, Produktion, Healthcare (AAL) und Mobilität inklusive aktueller Pilotprojekte.
3 AUSWIRKUNGEN AUF DIE GESELLSCHAFT UND DIE WIRTSCHAFT: Diskussion kritischer Themen wie Sicherheit, Datenschutz, Technologiedependenz und politische Governance bei der Einführung des Internet der Dinge.
4 POTENTIALE DES INTERNET DER DINGE: Detaillierte Darstellung der Vorteile durch die Integration von physischen Objekten, unterteilt in die vier Säulen des Internet der Dinge und neue Geschäftsmodellansätze.
Schlüsselwörter
Internet der Dinge, RFID, smarte Produkte, Logistik, Prozessautomatisierung, Datengranularität, E-Business, Ambient Assisted Living, Mobilität, technologische Herausforderungen, Netzwerkintegration, IT-Sicherheit, digitale Transformation, Sensorik, Echtzeit-Controlling.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Vision des Internet der Dinge, bei der physische Alltagsgegenstände vernetzt werden, um Daten auszutauschen und so Geschäftsprozesse zu optimieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf technologischen Voraussetzungen, praktischen Anwendungsfeldern in verschiedenen Branchen sowie den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Es soll geklärt werden, welche Potenziale das Internet der Dinge für die E-Business-Planung und das Controlling bietet und welche Hürden dabei überwunden werden müssen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autoren nutzen eine Literaturanalyse bestehender technischer Konzepte und verknüpfen diese mit aktuellen Fallbeispielen aus der Wirtschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert konkrete Anwendungsgebiete wie die Logistik, Produktion und Gesundheitswesen sowie die technologische Architektur und das Potenzial zur Prozessoptimierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Internet der Dinge, RFID, smarte Produkte, Prozessautomatisierung, Datengranularität und die sozioökonomischen Auswirkungen.
Welche spezifische Herausforderung wird bei der RFID-Technologie genannt?
Die größte Herausforderung ist die Herstellung kostengünstiger Transponder für den Masseneinsatz sowie die Standardisierung zur unternehmensübergreifenden Kommunikation.
Was versteht man unter dem digitalen Managementregelkreis?
Es beschreibt die Fähigkeit, durch die Echtzeit-Vernetzung mit physischen Objekten sofort auf Datenänderungen in der realen Welt reagieren und Unternehmen effizienter steuern zu können.
Wie verändert das Internet der Dinge die Rolle von Produkten?
Produkte werden zu „smarten Produkten“, die ihren Zustand und Standort melden können, wodurch sie als Schnittstelle zum Kunden agieren und neue Dienstleistungen ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Ing. B.A. Armin Schnürer (Autor:in), Markus Moser (Autor:in), 2014, Internet der Dinge, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273198