Die vorliegende Arbeit stellt die Ausarbeitung eines Referats in der Didaktik der politischen Bildung dar. Die betreffende Seminarsitzung in der Lehrveranstaltung „Aktuelle Tendenzen in der Politischen Bildung“ hat die Kontroverse zwischen der etablierten politischen Hochschuldidaktik und der kritischen politischen Bildung zum Inhalt.
Die in Form des Referats gestaltete Seminarsitzung ist auf Grund der zu behandelnden Thematik „kritische politische Bildung vs. affirmative politische Bildung“ in einen ersten und einen zweiten Teil gegliedert. Während die sich nach dem Einstieg in das Seminarthema anschließende Inputphase referentenzentriert und überwiegend frontal gestaltet ist, zeichnet sich der zweite Teil der Sitzung, in der die Gruppenarbeit in den Fightclubs und die anschließende Diskussion stattfindet, durch eine hohe Aktivität von Seiten der Seminargruppe und eine deutliche Zurückhaltung der Referenten aus.
Inhaltsverzeichnis
1. Sachanalyse
2. Bedingungsanalyse
3. Didaktisch - methodische Analyse
4. Reflexion des Referatsverlaufs
5. Quellen- und Literaturverzeichnis
6. Anhang (Materialien)
6.1. Schema des Brainstormings an der Tafel (inklusive Erwartungsbild)
6.2. Handout
6.3. Rollenkarten
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Kontroverse zwischen der etablierten politischen Hochschuldidaktik und der jungen Strömung der kritischen politischen Bildung auseinander, um deren theoretische Grundlagen zu beleuchten und für angehende Lehrkräfte erfahrbar zu machen.
- Theoretische Abgrenzung der kritischen politischen Bildung zur etablierten Politikdidaktik
- Analyse der fünf Kernthesen nach Frank Nonnenmacher
- Reflexion des Spannungsfeldes zwischen Demokratiepostulat und institutionellen Realitäten der Schule
- Einsatz handlungsorientierter Methoden wie dem „Fightclub“ zur aktiven Auseinandersetzung
Auszug aus dem Buch
1. Sachanalyse
Die betreffende Seminarsitzung in der Lehrveranstaltung „Aktuelle Tendenzen in der Politischen Bildung“ hat die Kontroverse zwischen der etablierten politischen Hochschuldidaktik und der kritischen politischen Bildung zum Inhalt. Für eine Thematisierung dieser Kontroverse im Rahmen des Studiums der politischen Bildung sprechen dabei diverse Gründe. Zum einen wurde der Fokus in der bisherigen didaktischen Ausbildung ausschließlich auf die in diesem Zusammenhang als „etablierte“ politische Bildung bezeichnete Hochschuldidaktik gelegt. Dies meint die Theorieschule rund um die GPJE und somit bedeutende Didaktiker wie Sander, Massing, Detjen, Gieseke und andere.
Die vergleichsweise junge kritische politische Bildung erhielt demgegenüber noch keinerlei Beachtung innerhalb der didaktischen Ausbildung. Eine Tatsache, die es umso wichtiger erscheinen lässt, sich mit eben jener, vergleichsweise neuen, Theorieschule zu befassen. Des Weiteren ist es nur angemessen, sich in einer Lehrveranstaltung, die ihren Fokus auf aktuelle Entwicklungen in der sozialwissenschaftlichen Bildung legt, nicht nur mit stark praxisbezogenen Themen auseinanderzusetzen, sondern auch einmal den Blick auf die Theorie ihres Faches zu lenken und in diesem Zusammenhang aktuelle Debatten und Kontroversen zu verfolgen und zu thematisieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Sachanalyse: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Grundlagen der kritischen politischen Bildung dar und setzt sie in den Kontext zur etablierten Politikdidaktik, wobei insbesondere die fünf Kernthesen nach Nonnenmacher erläutert werden.
2. Bedingungsanalyse: Hier werden die Voraussetzungen der Seminargruppe, ihr Wissensstand und die räumlich-technischen Rahmenbedingungen für die Durchführung des Referats reflektiert.
3. Didaktisch - methodische Analyse: Dieses Kapitel beschreibt den methodischen Aufbau der Seminarsitzung, inklusive der Einstiegsphase, der Inputphase und der Gestaltung der interaktiven „Fightclubs“.
4. Reflexion des Referatsverlaufs: Die Autoren bewerten den Verlauf des Referats, ziehen ein Fazit zur Methodenwahl und identifizieren Verbesserungspotenziale für zukünftige Sitzungen.
5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Literatur und Handbuchbeiträge.
6. Anhang (Materialien): Enthält ergänzende Dokumente zur Sitzung, darunter das Brainstorming-Schema, das Handout und die spezifischen Rollenkarten für die Übungen.
Schlüsselwörter
Kritische politische Bildung, Politikdidaktik, Frank Nonnenmacher, Kontroversität, Demokratiepostulat, Interdisziplinarität, Handlungsorientierung, Fightclub, Emanzipation, Partizipation, Hochschuldidaktik, Urteilskompetenz, Sozialstaatlichkeit, Kritische Theorie, Schulischer Politikunterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die theoretische Auseinandersetzung zwischen der etablierten politischen Hochschuldidaktik und der neueren Strömung der kritischen politischen Bildung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Kernthesen von Frank Nonnenmacher, die Kritik am „nationalstaatlichen Container“ und die Frage nach der demokratischen Gestaltung des Unterrichts.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, das theoretische Verständnis dieser neuen Strömung bei Studierenden zu fördern und die Kontroverse durch eine innovative Lehrmethode erfahrbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktische Analyse vorgenommen, ergänzt durch eine handlungsorientierte Simulationsmethode namens „Fightclub“.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der Theorien, eine Bedingungsanalyse der Lerngruppe und eine methodische Aufbereitung des Referats.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen kritische politische Bildung, Partizipation, Urteilskompetenz und der handlungsorientierte „Fightclub“.
Was genau ist die „Fightclub“-Methode im Kontext dieses Referats?
Es handelt sich um eine simulierte Debatte, in der Kleingruppen die Positionen der etablierten Didaktik gegen die der kritischen politischen Bildung verteidigen, um ein vertieftes Verständnis der Kontroverse zu erlangen.
Warum wurde die Methode des „Fightclubs“ gewählt?
Die Methode wurde gewählt, um die Studierenden aktiv in den Lernprozess einzubinden, Empathie für unterschiedliche Positionen zu wecken und eine tiefere Auseinandersetzung als durch rein frontale Vermittlung zu ermöglichen.
Welchen Widerspruch der Schule thematisiert Nonnenmacher?
Nonnenmacher weist darauf hin, dass die Schule als Institution selbst oft wenig demokratisch ist (z.B. Anwesenheitspflicht, fehlende Mitbestimmung), was im Widerspruch zum Ziel einer demokratischen Bildung steht.
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- Franziska Letzel (Author), 2013, Kritische politische Bildung vs. affirmative politische Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/267553