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Wertevermittlung im Ethikunterricht?

Titel: Wertevermittlung im Ethikunterricht?

Essay , 2013 , 5 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Felix Mayer (Autor:in)

Ethik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich möchte im Folgenden einen Vorschlag machen, inwiefern Ethikunterricht Werte „vermitteln“ kann, ohne indoktrinierend zu sein. Meiner Auffassung nach kann und sollte Ethikunterricht einige grundlegende Vorstellungen vom guten Leben, die von sehr vielen geteilt werden, insofern vermitteln, als er sie als ethisches Angebot in ihrem möglichen Beitrag zu einem guten Leben zur Diskussion stellt. Ich werde Argumente vorlegen, warum eine derartige Ausrichtung des Ethikunterrichtes gerechtfertigt ist. Im Anschluss werde ich meine Position gegenüber zwei möglichen Einwänden verteidigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Wertevermittlung“

3. Einwände

4. Zusammenfassung

5. Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem staatlichen Auftrag zur Wertevermittlung im Ethikunterricht und dem Anspruch, Schülerinnen und Schüler nicht zu indoktrinieren. Dabei wird analysiert, wie ein Ethikunterricht gestaltet sein muss, um als unterstützendes Angebot für die individuelle Lebensgestaltung zu fungieren, ohne die Autonomie der Lernenden durch einseitige Vorgaben einzuschränken.

  • Analyse des Berliner Rahmenlehrplans für das Fach Ethik
  • Diskussion über die Vermittelbarkeit grundlegender Werte für ein gelingendes Leben
  • Auseinandersetzung mit der Position der staatlichen Neutralität
  • Reflexion über die Rolle des Ethikunterrichts als Ergänzung zur elterlichen Erziehung
  • Prüfung der Vereinbarkeit von staatlich gewünschten Werten und individueller Lebensführung

Auszug aus dem Buch

3. Einwände

Nun kann gegen diese Position einerseits eingewandt werden, sie liefe dem staatlichen Neutralitätsgebot entgegen, andererseits sie trage nicht dafür Sorge, dass gesellschaftlich wichtige Werte an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden. Ich möchte zunächst auf den ersten Einwand eingehen.

Eine radikal liberalistische Interpretation des staatlichen Neutralitätsgebotes hält jede staatliche Positionierung zu Fragen des guten Lebens für unzulässig. Wenn es umstritten ist, was ein gutes Leben ist, darf der Staat nicht eine bestimmte Konzeption des guten Lebens bevorzugen. Es obliegt demnach den Eltern, Kindern eine bestimmte Vorstellung vom Guten Leben zu vermitteln, und den Kindern selbst, eine eigene Vorstellung auszubilden. Eine Vermittlung von Werten in der Schule schränke einerseits die Freiheit der Eltern ein, ihre Kinder nach eigenen Vorstellungen zu erziehen. So würde beispielsweise eine schulische Erziehung, die den möglichen Beitrag von Autonomie zu einem guten Leben vermittelt, die elterliche Vermittlung bestimmter religiöser Vorstellungen (z.B. das Ideal eines Gottes, nicht vom eigenen Willen bestimmtes Lebens) behindern. Andererseits würden auch die Kinder unzulässig beeinflusst, wenn bestimmte Werte im Unterricht bevorzugt werden (z.B. Autonomie), während andere vernachlässigt werden (z.B. Keuschheit).

Das diesem Einwand zugrundeliegende Verständnis des staatlichen Neutralitätsgebotes ist jedoch nicht tragfähig. Wie Meyer (2011, 1) argumentiert, verlangt das staatliche Neutralitätsgebot „keine umfassende Neutralität in moralischen Angelegenheiten“ (ebd.: 231). Wenn es gute Gründe gibt, denen die staatliche Orientierung an bestimmten Grundwerten gerechtfertigt werden kann, so ist diese zulässig. Wie Meyer an anderer Stelle zeigt (Meyer 2011, 2: 81ff.) kann über die Ziele staatlicher Erziehung nur sinnvoll geredet werden, wenn man Fragen zum guten Leben beantwortet. D.h. eine Positionierung des Staates ist hier unumgänglich. Woran kann sich der Staat aber gerechtfertigt orientieren, wenn Fragen des guten Lebens umstritten sind? Meiner Meinung nach kann die Orientierung am gelingenden Leben von Schülerinnen und Schülern eine solche Orientierung bieten. Um diesem beizutragen, ist eine Vermittlung des möglichen Beitrags, den bestimmte von sehr vielen Menschen geteilte, grundlegende Werte zu einer gelingenden Lebensführung leisten können, angebracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Berliner Rahmenlehrplan vor und beleuchtet den Widerspruch zwischen dem Anspruch auf Wertevermittlung und der Forderung nach einem nicht-indoktrinierenden Ethikunterricht.

2. „Wertevermittlung“: Dieses Kapitel diskutiert, inwiefern grundlegende Werte, die ein gelingendes Leben fördern, im Unterricht behandelt werden können, ohne die individuelle Autonomie zu untergraben.

3. Einwände: Der Autor setzt sich mit kritischen Argumenten auseinander, insbesondere mit der Forderung nach staatlicher Neutralität und dem Recht der Eltern auf eigene Erziehungsziele.

4. Zusammenfassung: Das Fazit fasst zusammen, dass der Ethikunterricht als wertschätzendes Angebot fungieren sollte, das zur Reflexion anregt, statt starre Normen vorzugeben.

5. Literatur: In diesem Abschnitt werden die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Rahmenpläne dokumentiert.

Schlüsselwörter

Ethikunterricht, Wertevermittlung, Rahmenlehrplan, staatliche Neutralität, gutes Leben, Autonomie, Indoktrination, gelingende Lebensführung, Werteerziehung, moralische Bildung, Schülerorientierung, Erziehungsauftrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Vermittlung ethischer Werte in der Schule und der Notwendigkeit, Schülerinnen und Schüler nicht ideologisch zu beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind der Berliner Rahmenlehrplan, das Konzept des „guten Lebens“, die Grenzen staatlicher Neutralität sowie die Rolle der Schule in der Werteerziehung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen, wie Ethikunterricht Werte vermitteln kann, die zur gelingenden Lebensführung beitragen, ohne dabei in eine unzulässige Indoktrination zu verfallen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse von Bildungsphilosophie, fachdidaktischen Grundsätzen und die kritische Auseinandersetzung mit dem staatlichen Neutralitätsgebot.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Legitimität der Wertevermittlung, diskutiert radikal-liberalistische Einwände gegen staatliche Erziehung und schlägt einen reflexiven Ansatz für den Unterricht vor.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie „gelingendes Leben“, „staatliche Neutralität“, „moralische Bildung“ und „Autonomie“ geprägt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Indoktrination und Wertevermittlung?

Indoktrination wird als erzwungene Anpassung abgelehnt, während Wertevermittlung als ein „ethisches Angebot“ verstanden wird, das Schülern helfen soll, ihre eigene Lebensführung zu reflektieren.

Welche Rolle spielen die Eltern in dieser Konzeption?

Der Autor betont, dass der Ethikunterricht nur als Ergänzung zur elterlichen Erziehung verstanden werden darf, da Eltern das Recht haben, ihre Kinder nach eigenen Wertvorstellungen zu erziehen.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wertevermittlung im Ethikunterricht?
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Fachdidaktisches Hauptseminar - Fachdidaktik Ethik
Note
1,0
Autor
Felix Mayer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
5
Katalognummer
V273107
ISBN (Buch)
9783656654353
ISBN (eBook)
9783656654384
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wertevermittlung ethikunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Mayer (Autor:in), 2013, Wertevermittlung im Ethikunterricht?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273107
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Leseprobe aus  5  Seiten
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