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Von Pferden und Kokosnüssen. Das Ritterbild in „Monty Python and the Holy Grail“.

Titel: Von Pferden und Kokosnüssen. Das Ritterbild in „Monty Python and the Holy Grail“.

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 37 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Patrik Grün (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Film Monty Python and the Holy Grail der britischen Komikergruppe Monty Python werden die Ritter durchweg als „knights“ bezeichnet, was dem deutschen Begriff „Ritter“ entspricht. Der Film wurde im Jahr 1975 veröffentlicht und war der vierte gemeinsame Film von Graham Chapman, John Cleese, Eric Idle, Terry Gilliam, Terry Jones und Michael Palin. Der Film parodiert die Erzählung von König Artus und der Suche nach dem Heiligen Gral. Er spielt im Jahr 932 , also etwa fünf Jahrhunderte später als die eigentliche Sage, im mittelalterlichen England. In diesem Film reitet König Artus durch England, um Ritter zu finden, die ihn an seinen Hof nach Camelot begleiten möchten. Nachdem sich ihm einige Ritter angeschlossen haben, erscheint ihnen Gott und beauftragt sich mit der Suche nach dem Heiligen Gral. Im Zuge dieser Aufgabe erleben die Ritter zahlreiche Abenteuer, manche allein, manche in der Gruppe, bis schließlich nur noch Sir Bedevere und Artus zu einer besetzten Burg gelangen. Als sie diese Burg stürmen wollen, werden sie von einer Gruppe vorbeifahrender Polizisten verhaftet.
Die Ritter der Tafelrunde sowie König Artus stehen im Zentrum der Handlung des Films, weshalb gerade ihr Aussehen und ihr Verhalten das Bild prägt, welches der Zuschauer durch diesen Film vom Mittelalter aufnimmt. Daher soll in dieser Arbeit untersucht werden, wie die Ritter äußerlich und charakterlich dargestellt werden, was ihre Handlungsmotive sind und wie sie ausgewählte Situationen zu bewältigen versuchen. Da es sich bei diesem Film um eine satirische Komödie handelt, müssen auch die zahlreichen Brechungen und Überzeichnungen klischeebehafteter Darstellungen in die Analyse mit einfließen, wobei dieser Punkt jedoch eher im Hintergrund bleiben soll.
Problematisch an der Quellenlage zum Krieg im Mittelalter ist, dass die Texte oftmals tendenziös geschrieben waren, mitunter eindeutige Lügen waren oder zu Propagandazwecken formuliert und daher häufig fern der Realität gehalten waren. Daher wird für diese Arbeit in erster Linie auf wissenschaftliche Literatur zurückgegriffen, die sich ausgiebig mit den mittelalterlichen Quellen beschäftigt hat, um den aktuellen Stand der Forschung zum Thema des Ritterbildes zu beleuchten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ausrüstung

2.1. Die Schutzausrüstung der Ritter

2.2. Die Bewaffnung

2.3. Pferde und Kokosnüsse

3. Benehmen und Verhalten der Ritter

3.1. Das ritterliche Streben

3.2. Die Ritter der Tafelrunde

a) Der strahlende Herrscher - König Artus

b) Weisheit und Gerechtigkeit - Sir Bedevere

c) Sündenfreiheit - Sir Galahad

d) Tapferkeit und religiöser Dienst - Sir Lancelot und Sir Robin

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von mittelalterlichen Rittern im Film "Monty Python and the Holy Grail". Ziel ist es, das im Film vermittelte Bild von Rittern in Bezug auf Ausrüstung, Bewaffnung und Verhalten mit wissenschaftlichen Erkenntnissen über das tatsächliche Rittertum des Mittelalters abzugleichen, um die satirischen Überzeichnungen und Fiktionalisierungen zu identifizieren.

  • Analyse der ritterlichen Schutzausrüstung und Bewaffnung im Film im Vergleich zum Mittelalter.
  • Untersuchung der Bedeutung und Darstellung von Pferden sowie deren Ersetzung durch Kokosnüsse.
  • Deutung ritterlicher Tugenden und Verhaltensweisen wie Tapferkeit, religiöser Dienst und Herrschaftsverständnis.
  • Interpretation der satirischen Brechungen und Anachronismen in der Filmhandlung.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Das moderne Mittelalterbild besticht durch zahlreiche Vorstellungen, Träume und Fantasien unserer Zeit, die mit der historischen Wirklichkeit des Mittelalters vermischt werden. Maurice Keen spricht in ähnlicher Weise von Bildern „vor dem geistigen Auge“, die den Menschen gemeinhin einfallen, wenn sie an mittelalterliche Ritter denken: Ritter in voller Rüstung, möglicherweise mit dem roten Kreuz der Kreuzfahrer, kriegerische Abenteuer in fremden Ländern, Bürgen mit hohen Türmen und schönen Frauen, die in diesen wohnen. Der Ritter gilt daher in der heutigen Wahrnehmung als „Ehrfurcht gebietende Erscheinung“ des Mittelalters, die aufgrund ihres strengen Verhaltenskodexes und ihrer glanzvollen (Aus-) Rüstung eine gehobene Stellung in der Gesellschaft innehatte. Das stets zur Verfügung stehende Pferd und die schwere Bewaffnung verstärkten diese Wirkung noch.

Ursprünglich gab es für den Ritter im Mittelalter mehrere Begriffe, die zwar synonym verwendet werden konnten, aber durchaus unterschiedliche Aspekte des Ritters betonten. Die Bezeichnung „miles“ stammt beispielsweise aus der Antike und bezeichnete dort den Fußsoldaten. Da diese Begriffsdefinition auf den mittelalterlichen mit seinem Pferd nicht mehr zutraf, unterschied man bald zwischen dem „miles“ als berittenem Kämpfer und dem „pedites“ als dem klassischen Fußsoldaten. Hier zeigt sich folglich ein Bedeutungswandel beim Begriff „miles“, der an das mittelalterliche Attribut des Beritten-Seins angepasst wurde. Eine weitere verbreitete Bezeichnung für den Ritter war der Begriff „chevalier“, der vom Lateinischen „caballorius“ abstammt und die enge Verbindung zwischen Ritter und Pferd verdeutlicht. Hier steht, ähnlich wie beim mittelhochdeutschen Begriff „rîter“ oder „ritter“ die Ausstattung der Person mit einem Pferd im semantischen Vordergrund, doch bezogen sich die Begriffe in den allermeisten Fällen nicht auf „normale“ berittene Krieger, sondern lediglich auf die adligen Ritter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das populäre sowie historische Mittelalterbild ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit der Darstellung im Film Monty Python and the Holy Grail in Bezug zu setzen.

2. Die Ausrüstung: Der Abschnitt vergleicht die im Film dargestellte Schutzausrüstung und Bewaffnung mit den historisch belegten Fakten und analysiert, wie Monty Python das obligatorische Pferd des Ritters durch Knappen mit Kokosnüssen ersetzt.

3. Benehmen und Verhalten der Ritter: Dieses Kapitel analysiert das ritterliche Streben, insbesondere den göttlichen Auftrag zur Gralssuche, und untersucht an den Einzelschicksalen der Charaktere, wie ritterliche Tugenden im Film dargestellt und satirisch gebrochen werden.

4. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass der Film trotz der parodistischen und fiktionalen Überzeichnungen erstaunlich detailliert auf populäre und wissenschaftliche Vorstellungen des Mittelalters zurückgreift und diese bewusst für den Zuschauer kenntlich macht.

Schlüsselwörter

Rittertum, Mittelalter, Monty Python and the Holy Grail, Ritterbild, König Artus, Gralssuche, Rüstung, Bewaffnung, Satire, Mittelalterrezeption, Höfische Kultur, Tugenden, Anachronismus, Filmwissenschaft, Historische Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Ritterbild, das in dem Film "Monty Python and the Holy Grail" vermittelt wird, und setzt es in Kontrast zu wissenschaftlichen Erkenntnissen über das tatsächliche Leben und die Rolle von Rittern im Mittelalter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die materielle Ausstattung der Ritter (Rüstung, Bewaffnung), die symbolische Bedeutung des Pferdes sowie ritterliche Ideale und Verhaltensweisen wie Tapferkeit, religiöser Dienst und das herrschaftliche Selbstverständnis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszuarbeiten, wie der Film populäre mittelalterliche Ritter-Klischees nutzt, um sie einerseits historisch fundiert darzustellen, andererseits aber durch satirische Überzeichnungen und Anachronismen zu persiflieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse wissenschaftlicher Fachliteratur zum Mittelalter und zum Rittertum, die in Bezug auf die Filmszenen (Sekunden- und Sequenzanalyse) ausgewertet wird, um die Verzerrungen und Übereinstimmungen zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der materiellen Ausrüstung (Kleidung, Waffen, Pferde) sowie eine detaillierte Analyse der Charaktere und ihrer spezifischen ritterlichen Tugenden und Abenteuer innerhalb der Gralssuche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Rittertum, Mittelalter, Monty Python, Ritterbild, Gralssuche, Satire, Anachronismus, Tugenden und Mittelalterrezeption.

Warum reiten die Ritter im Film nicht auf echten Pferden?

Laut den Aussagen der Filmemacher im Audiokommentar war dies produktionstechnisch bedingt, da echte Pferde das Budget gesprengt hätten; stattdessen nutzen sie Knappen mit Kokosnüssen zur akustischen Imitation.

Wie geht der Film mit der ritterlichen Tugend der Keuschheit um?

Am Beispiel von Sir Galahad wird die ritterliche Keuschheit extrem überzeichnet, um sie anschließend ironisch zu brechen, wenn Galahad trotz seines Eids den Versuchungen der Frauen in Schloss Anthrax nachgeben möchte.

Welche Rolle spielt die "Heilige Handgranate" im Film?

Sie stellt einen bewussten Anachronismus dar, der satirisch zeigt, wie der Film historische Fakten (keine Granaten im Mittelalter) für absurde und überzeichnete Kampfhandlungen ignoriert.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Von Pferden und Kokosnüssen. Das Ritterbild in „Monty Python and the Holy Grail“.
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Die moderne Mittelalter-Rezeption
Note
2,3
Autor
Patrik Grün (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
37
Katalognummer
V268682
ISBN (eBook)
9783656589785
ISBN (Buch)
9783656600800
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ritterbild monty python holy grail Ritter der Kokosnuss
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrik Grün (Autor:in), 2012, Von Pferden und Kokosnüssen. Das Ritterbild in „Monty Python and the Holy Grail“., München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/268682
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Leseprobe aus  37  Seiten
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