Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Sonstiges

Die (früh-)romantische Subjektivität und ihre Wirkung im Kontext der »literarischen Moderne«

Der Subjektdiskurs in Theorie und Literatur

Titel: Die (früh-)romantische Subjektivität und ihre Wirkung im Kontext der »literarischen Moderne«

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christian Rausch (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Epochenbegriffe sind Verallgemeinerungen und Abstraktionen, die die gesamtkulturellen Einzelerscheinungen eines historischen Abschnittes auf verbindende Merkmale reduzieren und nach typologischen Kriterien ordnen – dem jeweils spezifisch-individuellen Gehalt können und wollen sie nicht gerecht werden. Epochen-Grenzen/ -Übergänge markieren dabei einen signifikanten geistes-geschichtlichen Paradigmenwechsel, der sich als »Um-Denken«, »Neu-Denken« oder »Weiter-Denken« äußern kann. Die Frage nach der Gemeinsamkeit und Differenz von Romantik und literarischer Moderne im Hinblick auf ihren theoretisch-philosophischen und poetologischen, aber auch sozial-politischen, ökonomischen und wissenschafts-geschichtlichen Kontext berührt beides. Einerseits erfordert sie die Erarbeitung jeweils epochen-spezifischer Kennzeichen und Strukturen, die der inneren Heterogenität des Gegenstandes gerecht wird, andererseits verlangt sie eine diachronische und Epochen übergreifende Gesamtansicht, mit der Absicht Zusammenhänge/ Unterschiede/ Modifikationen/ Konfigurationen struktureller und inhaltlicher Art präzise zu erfassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Methodik und Grundlagenbestimmung

1.1 methodische Vorüberlegungen

1.2 Untersuchungsgegenstand und epochale Abgrenzung

2. Die Subjektivität in der europäischen Kulturgeschichte seit der frühen Neuzeit

2.1. Subjektivität seit der frühen Neuzeit bis Descartes

2.2. Kants Subjektbegriff der »prästabilierten« Identität

2.3. Fichtes subjektiver Idealismus

2.4. der (früh-)romantische Subjektdiskurs und seine modernen Ausprägungen

3. Spielarten (früh-)romantischer Subjektivität

3.1. Novalis: »Heinrich von Ofterdingen«

3.2. Tieck: »William Lovell«

4. Resümee: Aspekte (früh-)romantischer Subjektivität im Diskurs der literarischen Moderne

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die systematischen und ideengeschichtlichen Zusammenhänge zwischen der (früh-)romantischen Subjektivität und der literarischen Moderne, wobei die (früh-)romantische Neuakzentuierung des Subjekts als virulenter Subtext der modernen Literatur analysiert wird.

  • Methodische Untersuchung der Theoriekonzepte von Romantik und Moderne
  • Analyse des Subjektdiskurses von Descartes bis zum Impressionismus
  • Untersuchung der (früh-)romantischen Ästhetik anhand von Novalis' Heinrich von Ofterdingen
  • Kritische Analyse des Krisenbewusstseins in Tiecks William Lovell
  • Aufzeigen von Kontinuitäten zwischen frühromantischen Impulsen und moderner Subjekt-Destruktion

Auszug aus dem Buch

3.1. Novalis: »Heinrich von Ofterdingen«

Die frühromantische Poetik ist stark geprägt von der kritischen Auseinandersetzung mit Goethes »Lehrjahren«. Friedrich Schlegel und besonders Novalis erklären in ihren Studien zum »Wilhelm Meister« den Roman als poetologisches Vorbild. Novalis` poetisches Programm soll hier aber nicht auf Formkorrespondenzen mit Goethes Schaffen untersucht werden. Die formale Organisation des »Ofterdingen« wird daher ausschließlich im Kontext der frühromantischen Ästhetik und ihrer philosophisch-theoretischen Grundlagen analysiert. Um aber die Verschiebung und Differenz im Subjektdiskurs zwischen Klassik und (Früh-)Romantik zu exemplifizieren, soll zunächst ein kurzer Abriss der »Lehrjahre« zwischengeschaltet werden.

Als Prototyp des Bildungs-Romans verhandeln Goethes »Lehrjahre« die nun wiederholt als Kernproblematik der Epoche herausgestellte Frage nach der Wesenstotalität des Menschen und der Beziehung des Einzelnen zum Ganzen. Auch im Bildungsgedanken steht also die Verknüpfung derjenigen Felder zur Debatte, die sich im philosophischen Diskurs des 18. Jahrhunderts zunehmend als disparat erweisen: Freiheit/ Geist/ Moralität einerseits, Determination/ Natur andererseits. »Wilhelm Meister« sucht sich dabei zunächst in der Kunst, genauer im Theater zum »ganzen Menschen« zu bilden, wird jedoch schließlich als Chirurg auf seine Rolle in der bürgerlichen Gesellschaft zurückverwiesen. Der emphatische Anspruch des Einzelnen auf Ganzheit und freie Selbstverwirklichung wird im Roman skeptisch befragt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Methodik und Grundlagenbestimmung: Einführung in die methodischen Vorüberlegungen zur Epochenabgrenzung und Festlegung des Untersuchungsgegenstandes.

2. Die Subjektivität in der europäischen Kulturgeschichte seit der frühen Neuzeit: Historische Herleitung des Subjekts durch die philosophischen Konzepte von Descartes, Kant und Fichte im Kontrast zur Romantik.

3. Spielarten (früh-)romantischer Subjektivität: Analyse der Umsetzung romantischer Subjektvorstellungen und ihrer Krisen in den Werken von Novalis und Tieck.

4. Resümee: Aspekte (früh-)romantischer Subjektivität im Diskurs der literarischen Moderne: Zusammenfassende Betrachtung der Transformation romantischer Ansätze in die Subjekt-Destruktion der Moderne.

Schlüsselwörter

Subjektivität, Romantik, literarische Moderne, Frühromantik, Novalis, Ludwig Tieck, Identität, Bewusstsein, Ästhetik, Sensibilität, Entgrenzung, Rationalismuskritik, Impressionismus, Sinnlichkeit, Ganzheitssehnsucht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung der (früh-)romantischen Subjektivität und deren tiefgreifenden Einfluss auf literarische Konzepte der Moderne.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die philosophische Fundierung des Ich-Begriffs, das Spannungsfeld zwischen rationaler Objektivität und ästhetischer Subjektivität sowie die Krisenerfahrung des modernen Individuums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das "Um-Denken" und "Neu-Denken" von Subjektivität in der Romantik als wirkungsmächtigen Subtext der literarischen Moderne freizulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung ist theoriezentriert und vergleichend angelegt, wobei sie philosophische Subjektkonzepte mit literarischen Textbeispielen exemplifiziert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen von Descartes bis Fichte sowie die literarischen Ausprägungen anhand von Novalis' Heinrich von Ofterdingen und Tiecks William Lovell.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören unter anderem Subjektivität, (Früh-)Romantik, Moderne, Entgrenzung, Sensibilität und Identitätskrise.

Wie unterscheidet sich Novalis' Ansatz im Ofterdingen von Goethes Wilhelm Meister?

Während Goethe das Individuum skeptisch in die bürgerliche Ordnung integriert, strebt Novalis nach einer poetischen Durchdringung der Wirklichkeit, in der das Individuum selbst zum Ort der Ganzheit wird.

Warum wird Ludwig Tiecks William Lovell als "Krisenprotokoll" bezeichnet?

Der Roman wird so genannt, weil er die philosophische Ausweglosigkeit der Epoche widerspiegelt und durch die Perspektivvielfalt eine Orientierungslosigkeit erzeugt, die in der Zerstörung des Subjekts mündet.

Welche Rolle spielt der Begriff "Nervöse Romantik" bei Hermann Bahr?

Bahr nutzt diesen Begriff, um die moderne Hinwendung zur Innerlichkeit und das gesteigerte Interesse am Psychischen als eine Fortführung romantischer Impulse in der Moderne zu charakterisieren.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die (früh-)romantische Subjektivität und ihre Wirkung im Kontext der »literarischen Moderne«
Untertitel
Der Subjektdiskurs in Theorie und Literatur
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1,0
Autor
Christian Rausch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
28
Katalognummer
V268297
ISBN (Buch)
9783656593058
ISBN (eBook)
9783656593072
Sprache
Deutsch
Schlagworte
subjektivität wirkung kontext moderne« subjektdiskurs theorie literatur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Rausch (Autor:in), 2013, Die (früh-)romantische Subjektivität und ihre Wirkung im Kontext der »literarischen Moderne«, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/268297
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  28  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum