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Zur Shop-Startseite › Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte

Motive und Metaphern im Psalm 23

Titel: Motive und Metaphern im Psalm 23

Bachelorarbeit , 2013 , 46 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Wiebke Schönbohm-Wilke (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Psalm 23 vermittelte früher und heute vielen Menschen Zuversicht, Freude und Vertrauen. Im Judentum wird der Psalm oft bei Beerdigungen gesprochen, in den Anfängen der Christenheit haben ihn die Neugetauften in der Osternacht zur Vorbereitung auf das eucharistische Mahl gebetet.
Durch die vorliegende Bachelorarbeit „Der Herr ist mein Hirte – Motive und Metaphern im Psalm 23“ möchte ich durch eine sozial-historische Auseinandersetzung mit den verwendeten Motiven und Metaphern aufschlüsseln, welche tieferen Bedeutungen hinter den Bildern stecken. Stellt der Psalm etwa wirklich nur ein Hirtenidyll dar, wie es oft angenommen wird? Oder verbergen sich weitere Schichten unter der ersten Bildebene?
Zu Beginn der Bachelorarbeit setze ich mich zunächst mit Einleitungsfragen auseinander: Stellung innerhalb des Psalmkanons (2.1.), Gliederung und Inhalt (2.2.), Literarische Integrität, Gattung und Sitz im Leben (2.3.) sowie Verfasser, Datierung und Entstehungsort (2.4.). Anschließend befasse ich mich mit den Stilelementen im Psalm (3. Kapitel) und konzentriere mich dann im 4. Kapitel auf die Motive und Metaphern. In der Ausarbeitung differenziere ich zwischen dem Hirtenmotiv (5. Kapitel) und dem Gastgeber-/Wallfahrtsmotiv (6. Kapitel) und den jeweils dazugehörigen Metaphern. In einem abschließenden 7. Kapitel werden die Interdependenzen beider Motive herausgeschält.

Leseprobe


Gliederung

1. Vorwort

2.1. Stellung innerhalb des Psalmkanons

2.2. Gliederung und Inhalt des Psalms

2.3. Literarische Integrität, Gattung und Sitz im Leben

2.4. Verfasser, Datierung und Entstehungsort

3. Stilelemente im Psalm 23

4. Motive und Metaphern im Psalm 23

5. Das Hirtenmotiv

5.1. Ursprung des Hirtenmotivs

5.2. Ergänzende Elemente des Hirtenmotivs

5.3. Der „gute“ und der „schlechte“ Hirte im AT

6. Das Gastgeber-/Wallfahrtsmotiv

6.1. Ursprung des Gastgeber-/Wallfahrtsmotivs

7. Interdependenzen von Hirten- und Gastgeber-/Wallfahrtsmotiv

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, durch eine sozial-historische Analyse der zentralen Motive und Metaphern im Psalm 23 aufzuschlüsseln, welche tieferen Bedeutungen hinter den Bildern stehen und ob der Psalm lediglich ein Hirtenidyll beschreibt oder weitere Bedeutungsschichten verbirgt.

  • Sozial-historische Untersuchung des Hirtenmotivs und seiner Ursprünge
  • Analyse des Gastgeber- und Wallfahrtsmotivs in seinem historischen Kontext
  • Untersuchung von Stilelementen wie dem Parallelismus membrorum
  • Darstellung der Interdependenzen zwischen den beiden Hauptmotivwelten
  • Untersuchung der persönlichen Gott-Mensch-Beziehung im Psalm

Auszug aus dem Buch

5. Das Hirtenmotiv

Gleich im ersten Vers des Psalms findet sich das zentrale Hirtenmotiv: „Der HERR ist mein Hirte“ (V. 1b). Diese zentrale Position in Verbindung mit den dazu gehörigen und noch auszuführenden Metaphern und der daraus abgeleiteten positiven Wertung „Mir wird nichts mangeln“ (V. 1c), zeigt die herausragende Bedeutung dieses Bildes für den Psalm.

Um das Hirtenmotiv deuten zu können, soll zunächst ermittelt werden, woher das ursprüngliche Hirtenbild stammt. Dazu soll gezeigt werden, welche sozialhistorischen Inhalte sich hinter dem Begriff des „Hirten“ verbergen und welche Funktion der Hirte in seiner Zeit zu erfüllen hatte. In diesem Zusammenhang sollen auch die Metaphern der Lagerung auf grünen Auen, die Führung zu stillen Wassern und (dein) Stecken und Stab entschlüsselt werden.

In einem zweiten Schritt soll dann dargelegt werden, wann und in welchem historischen Kontext das Hirtenbild als Metapher Verwendung fand. Ergänzende Elemente des Hirtenmotivs werden unter Punkt 5.2. erläutert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor erläutert die Aktualität des Psalms 23 und die Motivation für seine Bachelorarbeit, welche eine sozial-historische Analyse der Motive und Metaphern des Psalms anstrebt.

2.1. Stellung innerhalb des Psalmkanons: Das Kapitel verortet den Psalm innerhalb des Psalters und untersucht dessen dialogische Beziehungen zu den Psalmen 22 und 24.

2.2. Gliederung und Inhalt des Psalms: Es wird eine Analyse der Sprechrichtungen vorgenommen und der Psalm in vier Teile gegliedert, wobei die Einrahmung durch den Gottesnamen JHWH hervorgehoben wird.

2.3. Literarische Integrität, Gattung und Sitz im Leben: Das Kapitel diskutiert die literarkritischen Fragen zur Einheitlichkeit des Textes, ordnet den Psalm als Vertrauenslied ein und betrachtet mögliche Kontexte für seinen Sitz im Leben.

2.4. Verfasser, Datierung und Entstehungsort: Es wird dargelegt, dass David nicht als historischer Autor in Frage kommt, und die Entstehung sowie Herkunft des Psalms im Kontext der Tradition Jerusalems erörtert.

3. Stilelemente im Psalm 23: Die Bedeutung des Parallelismus membrorum sowie des Prinzips der Stereometrie für die Konkretion und Plastizität der poetischen Sprache werden untersucht.

4. Motive und Metaphern im Psalm 23: Das Kapitel klärt die Begriffe Metapher und Motiv und erläutert deren besondere theologische Funktion im Kontext des Psalms.

5. Das Hirtenmotiv: Es erfolgt eine detaillierte sozial-historische Analyse des Hirtenmotivs als Beruf sowie seiner Bedeutung als Metapher in Ägypten und Mesopotamien.

5.1. Ursprung des Hirtenmotivs: Die grundlegenden Informationen zum Berufsbild des Hirten in Palästina sowie die Rolle von Stecken und Stab werden beleuchtet.

5.2. Ergänzende Elemente des Hirtenmotivs: Die Bedeutung von Metaphern wie der Erquickung der Seele und der Pfade der Gerechtigkeit wird hinsichtlich ihrer Übertragungsbedeutung analysiert.

5.3. Der „gute“ und der „schlechte“ Hirte im AT: Das Kapitel vergleicht das Gottesbild des Hirten mit der Verwendung des Motivs in der politischen Führung und der Ezechiel-Allegorie.

6. Das Gastgeber-/Wallfahrtsmotiv: Das Gastgeber- und Wallfahrtsmotiv wird anhand der Metaphern von Tisch, Ölung und Becher sozial-historisch untersucht.

6.1. Ursprung des Gastgeber-/Wallfahrtsmotivs: Die Bedeutung von Wallfahrten zum Jerusalemer Tempel und die soziale Praxis der Pilgerfahrten werden dargestellt.

7. Interdependenzen von Hirten- und Gastgeber-/Wallfahrtsmotiv: Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Motivwelten hinsichtlich ihrer räumlichen und beziehungstheoretischen Ebene werden verglichen.

8. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die sozial-historische Entschlüsselung die Bedeutung der individuellen Gott-Mensch-Beziehung im Psalm 23 bestätigt.

Schlüsselwörter

Psalm 23, JHWH, Hirtenmotiv, Gastgebermotiv, Wallfahrtsmotiv, Metapher, Parallelismus membrorum, Altes Testament, Sozialgeschichte, Gottesvertrauen, Tempel, Exegese, Motivik, Israel, Gerechtigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer sozial-historischen Analyse der zentralen Motive und Metaphern in Psalm 23, um deren tiefere Bedeutungsebenen zu entschlüsseln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Hirtenmotiv und das Gastgeber- bzw. Wallfahrtsmotiv, eingebettet in eine Untersuchung von Sprache, Literaturgeschichte und dem antiken Lebenskontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, ob der Psalm ein einfaches Hirtenidyll darstellt oder ob sich darunter komplexere theologisch-soziale Schichten verbergen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine exegetische und sozial-historische Untersuchungsmethode angewandt, die sich auf fachwissenschaftliche Psalmkommentare und alttestamentliche Lexika stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Stilelemente, die verschiedenen Metaphern sowie die historischen Hintergründe des Hirtenberufs und der antiken Gastmahls- und Tempelkultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Psalm 23, Hirtenmotiv, Gastgebermotiv, Metapher, Exegese und Sozialgeschichte definiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen dem Hirten- und dem Gastgebermotiv eine so wichtige Rolle?

Die Unterscheidung ist deshalb wichtig, da sie eine Steigerung in der Gottesbeziehung aufzeigt: Vom hierarchischen Hirte-Tier-Verhältnis hin zu einer vertrauensvollen Begegnung auf Augenhöhe als Gast bei Gott.

Was bedeutet die Wendung „Haus des Herrn“ im spezifischen Kontext des Psalms?

Sie wird als Tempel in Jerusalem interpretiert, der als zentraler Ort der Gegenwart Gottes und als Ziel der sehnsuchtsvollen Rückkehr des Gläubigen verstanden wird.

Warum wird im Fazit von einer „Steigerung“ der Gotteszuwendung gesprochen?

Weil der Psalm über die einfache Versorgung mit Lebensnotwendigkeiten (Hirtenmotiv) hinausgeht und den Gläubigen als geehrten Gast in Gottes Nähe stellt (Gastgebermotiv).

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Motive und Metaphern im Psalm 23
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik)
Note
3,0
Autor
Wiebke Schönbohm-Wilke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
46
Katalognummer
V273018
ISBN (eBook)
9783656646815
ISBN (Buch)
9783656646822
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Metaphern Motive Hirtenmotiv Wallfahrtsmotiv Psalm 23
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Wiebke Schönbohm-Wilke (Autor:in), 2013, Motive und Metaphern im Psalm 23, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/273018
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Leseprobe aus  46  Seiten
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