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Zur Shop-Startseite › Weltgeschichte - Altertum

Sakralbauten in der konstantinischen Epoche

Titel: Sakralbauten in der konstantinischen Epoche

Essay , 2014 , 10 Seiten , Note: bestanden (sehr gut)

Autor:in: Dr.iur. Andrea G. Röllin (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Kaiser Konstantin (306-337) führte nicht nur eine Wende in der Beziehung zwischen römischem Staat und christlicher Kirche herbei, sondern auch eine neue Ära des christlichen Sakralbaus. So wurden aus den vormaligen domus ecclesiae (Häuser der Kirche) Basiliken (Königshallen).
Der vorliegende Essay vermittelt einen Überblick über die Sakralbauten in der konstantinischen Epoche, verortet sie im Handeln Konstantins und würdigt seine Kirchenbautätigkeit und -förderung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Kirchenrestitution als unmittelbarer Dank für Schlachtsieg

2. Kaiserlicher Kirchenbau in Rom

3. Ausdehnung des kaiserlichen Kirchenbaus auf die Provinz

3.1 In Palästina

3.2 In den übrigen Provinzen

4. Reichsweit kaiserlich unterstützte Kirchenbautätigkeiten

5. Würdigung der konstantinischen Kirchenbautätigkeit und -förderung

Zielsetzung & Themen

Dieser Essay analysiert die kaiserliche Kirchenbaupolitik unter Konstantin dem Großen und untersucht, wie die gezielte Errichtung monumentaler Sakralbauten nach der konstantinischen Wende sowohl als Dank für militärische Erfolge als auch als politisch-programmatisches Instrument zur Etablierung des Christentums als Staatsreligion diente.

  • Kirchenrestitution und kaiserliche Baufinanzierung nach 313
  • Die bauliche Transformation Roms durch monumentale Basiliken
  • Regionale Ausdehnung des Kirchenbauprogramms auf Palästina und weitere Reichsprovinzen
  • Politische Symbolik und kaiserliche Selbstdarstellung durch christliche Architektur
  • Die neue Bautypologie der Basilika als Ausdruck einer veränderten Staatsreligion

Auszug aus dem Buch

2. Kaiserlicher Kirchenbau in Rom

So stiftete Konstantin gleichsam ex voto Ende 312 oder Anfang 313 anlässlich seines ersten Rombesuchs als weiteren Dank für die gewonnene Schlacht die basilica Lateranensis als monumentale fünfschiffige, dem Erlöser geweihte Bischofskirche mitten in der Stadt Rom. Der Neubau sollte die bisherigen Haus- bzw. Titelkirchen in den 14 Stadtregionen und die Memorialkapellen bei den Märtyrergräbern ausserhalb der Stadt in Grösse und Pracht deutlich überbieten. Als Bauplatz stellte der Kaiser das Grundstück der Laterani zur Verfügung, auf welchem sich die Reste der anlässlich der Schlacht mit Maxentius geschleiften Kaserne der früheren kaiserlichen Elitetruppe equites singulares befanden. Mit schliesslich rund 5'000 Quadratmetern überbauter Fläche wollte der Kaiser aber wohl nicht nur ein repräsentatives Denkmal an den Schlachtsieg setzen, sondern auch der nun nach der Erhebung des Christentums zu einer Staatsreligion einsetzenden Vergrösserung der Christengemeinde Rechnung tragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kirchenrestitution als unmittelbarer Dank für Schlachtsieg: Nach dem Sieg über Maxentius ordnete Konstantin die Rückgabe und Entschädigung enteigneter christlicher Kultbauten an, um das Christentum als staatlich anerkannte Religion zu festigen.

2. Kaiserlicher Kirchenbau in Rom: Konstantin stiftete in Rom monumentale Basiliken wie die basilica Lateranensis, um den Sieg über die Christenverfolger architektonisch zu manifestieren und den wachsenden Gemeinden repräsentative Räume zu bieten.

3. Ausdehnung des kaiserlichen Kirchenbaus auf die Provinz: Nach der Alleinherrschaft ab 324 weitete Konstantin sein ambitioniertes Bauprogramm auf Palästina und andere wichtige Metropolen des Reiches aus.

4. Reichsweit kaiserlich unterstützte Kirchenbautätigkeiten: Der Kaiser finanzierte den Bau und Unterhalt von Kirchen durch großzügige Zuwendungen aus dem kaiserlichen Schatz und stiftete Material, oft unter Nutzung beschlagnahmter heidnischer Tempelschätze.

5. Würdigung der konstantinischen Kirchenbautätigkeit und -förderung: Das konstantinische Kirchenbauprogramm markiert den Beginn einer neuen Ära, in der die Basilika als neue Bautypologie politisch-programmatisch die Verbindung von Staat und christlicher Religion verankerte.

Schlüsselwörter

Konstantin der Große, Kirchenbau, Basilika, konstantinische Wende, Christentum, Römische Reich, Sakralbauten, Märtyrerverehrung, Staatsreligion, Kirchenrestitution, Architektur, Helena, Memorialkirchen, Palästina, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die monumentale Kirchenbaupolitik von Kaiser Konstantin dem Großen und deren Bedeutung für die Etablierung des Christentums im 4. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Restitution von Kultbauten, die Errichtung von Basiliken als kaiserliche Repräsentation und die Ausdehnung dieser Bautätigkeit vom Zentrum in Rom bis in die Provinzen des Reiches.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Konstantin durch Architektur politische Signale setzte, um den Sieg des Christentums über die Christenverfolger dauerhaft sichtbar zu machen und seine eigene Stellung als Kaiser zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen essayistischen, historischen Überblick, der sich primär auf die Auswertung antiker Quellen wie Eusebius von Caesarea und Lactantius stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des römischen Bauprogramms, die Expansion in die Provinzen Palästinas und anderer Regionen sowie die Analyse der staatlichen Finanzierung und symbolischen Aufladung dieser Bauten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Konstantinische Wende, kaiserlicher Kirchenbau, Basilika, Religionspolitik und monumentale Selbstdarstellung geprägt.

Warum war die basilica Lateranensis so bedeutsam für Konstantin?

Sie diente als monumentaler Dank anlässlich seines ersten Rombesuchs und sollte in ihrer Dimension alle bisherigen Haus- und Titelkirchen deutlich übertreffen.

Welche Rolle spielte die Kaisermutter Helena bei den Bauvorhaben?

Helena lieferte entscheidende Impulse, insbesondere durch ihre mutmaßliche Entdeckung der Kreuzigungsstätte in Jerusalem, was zur Errichtung der Grabeskirche als Krönung der kaiserlichen Kreuzverehrung führte.

Warum baute Konstantin Kirchen oft anstelle alter Tempel?

Dies diente einerseits als bewusste politische Provokation oder "Rache" an heidnischen Strukturen und sollte gleichzeitig das Christentum als neue, prachtvolle Staatsreligion physisch im Stadtbild verankern.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sakralbauten in der konstantinischen Epoche
Hochschule
Universität Luzern  (Theologische Fakultät)
Veranstaltung
Kirchengeschichte Altertum
Note
bestanden (sehr gut)
Autor
Dr.iur. Andrea G. Röllin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
10
Katalognummer
V268647
ISBN (Buch)
9783656596578
ISBN (eBook)
9783656596585
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konstantin der Grosse konstantinische Wende
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr.iur. Andrea G. Röllin (Autor:in), 2014, Sakralbauten in der konstantinischen Epoche, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/268647
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Leseprobe aus  10  Seiten
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