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Psalmdichtung bei Andreas Gryphius. Die Ode "Domine usque quo"

Title: Psalmdichtung bei Andreas Gryphius. Die Ode "Domine usque quo"

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Bucher (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit soll zunächst die Bedeutung und die Besonderheiten der Psalmdichtung im 17. Jahrhundert umrissen werden, um den zeitgeschichtlichen Kontext und die Bedingungen, unter denen Gryphius die Ode verfasste, zu vergegenwärtigen. Danach soll der Psalm, der dem Gedicht unterliegt, näher betrachtet werden. Schließlich soll Domine usque quo selbst zur Sprache gebracht werden. Es wird zunächst versucht seine Form und den Gesamtzusammenhang der vier Odenbücher von Gryphius, in das man das Gedicht einordnen muss, zu erschließen und dann erst das Gedicht selbst, mit all seinen Aspekten, Bezügen. Das Gedicht soll hier vor allem in Beziehung zu seinem Prätext gestellt werden und betrachtet werden inwieweit das Psalmgedicht nah am vorliegenden Text bleibt und dennoch frei die Möglichkeiten, die der Psalm anbietet, entfaltet. Auf diese Weise werden auch zeitgeschichtliche Besonderheiten des Gedichts ins Blickfeld rücken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Psalmdichtung im 17. Jahrhundert

Psalm 13

Domine usque quo

Form und Einordnung in die Odenbücher

Verarbeitung des unterlegten Psalmtextes

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Psalmdichtung von Andreas Gryphius, konkret anhand seiner Ode "Domine usque quo". Ziel der Untersuchung ist es, die Form, den intertextuellen Bezug zum dreizehnten Psalm sowie die Einordnung in das Gesamtschaffen des Autors herauszuarbeiten und die Heilsgewissheit als zentrales Motiv in Gryphius' Dichtung zu analysieren.

  • Die Bedeutung der Psalmdichtung im 17. Jahrhundert
  • Strukturelle Analyse von Psalm 13 als Klagelied des Einzelnen
  • Einordnung der Oden von Gryphius in den Kontext der barocken Literatur
  • Die poetische Auseinandersetzung mit den Themen Leid, Anfechtung und Trost
  • Die Heilsgewissheit durch den Glauben an Jesus Christus als zentrales Ergebnis

Auszug aus dem Buch

Verarbeitung des unterlegten Psalmtextes

Domine usque quo ist, wie schon erwähnt eine Psalmparaphrase, der Psalm 13 unterlegt ist. Nachdem die Ode bereits in den Kontext der Odenbücher eingeordnet und der Prätext näher betrachtet worden ist, soll nun die Ode selbst in Blickfeld rücken.

Die ersten beiden Strophen umschreiben die ersten drei „Wie lange“-Fragen des Psalms. Sie werden durch „Ach wie lang“ (V. 1) beziehungsweise „Ach! wie lange“ (V. 11) eingeleitet. Der voran gesetzte Affektindikator verstärkt den Effekt der Klage noch, die im Psalm jeweils nur mit „wie lang“ eingeleitet wird. In der zweiten Strophe wird die Wirkung sogar noch gesteigert, indem ein Ausrufungszeichen das „Ach“ noch betont. Auch der Chiasmus im ersten Vers des Gedichts, bringt eine intensivierende Verdopplung der fragenden, ja klagenden Anrufung Gottes mit sich. In der folgenden Zeile rundet sich die Wirkung der ersten Frage ab. Gott hat den Betenden nicht bloß vergessen, wie im Psalm, sondern er kehrt sich im Gedicht offensichtlich von dessen Tränen, die hier als Affektindikator eingesetzt werden, ab, obwohl er das Leid doch wahrnehmen muss.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Werk des Andreas Gryphius innerhalb der Barockliteratur und zeigt das Forschungsdesiderat hinsichtlich seiner geistlichen Oden auf.

Psalmdichtung im 17. Jahrhundert: Es wird dargelegt, wie die christliche Dichtung dieser Epoche unter dem Einfluss der imitatio veterum antike Formen mit biblischen Inhalten verbindet.

Psalm 13: Das Kapitel analysiert die Struktur des Psalms 13 als klassisches Klagelied des Einzelnen und erläutert seine theologische Bedeutung für den Beter.

Domine usque quo: Der Hauptteil untersucht die Ode als Psalmparaphrase, ordnet sie in Gryphius' Odenbücher ein und analysiert die poetische sowie theologische Verarbeitung des Prätextes.

Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Gryphius das Leid im Gedicht als notwendigen Prozess zur Heilsgewissheit in Christus rechtfertigt.

Schlüsselwörter

Andreas Gryphius, Barock, Psalmdichtung, Domine usque quo, Psalm 13, Oden, Geistliche Lyrik, Heilsgewissheit, Anfechtung, Imitatio, Leid, Christus, Theologie, Glauben, Literaturwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die barocke Psalmdichtung von Andreas Gryphius, wobei der Fokus explizit auf der Ode "Domine usque quo" liegt, welche eine Paraphrase des 13. Psalms darstellt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen die Bedeutung der Psalmdichtung im 17. Jahrhundert, die rhetorische und theologische Struktur von Klageliedern sowie das barocke Verständnis von Leid und Heilsgewissheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gryphius' künstlerische Auseinandersetzung mit dem Psalmtext zu erschließen und aufzuzeigen, wie das Gedicht das individuelle Leid des Menschen in eine christliche Heilsordnung einbettet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin bedient sich einer literaturwissenschaftlichen und theologisch informierten Analyse, welche sowohl intertextuelle Bezüge zur Bibel als auch den zeitgeschichtlichen Kontext der Barockdichtung berücksichtigt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einordnung der Oden in das Gesamtwerk, die Analyse des biblischen Prätextes (Psalm 13) und eine detaillierte strophische Untersuchung der Ode hinsichtlich ihrer Motivik und Theologie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Andreas Gryphius, Psalmdichtung, Barock, Heilsgewissheit und Anfechtung geprägt.

Warum wird gerade der 13. Psalm als Beispiel herangezogen?

Der 13. Psalm gilt in der Forschung als Musterbeispiel des "Klageliedes des Einzelnen" und erlaubt Gryphius eine besonders eindringliche Darstellung der Spannung zwischen menschlichem Leid und göttlicher Verheißung.

Welche Bedeutung misst Gryphius laut der Analyse dem Leiden bei?

Gryphius rechtfertigt das Leid nicht als sinnloses Schicksal, sondern begreift es als notwendigen Anlass, der den Menschen auf den Gott verweist, der sich in Christus offenbart.

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Details

Title
Psalmdichtung bei Andreas Gryphius. Die Ode "Domine usque quo"
College
University of Heidelberg  (Germanistisches Seminar)
Course
HS: Ausgewählte Lyrik des 17. Jahrhunderts
Grade
1,0
Author
Stefanie Bucher (Author)
Publication Year
2014
Pages
26
Catalog Number
V272372
ISBN (eBook)
9783656644743
ISBN (Book)
9783656644767
Language
German
Tags
Gryphius Psalm 13 Psalmgedichte geistliche Lyrik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Bucher (Author), 2014, Psalmdichtung bei Andreas Gryphius. Die Ode "Domine usque quo", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/272372
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