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Monolingualismus und Bilingualismus. Ein Vergleich

Titel: Monolingualismus und Bilingualismus. Ein Vergleich

Hausarbeit , 2010 , 17 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Elena Tecchiati (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der erste und fundamentale Unterschied zwischen Mono- und Bilingualismus zeigt sich in der Hirnaktivität während der kognitiven Verarbeitung der zwei fremden Sprachen. Zahlreiche Studien haben weiterhin gezeigt, dass ein großer Unterschied zwischen einsprachig und zweisprachig erzogenen Kindern, die mindestens zwei Sprachen regelmäßig ausgesetzt sind, die Aufmerksamkeits- und Kontrollfähigkeit ist, d.h. die Fähigkeit, jenen Informationsfluss zu hemmen, der für die Erledigung einer zu einem bestimmten Zeitpunkt in Bearbeitung befindlichen Aufgabe nicht notwendig ist. Diese Fähigkeit hängt allerdings später (vermehrt im Vorschulalter) von der Beherrschung der beiden Sprachen ab und es kann schlimmstenfalls dazu führen, dass die Kinder Ausdrucksprobleme aufweisen, wenn sie die zwei unterschiedlichen Sprachen nicht perfekt beherrschen. Nach Ansicht anderer Forscher ist nicht anzunehmen, dass bilingual erzogene Kinder die zwei Sprachen gleichermaßen perfekt beherrschen. Es wird vielmehr postuliert, dass sich beim Spracherwerb eine Basissprache entwickeln würde, die dann Grundlage für die andere zu erlernende Sprache werde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Definition von Bilingualismus

3. Monolingualismus, Bilingualismus und Hirnaktivität

4. Auswirkungen auf die Entwicklung der exekutiven Funktionen

4.1. Bei nonverbalen Kommunikationsmodi

4.2. In der präverbalen Entwicklungsphase

5. Probleme und Grenzen des Bilingualismus

5.1. Basissprache und weitere Sprachen

6. Fazit

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kognitiven und neurobiologischen Unterschiede zwischen mono- und bilingual erzogenen Personen. Das primäre Ziel ist es, auf Basis aktueller entwicklungspsychologischer Studien zu belegen, wie Zweisprachigkeit die exekutiven Funktionen, insbesondere die Aufmerksamkeits- und Kontrollfähigkeiten, bereits ab der präverbalen Phase positiv beeinflussen kann, während gleichzeitig die Grenzen und potenziellen Herausforderungen des bilingualen Spracherwerbs kritisch beleuchtet werden.

  • Vergleich der neuronalen Aktivität bei Mono- und Bilingualisten
  • Einfluss von Mehrsprachigkeit auf die exekutiven Funktionen im Kindesalter
  • Kognitive Vorteile bei der Problemlösung in Konfliktsituationen
  • Analyse der präverbalen Entwicklungsphase hinsichtlich Sprachverarbeitung
  • Diskussion von Herausforderungen und Problemen wie Interferenzen oder Stottern
  • Untersuchung der Rolle der Basissprache bei der Sprachsegmentation

Auszug aus dem Buch

4.1 Bei nonverbalen Kommunikationsmodi

Die kanadische Psychologin Ellen Bialystok von der York University in Toronto hat zeigen können, dass für gewisse Steuerungs- und Aufmerksamkeitsfunktionen Zweisprachigkeit vorteilhaft ist.

In einer Studie von 1999 erforscht Bialystok, ob der Vorteil in Steuerungsfunktionen, der von zweisprachig erzogenen Kindern in vorhergegangen Studien gezeigt wurde, sich auch in nonverbalen Aufgaben zeigt. Kontrolle und Aufmerksamkeit von Vorschulkindern wurde schon in der Vergangenheit mit Hilfe der Aufgabe des „Dimensional Change Card Sort“ (Veränderung der Dimensionen der Sortierung von Karten) von Zelazo und Frye (1996) gemessen (Bialystok, 1999). In dieser Aufgabe hatten Kinder Karten vor sich liegen, auf denen verschiedene Figuren präsentiert wurden, wie zum Beispiel ein Hase oder ein Schiff, und die zusätzlich zwei verschiedene Farben hatten, zum Beispiel Rot und Blau. Die Kinder bekamen in der ersten Phase vom Versuchsleiter die Aufgabe, die Karten nach einer Regel zu sortieren (z.B. nach Form) und dann in einer zweiten Phase nach einer anderen Regel (z.B. nach Farbe). In der Studie von Zelazo und Frye (1996) sortierten die meisten Dreijährigen in der zweiten Phase die Karten immer noch nach der Regel der ersten Phase (in dem Beispiel oben nach der Form), weil sie nicht in der Lage waren, die erste Information zu hemmen und die Karten nach einer neuen Information zu sortieren (Bialystok, 1999).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik der Mehrsprachigkeit ein und umreißt die Forschungsfrage nach den kognitiven Unterschieden zwischen mono- und bilingualen Menschen.

2. Definition von Bilingualismus: Hier werden verschiedene Begriffsbestimmungen und Schwierigkeiten bei der Operationalisierung von Sprachkompetenz und Zweisprachigkeit diskutiert.

3. Monolingualismus, Bilingualismus und Hirnaktivität: Dieser Abschnitt beleuchtet die neurobiologischen Aspekte und wie sich unterschiedliche Sprachkenntnisse auf die neuronale Verarbeitung auswirken.

4. Auswirkungen auf die Entwicklung der exekutiven Funktionen: Es wird analysiert, wie sich das Erlernen von zwei Sprachen positiv auf die Steuerungs- und Kontrollfunktionen auswirkt.

4.1 Bei nonverbalen Kommunikationsmodi: Der Fokus liegt auf der Studie von Bialystok, die zeigt, dass bilinguale Kinder bei nonverbalen Problemlöseaufgaben überlegen sind.

4.2 In der präverbalen Entwicklungsphase: Hier werden Experimente vorgestellt, die belegen, dass kognitive Vorteile durch Mehrsprachigkeit bereits im Alter von sieben Monaten bestehen.

5. Probleme und Grenzen des Bilingualismus: Das Kapitel thematisiert Schwierigkeiten wie Interferenz, Kodewechsel oder Stottern, die bei bilingual erzogenen Kindern auftreten können.

5.1 Basissprache und weitere Sprachen: Diese Unterkapitel diskutiert die Bedeutung einer dominanten Basissprache bei der Sprachsegmentierung.

6. Fazit: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass Bilingualismus kognitive Vorteile bietet, während die Entwicklung einer Basissprache als strukturgebendes Element fungiert.

7. Literatur: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.

Schlüsselwörter

Bilingualismus, Monolingualismus, exekutive Funktionen, Aufmerksamkeitssteuerung, Sprachentwicklung, kognitive Entwicklung, präverbale Phase, Sprachkompetenz, Hirnaktivität, Sprachsegmentierung, Interferenz, Zweisprachigkeit, Kindesalter, Sprachverarbeitung, Problemlösung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht die kognitive und neuronale Entwicklung von einsprachig und zweisprachig erzogenen Kindern und beleuchtet die Vor- sowie Nachteile dieser zweisprachigen Erziehung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören die Auswirkungen von Bilingualismus auf exekutive Funktionen, neuronale Aktivitätsmuster und Herausforderungen wie Sprachinterferenzen.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und wie Zweisprachigkeit zu einer verbesserten Kontroll- und Aufmerksamkeitsleistung führt und wo die Grenzen des Spracherwerbs liegen.

Welche Methoden werden in der Arbeit angewendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse von aktuellen psychologischen Studien, darunter bildgebende Verfahren wie fMRT sowie spezifische Verhaltensexperimente wie das „Dimensional Change Card Sort“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der neuronalen Grundlagen, die Analyse kognitiver Steuerungsfunktionen bei Kindern und eine kritische Betrachtung der Probleme beim bilingualen Spracherwerb.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind exekutive Funktionen, präverbale Sprachverarbeitung, kognitive Vorteile, Interferenz und Sprachdominanz.

Was ist das zentrale Ergebnis der Studie von Kovács und Mehler (2009)?

Die Studie zeigt, dass bilinguale Säuglinge im Alter von sieben Monaten bereits über eine bessere Aufmerksamkeitssteuerung verfügen als ihre monolingualen Altersgenossen.

Warum kann es bei zweisprachig erzogenen Kindern zu Sprachproblemen kommen?

Probleme können entstehen, wenn eine dominante Basissprache fehlt oder die Kinder Schwierigkeiten haben, die beiden Sprachsysteme kognitiv sauber voneinander zu trennen, was sich in Interferenzen äußern kann.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Monolingualismus und Bilingualismus. Ein Vergleich
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,4
Autor
Elena Tecchiati (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V270803
ISBN (Buch)
9783656622598
ISBN (eBook)
9783656622604
Sprache
Deutsch
Schlagworte
monolingualismus bilingualismus vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elena Tecchiati (Autor:in), 2010, Monolingualismus und Bilingualismus. Ein Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/270803
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Leseprobe aus  17  Seiten
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