Zunächst wird ein in Überblick über die aktuelle Situation in Deutschland gegeben. Anschließend wird der Fokus auf die Risiken gelegt, die mit starkem Übergewicht einhergehen. Hierbei sollen sowohl physische als auch psychische Faktoren betrachtet werden. Im letzten Teil werde ich das Konzept der Bewegten Schule als Präventionsmaßnahme analysieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Ubergewicht und Adipositas bei Jugendlichen und Kindern
2.1 Klassifizerung
2.2 Deutschland im internationalen Vergleich
2.3 Situation in Deutschland
3 Gefahren von Ubergewicht und Adipositas im Jugendalter
3.1 Medizinische Folgeerscheinungen
3.2 Soziale Probleme
3.3 Psychische Probleme
4 Die Bewegte Schule
4.1 Definition
4.2 Begrundungsansätze
4.2.1 Lerntheoretische Begrundungsansätze
4.2.2 Medizinische Begrundungsansätze
4.2.3 Soziale Begrundungsansätze
4.3 Die Bewegte Schule als Adipositasprävention
5 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesundheitlichen, sozialen und psychischen Gefahren von Adipositas im Kindes- und Jugendalter und analysiert kritisch, inwieweit das Konzept der „Bewegten Schule“ als Präventionsmittel geeignet ist, um diesem gesellschaftlichen Problem entgegenzuwirken.
- Aktuelle Situation von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland
- Medizinische, soziale und psychische Folgen von starkem Übergewicht
- Grundlagen und Zielsetzung des Konzepts „Bewegte Schule“
- Empirische Untersuchung der Wirksamkeit von Bewegungsinitiativen an Schulen
Auszug aus dem Buch
3.1 Medizinische Folgeerscheinungen
Übergewicht und Adipositas zeigen in der Regel viele Begleiterkrankungen, die eine Vielzahl von Organsystemen betreffen können. Besonders gefährdet ist das Herz-Kreislaufsystem, dessen Erkrankung die häufigste Todesursache in Deutschland darstellt (vgl. Kartner 2012). Die Ausprägung und der Grad der Erkrankung korreliert hierbei mit dem BMI. So zeigt sich bis zu einem Wert von 30 ein nur leichter Anstieg der Mortalität und Morbidität aufgrund von übergewichtsbegleitenden Erkrankungen. Ab einem BMI von 30 nimmt dieser Anstieg jedoch stark zu.
Dass Kinder und jugendliche durch ihr junges Alter vor Begleiterkrankungen geschützt sind, darf, wie bereits gesagt, nicht angenommen werden. Auch bei ihnen treten Adipositas-assoziierte Begleiterscheinungen auf, die Auswirkungen auf ihren gesamten Lebensverlauf haben können (vgl. Lehrke, Lassle 2010). So fanden Most et al. (2012) heraus, dass Menschen, die als Kinder stark übergewichtig waren, nach 55 Jahren ein erhöhtes Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko aufweisen, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt einen durchschnittlichen BMI haben. Zusammen mit der Tatsache, dass sich bei übergewichtigen Kindern eine erhöhte Wahrscheinlichkeit zeigt, auch im Erwachsenenalter noch übergewichtig zu sein, zeigt dies, wie wichtig es ist, Übergewicht und Adipositas so früh wie möglich zu bekämpfen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Adipositas-Situation bei Kindern in Deutschland und erläutert das Ziel, das Konzept der Bewegten Schule als Präventionsmaßnahme zu analysieren.
2 Ubergewicht und Adipositas bei Jugendlichen und Kindern: Dieses Kapitel thematisiert die Klassifizierung mittels BMI und beleuchtet die Verbreitung von Übergewicht im nationalen und internationalen Vergleich.
3 Gefahren von Ubergewicht und Adipositas im Jugendalter: Der Abschnitt erläutert die vielfältigen physischen, sozialen und psychischen Risiken, die mit Adipositas einhergehen, und betont die langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit.
4 Die Bewegte Schule: Hier wird das Konzept der Bewegten Schule definiert, wissenschaftlich begründet und dessen Wirksamkeit anhand von Studien zur Adipositasprävention untersucht.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Herausforderungen bei der Umsetzung präventiver schulischer Ansätze sowie die Notwendigkeit gesellschaftlicher Veränderungen im Umgang mit Betroffenen.
Schlüsselwörter
Adipositas, Kindesalter, Jugendalter, Bewegte Schule, Prävention, BMI, medizinische Folgeerscheinungen, soziale Ausgrenzung, Stigmatisierung, psychische Belastung, Schulsport, Gesundheitsförderung, Körpergewicht, Lebensstil, Ernährung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Problematik von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland und prüft die Wirksamkeit der „Bewegten Schule“ als präventiven Ansatz.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die medizinischen, psychischen und sozialen Gefahren von Übergewicht sowie die pädagogischen Möglichkeiten der Schule, durch Bewegungsangebote gesundheitliche Prävention zu leisten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Nutzen der „Bewegten Schule“ zur Reduzierung von Übergewicht zu evaluieren und aufzuzeigen, ob dieses Konzept die weitere Zunahme von Adipositas bei Schülern verhindern kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und wertet relevante wissenschaftliche Studien und Erhebungen (wie Schulanfängerscreenings und Längsschnittstudien) aus.
Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die klinischen und sozio-psychologischen Risiken für adipöse Kinder detailliert dargestellt, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse der „Bewegten Schule“ und ihrer verschiedenen Begründungsansätze.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Besonders prägend sind Adipositas, Bewegte Schule, Prävention, Stigmatisierung und gesundheitliche Folgen im Kindes- und Jugendalter.
Warum wird der BMI als Klassifizierungsinstrument kritisch betrachtet?
Obwohl der BMI ein Standardmaß ist, erfordert seine Anwendung bei Kindern aufgrund abweichender Körperrelationen eine spezielle Modulation und Berücksichtigung der Altersgruppen, um valide Werte zu erhalten.
Welche Rolle spielt die soziale Herkunft bei der Adipositasproblematik?
Studien belegen, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien oder Familien mit Migrationshintergrund häufiger von Adipositas betroffen sind, was die Problematik der sozialen Ausgrenzung weiter verschärft.
Wie effektiv ist die „Bewegte Schule“ laut den zitierten Studien tatsächlich?
Erste Studien deuten auf positive Effekte hin, insbesondere an Schulen mit geringerem Anteil sozial benachteiligter Kinder, doch die Datenlage ist noch nicht ausreichend für ein endgültiges Urteil über die universelle Wirksamkeit.
Welche Barrieren gibt es bei der Umsetzung der „Bewegten Schule“?
Neben mangelnder Lehrerausbildung wird als Hürde genannt, dass trotz hoher Akzeptanz des Konzepts die praktische Umsetzung im Schulalltag, wie etwa Bewegungspausen, häufig scheitert.
- Arbeit zitieren
- Tim Behrens (Autor:in), 2012, Gefahren durch Adipositas im Kindes- und Jugendalter. Das Konzept der Bewegten Schule, ein geeignetes Präventionsmittel?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/267530