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Der Luxemburger Kompromiss

Die europäische Integration Mitte der 1960er Jahre aus der Perspektive der Schweiz

Title: Der Luxemburger Kompromiss

Seminar Paper , 2008 , 32 Pages , Grade: 6.0

Autor:in: Master of Arts David Venetz (Author)

Politics - Topic: European Union

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Summary Excerpt Details

Thematischer Ausgangspunkt dieser Arbeit ist der so genannte „Luxemburger Kompromiss“ vom Januar 1966. Der auf die wesentlichen Aspekte zusammengefasste Inhalt des Kompromisses wird dieser Arbeit vorangestellt, worauf diese Primärquelle mitsamt ihrer Entstehungs- und Wirkungsgeschichte anschliessend in einen historischen Zusammenhang eingeordnet werden soll. Dabei stehen in diesem ersten Teil der Arbeit die Fragen im Vordergrund, welche Entwicklungen eine Kompromissfindung überhaupt erst notwendig gemacht haben, und welche Bedeutung dem Kompromiss für die damalige und auch die weitere Entwicklung des europäischen Integrationsprozesses zukommt.
Im zweiten Teil der vorliegenden Arbeit werden die Ereignisse und Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Luxemburger Kompromiss in einen konkreten Bezug zur Schweiz gestellt. Dabei gilt das Augenmerk – neben der Feststellung der konkreten politischen Auswirkungen auf die Schweiz – insbesondere der damaligen Wahrnehmung, also den Reaktionen der Schweiz auf das politische Geschehen in Europa. Das Bild der schweizerischen Wahrnehmung der Geschichte der europäischen Integration im Kontext des Luxemburger Kompromisses soll dabei anhand von Zitaten aus zwei Schweizer Tageszeitungen rekonstruiert werden. Artikel aus der Neuen Zürcher Zeitung so wie aus der Tribune de Genève sollen einerseits garantieren, dass das möglicherweise divergierende Meinungsspektrum zwischen deutsch- und französischsprachiger Schweiz in seiner Gesamtheit abgedeckt wird, und dass andererseits die Aussagen auch vergleichbar sind – beide Organe weisen ja eine ausgeprägt liberale Tradition auf.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung des Luxemburger Kompromisses im Zusammenhang mit der europäischen Integrationsgeschichte aufzuzeigen und die damaligen Ereignisse und Entwicklungen aus der Perspektive der Wahrnehmung der Schweiz fassbar zu machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Primärquelle

2.1. Inhalt

3. Historischer Kontext

3.1. Die europäische Integration

3.2. Krise und Kompromiss

3.3. Das Europakonzept Frankreichs unter de Gaulle

4. Krise und Kompromiss aus der Perspektive der Schweiz

4.1. Ausbruch der Krise

4.2. Verlauf der Krise

4.3. Der Kompromiss

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den "Luxemburger Kompromiss" von 1966 und dessen historische Einordnung innerhalb des europäischen Integrationsprozesses, wobei ein besonderer Fokus auf der Wahrnehmung dieser Ereignisse aus der schweizerischen Perspektive liegt.

  • Analyse der Entstehung und des Inhalts des Luxemburger Kompromisses
  • Einordnung in den historischen Kontext der europäischen Integration in den 1960er Jahren
  • Untersuchung der französischen Europapolitik unter Präsident Charles de Gaulle
  • Analyse der schweizerischen Reaktion und Wahrnehmung anhand von Tageszeitungen
  • Vergleich des Integrationsverständnisses (supranational versus intergouvernementalistisch)

Auszug aus dem Buch

3.3. Das Europakonzept Frankreichs unter de Gaulle

Die Beschlüsse von Luxemburg verdeutlichen, dass die Regelung der gemeinsamen Agrarfinanzierung – ursprünglich der eigentliche Anlass der Krise – nicht den Kern der Auseinandersetzung bildete. So spielten die konkreten Vorschläge der Kommission zur Finanzierung des gemeinsamen Agrarmarktes in der Abfassung des Luxemburger Kompromisses kaum eine Rolle mehr. Die Vorschläge wurden stillschweigend fallengelassen, man einigte sich vage auf einen Zeitplan zum weiteren Vorgehen in dieser Angelegenheit.18 Vielmehr befassten sich die Luxemburger Beschlüsse mit dem Verhältnis der beiden zentralen Verwaltungsorgane der EWG und dem Prinzip der Mehrheitsentscheidungen im Ministerrat. Mittelpunkt und Ursache der Auseinandersetzung waren demnach unterschiedliche konzeptionelle Auffassungen über die organisatorische Struktur der europäischen Integration, wobei sich insbesondere die französische Konzeption von jener der anderen fünf Mitgliederstaaten unterschied. Um die historische Einordnung des Luxemburger Kompromisses zu vervollständigen, sollen deshalb nachfolgend die Funktion und die Interessen Frankreichs im Prozess der europäischen Integration – insbesondere in der schwierigen Phase der 1960er Jahre – etwas genauer betrachtet werden.

Unter Präsident de Gaulle verfolgte Frankreich in Europa eine Strategie, welche nicht nur die bisherige, sondern insbesondere die weitere politische Integration der europäischen Staaten zu unterlaufen versuchte. Während Frankreich und seine Exponenten wie Jean Monnet (1888-1979) und Robert Schuman (1886-1963), die neben anderen als Gründerväter der Europäischen Gemeinschaft gelten, in den ersten Nachkriegsjahren die wirtschaftliche Integration durchaus auch mit Blick auf eine politische Integration initiiert und vorangetrieben hatten, änderte sich Frankreichs Europapolitik während der zweiten Amtszeit de Gaulles von 1958 bis 1969. Als erster Präsident der fünften französischen Republik verstand de Gaulle den souveränen Nationalstaat als „höchste Form staatlicher Organisation“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition des thematischen Rahmens und der methodischen Herangehensweise zur Untersuchung des Luxemburger Kompromisses unter Berücksichtigung der Schweizer Perspektive.

2. Primärquelle: Aufarbeitung des „Schlusskommuniqués der ausserordentlichen Tagung des Ministerrats“ von 1966 und dessen zentraler Beschlüsse.

3. Historischer Kontext: Darstellung des Integrationsprozesses und der französischen Politik, die zur EWG-Krise führte.

4. Krise und Kompromiss aus der Perspektive der Schweiz: Analyse der medialen Wahrnehmung der Krise und der Kompromissfindung in zwei liberalen Schweizer Tageszeitungen.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und der Bedeutung der Verbindung von Entstehungs- und Wirkungsgeschichte für das Verständnis europäischer Integrationsprozesse.

Schlüsselwörter

Luxemburger Kompromiss, Europäische Integration, EWG, Frankreich, Charles de Gaulle, Politik des leeren Stuhls, Supranationalismus, Intergouvernementalismus, Schweiz, NZZ, Tribune de Genève, Mehrheitsprinzip, Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, Integrationsgeschichte, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Luxemburger Kompromiss von 1966 und dessen Auswirkungen auf die europäische Integration sowie die spezifische Wahrnehmung dieser Ereignisse in der Schweiz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die französische Europapolitik unter de Gaulle, der Konflikt zwischen supranationalen und zwischenstaatlichen Organisationskonzepten sowie die Rolle der EWG.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Bedeutung des Luxemburger Kompromisses für die europäische Geschichte aufzuzeigen und die damalige Wahrnehmung der Ereignisse aus Sicht der Schweiz fassbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Es wird ein historisch-analytischer Ansatz gewählt, der die inhaltliche Auswertung von Primärquellen (Kommuniqués) mit einer vergleichenden Analyse von Zeitungsartikeln (NZZ und Tribune de Genève) kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Analyse der Primärquelle, die historische Kontextualisierung der EWG-Krise und die Darstellung der Schweizer Perzeption der Krise und des Kompromisses.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Luxemburger Kompromiss, Supranationalismus, Intergouvernementalismus, „Politik des leeren Stuhls“ und nationale Souveränität.

Warum spielt die Schweiz in dieser Analyse eine Rolle, obwohl sie kein EWG-Mitglied war?

Die Schweiz war zwar kein politisches Mitglied der EWG, beobachtete das Geschehen jedoch genau, da die Krise das Potenzial hatte, die gesamteuropäische wirtschaftliche Zusammenarbeit, an der die Schweiz durch die EFTA beteiligt war, grundlegend zu verändern.

Wie bewerten die Schweizer Zeitungen den Luxemburger Kompromiss?

Die Zeitungen (NZZ und TdG) beurteilen den Kompromiss zwiespältig: Sie erkennen zwar die Überwindung der unmittelbaren Krise an, bewerten das Ergebnis jedoch als unvollkommen und sehen eine dauerhafte Schwächung supranationaler Tendenzen.

Warum wird speziell de Gaulles Politik als Kernursache für die Krise identifiziert?

De Gaulles kompromisslose Haltung für einen intergouvernementalistischen Ansatz und sein Widerstand gegen eine supranationale Struktur standen im direkten Widerspruch zu den Römischen Verträgen, was zur Blockade der EWG führte.

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Details

Title
Der Luxemburger Kompromiss
Subtitle
Die europäische Integration Mitte der 1960er Jahre aus der Perspektive der Schweiz
College
University of Fribourg  (Philosophische Fakultät)
Course
Die Schweiz und die europäische Integration
Grade
6.0
Author
Master of Arts David Venetz (Author)
Publication Year
2008
Pages
32
Catalog Number
V271471
ISBN (eBook)
9783656626183
ISBN (Book)
9783656626206
Language
German
Tags
Europa Luxemburger Kompromiss Europäische Integration Integration Frankreich Europapolitik Agrarpolitik Charles de Gaulle de Gaulle Krise Kompromiss Politik des leeren Stuhls Perspektive Medien Wahrnehmung Schweiz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts David Venetz (Author), 2008, Der Luxemburger Kompromiss, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/271471
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