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Jeremy Benthams Utilitarismus

Eine kritische Würdigung für eine Ethik in der Medizin

Titel: Jeremy Benthams Utilitarismus

Fachbuch , 2010 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dr. Eibe Hinrichs (Autor:in)

Ethik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die neuen Abrechnungsformen im deutschen Gesundheitswesen, die seit 2004 maßgeblich zu einer „Verwirtschaftlichung“ medizinischen Handelns geführt hat und deren Auswirkungen in betriebswirtschaftlicher Hinsicht immer komplexer werden, macht große Sorge mit Blick auf die ethischen Zielsetzungen einer modernen Zivilgesellschaft. So bekommen die Fragen: „Ist die medizinische Behandlung eines Menschen nur noch eine „Dienstleistung“, die sich von anderen betriebswirtschaftlichen Produkten und Handlungen nicht mehr unterscheidet und ist diese „Dienstleistung“ überhaupt von Nutzen (für Gesellschaft und Individuum)?“ eine große Wichtigkeit in der Bewertung unseres Zusammenlebens.
Der Utilitarismus hat augenscheinlich gerade hier seine Grenzen, da er die Ethik und die Humanität nicht ausreichend betrachtet und einbezieht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Utilitarismus nach J. Bentham – Überblick

3. Der Utilitarismus in Bezug zur medizinischen Ethik

4. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des utilitaristischen Prinzips nach Jeremy Bentham auf die moderne medizinische Ethik und analysiert kritisch, inwieweit ein ökonomisch geprägtes Nutzenkalkül den humanitären Anforderungen im Gesundheitswesen gerecht werden kann.

  • Grundlagen des klassischen Utilitarismus nach Jeremy Bentham
  • Vergleich utilitaristischer Ansätze mit ökonomischen Wohlfahrtstheorien
  • Ethische Bewertung des Arzt-Patienten-Verhältnisses unter utilitaristischen Gesichtspunkten
  • Die Problematik der Ressourcenallokation und Rationierung medizinischer Leistungen
  • Grenzen des Nutzenkalküls bei der Behandlung chronisch Kranker und nicht produktiver Individuen

Auszug aus dem Buch

3. Der Utilitarismus in Bezug zur medizinischen Ethik

Durch die zunehmende Kommerzialisierung der Medizin – die gängigen Behandlungsformen, Operationstechniken und Abrechnungserfordernisse – fragt die Allgemeinheit nach der Qualitätssicherung der Standards sowie nach der Wichtigkeit des Menschen in diesem System. In einem Gesundheitssystem, das sich vor allem dadurch auszeichnet, dass mehr über seine Finanzierung als über die Gesundung der Menschen gestritten wird, ist die medizinische Ethik wieder in den Vordergrund zu rücken.

Hierzu gibt es nach ideologischen Politikmustern aber unter wirtschaftlichen Kriterien unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe.

In einem besonderen Verhältnis ist auch jenes zwischen Arzt und Patient zu bewerten, das A. Solschenizyn in seiner bekannten Harvard-Rede mit einer überhandnehmenden Verrechtlichung aller Lebensbereiche hervorhob. Alle Konflikte – und somit auch die gesundheitlichen - werden demnach juristisch gelöst und als einzige gültige Möglichkeit anerkannt. Damit versucht der Mensch, dem Recht eine Vorzugsstellung durch dessen formalistische Struktur einzuräumen, weil hierdurch die Komplexität der Lebenswirklichkeit erfasst werden kann. Solschenizyn spricht von der „juridischen Existenz“, die den Einzelnen sittlich zu nichts verpflichtet. Es genügt demnach, sich auf einen moralischen Minimalkonsens zu berufen, der in der Realität aber „formales Recht“ ist.

Somit stellt sich die Frage, ob nicht das menschliche Miteinander in einer tiefen Krise steckt, die sämtliche gesellschaftliche Bereiche erfasst hat. Auch die Kerngruppe jeder Gesellschaft – die Familie – ist von der Auflösung bedroht genauso wie gesellschaftliche Großgruppen – Parteien, Gewerkschaften, Industrieverbände, aber auch Staaten und Nationen – weil sich gegenläufige Interessen sich von der gemeinsamen Ebene der Wohlfahrt des Ganzen abheben. Vor diesem Hintergrund reduziert sich auch das Arzt-Patientenverhältnis auf ein Vertragsverhältnis und nicht auf jenes, das auf Vertrauen gründet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die ethische Theorie des Utilitarismus nach Jeremy Bentham ein und erläutert dessen Bedeutung als kritische Gesellschaftstheorie im Kontext medizinisch-ethischer Fragestellungen.

2. Der Utilitarismus nach J. Bentham – Überblick: Dieses Kapitel gibt einen historischen und inhaltlichen Überblick über die Lehre Benthams, beleuchtet die Abgrenzung zur „New Welfare Economics“ und definiert die zentralen Prinzipien des quantitativen Utilitarismus.

3. Der Utilitarismus in Bezug zur medizinischen Ethik: Hier wird der Utilitarismus auf das moderne Gesundheitssystem angewendet und hinterfragt, ob die Kommerzialisierung der Medizin und das Nutzenkalkül mit humanitären Werten und der Arzt-Patienten-Beziehung vereinbar sind.

4. Schlussbetrachtungen: Die Schlussbetrachtungen fassen die ethische Kritik zusammen und betonen, dass der Utilitarismus zwar Denkansätze für die medizinische Ethik liefert, jedoch aufgrund der Vernachlässigung der Verteilungsgerechtigkeit nicht als alleinige Basis dienen kann.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, Jeremy Bentham, Medizinethik, Nutzenmaximierung, Verteilungsgerechtigkeit, Gesundheitswesen, Arzt-Patienten-Verhältnis, Wohlfahrtsökonomik, Humanität, Allokationsproblem, Ethik, Ressourcenknappheit, Nützlichkeit, Sozialprinzip, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der utilitaristischen Ethik nach Jeremy Bentham auf aktuelle Herausforderungen im medizinischen Bereich und deren ökonomische Implikationen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Effizienz, medizinischer Versorgung, Gerechtigkeitstheorien und der Wahrung der Menschenwürde im modernen Gesundheitssystem.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es zu bewerten, inwieweit die utilitaristische Theorie des „größten Glücks der größten Zahl“ als ethischer Kompass in einem zunehmend von betriebswirtschaftlichen Zwängen dominierten Gesundheitswesen dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie klassische philosophische Texte und utilitaristische Prinzipien auf aktuelle medizinethische Problemstellungen überträgt und diese kritisch reflektiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Utilitarismus, die Differenzierung zu wirtschaftswissenschaftlichen Wohlfahrtstheorien sowie eine detaillierte Diskussion der Anwendbarkeit auf die medizinische Praxis.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Utilitarismus, Medizinethik, Nutzenmaximierung, Gerechtigkeit und das Arzt-Patienten-Verhältnis charakterisiert.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Arzt und Patient unter utilitaristischem Blickwinkel?

Der Autor argumentiert, dass eine rein utilitaristische Sichtweise das Vertrauensverhältnis gefährdet, da sie das Arzt-Patienten-Verhältnis auf ein reines Vertragsverhältnis reduziert, was der menschlichen Asymmetrie und Notlage des Patienten nicht gerecht wird.

Warum kann der Utilitarismus laut Autor nicht die alleinige Basis einer modernen medizinischen Ethik sein?

Der Autor stellt fest, dass der Utilitarismus zwar wichtige Denkanstöße liefert, aber die notwendige Verteilungsgerechtigkeit vernachlässigt und dazu führen kann, kranke Menschen als reine Kostenfaktoren zu betrachten, was der humanitären Verpflichtung der Medizin entgegensteht.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jeremy Benthams Utilitarismus
Untertitel
Eine kritische Würdigung für eine Ethik in der Medizin
Hochschule
Hochschule Deggendorf  (Institute of Management & Technology)
Veranstaltung
Führungsmanagement
Note
1,7
Autor
Dr. Eibe Hinrichs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
21
Katalognummer
V268347
ISBN (eBook)
9783656584001
ISBN (Buch)
9783656584209
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Utilitarismus Jeremy Bentham John Stuart Mill Ethik Medizin Gesundheitswesen Philosophie des 18. Jahrhunderts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Eibe Hinrichs (Autor:in), 2010, Jeremy Benthams Utilitarismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/268347
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Leseprobe aus  21  Seiten
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