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Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Pädagogische Psychologie

Faktoren pränataler Beziehung

Eine Explorationsstudie

Titel: Faktoren pränataler Beziehung

Masterarbeit , 2013 , 155 Seiten , Note: 1

Autor:in: Annika C. Botzke-Hoch (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Abstract

The subject of this analysis is the notion of a prenatal relationship between a mother and her child. The objective of the study concerns the identification of core aspects which constitute a prenatal relationship as well as the definition of factors which could potentially influence that relationship.
The prenatal relationship was described by respondents as an emotional bond charaterized by feelings of love, closeness and a sense of affiliation. A positive relationship was expressed by a caring, preparative and dialogic behaviour. Various factors on the intra- as well as on the intersubjective level can influence the mother-child relationship. Also economical, medical and factors of the development of the prenatal child are significant. The social environment, the individual social reality and personal experiences can all have a positive or negative effect on prenatal relationships.
The theoretical part of the thesis demonstrates the relevance of prenatal-psychological studies as findings in this area can be especially useful in the broad field of educational science. Research history of the subject matter shows a growing sensibility of the academic community for the prenatal period of life and a sense that it is inseperably connected with the individual life situation of the mother. Scientific studies and theses in the field of prenatal psychology and bonding research form the theoretical basis of this paper in an attempt to describe components of prenatal mother-child relationships. Furthermore, this study also tries to map out a philosophical-anthropological approach to this initial, dialogically oriented bond – a notion rooted in Martin Buber’s understanding of relationships. The terms „relationship“ and „bond“ will be defined according to their specific applications. Finally, the debating of various definitions of prenatal relationships leads to a unquique definition of the subject matter, which will be discussed in relation to the research results at hand.
Methodologically, the paper reflects the approach of the „Grounded Theory“ by embracing the experiences and opinions of the interviewees. The empirical part of the study was conducted with the help of guided inte

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Theoretischer Teil

1. Relevanz einer pränatalen Pädagogik

2. Pränatale Psychologie als Wegweiser einer umfassenderen Wahrnehmung vor und nachgeburtlicher Entwicklungszusammenhänge

3. Die Pränatale Beziehung

3.1 Das dialogische Prinzip Martin Bubers bezogen auf die pränatale Beziehung

3.1.1 Urdistanz, Beziehung und die Grundworte Ich-Du und Ich-Es

3.1.2 Ultraschalluntersuchungen pränataler Diagnostik in Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung, Wirkung und Verantwortung in Bubers dialogischem Beziehungsverständnis

3.2 Die erste Beziehung des pränatalen Kindes

3.3 Bindungsforschung und Bindungstheorie

3.4 Forschungsgeschichte der pränatalen Bindung

3.4.1 Frühe Konzepte pränataler Bindung

3.4.1.1 Kritik an den frühen Konzepten pränataler Bindung

3.4.2 Neuere Konzepte pränataler Bindungsforschung

3.5 Begriffsklärung pränataler Beziehung und Bindung

3.5.1 Definitionsversuche pränataler Beziehung und Bindung

3.6 Faktoren pränataler Beziehung

3.6.1 Intrasubjektive Faktoren

3.6.1.1 Persönlichkeitsfaktoren und psychische Gesundheit

3.6.1.2 Einstellungen und Vorstellungen

3.6.1.2.1 Geschlechtserwartungen

3.6.1.3 Identität, Selbstkonzept und Lebensplan

3.6.1.4 Gewolltheit/Ungewolltheit

3.6.1.5 Kindsverlust durch Abtreibung oder Fehlgeburt und Folgeschwangerschaft

3.6.2 Physiologische Faktoren

3.6.2.1 Körperliches Befinden und Risikoschwangerschaft

3.6.3 Intersubjektive Faktoren

3.6.3.1 Soziales Umfeld, soziale Unterstützung

3.6.3.2 Partnerschaft

3.6.4 Die kindliche Entwicklung betreffende und medizinische Faktoren

3.6.4.1 Bewegungen des Kindes

3.6.4.2 Pränataldiagnostik und Ultraschallbilder

3.6.5 Vorbereitende Verhaltensweisen und Gesundheitsverhalten

3.6.5.1 Geburtsvorbereitungskurs und Informationssammlung

3.6.6 Die Lebenssituation betreffende ökonomische Faktoren

3.6.6.1 Ausbildung, Einkommen und Wohnsituation

3.7 Möglichkeiten der pränatalen Beziehungsförderung

3.7.1 Möglichkeiten der direkten Kontaktaufnahme zur Förderung der pränatalen Beziehung nach Theresia Maria de Jong (2004):

3.7.2 Mutter-Kind-Bindungsanalyse nach Raffai und Hidas (1997)

II. Empirischer Teil

4. Begründung einer qualitativen Forschungsmethodik

4.1 Qualitative Grundannahmen

4.2 Vorwissen, Hypothesen und Sampling

4.3 Vertrauen als Basis konstruktiver Begegnung im qualitativen Interview

4.3.1 Vertrauensförderung, Forschungsethik und Datenqualität

5. Begründung eines kombinierten Leitfadeninterviews als Erhebungsinstrument

5.1 Das Tiefeninterview und das Problemzentrierte Leitfadeninterview

5.2 Wahl der Stichprobe

5.3 Aufbau des Interviewleitfadens

6. Darstellung und Begründung der qualitativen Auswertungsmethodik

6.1 Analyse von Leitfadeninterviews nach Christine Schmidt (2004)

6.2. Fallrekonstruktionen durch formulierende Interpretationen und Darstellung der thematisch relevanten Interviewsequenzen

7. Fallrekonstruktionen

7.1 Erster Fall: Mutter 1

7.2 Zweiter Fall: Mutter 2

7.3 Dritter Fall: Mutter 3

7.4 Vierter Fall: Mutter 4

7.5 Fünfter Fall: Mutter 5

8. Quervergleich der Fälle

8.1 Verständnis über die pränatale Beziehung

8.2 Einstellungen

8.3 Geschlechtserwartungen

8.4 Bewegungen spüren

8.5 Kinderwunsch (geplant-ungeplant, gewollt-ungewollt)

8.5.1 Kinderwunschbehandlung

8.6 Ultraschall

8.7 Vorbereitende Verhaltensweisen

8.8 Fürsorgeverhalten

8.9 Kommunikation

8.10 Soziales Umfeld und soziale Unterstützung

8.10.1 Partnerschaft

8.11 Ökonomische Lebenssituation

8.12 Identität, Lebensplan und Selbstkonzept

8.13 Fehlgeburt, Abtreibung und Folgeschwangerschaft

9. Diskussion der Ergebnisse bezugnehmend auf den Definitionsvorschlag

III. Kritischer Rückblick und Fazit

10. Grenzen, Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Untersuchung

11. Fazit für Theorie und Praxis

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit exploriert das Phänomen der pränatalen Beziehung von Müttern zu ihren ungeborenen Kindern. Das zentrale Ziel der Arbeit ist es, die Charakteristika dieser frühen Beziehungsform zu identifizieren, Einflussfaktoren zu bestimmen und aufzuzeigen, wie ein vertieftes Verständnis dieser Prozesse präventive sowie beraterische Interventionen in der Pädagogik unterstützen kann.

  • Phänomenologie und Bedeutung der pränatalen Mutter-Kind-Beziehung
  • Einflussfaktoren auf das Beziehungsgeschehen (intra- und intersubjektiv)
  • Die Rolle der pränatalen Psychologie und Bindungsforschung
  • Methodische qualitative Untersuchung mittels Leitfadeninterviews
  • Diskussion von Fördermöglichkeiten der frühen Beziehung

Auszug aus dem Buch

3.1 Das dialogische Prinzip Martin Bubers bezogen auf die pränatale Beziehung

Martin Buber, ein österreichisch-jüdischer Religionsphilosoph, setzte sich in seinen philosophischen Werken vor allem mit dem Thema des Dialogs als anthropologisches Prinzip und seinem damit zusammenhängendem Verständnis über den Menschen, die Welt und Gott auseinander. Sein Hauptwerk trägt den Titel „Ich und Du“ und behandelt das Verhältnis des Menschen zu Gott und zum Mitmenschen, aber auch zu den Tieren und Dingen der Welt. Sein Menschenbild wird geprägt durch existentielle, dialogische und religiöse Prinzipien.

Martin Buber (1973) äußert sich auch konkret zum intrauterinen Mensch-Sein: „Das vorgeburtliche Leben des Kindes ist eine reine naturhafte Verbundenheit, Zueinanderfließen, leibliche Wechselwirkung; wobei der Lebenshorizont des werdenden Wesens in einzigartiger Weise in den des tragenden eingezeichnet erscheint; denn es ruht nicht im Schoß der Menschenmutter allein. Diese Verbundenheit ist so welthaft, daß es wie das unvollkommene Ablesen einer urzeitlichen Inschrift anmutet, wenn es in der jüdischen Mythensprache heißt; im Mutterleib wisse der Mensch das All, in der Geburt vergesse er es. (…) Und sie bleibt ihm als geheimes Wunschbild eingetan. (…) die Sehnsucht geht nach der welthaften Verbundenheit des zum Geiste aufgebrochenen Wesens mit seinem wahren Du. (…). Jedes werdende Menschenkind ruht im Schoß der großen Mutter: der ungeschieden vorgestaltigen Urwelt. Von ihr auch löst es sich ins persönliche Leben, (…)“ (Buber, 1973, S.28f.).

Buber (1973, S. 29) beschreibt die Ablösung von der leiblichen Mutter als „plötzlich und katastrophal“, verliert das Kind dadurch doch die naturhafte Verbundenheit. Jedoch eröffnet sich ihm eine neue Möglichkeit, die geisthafte Beziehung des Ich-Du, was als „Beziehungsstreben“ als „wortlose Vorgestalt des Dusagens“ im Kind verwurzelt ist und sich mit dem Geboren-Werden vollzieht (vgl. Buber, 1973, S. 31). Buber (1973) spricht in diesem Zusammenhang vom „Apriori der Beziehung“, dem „eingeborenen Du“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Relevanz einer pränatalen Pädagogik: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung einer pränatalen Pädagogik für die Beratungs- und Interventionspraxis und stellt Methoden zur Schwangerschaftsbegleitung vor.

2. Pränatale Psychologie als Wegweiser einer umfassenderen Wahrnehmung vor und nachgeburtlicher Entwicklungszusammenhänge: Hier wird die Forschungshistorie und die Etablierung der Pränatalen Psychologie als wissenschaftliche Disziplin dargelegt.

3. Die Pränatale Beziehung: Dieses Kapitel betrachtet das pränatale Beziehungsgeschehen aus verschiedenen anthropologischen und psychologischen Perspektiven sowie Einflussfaktoren.

4. Begründung einer qualitativen Forschungsmethodik: Hier werden die methodologischen Grundlagen der Arbeit auf Basis der Grounded Theory und die Prinzipien qualitativer Interviews begründet.

5. Begründung eines kombinierten Leitfadeninterviews als Erhebungsinstrument: Dieses Kapitel führt die Wahl des kombinierten Leitfadeninterviews als spezifisches Erhebungsinstrument für die Untersuchung aus.

6. Darstellung und Begründung der qualitativen Auswertungsmethodik: Hier wird der analytische Prozess zur Kategorienbildung und Fallinterpretation detailliert beschrieben.

7. Fallrekonstruktionen: Dieses Kapitel enthält die empirischen Ergebnisse in Form der detaillierten Rekonstruktion von fünf Einzelfällen.

8. Quervergleich der Fälle: Hier werden die Ergebnisse der Einzelfallanalysen synthetisiert, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Einflussfaktoren herauszuarbeiten.

9. Diskussion der Ergebnisse bezugnehmend auf den Definitionsvorschlag: Dieses Kapitel gleicht die empirischen Erkenntnisse mit dem eingangs formulierten Definitionsvorschlag ab.

10. Grenzen, Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Untersuchung: Eine kritische Reflexion des Forschungsdesigns und des Interviewverlaufs.

11. Fazit für Theorie und Praxis: Abschließende Zusammenfassung der wissenschaftlichen und praktischen Relevanz der Ergebnisse sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

pränatale Beziehung, pränatale Bindung, pränatale Psychologie, pränatale Pädagogik, Prävention, Beratung, Intervention, Schwangerschaft, Mutter-Kind-Beziehung, Grounded Theory, Bindungsforschung, pränatale Entwicklung, qualitative Forschung, Elternschaft, psychosomatische Zusammenhänge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der pränatalen Beziehung von Müttern zu ihren ungeborenen Kindern und analysiert, welche psychischen und ökologischen Aspekte diese Beziehung maßgeblich prägen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der pränatalen Psychologie, der Bindungsforschung, den Einflussfaktoren der Lebenswelt werdender Mütter sowie den Möglichkeiten zur Beziehungsförderung in der Schwangerschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Identifikation von Komponenten, die eine pränatale Beziehung ausmachen, sowie die Definition von Faktoren, die das Beziehungsgeschehen positiv oder negativ beeinflussen können, um die pädagogische Praxis zu sensibilisieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Forschungsdesign, angelehnt an die Grounded Theory, und nutzt ein kombiniertes Leitfadeninterview zur Erhebung der Daten von fünf Müttern.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Im Zentrum steht der theoretische Bezugsrahmen zur pränatalen Bindung sowie die empirische Fallrekonstruktion, in der individuelle Erfahrungen von Müttern mit ihrer pränatalen Beziehungsentwicklung analysiert werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind die pränatale Beziehung und Bindung, der pränatale Beziehungsaufbau, die subjektive Lebenswirklichkeit der Mutter sowie die interdisziplinäre Bedeutung der pränatalen Lebensphase.

Welchen Einfluss hat die medizinische Pränataldiagnostik laut der Studie?

Die Arbeit zeigt, dass pränataldiagnostische Untersuchungen wie Ultraschall einerseits beziehungsfördernd wirken und ein frühes "Sich-Verlieben" ermöglichen können, andererseits aber bei medizinischen Auffälligkeiten zu erheblichen Ängsten führen.

Welche Rolle spielt der Partner in der pränatalen Phase?

Die Unterstützung des Partners wird als wesentlicher protektiver Faktor identifiziert, während eine ablehnende Haltung des Partners als Belastungsfaktor die Beziehungsentwicklung zur Mutter und zum Kind erschweren kann.

Ende der Leseprobe aus 155 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Faktoren pränataler Beziehung
Untertitel
Eine Explorationsstudie
Hochschule
Universität Salzburg  (Fachbereich Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Pädagogik/Erziehungswissenschaft, Pränatale Psychologie, Beratung: Prävention und Intervention
Note
1
Autor
Annika C. Botzke-Hoch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
155
Katalognummer
V270785
ISBN (Buch)
9783656617679
ISBN (eBook)
9783656617686
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pränatale Beziehung pränatale Bindung pränatale Psychologie pränatale Pädagogik Schwangerenberatung prenatal attachment Prävention und Intervention von Konfliktschwangerschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika C. Botzke-Hoch (Autor:in), 2013, Faktoren pränataler Beziehung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/270785
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