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Die Darstellung öffentlicher Kontroversen in den Medien

Die Erzeugung von Sichtweisen in überregionalen Tageszeitungen am Beispiel zweier Kontroversen

Titel: Die Darstellung öffentlicher Kontroversen in den Medien

Magisterarbeit , 2007 , 110 Seiten , Note: 2

Autor:in: Ina Weber (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, am Beispiel zweier Kontroversen zu zeigen, wie unterschiedlich die Berichterstattung über ein Ereignis sein kann und wodurch diese Unterschiede erzeugt werden. Vordergründig geht es dabei um die Frage, welches Gesamtbild eines Ereignisses durch die Berichterstattung gezeichnet wird. Bei meiner Untersuchung beziehe ich mich auf eine Fallstudie Hans-Jürgen Buchers zur Informationspolitik in der Presseberichterstattung. Bucher zeigt am Beispiel der Berichterstattung in sechs Tageszeitungen zu einer Serie von Demonstrationsereignissen im Juni 1986, welche Strategien in der Informationspolitik von Tageszeitungen eingesetzt werden und wie dadurch unterschiedliche Betrachtungsweisen eines Ereignisses entstehen.
Ich beschränke mich bei meiner Analyse aus den folgenden Gründen auf die Untersuchung der Berichterstattung in Tageszeitungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Allgemeine Grundlagen des Pressewesens

2.1 Funktionen der Massenmedien

2.1.1 Politische Aufgaben

2.1.2 Gesellschaftliche Aufgaben

2.2 Voraussetzungen des Pressewesens

2.2.1 Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit und Pressefreiheit

2.2.2 Redaktionsgeheimnis

2.2.3 Gegendarstellung

2.2.4 Wirtschaftliche Zwänge

2.3 Textsorten der Zeitung

2.3.1 Hauptformen der Informationswiedergabe aus journalistsicher Sicht

2.3.2 Hauptformen der Informationswiedergabe aus linguistischer Sicht

2.4 Die Frage der Objektivität

3 Grundlagen der Analyse

3.1 Untersuchungsgegenstand

3.2 Thematische Einordnung

3.2.1 Pressekritik als Ausdrucks- und Stilkritik

3.2.2 Pressekritik als Inhalts- und Ideologiekritik

3.2.3 Pressekritik als Textkritik

3.2.4 Pressekritik als Kritik pressespezifischer Darstellungsformen

3.2.5 Pressekritik als kritische Kommunikationsanalyse

3.3 Eigene Vorgehensweise

4 Analyse

4.1 Günter Grass und die Waffen-SS

4.1.1 Frankfurter Allgemeine Zeitung

4.1.2 Frankfurter Rundschau

4.1.3 Süddeutsche Zeitung

4.1.4 Die Welt

4.1.5 Die Tageszeitung

4.1.6 Fazit

4.2 Peter Handke und der Heine-Preis

4.2.1 Frankfurter Allgemeine Zeitung

4.2.2 Frankfurter Rundschau

4.2.3 Süddeutsche Zeitung

4.2.4 Die Welt

4.2.5 Die Tageszeitung

4.2.6 Fazit

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie verschiedene überregionale Tageszeitungen öffentliche Kontroversen darstellen und welche informativen Sichtweisen sie dabei erzeugen. Das primäre Ziel ist es, am Beispiel der Debatten um Günter Grass' Waffen-SS-Mitgliedschaft und die Vergabe des Heine-Preises an Peter Handke zu zeigen, wie Zeitungen durch unterschiedliche Informationspolitik und Schwerpunktsetzung ein jeweils spezifisches Gesamtbild eines Ereignisses konstruieren.

  • Analyse der Medienberichterstattung bei politisch-kulturellen Kontroversen
  • Kontrastive Untersuchung überregionaler Tageszeitungen
  • Anwendung linguistischer Pressekritik und Kommunikationsanalyse
  • Untersuchung von Selektionsmechanismen und Informationspolitik
  • Reflexion über Objektivitätsansprüche in der journalistischen Praxis

Auszug aus dem Buch

Die Frage der Objektivität

Dieses Zitat Kaspar Stielers aus dem Jahr 1695 macht deutlich, dass die Diskussion um die Objektivität der Presse schon sehr lange besteht. Allerdings war zur Zeit Stielers die offene Meinungsäußerung in Zeitungen nicht nur verpönt, sondern durch staatliche Zensur verboten. Erst im 18. Jahrhundert kam es, einhergehend mit der Verbreitung der Aufklärung, zu verstärkten Meinungsäußerungen in der Presse. Durch „Überzeugen“, „Abwägen und Argumentieren“ sollte das oberste Ziel der Aufklärung, ein Höchstmaß an Vernunft im Handeln, erreicht werden. Mittlerweile hat sich die Forderung nach einer Trennung von Nachricht und Meinung etabliert. Die sogenannte Trennungsnorm wird vor allem damit begründet, dass nur dadurch das oberste Ziel der Berichterstattung, die selbständige, freie Meinungsbildung der Leser, verwirklicht werden kann.

Die strikte Trennung von Nachricht und Meinung ist aber ebensowenig möglich wie die Abbildung der Realität in einem Beitrag, was u.a. von Günter Bentele gefordert wird. Nelson Goodman weist hier auf die vielfältigen möglichen Darstellungsweisen hin, weshalb „die Unterscheidung zwischen wahr und falsch längst nicht [hinreichend ist], um den generellen Unterschied zwischen richtigen und falschen Versionen zu kennzeichnen.“

Journalistische Medien können nicht völlig neutral über Ereignisse berichten. Sie müssen sich immer für eine Interpretation entscheiden, die durch die Kombination unterschiedlicher Faktoren entsteht. Allein durch den Zwang zur Auswahl, dem Nachrichtenagenturen und Redakteure aufgrund der Fülle der Informationen unterliegen, ist objektive Berichterstattung nicht möglich. Kaupp spricht hier von „Torhütern“ oder „Schleusenwärtern“, die „dem unablässigen dichten Strom der Informationen“ gegenüberstehen und erstens entscheiden, welche Informationen für die Leser interessant sein könnten, und zweitens, mit welcher Ausführlichkeit diese Informationen behandelt werden. Im Einzelfall lässt sich natürlich nicht nachprüfen, ob die Ursache für die Auswahl in erster Linie im begrenzten Raum oder in der Bevorzugung bzw. Ablehnung bestimmter Aussagen zu sehen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, anhand zweier Fallstudien die unterschiedliche Berichterstattung von Tageszeitungen zu untersuchen und die dahinterliegenden informationspolitischen Strategien aufzudecken.

2 Allgemeine Grundlagen des Pressewesens: Dieses Kapitel erläutert die Funktionen und Aufgaben der Massenmedien sowie die Bedingungen des Pressewesens, einschließlich der journalistischen Textsorten und der Problematik der Objektivität.

3 Grundlagen der Analyse: Hier wird der Untersuchungsgegenstand eingegrenzt, der methodische Rahmen der kritischen Kommunikationsanalyse nach Bucher dargelegt und die eigene Vorgehensweise bei der Materialauswahl und -auswertung beschrieben.

4 Analyse: Das Kapitel widmet sich der detaillierten Untersuchung der Berichterstattung zu den Fällen Günter Grass und Peter Handke in fünf ausgewählten Tageszeitungen, wobei Gemeinsamkeiten und Unterschiede der jeweiligen Informationspolitik analysiert werden.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Bedeutung der medialen Informationspolitik bei der Konstruktion öffentlicher Sichtweisen und betont die Notwendigkeit einer kritischen Medienkompetenz auf Seiten des Lesers.

Schlüsselwörter

Berichterstattung, Tageszeitungen, Massenmedien, Kontroversen, Informationspolitik, Objektivität, Pressekritik, Textsorten, Kommunikationsanalyse, Manipulation, Günter Grass, Peter Handke, Meinungsbildung, Medienkritik, Diskursanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie fünf überregionale deutsche Tageszeitungen über zwei spezifische Kontroversen (Günter Grass und Peter Handke) berichteten, um Mechanismen der Informationspolitik und Meinungsbildung in der Presse offenzulegen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die journalistische Informationsvermittlung, das Spannungsfeld zwischen Objektivitätsanspruch und unvermeidbarer Subjektivität sowie die strategische Konstruktion von Wirklichkeit durch sprachliche und redaktionelle Mittel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Zeitungen durch spezifische Auswahl- und Darstellungsstrategien unterschiedliche „Realitäten“ oder Sichtweisen zu ein und demselben Ereignis erzeugen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf die Methode der kritischen Kommunikationsanalyse nach Hans-Jürgen Bucher, ergänzt durch textlinguistische Ansätze, um die „Formen des Berichtens“ und die informationspolitischen Muster in den Pressetexten zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil (Kapitel 4) erfolgt die konkrete Analyse der Berichterstattung über Günter Grass (SS-Mitgliedschaft) und Peter Handke (Heine-Preis) in FAZ, FR, SZ, taz und Die Welt, jeweils aufgeschlüsselt nach Zeitung und Kontroverse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Informationspolitik, Berichterstattung, Pressekritik, Manipulationsvorwürfe, Meinungsvielfalt und die Rolle des Rezipienten als kritischer Leser.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung der FAZ von der der anderen Zeitungen im Fall Grass?

Die FAZ wird als besonders ausführlich und in ihrer Ausgewogenheit differenzierter beschrieben, da sie durch das exklusive Interview mit Grass einen Vorteil hatte und die Reaktionen im Ausland sehr detailliert abbildete.

Warum wird im Fall Handke die Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung als besonders hervorgehoben?

Die Süddeutsche Zeitung fällt dadurch auf, dass sie sich explizit gegen die Einmischung des Stadtrats ausspricht und den Schriftsteller Handke gegen die Vorwürfe seiner Kritiker verteidigt, was einen deutlichen Kontrast zur Berichterstattung der FR darstellt.

Was bedeutet die „Unsichtbare-Hand-Erklärung“ im Kontext der Arbeit?

Sie beschreibt soziale Muster in der Presseberichterstattung, die das Resultat journalistischen Handelns sind, aber nicht notwendigerweise auf einer zentralen, bewussten Planung oder Verschwörung basieren, sondern als logisches Ergebnis von Konkurrenz und organisatorischen Abläufen entstehen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Objektivität?

Sie schlussfolgert, dass objektive Berichterstattung in einem einzelnen Medium nicht möglich ist, da jede Redaktion selektiert und interpretiert. Der Leser ist daher in der Verantwortung, durch den Vergleich mehrerer Quellen ein eigenes, kritisches Bild zu gewinnen.

Ende der Leseprobe aus 110 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung öffentlicher Kontroversen in den Medien
Untertitel
Die Erzeugung von Sichtweisen in überregionalen Tageszeitungen am Beispiel zweier Kontroversen
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Fachbereich Sprache, Literatur, Kultur)
Note
2
Autor
Ina Weber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
110
Katalognummer
V270010
ISBN (Buch)
9783656607977
ISBN (eBook)
9783656608028
Sprache
Deutsch
Schlagworte
darstellung kontroversen medien erzeugung sichtweisen tageszeitungen beispiel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ina Weber (Autor:in), 2007, Die Darstellung öffentlicher Kontroversen in den Medien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/270010
Blick ins Buch
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