Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Marketings sind heute durch die Globalisierung und dem immer bedeutenderen E-Commerce, durch Sättigungstendenzen in verschiedenen Marktsegmenten und
dem sich daraus ergebenden Übergang zu „Kundenmärkten“ sowie auch von veränderten
Kundenpräferenzen geprägt. Technische Innovationen und die weite
Verbreitung von mobilen Kommunikationsmitteln sowie das diesbezügliche Nutzerverhalten
und die damit in Verbindung stehenden veränderten Präferenzen erlauben
und erfordern neue Formen der Kundenansprache und -bindung, die von
einem Marketing, das Social Media effizient nutzt, aufgegriffen werden können.
Damit treten auch bisher vernachlässigte Marktsegmente (etwa der so genannte
Long Tail) in den Fokus. Das Marketing eines Unternehmens steht vor der Herausforderung,
auch in den Social Media adäquate Strategien zu entwickeln und
Instrumente erfolgreich zu implementieren. Die Marketingziele sind von diesen
Veränderungen ebenso betroffen, da die Definition von Kundensegmenten in einem
veränderten Kontext erfolgt und etwa Maßnahmen zur Kundenbindung einen
höheren Stellenwert haben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hintergrund: Wirtschaft und Gesellschaft im Wandel – Herausforderungen an das Marketing
1.2 Überblick – Argumentationsgang
2 Hauptteil
2.1 Social Media – Definition und Abgrenzung
2.2 Social Media im Marketing
2.2.1 Spezifische Anforderungen – Zielgruppen
2.2.2 Diskussion der Vor- und Nachteile (Hype?)
2.3 Social Media im Marketing zur Imageverbesserung von Unternehmen
2.3.1 Imagebildung
2.3.2 Imagebildung in Social Media
2.3.3 Erfolgsfaktoren einer Social Media Strategie
2.3.3.1 Kundenzufriedenheit und Kundenbindung
2.3.3.2 Brand Awareness
2.3.3.3 Employer Branding
2.3.3.4 Effektivität im Hinblick auf Umsatz (Sales)
3 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht, inwiefern Unternehmen Social Media gezielt einsetzen können, um ihr Unternehmensimage positiv zu beeinflussen, und welche Rolle die veränderten Rahmenbedingungen des Marketings dabei spielen. Dabei wird analysiert, wie Unternehmen unter Berücksichtigung der Nutzerinteraktionen und spezifischer Zielgruppen eine effektive Social-Media-Strategie entwickeln können.
- Grundlagen und Definitionen von Social Media im Marketing
- Differenzierung von Zielgruppen, insbesondere Digital Natives und Digital Immigrants
- Herausforderungen der Imagebildung durch direkte Nutzerbeteiligung
- Erfolgsfaktoren wie Brand Awareness und Kundenbindung
- Die Rolle von Social Media als Instrument für Employer Branding
Auszug aus dem Buch
2.1 Social Media – Definition und Abgrenzung
Unter Social Media werden webbasierte Medien zur Information und Kommunikation verstanden. Das spezifische Merkmal von Social Media im Internet ist, das hierin Inhalte auf Plattformen bzw. in Netzwerken „geteilt“ werden. Als „sozial“ können diese Medien vor allem deshalb bezeichnet werden, weil hier Informationen und Meinungen ausgetauscht, kommentiert und diskutiert werden; zumeist wird ihr Inhalt von den Nutzern in gemeinsamer Produktion erstellt bzw. recherchiertes Material zu Verfügung gestellt, und als Blog - Einträge, Artikel, Meldungen, Kommentare, Bildbeiträge u. ä. im Internet weiter verbreitet (vgl. Ward 2011, S. 23 f.). Social Media können von Social Networks im engeren Sinn abgegrenzt werden. Social Networks sind Anwendungen oder Plattformen, in denen (registrierte) Nutzer miteinander vernetzt sind, um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen u. ä. (vgl. ebd.); vor allem für das Business to Business -Marketing können spezifische Netzwerke, etwa von kleineren und mittleren Unternehmen oder in bestimmten Branchen, von Interesse sein. Sowohl in Social Media als auch in Social Networks ist eine spezifische Art des Marketings von hoher Bedeutung, das so genannte „virale Marketing“. Hierbei handelt es sich um einen Marketingansatz, der die Vernetzung der Zielgruppen bewusst nutzen möchte, um die Aufmerksamkeit der Nutzer auf ein Unternehmen oder eine Marke zu lenken, indem etwa mittels einer – zumeist außergewöhnlichen und Aufsehen erregenden – Nachricht das Interesse an einen Werbeinhalt erregt wird (vgl. Ward 2011, S. 24).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die veränderten Rahmenbedingungen des Marketings durch Digitalisierung und Globalisierung und gibt einen Überblick über den Aufbau der Argumentation.
2 Hauptteil: Der Hauptteil definiert Social Media, analysiert deren Bedeutung für das Marketing, diskutiert Zielgruppen sowie Erfolgsfaktoren für die Imagebildung und Effektivität.
3 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse resümiert, das Potenzial sowie die Risiken von Social Media für Unternehmen bewertet und auf die Notwendigkeit einer kundenfreundlichen E-Service-Gestaltung verwiesen.
Schlüsselwörter
Social Media, Marketing, Unternehmensimage, Imagebildung, Corporate Reputation, Zielgruppen, Digital Natives, Digital Immigrants, Brand Awareness, Kundenbindung, Employer Branding, Virales Marketing, E-Commerce, Kommunikation, Strategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen Social Media nutzen können, um ihr Image in einem durch digitale Kommunikation geprägten Marktumfeld gezielt zu steuern und zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen Social-Media-Marketing, die psychologische Komponente der Imagebildung, die Differenzierung von Zielgruppen und messbare Erfolgsfaktoren wie Brand Awareness und Kundenbindung.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Kernfrage lautet, ob und wie sich das Image eines Unternehmens unter dem Einfluss von Social Media positiv beeinflussen lässt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse relevanter Fachliteratur, Studien und Expertenpublikationen zum Thema Social Media Marketing.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Social Media, die Marketinganforderungen an verschiedene Zielgruppen und eine detaillierte Untersuchung der Erfolgsfaktoren für die Imagebildung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Social Media, Unternehmensimage, Reputation, Brand Awareness, Digital Natives sowie virales Marketing.
Welche Rolle spielen "Digital Natives" im Vergleich zu "Digital Immigrants"?
Die Arbeit unterscheidet diese Gruppen anhand ihres Alters, ihrer Internetnutzung und ihrer Werte, um zu verdeutlichen, dass eine einheitliche Markenbotschaft oft unterschiedliche Wirkungen erzielt.
Warum wird Social-Media-Marketing als risikoreich eingestuft?
Da die Imagebildung auf interaktiven, kaum steuerbaren Nutzerprozessen beruht, besteht das Risiko eines "Brand Backlash", falls die Kommunikation nicht authentisch ist oder negative Resonanz entsteht.
- Arbeit zitieren
- Tobias Rager (Autor:in), 2013, Der Einfluss von Social Media auf das Image eines Unternehmens, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/272725