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Die Verschwörungstheorie von der Brunnenvergiftung der Juden

Judenverfolgung während der großen Pestepidemie in der Mitte des 14. Jahrhunderts mit Fokus auf Straßburg

Titel: Die Verschwörungstheorie von der Brunnenvergiftung der Juden

Hausarbeit , 2009 , 21 Seiten , Note: 1, 7

Autor:in: Verena Caroline Wernet (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit thematisiert die Situation der Juden im Mittelalter und stellt eine Verbindung zwischen ihrer gesellschaftlichen Situation und der großen Pestepidemie im 14. Jahrhundert her. Neben einer allgemeinen Betrachtung wird exemplarisch auf die Verfolgung der Juden in Straßburg eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2. 1 Die Pestepidemie in Europa

2. 2 Überblick über die Stellung der Juden in der mittelalterlichen Gesellschaft

2. 3 Die Verfolgung der Juden in Straßburg

3 Schlussbetrachtung

Quellen und Literaturangaben

1 Quellen

2 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entstehung und Verbreitung der Verschwörungstheorie um die jüdische Brunnenvergiftung während der Pestepidemie in der Mitte des 14. Jahrhunderts, mit einem besonderen Fokus auf die Ereignisse in Straßburg. Dabei wird analysiert, wie soziale, ökonomische und politische Faktoren zusammenwirkten, um die Juden als Sündenböcke zu instrumentalisieren.

  • Soziale Ausgrenzung und die Rolle der Kirche im Mittelalter
  • Die Pestepidemie als Katalysator für Angst und Aggression
  • Die politische Instrumentalisierung antijüdischer Stimmungen durch Straßburger Eliten
  • Wirtschaftliche Motive und die Rolle des Judenschutzes durch Karl IV.

Auszug aus dem Buch

Die Verfolgung der Juden in Straßburg

Die Kathedralstadt Straßburg war im Spätmittelalter einerseits auf Grund ihrer günstigen Lage am Rhein und der damit verbundenen Anbindung an die Schifffahrt und andererseits auf Grund ihrer Stellung in Weinhandel und Tuchproduktion eine große Handelsmetropole. Da in Zentren des Handels normalerweise auch dem Geldgeschäft eine erhebliche Rolle zufällt, ist es nicht verwunderlich, dass die Judengemeinde in Straßburg zu den größten im Reich gehörte. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts umfasste sie circa 300 Personen.

Wie in zahlreichen anderen Städten klafften auch in Straßburg das Ausbrechen der Pest und die Ermordung der Juden auf Grund der Verdächtigungen, dass diese für die Pest verantwortlich seien, chronologisch mehrere Monate auseinander. Die Pest brach in Straßburg im Sommer 1349 aus. Das Gerücht über die angebliche Brunnenvergiftung der Juden erreichte hingegen im Jahre 1348 Straßburg und fiel wegen der oben erwähnten generellen Unbeliebtheit und Andersartigkeit der Juden in der von Angst und Schrecken vor der Pest geplagten Gesellschaft sofort auf äußerst fruchtbaren Boden. Daher wurden die Juden bereits im Februar 1349 am Freitag gefangen genommen und „an dem samestage, das was sant Veltins dag, do verbrante men die juden.“

Obwohl Ammanmeister Peter Swarber und der Straßburger Rat den Juden eigentlich nicht schaden, sondern ihnen den gemäß der verkauften Schutzbriefe zugesicherten Schutz gewähren wollten, wurden die Straßburger Obrigkeiten rasch aktiv und begannen aus anderen Städten Nachrichten und Informationen zu dieser bedrohlichen und daher sehr wichtigen Angelegenheit anzufordern. Auf Grund der weiten Verbreitung des Gerüchts und der Brisanz der Sache versandten sämtliche Städte, Dörfer und Obrigkeiten die vermeintlichen Informationen, die sie aus den bereits geführten Ermittlungen und Judenverhören, bei welche die Juden oftmals gefoltert worden waren, erworben hatten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der Verschwörungstheorien ein und verortet die Verfolgung der Juden im Kontext der Pestepidemie des 14. Jahrhunderts, wobei die Forschungsfrage nach den Ursachen des Pogroms in Straßburg formuliert wird.

2 Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Pestepidemie als Pandemie, die gesellschaftliche Stellung der Juden im Mittelalter und die spezifischen, politisch motivierten Ereignisse in Straßburg, die zur Verbrennung der jüdischen Gemeinde führten.

3 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und betont das Zusammenspiel von Machtinteressen, wirtschaftlichen Motiven, religiöser Abgrenzung und der irrationalen Angst vor der Pest als Triebfedern für den Pogrom.

Schlüsselwörter

Verschwörungstheorie, Pestepidemie, Judenverfolgung, Straßburg, Antisemitismus, Mittelalter, Pogrom, Sündenbock, Brunnenvergiftung, Ratsumsturz, Karl IV., Wirtschaftsgeschichte, Gesellschaftsstruktur, Ausgrenzung, Instrumentalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie eine Verschwörungstheorie – die Behauptung, Juden hätten Brunnen vergiftet – genutzt wurde, um ein Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung in Straßburg während der Pestepidemie von 1349 zu rechtfertigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des mittelalterlichen Antisemitismus, die soziopolitische Dynamik in Handelsstädten und die Auswirkungen der Pestepidemie als massives gesellschaftliches Krisenereignis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Ursachen und Beweggründe für die Judenverfolgung in Straßburg zu identifizieren und zu zeigen, dass es sich nicht um eine spontane Tat, sondern um ein durch politische Eliten gesteuertes Vorgehen handelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Quellenanalyse historischer Dokumente, insbesondere städtischer Chroniken (wie jene von Jakob Twinger von Königshofen und Matthias von Neuenburg) sowie der Auswertung einschlägiger Sekundärliteratur zur Geschichte des Judentums im Spätmittelalter.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Pestepidemie, einen Überblick über die rechtliche und gesellschaftliche Stellung der Juden und eine detaillierte Untersuchung der Vorgänge in Straßburg, inklusive des Ratsumsturzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Verschwörungstheorie, Brunnenvergiftung, Pogrom, politische Instrumentalisierung und die Rolle der städtischen Eliten charakterisiert.

Warum spielt der Ratsumsturz in Straßburg eine zentrale Rolle für die Ereignisse?

Der Umsturz ermöglichte es den Patriziern und Zünften, sich durch die gewaltsame Vertreibung der bisherigen, judenfreundlichen Stadtführung und die Vernichtung der Juden politisch und finanziell zu bereichern, indem sie die Juden als Sündenböcke für die Pest nutzten.

Hatten die "Geissler" einen Einfluss auf das Pogrom in Straßburg?

Nein, laut den Ergebnissen der Arbeit lässt sich nachweisen, dass die Geissler in Straßburg erst nach dem Pogrom in Erscheinung traten und somit keinen Einfluss auf die Verbrennung der Juden hatten.

Welche Rolle spielte König Karl IV.?

Karl IV. agierte primär als Judenschutzherr, der vor allem an der finanziellen Ausbeutung der Juden und der Vereinnahmung ihres Erbes interessiert war und durch die Gewährung von Amnestien die Judenverfolgungen legitimierte, um politische Unterstützung in den Städten zu gewinnen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Verschwörungstheorie von der Brunnenvergiftung der Juden
Untertitel
Judenverfolgung während der großen Pestepidemie in der Mitte des 14. Jahrhunderts mit Fokus auf Straßburg
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
PS: Verschwörungstheorien im Mittelalter
Note
1, 7
Autor
Verena Caroline Wernet (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V272636
ISBN (Buch)
9783656641209
ISBN (eBook)
9783656641216
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verschwörungstheorie brunnenvergiftung juden judenverfolgung pestepidemie mitte jahrhunderts fokus straßburg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Verena Caroline Wernet (Autor:in), 2009, Die Verschwörungstheorie von der Brunnenvergiftung der Juden, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/272636
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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