Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Die Erneuerung des Kompitalkultes durch Augustus

Führte die Verbindung des Kaiserkultes mit dem Kompitalkult zu einer Vergöttlichung des Kaisers?

Titel: Die Erneuerung des Kompitalkultes durch Augustus

Hausarbeit , 2014 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stefanie Poschen (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Augustus ist als Begründer des Prinzipats in die Geschichte eingegangen und bewies ein hohes Maß an politischem Geschick. Er verstand es wie kein Zweiter seine Herrschaft auszubauen, den Kaiserkult zu verbreiten und Ansehen beim Volk zu gewinnen. Seine Macht wurde besonders durch seine Bauwerke, Denkmäler und deren Bilder sichtbar gemacht. Die Überreste, die uns bis heute erhalten geblieben sind, geben uns Aufschluss über die Stellung des Kaisers. Der schmale Grat zwischen Verehrung und Vergöttlichung des Augustus ist nicht zu übersehen und in der Forschung breit diskutiert.

Diesbezüglich lohnt es sich besonders einen Blick auf die Erneuerung des Kompitalkultes durch Augustus zu werfen und zu untersuchen, inwiefern die Verbindung des Kaiserkultes mit dem Kompitalkult zu einer Vergöttlichung des Kaisers führte. Des Weiteren sind auch die Beweggründe für eine Erneuerung des Kultes in Augenschein zu nehmen. Da sich der augusteische Kaiserkult besonders in den Bildern und Monumenten widerspiegelt, lohnt es sich auch, einen näheren Blick auf die Larenaltäre zu werfen.

Zu Beginn der Ausarbeitung wird zunächst einleitend die Geschichte des Kompitalkultes näher beleuchtet. Darauf aufbauend werden die Besonderheiten der Erneuerung des Kultes dargestellt und es wird kurz auf deren Auswirkungen auf die untere Volksschicht eingegangen. Im Folgenden werden drei gut erhaltene Larenaltäre näher betrachtet und deren Bildsymbolik abschließend in einem Fazit bezüglich der Fragestellung ausgewertet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Der Kompitalkult

2.1.1 Die Geschichte des Kompitalkultes

2.1.2 Die Erneuerung des Kompitalkultes durch Augustus

2.1.3 Das Einbinden der unteren Volksschicht in den Kompitalkult

2.2. Die Bilder der Larenaltäre

2.2.1 Der Larenaltar in der Sala delle Muse des Vatikans

2.2.1 Der Larenaltar des Vicus Sandalarius

2.2.3 Der Larenaltar des Vicus Aescleti

3. Fazit

4. Anhang

Die Abbildungen

Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die von Augustus durchgeführte Erneuerung des Kompitalkultes und dessen Verbindung mit dem Genius Augusti zu einer tatsächlichen Vergöttlichung des Kaisers führte oder lediglich eine gezielte politische Überhöhung darstellte, um die untere Volksschicht in das augusteische Herrschaftssystem einzubinden.

  • Historische Entwicklung des römischen Kompitalkultes
  • Augusteische Reformen und die Rolle der vicomagistri
  • Analyse der Bildsymbolik und Ikonographie auf Larenaltären
  • Die Funktion des Kaiserkultes als Instrument politischer Steuerung
  • Soziale Integration der unteren Volksschichten und Sklaven

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Die Erneuerung des Kompitalkultes durch Augustus

Um später untersuchen zu können, inwiefern es sich bei der Verbindung des Larenkultes mit dem Genius Augusti um eine Vergöttlichung des Kaisers handelt, wird nun näher auf die Besonderheiten der Erneuerung des Kompitalkultes eingegangen.

Niebling datierte die Fertigstellung der Erneuerung des Kompitalkultes auf das Jahr 7 v. Chr.. Da der Kompitalkult sehr lebendig war, kann nicht von einer Wiederbelebung des Kultes gesprochen werden, sondern vielmehr von einer Erneuerung, die Augustus hier zum Zweck einer „politischen Entgiftung einer gefährlichen Massenbewegung“ vornahm.

Als grundlegende Veränderung durch Augustus sei als erstes die Neueinteilung Roms in 14 Regionen zu erwähnen, die dann in insgesamt 265 vici unterteilt wurden. Die einzelnen Regionen wurden von nun an von Beamten verwaltet, die per Los bestimmt wurden. Die vicomagistri wurden von der Bevölkerung des jeweiligen Stadtteils gewählt. Jeder vicus erhielt sein compitum Larum, in dem die Schutzgötter verehrt wurden. Jeder Nachbarschaftsbezirk wurde je vier vicomagistri unterstellt, die meist dem Stand der Freigelassenen angehörten und denen vier ministri dienten, die vorwiegend Sklaven waren. Augustus übertrug den vicomagistri die Pflege des Kompitalkultes und sie erhielten beschränkte Amtsbefugnisse in ihrem Bezirk. Ebenso durften sie „an bestimmten Tagen […] die toga praetexta tragen und sich von zwei Liktoren geleiten lassen“, so Cassius Dio. Zu den Aufgaben der vicomagistri zählten von nun an die Gewichtskontrolle, die Polizeiaufsicht und das Feuerlöschen und somit machte Augustus sie zu „loyalen Parteigängern des augusteischen Regimes“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Augustus, den Prinzipat und die Fragestellung zur Rolle des Kaiserkultes im Kontext der Kompitalkult-Erneuerung.

2. Hauptteil: Detaillierte Untersuchung der historischen Wurzeln des Kompitalkultes, der spezifischen augusteischen Reformen und der ikonographischen Auswertung ausgewählter Larenaltäre.

2.1. Der Kompitalkult: Darstellung der ursprünglichen Bedeutung des Kultes für die untere Volksschicht und der politischen Unruhen, die zu Verboten und späterer Umgestaltung führten.

2.1.1 Die Geschichte des Kompitalkultes: Übersicht über die Ursprünge unter Servius Tullius und die Bedeutung der Laren als Schutzgötter der Wegkreuzungen.

2.1.2 Die Erneuerung des Kompitalkultes durch Augustus: Erläuterung der administrativen Maßnahmen, insbesondere der Einführung von 265 vici, und der Rolle der vicomagistri zur politischen Integration.

2.1.3 Das Einbinden der unteren Volksschicht in den Kompitalkult: Untersuchung der sozialen Wirkung der Reformen und der Schaffung eines Vertrauensverhältnisses durch Einbeziehung von Freigelassenen und Sklaven.

2.2. Die Bilder der Larenaltäre: Einführung in die bildliche Analyse als Medium der Herrschaftspropaganda und der Kommunikation mit der Bevölkerung.

2.2.1 Der Larenaltar in der Sala delle Muse des Vatikans: Analyse eines frühen Altars von 7 v. Chr. und der Einbindung der ersten vicomagistri sowie der Genii Caesarum.

2.2.2 Der Larenaltar des Vicus Sandalarius: Untersuchung des Altars von 2 v. Chr. im Kontext der Einweihung des Mars Ultor-Tempels und der Verknüpfung religiöser und militärischer Symbolik.

2.2.3 Der Larenaltar des Vicus Aescleti: Betrachtung des Altars von 2/3 n. Chr., der die Rolle der vicomagistri ohne explizite Darstellung des Genius Augusti fokussiert.

3. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage, wobei der Kult als Instrument der politischen Stabilität und nicht als direkte Vergöttlichung gewertet wird.

4. Anhang: Auflistung der Quellen, der Sekundärliteratur und des Abbildungsverzeichnisses.

Schlüsselwörter

Augustus, Prinzipat, Kompitalkult, Kaiserkult, Larenaltäre, Genius Augusti, vicomagistri, Römische Geschichte, Bildpropaganda, Religion, Sozialgeschichte, Politische Integration, Verehrung, Ikonographie, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Erneuerung des traditionellen römischen Kompitalkultes unter Kaiser Augustus und untersucht, inwiefern diese Maßnahme zur Vergöttlichung des Kaisers beitrug oder als politisches Instrument zur Stabilisierung diente.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die augusteische Reformpolitik, die Rolle der Kompitalvereine (vicomagistri), die religiöse Symbolik der Larenaltäre sowie das Verhältnis zwischen dem Herrscher und der unteren Volksschicht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob die Verbindung des Kompitalkultes mit dem Genius Augusti eine reale göttliche Verehrung des Kaisers bedeutete oder ob es sich eher um eine gezielte politische Überhöhung handelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine literarische Analyse antiker Quellen (u.a. Sueton, Cassius Dio) mit einer ikonographischen Auswertung von drei ausgewählten, gut erhaltenen Larenaltären.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Geschichte und die Reformen des Kultes beschrieben, gefolgt von einer detaillierten bildlichen Untersuchung der Altäre des Vicus Sandalarius, des Vicus Aescleti und des Stücks in der Sala delle Muse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Augustus, Prinzipat, Kompitalkult, vicomagistri, Larenaltäre und politische Bildpropaganda charakterisieren.

Inwiefern unterschied sich die Rolle der ministri von der der vicomagistri?

Die vicomagistri waren die gewählten Beamten der Stadtbezirke und fungierten als loyale Parteigänger des Regimes, während die ministri (vorwiegend Sklaven) durch ihre eigene, wenn auch bescheidenere Altargestaltung, in den Kult integriert und somit sozial anerkannt wurden.

Warum wird die Erneuerung nicht als reine Vergöttlichung gedeutet?

Die Autorin argumentiert, dass die Kultbindung dem "Genius" (dem göttlichen Begleiter) und nicht dem Menschen Augustus direkt galt und dass die Ehrungen auf den Altären eher als Dankesbeweise für seine Taten denn als göttliche Anbetung zu verstehen sind.

Welche Bedeutung hatten die Lorbeerbäume auf den Altären?

Die Lorbeerbäume symbolisierten die Ehrungen, die Augustus im Jahr 27 v. Chr. vom Senat erhalten hatte, und dienten somit als ständiges Erinnerungsmerkmal an seine staatspolitische Rolle als "Retter des Vaterlands".

Was schlussfolgert die Arbeit über die Rolle von Larenaltären als "Bildpropaganda"?

Die Altäre dienten als Kommunikationsmittel, um aktuelle politische Ereignisse (wie Tempelweihungen oder Siege) in das Alltagsleben der Stadtbevölkerung zu integrieren und das Vertrauensverhältnis zum Princeps zu festigen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Erneuerung des Kompitalkultes durch Augustus
Untertitel
Führte die Verbindung des Kaiserkultes mit dem Kompitalkult zu einer Vergöttlichung des Kaisers?
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Proseminar AG II: Einführung in die Alte Geschichte
Note
1,3
Autor
Stefanie Poschen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V272019
ISBN (eBook)
9783656635659
ISBN (Buch)
9783656635666
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Augustus Römische Antike Antike Laren Larenkult Kompitalkult Kaiservergöttlichung Kaiser Vergöttlichung Rom Römisches Reich Octavian Kaisertum Kult Schutzgötter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Poschen (Autor:in), 2014, Die Erneuerung des Kompitalkultes durch Augustus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/272019
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum