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Identitätsarbeit in der Sozialtherapie

Ein Beitrag zur theoretischen Fundierung

Titel: Identitätsarbeit in der Sozialtherapie

Masterarbeit , 2009 , 85 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stephan Richter (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Autor wählte mit dem Begriff "Sozialtherapie" ein Thema, das als Denk- und Handlungsansatz in der Sozialen Arbeit einerseits seit langer Zeit etabliert ist, andererseits sich aber auch durch ein breites, manchmal auch unscharfes Profil auszeichnet. Insofern stellt sich der Autor hier einer besonderen Herausforderung, indem er einen Aspekt von Sozialtherapie fokussiert und zu einer theoretischen Unterlegung beitragen will.
Der Autor fragt nach der Bedeutung von Identitätstheorien in der Sozialtherapie und ob sich hierüber Sozialtherapie konturieren, d.h. theoretisch und methodisch unterlegen lässt. Der Autor bearbeitet zur Beantwortung seiner Fragestellung neben den essentiellen Veröffentlichungen zur Sozialtherapie für die Diskussion und Begründung notwendige Modelle zu Gesundheit und Krankheit und zur Identität. Das entspricht einer angemessenen Theorierezeption. Er greift dabei auf die für die Thematik relevante Literatur zurück.
Der Autor kann durch die Auswahl seiner Bezugspunkte - allgemeine Veröffentlichungen zur Sozialtherapie, spezifische Konzepte, Modelle und Methoden der Sozialtherapie sowie Identitätstheorien - die Sinnhaftigkeit seiner Fragestellung sowohl verdeutlichen wie auch beantworten. Mit der Frage nach einer identitätstheoretischen Unterlegung von Sozialtherapie gelingt es dem Autor, Kernelemente von Sozialtherapie zu erfassen und sie zudem noch an andere grundlegende Aspekte von Sozialtherapie wie Diagnostik, Gesundheitsverständnis und soziale Unterstützung rückzubinden. Zudem zeigt er auf, wie diese Erkenntnisse auch in einen spezifischen Handlungsansatz - der biografischen Narration - münden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 – Einleitung

1.1 Skizze

Kapitel 2 – Die Sozialtherapie

2.1 Sozialtherapie – Horizontbestimmung

2.2 Soziale Therapie nach Schwendter

2.3 Sozialtherapie nach Richter

2.4 Die gemeindepsychologische Perspektive nach Keupp

2.5 Zusammenfassung

Kapitel 3 – Abgrenzungen und Verwandtschaften der Sozialtherapie

3.1 Sozialtherapie in Abgrenzung zur Soziotherapie

3.2 Sozialtherapie und die Verwandtschaft zur klinischen Sozialarbeit

3.3 Die Abgrenzung zur Sozialtherapie im Strafvollzug

3.4 Die Verwandtschaft zur gemeindepsychologischen Perspektive

Kapitel 4 – Konzepte, Modelle und Methoden der Sozialtherapie

4.1 Soziale Anamnese und diagnostisches Arbeiten

4.1.1 Allgemeines

4.1.2 Falleinschätzung im Systemischen-Case-Management (SCM)

4.1.3 Dialogische Diagnose nach Röh

4.1.4 Zusammenfassung

4.2 Gesundheitsverständnis in der Sozialtherapie

4.2.1 Gesundheitsförderung und Gesundheitsverständnis

4.2.2 Salutogenese

4.2.3 Zusammenfassung

4.3 Das bio-psycho-soziale Modell

4.4 Soziale Krankheit und Gesundung

4.4.1 Zusammenfassung

4.5 Soziale Unterstützung, soziale Netzwerke

4.6 Interventionsstrategien und Handlungsmethoden

4.7 Der Versuch einer Definition für Sozialtherapie

Kapitel 5 – Identitätstheorie und Identitätsarbeit

5.1 Horizontbestimmung

5.1.1 Identität als Ich-Identität nach Erikson

5.1.2 Individualisierung und Pluralisierung der Lebensstile

5.2 Identität als Produkt von Interaktion (Krappmann)

5.2.1 Rollendistanz

5.2.2 Empathie

5.2.3 Ambiguitätstoleranz

5.2.4 Identitätsdarstellung

5.2.5 Zusammenfassung

5.3 Identitätsbegriff nach Frey und Haußer

5.3.1 Zusammenfassung

5.4 Identitätsarbeit nach Keupp

5.4.1 Zusammenfassung

5.5 Das Modell der alltäglichen Identitätsarbeit

5.5.1 Die Struktur der alltäglichen Identitätsarbeit

5.5.2 Der Prozess der alltäglichen Identitätsarbeit

5.5.3 Zusammenfassung

Kapitel 6 – Gesamtanalyse zum Thema Identitätsarbeit in der Sozialtherapie

6.1 Teil 1: Allgemeine Aspekte, Thesen und Fragestellungen

6.2 Teil 2: Biografische Narrationen als Behandlungsansatz

6.2.1 Bedeutung und Potentiale biografischer Narrationen

6.2.2 Anwendung biografischer Gespräche

6.3 Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die theoretische Fundierung der Sozialtherapie durch eine Verbindung mit der Identitätstheorie zu stärken. Dabei wird untersucht, welchen Stellenwert die Identitätstheorie für die Sozialtherapie hat und wie ein Behandlungsansatz gestaltet sein kann, der Identitätsarbeit und biografische Narrationen als zentrale Elemente integriert.

  • Theoretische Grundlagen und Definition der Sozialtherapie
  • Identitätstheoretische Perspektiven und Konzepte (z. B. nach Erikson, Krappmann, Keupp)
  • Modell der alltäglichen Identitätsarbeit und dessen Relevanz
  • Methoden der sozialen Anamnese und diagnostischen Arbeit
  • Biografische Narrationen als therapeutischer Behandlungsansatz

Auszug aus dem Buch

5.2 Identität als Produkt von Interaktion (Krappmann)

Krappmann beschreibt, dass zwischenmenschliche Interaktion die Grundlage von Identität bildet. Hierbei passiert folgender Mechanismus. Jedes Individuum muss sich in jeder Interaktion anderen Individuen präsentieren. In seinem Verhalten und in seinen Aussagen muss es dem Gegenüber klar stellen, wer es ist, wie es denkt, wie es zu handeln plant, welche Erwartungen es anstellt etc. Das Individuum muss also in der Interaktion die „eigene persönliche Note“ bzw. Individualität zum Ausdruck bringen und sich damit für den Interaktionspartner berechenbar machen bzw. darstellen (vgl. Krappmann, 1969, 8 f.).

Zugleich steht das Individuum vor dem Problem, dass die Interaktion mit anderen nur aufrecht erhalten bleibt und auch nur dann in gemeinsames Handeln münden kann, wenn es ein Normensystem einhält bzw. sich Normen anpasst. Mit Normensystem sind nicht zuletzt Erwartungen und Bedürfnisse des Interaktionspartners also des Gegenübers gemeint. Individuen können also nicht ausschließlich sich selbst mitteilen und nur von sich geben, was sie umtreibt und bewegt. Für gelingende Interaktion müssen sie sich in ausreichendem Maße an die Erwartungen, Bedürfnisse und schließlich Normen des Anderen angleichen bzw. diese berücksichtigen und darauf eingehen. Den Erwartungen des Interaktionspartners kann wiederum niemals voll entsprochen werden, weil die eigenen Erwartungen dagegen sprechen. Sie sind nämlich nie deckungsgleich mit denen anderer. Es kann also keine identische Angleichung geben. Bei einem derartigen Versuch würden eigene Erwartungen verdrängt werden und die Interaktion misslingen (vgl. Krappmann, 1969, 12 f.).

Krappmann erläutert im Grunde einen Dualismus, der ein permanentes Phänomen in der zwischenmenschlichen Interaktion darstellt und der aufgrund seiner Widersprüchlichkeit nicht unproblematisch ist. Er geht deshalb von einer notwendigen Balance aus, die Individuen in der gemeinsamen Interaktion jeweils erbringen müssen. Krappmann schreibt deshalb auch von balancierender Identität. Mittels Verknüpfungsleistungen wird eine Balance hergestellt und zwar eine Balance zwischen widersprüchlichen Erwartungen, zwischen Anforderungen der anderen und eigenen Bedürfnissen sowie zwischen dem Verlangen nach Darstellung dessen, worin es sich von anderen unterscheidet, und der Notwendigkeit, die Anerkennung der anderen für seine Identität zu finden… (Krappmann, 1969, 9). Durch Sprache werden Erwartungen, Bedürfnisse und Normen hauptsächlich übermittelt (vgl. Krappmann, 1969, 12).

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1 – Einleitung: Diese Einleitung skizziert die theoretische Arbeit, die Identität als lebenslangen Konstruktionsprozess definiert und die Relevanz der Identitätsarbeit für das sozialtherapeutische Handeln begründet.

Kapitel 2 – Die Sozialtherapie: Das Kapitel bietet eine Horizontbestimmung der Sozialtherapie anhand verschiedener theoretischer Ansätze und stellt deren Selbstverständnis im psychosozialen Kontext dar.

Kapitel 3 – Abgrenzungen und Verwandtschaften der Sozialtherapie: Hier werden klare Trennungslinien zur Soziotherapie sowie Verbindungen zur klinischen Sozialarbeit und gemeindepsychologischen Perspektiven gezogen.

Kapitel 4 – Konzepte, Modelle und Methoden der Sozialtherapie: Dieser Abschnitt erläutert praxisnahe diagnostische Verfahren wie das Systemische Case Management und die dialogische Diagnose sowie Modelle der Gesundheitsförderung und Krankheitsverarbeitung.

Kapitel 5 – Identitätstheorie und Identitätsarbeit: Das Kapitel behandelt theoretische Grundlagen der Identitätsentwicklung und führt das Modell der alltäglichen Identitätsarbeit ein, um Identität als aktiven Konstruktionsprozess zu verstehen.

Kapitel 6 – Gesamtanalyse zum Thema Identitätsarbeit in der Sozialtherapie: Hier werden die theoretischen Erkenntnisse synthetisiert und ein Behandlungsansatz auf Basis biografischer Narrationen entwickelt, um die Theorie in die sozialtherapeutische Praxis zu überführen.

Schlüsselwörter

Sozialtherapie, Identitätsarbeit, Identitätstheorie, Biografische Narrationen, Soziale Anamnese, Psychosoziale Diagnostik, Systemisches Case Management, Salutogenese, Gesundheitsförderung, Soziale Netzwerke, Interaktion, Subjektorientierung, Klinische Sozialarbeit, Soziale Krankheit, Konstruktivismus

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Masterthesis?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Fundierung der Sozialtherapie, insbesondere unter dem Aspekt der Identitätsarbeit, und entwirft einen entsprechenden sozialtherapeutischen Behandlungsansatz.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf Identitätstheorien, der Abgrenzung zu anderen therapeutischen Disziplinen, diagnostischen Modellen in der Sozialen Arbeit sowie dem Einsatz biografischer Narrationen als therapeutisches Mittel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen identitätstheoretisch fundierten sozialtherapeutischen Behandlungsansatz zu entwickeln, der auf das Modell der alltäglichen Identitätsarbeit und biografische Erzählprozesse zurückgreift.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der theoretischen Herleitung von Konzepten, die anschließend in einem Behandlungsansatz strukturiert und zusammengeführt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zentrale Konzepte der Sozialtherapie, identitätstheoretische Ansätze (von Erikson bis Keupp) sowie Methoden der sozialen Anamnese und des Fallverstehens detailliert erörtert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialtherapie, Identitätsarbeit, Subjektorientierung, biografische Narrationen und soziale Konstruktion geprägt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen "Sozialtherapie im erweiterten" und "engeren Sinne"?

Sozialtherapie im erweiterten Sinne umfasst gemeinwesenorientierte Aspekte und gesellschaftspolitische Ambitionen, während die Sozialtherapie im engeren Sinne auf subjektbezogene Behandlungsverfahren fokussiert ist.

Welche Rolle spielen "biografische Narrationen" in dem vorgeschlagenen Behandlungsansatz?

Biografische Narrationen dienen als Prozess des Selbstverstehens, durch den Klienten ihre eigenen Lebensgeschichten strukturieren, Zusammenhänge erkennen und ihre Bewältigungsfähigkeit gegenüber sozialen Problemen steigern können.

Ende der Leseprobe aus 85 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Identitätsarbeit in der Sozialtherapie
Untertitel
Ein Beitrag zur theoretischen Fundierung
Hochschule
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Note
1,0
Autor
Stephan Richter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
85
Katalognummer
V269440
ISBN (eBook)
9783656605607
ISBN (Buch)
9783656605614
Sprache
Deutsch
Schlagworte
identitätsarbeit sozialtherapie beitrag fundierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephan Richter (Autor:in), 2009, Identitätsarbeit in der Sozialtherapie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/269440
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