Aufbau und Durchführung einer Bewegungslandschaft im Schulsport anhand zahlreicher Bilder und Erläuterungen: 12 Stationen mit differenzierten Bewegungsaufgaben unter dem Aspekt der turnerischen Grundtätigkeit Balancieren und Klettern
Ausschnitt aus der Seminararbeit:
Durch die Bewegungslandschaft mit ihren unterschiedlichen Variationsmöglichkeiten werden konditionelle (Griffkraft, Körperspannung, Herausbildung einer gesunden Fußmuskulatur etc.), soziale (Kooperationsfähigkeit, Hilfsbereitschaft etc.), kognitive (Fachterminologie, Geräteausstattung etc.) und insbesondere koordinative (Gleichgewicht, Orientierung etc.) sowie psychische (Risikoabschätzung, Selbstvertrauen, Konzentrationsfähigkeit, Fantasie etc.) Lernvoraussetzungen und -ziele begünstigt. Damit wird auf verschiedene Weise die allgemeine und turnerische Handlungskompetenz gefördert.
Inhaltsverzeichnis
II. Definition: Balancieren und Klettern
III. Grundlagen zum Aufbau unserer Bewegungslandschaft
IV. Bewegungslandschaft „Balancieren und Klettern“
Station 1:
Station 2:
Station 3:
Station 4:
Station 5:
Station 6:
Station 7:
Station 8:
Station 9:
Station 10:
Station 11:
Station 12:
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer methodisch fundierten Bewegungslandschaft, die Schülern differenzierte Aufgabenstellungen in den turnerischen Grundtätigkeiten Balancieren und Klettern bietet, um deren allgemeine und turnerische Handlungskompetenz gezielt zu fördern.
- Definition und theoretische Einordnung von Balancieren und Klettern
- Methodische Grundlagen für den Aufbau von Bewegungslandschaften
- Differenzierungsmöglichkeiten durch Gerätevariation und Schwierigkeitsabstufungen
- Praktische Umsetzung in einem Parcours-Modell mit zwölf Stationen
- Förderung koordinativer, kognitiver, sozialer und psychischer Lernziele
Auszug aus dem Buch
II. Definition: Balancieren und Klettern
„Balance“ ist der lateinisch-französische Begriff für „Waage“ und „Gleichgewicht“. Beim Balancieren „auf etwas“ müssen muskuläre Kräfte den Körper gegen die wirkende Schwerkraft durch Positionierung des Körperschwerpunkts über der Stützstelle halten (VGL. GERLING, S. 167). Das heißt, ein unbeständiger Zustand muss durch neue Bewegungen immer wieder neu hergestellt werden (VGL. BAUMANN & DIENER, S 13 FF).
Umgekehrt muss beim Balancieren „von etwas“ die Unterstützungsfläche so positioniert werden, dass sie sich unter dem zu balancierenden Körperschwerpunkt befindet. In jedem Fall beschreibt die Balance das Verhältnis des Körperschwerpunkts zu den Unterstützungsflächen (VGL. NEUMANN, S. 36).
Ebenso verhält es sich auch beim Klettern als Sonderform des Balancierens, wobei die unterschiedlichen Kletterphasen durch Änderungen der Stützflächen gekennzeichnet sind (VGL. BAUMANN & DIENER, S. 13 FF). Dazu gehören neben den Tritten als solche auch die Griffe. Dadurch wird die Balance beim Klettern auch weniger durch die Empfindung des Balancierens als durch die Mühe, die ein Kletterzug macht, wahrgenommen (VGL.S. 36). Die „Balance ist [dennoch] der zentrale Aspekt jeder Kletterbewegung“ (S. 36).
Zusammenfassung der Kapitel
II. Definition: Balancieren und Klettern: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Begriffe Balance und Klettern sowie deren Erscheinungsformen der Gleichgewichtsfähigkeit nach fachwissenschaftlicher Literatur.
III. Grundlagen zum Aufbau unserer Bewegungslandschaft: Hier wird das methodische Konzept nach Gerling vorgestellt, welches als Basis für die Gestaltung und Differenzierung der Aufgaben in der Bewegungslandschaft dient.
IV. Bewegungslandschaft „Balancieren und Klettern“: Dieses Hauptkapitel dokumentiert konkret die zwölf Stationen des Parcours, illustriert durch Bildmaterial und beschreibt jeweils die zugehörigen Variationsmöglichkeiten zur Anforderungssteuerung.
Schlüsselwörter
Bewegungstagebuch, Balancieren, Klettern, Bewegungslandschaft, Geräteturnen, Gleichgewichtsfähigkeit, methodische Abstufung, Sportunterricht, motorisches Lernen, Koordinationsschulung, Lernvoraussetzungen, Handlungskompetenz, Bewegungsaufgabe, Stationsbetrieb, turnerische Grundtätigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der praktischen Entwicklung und theoretischen Fundierung einer Bewegungslandschaft, die speziell auf die turnerischen Grundtätigkeiten des Balancierens und Kletterns ausgerichtet ist.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der biomechanischen Definition von Gleichgewichtszuständen, der methodischen Gestaltung von Sportumgebungen und der praktischen Anwendung in Form eines differenzierten Stationen-Parcours.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, durch eine vielseitige Bewegungslandschaft die allgemeine und turnerische Handlungskompetenz von Schülern zu fördern, indem sowohl körperliche als auch psychische Lernvoraussetzungen adressiert werden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autoren orientieren sich an der fachdidaktischen Methodik von Gerling, die eine dreistufige, aufeinander aufbauende Systematik für Aufgabenstellungen zur Verbesserung der Balancierfähigkeit vorgibt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird eine detaillierte Übersicht über zwölf verschiedene Stationen gegeben, die von einfachen Gleichgewichtsübungen bis hin zu komplexen Kletterabfolgen reichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Bewegungslandschaft, Balancieren, Klettern, koordinative Fähigkeiten, methodische Variation und turnerische Handlungskompetenz.
Warum ist die psychische Komponente beim Balancieren relevant?
Laut Autoren spielt insbesondere bei Übungen in der Höhe die psychische Überwindung eine wichtige Rolle, weshalb die Schwierigkeit nicht nur physisch, sondern auch durch die individuelle Risikoabschätzung gesteuert wird.
Wie wird das Prinzip der Differenzierung in den Stationen umgesetzt?
Die Differenzierung erfolgt durch eine breite Palette an Variationen pro Station, etwa durch die Änderung der Körperhaltung, der Bewegungsrichtung oder der Komplexität des Geräteeinsatzes, um heterogene Lerngruppen anzusprechen.
- Arbeit zitieren
- Michael Schmitt (Autor:in), Daniel Förtsch (Autor:in), 2011, Bewegungslandschaft: Balancieren und Klettern im Sportunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/272149