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Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft?

Ein Beitrag zur Debatte um die Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft im 19. Jh. im Kontext der Darstellung von Heinrich Rickert

Title: Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft?

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anna Block (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Besondern mit Heinrich Rickert und seiner Position im Kontext der Debatte um die Natur- und Geisteswissenschaften im Kreis des Neukantianismus. Chronologisch tritt Heinrich Rickert in den Kreis der „Debattierenden“ nach Dilthey und Windelband und möchte den Begriff Kulturwissenschaft als Gegenbegriff zur Naturwissenschaft instruieren und gerade nicht die Begriffe Geisteswissenschaften (Dilthey) oder Historische Wissenschaften (Windelband) übernehmen, weil beide Begriffe im Hinblick auf den Objektbereich der betreffenden Wissenschaften (materiale Gesichtspunkte) und die Methodologie (formale Gesichtspunkte) zu irreführenden Einteilungsmöglichkeiten der Einzelwissenschaften gelangen und diese unzureichend beschreiben. Rickert bezieht sich bei seiner Kritik besonders auf die scheinbar unreflektierte Gegenüberstellung der Mechanik und der Psychologie und deren je „vorbildlichen“ Methoden für die Einzelwissenschaften als grundlegendste Vertreter der Körper- beziehungsweise Geisteswissenschaft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Heinrich Rickert (* 25.5. 1863 Danzig, † 28.7. 1936 Heidelberg)

a. Zur vita Heinrich Rickerts

b. Die Südwestdeutsche Schule (Windelband und Rickert)

c. Grundzüge des Werkes Heinrich Rickerts

III. Analyse des Auszugs aus Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft (S. 10- 38)

a. Der Hauptgegensatz (S. 10- 17)

b. Natur und Kultur (S. 17- 28)

c. Begriff und Wirklichkeit (S. 28- 38)

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Philosophie Heinrich Rickerts sowie dessen methodologische Abgrenzung der Kulturwissenschaften von den Naturwissenschaften innerhalb des Neukantianismus systematisch zu erschließen und kritisch zu beleuchten.

  • Historische Einordnung des Neukantianismus und der Südwestdeutschen Schule.
  • Biographische und philosophische Grundlagen des Werkes von Heinrich Rickert.
  • Methodologische Differenzierung zwischen Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft.
  • Analyse der Begriffe "Natur" und "Kultur" sowie deren relationale Werttheorie.
  • Untersuchung der erkenntnistheoretischen Begriffe von "Wirklichkeit" und "Abbildung".

Auszug aus dem Buch

Natur und Kultur (S. 17- 28)

Rickert analysiert die Begriffe Natur und Kultur in ihrem ursprünglichen Sinn. Die Naturprodukte sind demnach diejenigen, die frei aus der Erde erwachsen und seinem eigenem Wachstum überlassen sind. Kulturprodukte sind diejenigen, die von einem handelndem Menschen direkt hervorgebracht, oder wenn sie schon vorhanden sind, durch einen daran haftenden Wert absichtlich gepflegt werden. Entscheidend ist hier der Wertgedanke, denn in allen Kulturvorgängen ist irgendein von Menschen anerkannter Wert verkörpert, weshalb man sich letztlich auch damit beschäftigt. Im Gegensatz dazu müssen alle Naturobjekte ohne Rücksicht auf Werte betrachtet werden.

An allen Kulturgütern haften also Werte, die nun von Rickert Güter genannt werden, um diese als wertvolle Wirklichkeiten von den Werten selbst zu unterscheiden, die nicht wirklich sind, sondern ähnlich wie die Ideen bei Platon behaftet sind. Rickert schließt seine Überlegungen zum Objektbereich, indem er noch einmal festhält, dass man durch die Beziehung auf Werte klar zwei verschiedene wissenschaftliche Objektbereiche trennen kann.

Rickert erklärt, dass dieser materiale Unterschied auch anders formulierbar ist, wenn man den eigentlich methodologischen Begriff „Verstehen“ bemerkt und ihm den Begriff „Wahrnehmen“ entgegenstellt. So erklärt wäre die Natur das bedeutungsfreie, unverständliche nur wahrnehmbare und die Kultur das bedeutungsvolle, verstehbare Sein.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einführung bettet den Neukantianismus in den philosophischen Kontext der Jahrhundertwende ein und begründet das Interesse an Heinrich Rickerts Position im Streit um die Abgrenzung der Wissenschaften.

II. Heinrich Rickert (* 25.5. 1863 Danzig, † 28.7. 1936 Heidelberg): Dieses Kapitel beleuchtet das Leben und das philosophische Umfeld Rickerts, insbesondere seine Prägung durch Windelband und seine Verortung in der Südwestdeutschen Schule.

III. Analyse des Auszugs aus Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft (S. 10- 38): Hier wird der Kern von Rickerts Argumentation analysiert, wobei die materialen und formalen Unterscheidungsprinzipien zwischen Natur- und Kulturwissenschaften im Zentrum stehen.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz von Rickerts Systematik zusammen und ordnet seine Begriffsbildung kritisch in die spätere wissenschaftshistorische Debatte ein.

Schlüsselwörter

Neukantianismus, Heinrich Rickert, Kulturwissenschaft, Naturwissenschaft, Südwestdeutsche Schule, Werttheorie, Erkenntnistheorie, Geisteswissenschaften, Methodologie, Heterothetik, Begriffsbildung, Wirklichkeit, Wertbezug, Wilhelm Windelband, Abbildtheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die philosophische Systematik Heinrich Rickerts und seine Bemühungen, die Kulturwissenschaften methodisch fundiert gegen die Naturwissenschaften abzugrenzen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Wertetheorie, die methodologische Unterscheidung von Natur und Kultur sowie die Analyse der Begriffsbildung in den empirischen Wissenschaften.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die philosophische Begründung der selbstständigen Existenz der Kulturwissenschaften und die Klärung ihrer spezifischen methodischen Abgrenzung von der Naturforschung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine systematische Textanalyse und philosophiegeschichtliche Rekonstruktion von Rickerts Schriften, um dessen Argumentationsstruktur freizulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Einführung, die Einbettung in die Südwestdeutsche Schule und eine detaillierte Analyse der zentralen Kategorien (Natur vs. Kultur, Begriff vs. Wirklichkeit) aus Rickerts Werk.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Neukantianismus, Werttheorie, Kulturwissenschaft, methodologische Abgrenzung und Erkenntnistheorie bestimmt.

Warum lehnt Rickert den Begriff "Geisteswissenschaften" für sein Modell ab?

Rickert hält den Begriff der Geisteswissenschaften für zu unpräzise, da er wissenschaftstheoretisch nicht scharf zwischen den verschiedenen Objektbereichen und methodischen Interessen unterscheidet.

Was versteht Rickert unter dem "heterothetischen Prinzip"?

Das Prinzip besagt, dass jede These eine Gegenüberstellung (Heterothesis) erfordert, um Differenzierungen wie Form/Inhalt oder Wert/Wirklichkeit logisch präzise vorzunehmen.

Wie unterscheidet Rickert methodisch zwischen Kultur und Natur?

Er differenziert über den Wertbezug: Während Naturobjekte wertfrei betrachtet werden, zeichnen sich Kulturobjekte durch einen inhärenten Wert aus, der ein "Verstehen" statt nur ein "Wahrnehmen" ermöglicht.

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Details

Title
Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft?
Subtitle
Ein Beitrag zur Debatte um die Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft im 19. Jh. im Kontext der Darstellung von Heinrich Rickert
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,3
Author
Anna Block (Author)
Publication Year
2012
Pages
18
Catalog Number
V267320
ISBN (Book)
9783656583134
ISBN (eBook)
9783656583158
Language
German
Tags
Rickert Neukantianismus Debatte 19. Jahrhundert Heinrich Rickert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Block (Author), 2012, Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/267320
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