Der Roman „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque ist 1929 in Buchform erschienen. Es handelt sich um einen Kriegsroman, der das Leben und Überleben des jungen Kriegsfreiwilligen Paul Bäumer im 1. Weltkrieg erzählt. Beschrieben werden hauptsächlich die Schrecken des Krieges in allen Formen und Ausführungen. Der Roman ist nicht autobiographisch zu lesen – auch wenn dies durchaus möglich wäre.
Paul Bäumer und seine Klassenkameraden ziehen freiwillig in den Krieg, weil ihnen von Autoritäten wie ihrem Lehrer aber auch von ihren Eltern die Illusion vermittelt wurde, dass der Krieg etwas Großartiges sei. Sie können dort zu Helden und zu „echten Männern“ werden – und das wollen die Jungen. Wer nicht mitzieht, gilt leicht als feige, was besonders unmännlich ist.
In dieser Arbeit soll untersucht werden, inwiefern die jungen Soldaten auf ihrem Weg durch den Krieg tatsächlich zu Männern und Helden werden und wie man es ihnen anrechnet. Gleichzeitig soll aber auch herausgearbeitet werden, wie die Realität des Krieges die Illusionen der Soldaten und damit auch ihre Werte, ihre Vergangenheit und ihre Zukunft zerstört.
Inhalt
1 Einleitung
2 Männlichkeitsideal - Anspruch vor und im Krieg
3 Männlichkeit an der Front - Im Westen nichts Neues
3.1 Paul Bäumer und die Männlichkeit
3.2 Kameradschaft als Männlichkeitskatalysator
3.3 Der Heldentod
4 Fazit
5 Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Männlichkeit in „Im Westen nichts Neues“ thematisiert?
Der Roman zeigt den Kontrast zwischen dem idealisierten Bild des „echten Mannes“ und der grausamen Realität des Grabenkriegs auf.
Warum ziehen Paul Bäumer und seine Freunde freiwillig in den Krieg?
Sie werden durch Autoritäten wie ihren Lehrer Kantorek und die gesellschaftliche Erwartungshaltung, Helden werden zu müssen, manipuliert.
Welche Funktion hat die Kameradschaft für die Soldaten?
Kameradschaft dient als „Männlichkeitskatalysator“ und ist die einzige emotionale Stütze, die den Soldaten in der Zerstörung ihrer Werte bleibt.
Wird das Männlichkeitsideal im Krieg erfüllt?
Nein, die Arbeit zeigt, dass die Illusion vom „großartigen Krieg“ zerbricht und die jungen Männer eher traumatisiert als zu „Helden“ werden.
Was bedeutet der „Heldentod“ im Kontext des Romans?
Die Analyse untersucht, wie der Begriff des Heldentods zur bloßen Propaganda verkommt, während das Sterben an der Front sinnlos und entmenschlicht ist.
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- Lisa Hennig (Author), 2013, Männlichkeit im 1. Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/270572