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Das nationale Verbandswesen im Kaiserreich: Merkmale, Erklärungsansätze und historiographische Zusammenhänge

Titel: Das nationale Verbandswesen im Kaiserreich: Merkmale, Erklärungsansätze und historiographische Zusammenhänge

Hausarbeit (Hauptseminar) , 1998 , 31 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jan Jansen (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die Faszination von Patriotismus und Nationalismus - Die „neue Rechte“ und die Mittelschichten“ - so das Thema des Referats, aus dem sich die vorliegende Arbeit entwickelt hat. Untersuchungsgegenstand waren die gesellschaftlichen Trägergruppen von Imperialismus und Nationalismus, oder genauer: Die Trägergruppen, die sich in der Hochphase des Imperialismus in den „nationalen Verbänden“ eine organisatorische Form gaben. Diese nationalen Verbände sollen auch in der folgenden Arbeit im Zentrum des Interesses stehen. Hierbei handelt es sich zunächst um ein europäisches Phänomen: Im Referat wurde versucht, dem Rechnung zu tragen, indem die diesbezüglichen Entwicklungen im Deutschen Kaiserreich und in Großbritannien umrissen wurden.
Gerade aus dieser komparativen Perspektive heraus fiel bereits bei der Lektüre zum Referat eine Besonderheit der Entwicklung in Deutschland auf: Den nationalen Verbänden im Kaiserreich wird in der gesamten Literatur zum Thema ein besonderes, politisches wie gesellschaftliches Durchsetzungsvermögen attestiert.
So weist Hans-Ulrich Wehler darauf hin, daß die „Alldeutschen“, d.h. die Mitglieder des radikalsten Exponenten des nationalen Verbandswesens, noch in den 1890er Jahren bei Konservativen als „Stammtischpolitiker“ galten - vor dem Weltkrieg jedoch „wichtige Berater- und Vermittungsfunktionen“ wahrnehmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung: Die nationalen Verbände im Kaiserreich

1. Europäische Perspektiven

2. Erkenntnisinteresse, historische und historiographische Relevanz

3. Vorgehensweise und Gliederung

II. Der Ausgangspunkt: Die Charakteristika der Verbände

1. Das neue Nationsverständnis

2. Selbstverständnis und Verhältnis zu den Parteien

3. Struktur und Strategie

4. Soziale Zusammensetzung und Mitgliederentwicklung

III. Strukturgeschichte und Sozialimperialismus - Die nationalen Verbände im Urteil der „kritischen“ Geschichtswissenschaft

1. Der historiographische Kontext

a) Entstehungszusammenhänge

b) Die Bewertung des Kaiserreichs

2. Die strukturellen Determinanten der Entwicklung nationaler Verbände im Kaiserreich

a) Industrielle Revolution und Agrarkrise in Deutschland

b) Die Folgen der Modernisierung

c) Die politische Verarbeitung der Transformationsprozesse

3. Anmerkungen zum „Sozialimperialismus“

IV. „Rethinking German History“ and „Reshaping the Radical Right“ - Die Kritik aus Großbritannien

1. Der historiographische Kontext

2. Die Untersuchungen der nationalen Verbände

V. Schlussbetrachtung: „A synthesis of these various interpretations“ - a mission impossible ?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das nationale Verbandswesen im Deutschen Kaiserreich, indem sie zwei konträre historiographische Strömungen analysiert. Ziel ist es, die Rolle und Funktion dieser Verbände im Kontext der deutschen Geschichte sowie die Debatte zwischen der westdeutschen „kritischen“ Sozialgeschichte und der britischen Kritik daran kritisch zu bewerten und ein schlüssiges Gesamtbild zu entwerfen.

  • Historische Entwicklung nationaler Verbände im Kaiserreich.
  • Kontroverse zwischen „kritischer“ Strukturgeschichte und britischer Revision.
  • Funktion des Sozialimperialismus als Herrschaftsinstrument.
  • Bedeutung von Modernisierung und industrieller Transformation für politische Radikalisierung.
  • Verhältnis von „Eliten“, Parteien und Verbänden im politischen System des Kaiserreichs.

Auszug aus dem Buch

1. Europäische Perspektiven

„Die Faszination von Patriotismus und Nationalismus - Die „neue Rechte“ und die Mittelschichten“ - so das Thema des Referats, aus dem sich die vorliegende Arbeit entwickelt hat. Untersuchungsgegenstand waren die gesellschaftlichen Trägergruppen von Imperialismus und Nationalismus, oder genauer: Die Trägergruppen, die sich in der Hochphase des Imperialismus in den „nationalen Verbänden“ eine organisatorische Form gaben. Diese nationalen Verbände sollen auch in der folgenden Arbeit im Zentrum des Interesses stehen. Hierbei handelt es sich zunächst um ein europäisches Phänomen: Im Referat wurde versucht, dem Rechnung zu tragen, indem die diesbezüglichen Entwicklungen im Deutschen Kaiserreich und in Großbritannien umrissen wurden.

Gerade aus dieser komparativen Perspektive heraus fiel bereits bei der Lektüre zum Referat eine Besonderheit der Entwicklung in Deutschland auf: Den nationalen Verbänden im Kaiserreich wird in der gesamten Literatur zum Thema ein besonderes, politisches wie gesellschaftliches Durchsetzungsvermögen attestiert.

So weist Hans-Ulrich Wehler darauf hin, daß die „Alldeutschen“, d.h. die Mitglieder des radikalsten Exponenten des nationalen Verbandswesens, noch in den 1890er Jahren bei Konservativen als „Stammtischpolitiker“ galten - vor dem Weltkrieg jedoch „wichtige Berater- und Vermittlungsfunktionen“ wahrnehmen. Geoff Eley stellt heraus, daß die in den Verbänden organisierten radikalen Nationalisten die Konservativen in die Ecke drängten und letztlich zu Zugeständnissen zwangen: „This amounted to a fundamental radicalization of the right“. Paul Kennedy vergleicht das nationale Verbandswesen in Deutschland mit dem in Großbritannien; er verweist ebenfalls auf die besondere Allianz zwischen Konservatismus und Radikalnationalismus im Kaiserreich. Diese habe zur Folge, daß die deutsche politische Kultur vor dem Weltkrieg wesentlich weiter rechts stehen würde als im Empire, und das in fast jedem Bereich.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die nationalen Verbände im Kaiserreich: Einführung in das Thema, Vorstellung des Forschungsinteresses und der Fragestellung zur Rolle nationaler Verbände im komparativen Kontext.

II. Der Ausgangspunkt: Die Charakteristika der Verbände: Analyse des neuen Nationsverständnisses, der Struktur, Strategie und sozialen Zusammensetzung der Verbände.

III. Strukturgeschichte und Sozialimperialismus - Die nationalen Verbände im Urteil der „kritischen“ Geschichtswissenschaft: Untersuchung des historisch-kritischen Deutungsmusters, das die Verbände als Instrumente zur Herrschaftssicherung „von oben“ betrachtet.

IV. „Rethinking German History“ and „Reshaping the Radical Right“ - Die Kritik aus Großbritannien: Darstellung der britischen Historikerkritik, welche die statische Sichtweise der deutschen „kritischen“ Schule hinterfragt und Dynamiken „von unten“ betont.

V. Schlussbetrachtung: „A synthesis of these various interpretations“ - a mission impossible ?: Resümee der historiographischen Kontroverse und Versuch einer Synthese der unterschiedlichen Erklärungsansätze.

Schlüsselwörter

Kaiserreich, nationale Verbände, Sozialimperialismus, Strukturgeschichte, Nationalismus, deutscher Sonderweg, politische Radikalisierung, Bürgertum, Parteien, Eliten, Modernisierung, Industrielle Revolution, Hans-Ulrich Wehler, Geoff Eley.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Bedeutung und Funktion der sogenannten „nationalen Verbände“ im Deutschen Kaiserreich zwischen 1871 und 1914 im Kontext der damaligen gesellschaftlichen Transformationsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entstehung und Entwicklung dieser Verbände, deren Verhältnis zu den politischen Parteien und der Staatsführung sowie die historiographische Debatte über deren Charakter und Wirkung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Aufarbeitung der Kontroverse zwischen der westdeutschen strukturgeschichtlichen Schule und britischen Historikern bezüglich der Bewertung des Kaiserreichs und der Rolle dieser Verbände.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historiographische Analyse, die verschiedene Erklärungsansätze (insbesondere Wehler vs. Eley) vergleicht, einordnet und synthetisiert, um ein differenzierteres Verständnis zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung der Verbände, die Analyse des „kritischen“ sozialgeschichtlichen Ansatzes, die britische Gegenkritik („Geschichte von unten“) und die Diskussion der sozialen Zusammensetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kaiserreich, Sozialimperialismus, Strukturgeschichte, Nationalismus, deutscher Sonderweg und Radikalisierung geprägt.

Wie bewertet der Autor den „Sozialimperialismus“-Ansatz von Hans-Ulrich Wehler?

Der Autor argumentiert, dass das Konzept zwar zur Erklärung der außenpolitischen Expansion nützlich sei, aber nicht pauschal auf den Ursprung und die interne Dynamik sämtlicher nationaler Verbände angewendet werden könne.

Welchen Beitrag leisten die britischen Historiker (z.B. Geoff Eley) zur Debatte?

Sie hinterfragen die „neue Orthodoxie“ der deutschen Geschichtsschreibung, fordern eine Abkehr von einer zu statischen Sichtweise und betonen die Notwendigkeit einer „Geschichte von unten“, um die Komplexität der wilhelminischen Gesellschaft zu erfassen.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das nationale Verbandswesen im Kaiserreich: Merkmale, Erklärungsansätze und historiographische Zusammenhänge
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Veranstaltung
Europäischer Imperialismus im 19./20. Jahrhundert
Note
1,0
Autor
Jan Jansen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
31
Katalognummer
V27035
ISBN (eBook)
9783638291835
ISBN (Buch)
9783640856626
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verbandswesen Kaiserreich Merkmale Erklärungsansätze Zusammenhänge Europäischer Imperialismus Jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Jansen (Autor:in), 1998, Das nationale Verbandswesen im Kaiserreich: Merkmale, Erklärungsansätze und historiographische Zusammenhänge, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/27035
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Leseprobe aus  31  Seiten
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