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Zur Shop-Startseite › Arbeitswissenschaft / Ergonomie

Burnout am Arbeitsplatz und die Rolle der Akzeptanz präventiver Maßnahmen

Titel: Burnout am Arbeitsplatz und die Rolle der Akzeptanz präventiver Maßnahmen

Diplomarbeit , 2012 , 134 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Andreas Patana (Autor:in)

Arbeitswissenschaft / Ergonomie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sehen sich Unternehmen zunehmend einem gesteigerten Wettbewerbsdruck konfrontiert. Dieses Streben nach Wachstum geht mit unbeständigen Beschäftigungsverhältnissen, einer zunehmenden Eigenverantwortung und anwachsenden Weiterbildungsanforderungen seitens der Mitarbeiter einher, welche Aspekte einer sich stetig ändernden Arbeitswelt darstellen. Hinzu kommt ein gesteigerter Stellenabbau, welcher zu einer Verringerung der Arbeitsplatzsicherheit führt und in Kombination mit der zunehmenden Globalisierung und des technischen Fortschritts die Arbeit an sich immer rasanter und fordernder wird. Diese Umstände sind ursächlich für immer intensivere und komplexere Leistungsanforderungen an die Mitarbeiter und langfristig gesehen können diese zu einer psychischen Überforderung führen. Dieser Sachverhalt betrifft zunächst lediglich das Individuum, jedoch wird auch zunehmend das gesamte Unternehmen und deren Zielerreichung davon beeinflusst. Die Folgen einer psychischen Überforderung betreffen somit nicht nur das Individuum an sich, sondern beeinflussen die gesamte Organisation. Innerhalb der letzten Jahre haben arbeitsbezogener Stress und Burnout in alarmierender Weise weltweit zugenommen. Diese Sachverhalte verdeutlichen die Relevanz von Präventionsmaßnahmen innerhalb der Unternehmen mit dem Ziel, die Mitarbeiter zukünftig vor psychischen Erkrankungen zu schützen bzw. bereits aufgetretene Symptome zu mildern. Hierbei lassen sich individuelle, organisatorische und kombinierte Ansätze differenzieren, welche einerseits das Individuum stärken und andererseits versuchen, aufkommende Stressoren innerhalb der Arbeitswelt zu reduzieren. Solche vorbeugenden Maßnahmen müssen allerdings von den jeweiligen Mitarbeitern akzeptiert werden. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses dieser Arbeit steht die Bedeutung der Akzeptanz seitens der Mitarbeiter, im Bezug auf Präventionsmaßnahmen gegen Burnout. Die Existenz dieser Forschungsfrage begründet sich durch die Tatsache, dass ohne die nötige Akzeptanz der Mitarbeiter auch die effektivste Maßnahme wenig gewinnbringend erscheint. Das Ziel dieser Arbeit liegt also in der empirischen Erforschung möglicher Faktoren, welche eine Beeinflussung auf die Akzeptanz ausüben und auf welche Weise diese im organisatorischen Rahmen verbessert werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit

2. Psychische Belastung und Beanspruchung

2.1 Das Belastungs-Beanspruchungs-Konzept nach Rohmert

2.2 Das transaktionale Stressmodell von Lazarus

2.2.1 Einfluss von Persönlichkeits- und Umweltfaktoren

2.2.2 Der Bewertungsprozess

2.2.3 Das Konzept der Bewältigungsstrategien

3. Das Konstrukt Burnout

3.1 Theorie nach Maslach

3.1.1 Die drei Dimensionen des Burnouts

3.1.2 Das Maslach Burnout Inventory (MBI)

3.1.3 Moderierende Variablen zwischen Person und Arbeitswelt

3.2 Das Engagement als Gegenpol zu Burnout

4. Die Prävention eines Burnouts

4.1 Individuelle Ansätze

4.1.1 Empirische Befunde individueller Maßnahmen

4.1.2 Analyse einer individuellen Maßnahme

4.1.2.1 Methodik

4.1.2.2 Durchführung

4.1.2.3 Diskussion der Ergebnisse

4.2 Organisatorische Ansätze

4.2.1 Analyse einer organisatorischen Maßnahme

4.2.1.1 Methodik

4.2.1.2 Durchführung

4.2.1.3 Ergebnisse

4.2.2 Diskussion der Ergebnisse

4.3 Kombinatorische Ansätze

4.3.1 Empirische Befunde kombinatorischer Maßnahmen

4.3.2 Analyse einer kombinatorischen Maßnahme

4.3.2.1 Methodik

4.3.2.2 Durchführung

4.3.2.3 Ergebnisse

4.3.3 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse

4.4 Zwischenfazit der Prävention von Burnout

5. Die Theorie der Akzeptanz

5.1 Modelle der Akzeptanzforschung

5.2 Das Technology Acceptance Model (TAM)

5.2.1 Einflussfaktoren auf die Akzeptanz

5.2.2 Empirische Befunde des TAM

5.2.3 Kritische Betrachtung des TAM

5.3 Konstruktion eines Akzeptanzmodells für Präventionsmaßnahmen gegen Burnout

5.4 Hypothesenableitung für ein Akzeptanzmodell von Präventionsmaßnahmen gegen Burnout

6. Empirische Untersuchung der Akzeptanz von Präventionsmaßnahmen gegen Burnout

6.1 Methodik

6.2 Das Untersuchungsinstrument

6.2.1 Fragebogenkonstruktion

6.2.2 Aufbau des Fragebogens

6.3 Statistische Einführung in die angewandten Methoden

6.4 Ergebnisse der empirischen Studie

6.4.1 Betrachtung der relevanten Gütekriterien

6.4.2 Auswertung des MBI

6.4.3 Untersuchung möglicher Präventionsmaßnahmen gegen Burnout

6.4.4 Analyse der Akzeptanzausprägung

6.4.5 Überprüfung des Akzeptanzmodells

6.4.6 Ergebnisse weiterer Hypothesen

6.5 Interpretation der Ergebnisse

7. Zusammenfassung

8. Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Konzept der psychischen Beanspruchung und das Konstrukt Burnout zu beleuchten sowie die Rolle der Akzeptanz von Mitarbeitern gegenüber präventiven Maßnahmen in Unternehmen zu erforschen, wobei ein Modell auf Basis des Technology Acceptance Model (TAM) gebildet und empirisch untersucht wird.

  • Psychische Belastung und Beanspruchung am Arbeitsplatz
  • Theoretische Grundlagen und Dimensionen des Burnout-Konstrukts
  • Analyse individueller, organisatorischer und kombinatorischer Präventionsansätze
  • Theorie und Modellbildung der Akzeptanzforschung
  • Empirische Untersuchung der Akzeptanz präventiver Maßnahmen in einem Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3.1 Theorie nach Maslach

Die Arbeitswelt spielt eine zentrale Rolle für den psychischen und physischen Gesundheitszustand einer Person. Dies beinhaltet nicht nur das Einkommen, sondern bildet eine Quelle für Zufriedenheit, gesellschaftlichen Status und sozialer Unterstützung. Andererseits kann diese auch negative Einflüsse auf die Gesundheit eines Menschen besitzen, bspw. in Form eines Burnouts.71

Nach Maslach wird Burnout als „... a state of exhaustion in which one is cynical about the value of one’s occupation and doubtful of one’s capacity to perform”72 definiert.

Hierbei wird Burnout als anhaltende Reaktion auf chronische, interpersonelle Stressoren innerhalb der Arbeitswelt verstanden und als zeitlich stabil angesehen.73 Eine besonders große Gefahr, einen Burnout zu erleiden, besteht im Zuge ungünstiger Konstellationen zwischen individuellen Eigenschaften und organisatorischen Bedingungen. Dies geschieht, wenn eine Person selbstlos agiert, also fremde Bedürfnisse den eigenen vorzieht, gepaart mit einer hohen Beanspruchung und geringen Bewältigungsressourcen.74 Soziodemographische Analysen zeigen, dass Singles im Vergleich zu Verheirateten und junge Arbeitnehmer im Vergleich zu älteren einem höheren Risiko von Burnout ausgesetzt sind. Diese Argumente sind ein Indiz dafür, dass die Ursache von Burnout eher innerhalb der Umwelt als der Person zu finden ist.75

Als Auslöser wird allgemein ein anhaltendes Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und den dafür benötigten Ressourcen gesehen. Mit Hinblick auf Lazarus, kann dieses Verhältnis auf die Beziehung zwischen dem Individuum und seiner Umwelt herunter gebrochen werden. Innerhalb der Arbeitswelt hat sich eine Sichtweise durchgesetzt, welche Stressoren im Bezug auf eine Diskrepanz zwischen der Person und ihrem Job als Ursache sieht. Diese Gründe liegen in einer unzureichenden sozialen Unterstützung sowie einem Mangel an Personal und Ausstattung, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.76

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Problematik steigender psychischer Überforderungen in der Arbeitswelt und Zielsetzung der Arbeit.

2. Psychische Belastung und Beanspruchung: Theoretische Herleitung psychischer Beanspruchung anhand des Modells von Rohmert und des Stressmodells von Lazarus.

3. Das Konstrukt Burnout: Detaillierte Darstellung des Burnout-Begriffs nach Maslach, der Dimensionen und moderierender Variablen sowie des Engagements.

4. Die Prävention eines Burnouts: Analyse verschiedener individueller, organisatorischer und kombinatorischer Präventionsmaßnahmen sowie deren Effektivität.

5. Die Theorie der Akzeptanz: Grundlagen der Akzeptanzforschung und Konstruktion eines eigenen Akzeptanzmodells basierend auf dem Technology Acceptance Model (TAM).

6. Empirische Untersuchung der Akzeptanz von Präventionsmaßnahmen gegen Burnout: Durchführung einer empirischen Studie in einem Unternehmen, inklusive Methodik, Ergebnissen und statistischer Auswertung.

7. Zusammenfassung: Synthese der theoretischen Erkenntnisse und empirischen Ergebnisse zur Prävention von Burnout.

8. Ausblick: Diskussion künftiger Forschungsbedarfe und Handlungsempfehlungen für Unternehmen.

Schlüsselwörter

Burnout, psychische Beanspruchung, Prävention, Akzeptanz, Technology Acceptance Model, Stressmodell, Maslach Burnout Inventory, Engagement, Arbeitszufriedenheit, individuelle Maßnahmen, organisatorische Maßnahmen, Arbeitsprozesse, soziale Unterstützung, empirische Studie, Mitarbeiterbefragung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht das Phänomen Burnout im Arbeitskontext und analysiert, welche Rolle die Akzeptanz der Mitarbeiter bei der Einführung präventiver Maßnahmen spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt psychische Belastung, das Burnout-Konstrukt nach Maslach, verschiedene Präventionsstrategien (individuell, organisatorisch, kombinatorisch) sowie die theoretische Akzeptanzforschung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erforschung von Faktoren, die die Akzeptanz präventiver Maßnahmen beeinflussen, und die Entwicklung eines auf dem Technology Acceptance Model (TAM) basierenden Modells zur Evaluation dieser Akzeptanz.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden eine theoretische Literaturanalyse sowie eine empirische Untersuchung in einem mittelständischen Unternehmen mittels Online-Fragebogen durchgeführt, die Daten werden anschließend statistisch ausgewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Stress und Burnout, die detaillierte Vorstellung von Interventionsmöglichkeiten und deren empirische Wirksamkeit, sowie die Modellbildung und empirische Validierung der Akzeptanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Burnout, Prävention, Akzeptanz, Maslach Burnout Inventory, Arbeitsbelastung, psychische Beanspruchung, Technology Acceptance Model.

Wie wurde das Burnout-Level der Teilnehmer erhoben?

Das Burnout-Level wurde mithilfe des Maslach Burnout Inventory (MBI-GS), einer deutschen Fassung des Inventars, in einer Online-Befragung erhoben.

Welches Modell dient als theoretische Grundlage für die Akzeptanz-Analyse?

Als theoretische Basis dient das Technology Acceptance Model (TAM) nach Davis, welches durch soziale Aspekte ergänzt wurde, um die spezifischen Bedingungen der Arbeitswelt besser abzubilden.

Ende der Leseprobe aus 134 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Burnout am Arbeitsplatz und die Rolle der Akzeptanz präventiver Maßnahmen
Hochschule
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
Note
1,3
Autor
Andreas Patana (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
134
Katalognummer
V267232
ISBN (Buch)
9783656573036
ISBN (eBook)
9783656573043
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Burnout Prävention Burnout Akzeptanz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Patana (Autor:in), 2012, Burnout am Arbeitsplatz und die Rolle der Akzeptanz präventiver Maßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/267232
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