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Das Grundeinkommenskonzept am Beispiel von Goetz Werner

Titel: Das Grundeinkommenskonzept am Beispiel von Goetz Werner

Facharbeit (Schule) , 2012 , 16 Seiten , Note: 1-

Autor:in: Fabian Grieger (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Kaum ein Thema aus dem Bereich der Sozialpolitik scheint in Deutschland so zu polarisieren wie die Idee eines Grundeinkommens. Befürworter eines solchen Grundeinkommens finden sich in beinahe allen politischen Spektren. So finden sich erste Forderungen nach einem Grundeinkommen bereits in den Schriften von Thomas Paine (1736-1809), einer der Gründerväter der USA, aber auch der Philosoph John Stuart Mill (1806-1873) oder der Soziologe Erich Fromm (1900-1980) beschäftigten sich bereits mit jener neuartigen Idee. Doch auch der Ökonom Milton Friedman (1912-2006) entwickelte mit der „negativen Einkommenssteuer“ ein Modell des Grundeinkommens. Heute ist das Grundeinkommen wichtiger Gegenstand der politischen Debatte in Deutschland. Neben den Auseinandersetzungen in außerparlamentarischen Organisationen wie Attac oder in Gewerkschaften wie Ver.di erhält das Streitthema Grundeinkommen auch immer mehr Einzug in die innerparteilichen Debatten der Parteien in Deutschland. So hat die Piratenpartei ein bedingungsloses Grundeinkommen bereits zu einer ihrer zentralen Forderungen erhoben, doch auch in den aktuell im Bundestag vertretenen Parteien ist die Diskussion über ein solches System in vollem Gange. Die CDU hat eine Sonderkommission zur Entwicklung und Prüfung eines „Solidarischen Bürgergeldes“ eingeleitet, in der FDP wurde ein „liberales Bürgergeld“ entworfen, auf einem Parteitag der Grünen im November 2007 wurde die Aufnahme einer Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen in das Parteiprogramm mit knapper Mehrheit abgelehnt und in der Linken tobt eine heftige Debatte über ein solches Konzept.
Heute existieren also viele unterschiedliche Grundeinkommenskonzepte. Der DM-Gründer Götz Werner entwickelte eines dieser Modelle und polarisierte mit seinen Forderungen die öffentliche Debatte in Deutschland. Der Vorschlag von Götz Werner machte mich neugierig und erschien mir dazu geeignet das Grundeinkommen in einer Facharbeit zu untersuchen. Die ebenso faszinierende wie umstrittene Idee eines Grundeinkommens hinterließ viele offene Fragen. Was genau ist ein solches Grundeinkommen? Wie kann es funktionieren? Was würde es verändern? So soll das Ziel dieser Arbeit sein, diese grundsätzlichen Fragen zu untersuchen und einen kleinen Überblick über eventuelle Vorzüge und Nachteile eines solchen Modells zu erarbeiten

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialer Wandel und sozio-ökonomischer Hintergrund in Deutschland

2.1 Arbeitsmarktentwicklung

2.2 Zukunft der Sozialsysteme

2.3 Situation der Arbeit in Deutschland

3. Das Grundeinkommen nach Götz Werner

3.1 Modell und Finanzierung

3.2 Gesellschaftliche und ökonomische Ziele

4. Kritik am Grundeinkommen im Bezug auf Götz Werner

4.1 Kritik von Eckhard Stratmann-Mertens (Attac)

4.2 Kritik von Ralf Krämer (Ver.di)

4.3 Kritik von Norbert Blüm (CDU)

5. Schlussbetrachtung – Warum ein Grundeinkommen nach Götz Werner ein System mit Zukunft ist.

5.1 Sozialpolitische Aspekte

5.2 Gesellschaftliche und individuelle Aspekte

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Modell des bedingungslosen Grundeinkommens nach dem Unternehmer Götz Werner vor dem Hintergrund des sozialen Wandels und der aktuellen sozio-ökonomischen Situation in Deutschland. Ziel ist es, die Funktionsweise, die Finanzierbarkeit sowie die potenziellen Chancen und Risiken dieses Konzepts kritisch zu beleuchten und eine fundierte Einschätzung zu seiner Zukunftsfähigkeit zu formulieren.

  • Sozialer Wandel und die Krise der aktuellen Sozialsysteme
  • Struktur des Finanzierungsmodells nach Götz Werner
  • Kritische Auseinandersetzung mit Positionen aus Politik und Zivilgesellschaft
  • Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und den Begriff der Erwerbsarbeit
  • Perspektiven für individuelle Freiheit und gesellschaftliche Teilhabe

Auszug aus dem Buch

3.1 Modell und Finanzierung

Götz Werner fordert ein Grundeinkommen, das jedem Menschen in Deutschland monatlich ausgezahlt wird. Für ein Grundeinkommen legt Werner vier Bedingungen fest: „Es muss existenzsichernd sein, einen individuellen Rechtsanspruch bekunden, darf mit keiner Bedürftigkeitsprüfung einhergehen und keinem Zwang zur Arbeit.“ Unter dieser Bedingung soll die Höhe des tatsächlichen Einkommens über gesellschaftlichen Konsens festgelegt werden. Werner spricht häufig von einem Grundeinkommen in Höhe von 1000€ , perspektivisch sei aber ein Einkommen von 1500€ anzustreben. Kinder und Jugendliche würden die Hälfte erhalten. Die Finanzierung des Grundeinkommens basiert auf drei Stützen: Bisherige steuerfinanzierte Leistungen würden im Grundeinkommen zusammengefasst, dadurch würde kostenaufwendige Bürokratie abgebaut und die Mehrwertsteuer würde angehoben werden. Werner erwägt eine Konsumsteuer, wie er eine solche Mehrwertsteuer nennt, von 100 % auf den Nettopreis. Die tatsächliche Höhe ist aber von der Höhe des Grundeinkommens, das sie finanzieren soll, abhängig. Da alle anderen Steuern abgeschafft würden, bliebe die Kaufkraft des Konsumenten erhalten. Da im heutigen „Nettopreis“ bereits Einkommenssteuer etc. enthalten sind, würde sich der Bruttopreis nicht verändern. Eventuell könnten als zusätzliche Steuer lediglich eine Emissions- und Ressourcensteuer erhoben werden. Außerdem würden alle heutigen Sozialleistungen wie zum Beispiel das Bafög, das Wohn- und Kindergeld oder die Arbeitslosen- und Rentenversicherung entfallen. Die Krankenversicherung würde je nach Höhe des Grundeinkommens separat finanziert werden. „Alle über dem Transfer liegenden Sonderbedarfe bleiben anerkannt“ Nach Angaben von Finanzminister Wolfgang Schäuble betragen die Sozialausgaben Deutschlands bereits eine Billion, das entspräche 12.500€ pro Kopf, bei einem Grundeinkommen von 1000€ würden 12.000€ pro Kopf reichen. Eine Finanzierung des Grundeinkommens wäre, wie viele Ökonomen bestätigen, kein Problem. Ein Grundeinkommen müsse allerdings schrittweise eingeführt werden. Nach Werner sollten dazu ein Grundeinkommen und die Mehrwertsteuer parallel langsam angehoben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung und die aktuelle politische Relevanz der Grundeinkommensdebatte in Deutschland ein.

2. Sozialer Wandel und sozio-ökonomischer Hintergrund in Deutschland: Das Kapitel analysiert die Begriffe Armut und Arbeit sowie die prekäre Entwicklung am Arbeitsmarkt, die zur Notwendigkeit neuer Lösungsansätze führt.

3. Das Grundeinkommen nach Götz Werner: Hier wird das konkrete Modell von Götz Werner inklusive seiner Finanzierung über eine Konsumsteuer und die zugrunde liegenden gesellschaftlichen Ziele erläutert.

4. Kritik am Grundeinkommen im Bezug auf Götz Werner: In diesem Teil werden kritische Positionen von Vertretern aus Attac, Ver.di und der CDU gegenübergestellt, die vor allem ökologische und sozialpolitische Bedenken äußern.

5. Schlussbetrachtung – Warum ein Grundeinkommen nach Götz Werner ein System mit Zukunft ist.: Die abschließende Betrachtung bewertet das Konzept als Chance zur Demokratisierung der Wirtschaft und zur Befreiung des Menschen vom existentiellen Druck.

Schlüsselwörter

Grundeinkommen, Götz Werner, Sozialsysteme, Arbeitsmarkt, Konsumsteuer, Existenzsicherung, Sozialpolitik, Bedingungslosigkeit, Erwerbsarbeit, Prekäre Beschäftigung, Finanzierung, Demokratisierung, Gesellschaftlicher Wandel, Armutsrisiko, Solidarität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens am Beispiel des Konzeptes des DM-Gründers Götz Werner innerhalb der deutschen Sozialpolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Facharbeit?

Die zentralen Felder umfassen die sozio-ökonomische Lage Deutschlands, die Funktionsweise des vorgeschlagenen Finanzierungsmodells sowie die kritische Analyse der ökonomischen und sozialen Implikationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die grundsätzlichen Fragen zur Funktionsweise und Umsetzung eines Grundeinkommens zu klären und einen Überblick über die Vorzüge und Nachteile zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie eine Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Debatten und Statistiken zur Arbeitsmarktentwicklung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der aktuellen sozialen Problemlage, das spezifische Modell von Götz Werner sowie die Analyse kritischer Gegenpositionen aus dem politischen Spektrum.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Grundeinkommen, Konsumsteuer, existenzsichernde Leistungen, Arbeitsmarktstruktur und den Wandel des Arbeitsbegriffs definiert.

Welchen Kritikpunkt äußert Eckhard Stratmann-Mertens besonders?

Er kritisiert primär den Konflikt zwischen einem Grundeinkommensmodell und der notwendigen Begrenzung des wirtschaftlichen Wachstums für eine nachhaltige Politik.

Warum sieht Norbert Blüm das Grundeinkommen kritisch?

Blüm befürchtet eine Entkoppelung von Arbeit und Sozialleistung, die das Prinzip der Gegenseitigkeit in der sozialen Marktwirtschaft aushebelt und die Abhängigkeit vom Staat vergrößert.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Grundeinkommenskonzept am Beispiel von Goetz Werner
Note
1-
Autor
Fabian Grieger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
16
Katalognummer
V268103
ISBN (Buch)
9783656588627
ISBN (eBook)
9783656588696
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grundeinkommenskonzept beispiel goetz werner
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Grieger (Autor:in), 2012, Das Grundeinkommenskonzept am Beispiel von Goetz Werner, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/268103
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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