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Kirchen-und Religionskritik in Theodor Storms Novelle "Im Schloß"

Titel: Kirchen-und Religionskritik in Theodor Storms Novelle "Im Schloß"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Susann Schlömilch (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„[D]iese Arbeit bin ich selbst, mehr als irgend etwas, das ich sonst in Prosa schon geschrieben hätte.“ Mit diesen Worten beschreibt Theodor Storm seine Novelle "Im Schloß". In diesem Werk, das von der dreifachen Befreiung der jungen Adeligen Anna aus den „Banden der Religion, der Klasse und der Ehe [...]“ handelt, setzt sich Storm mit den metaphysischen, sozial-politischen und menschlich-moralischen Problemen seiner Zeit auseinander. Von besonderer Bedeutung ist hierbei seine kritische Auseinandersetzung mit Religion sowie der Verbindung von Kirche und Adel. [...]

Gegenstand dieser Arbeit ist die Frage, welche Aspekte von Kirchen- und Religionskritik20 in der Novelle Im Schloß dargestellt werden. Dies wird anhand der Betrachtung der verschiedenen Figuren realisiert. Im Anschluss daran wird dargestellt, wie in der Novelle die Liebe als neue Religion entfaltet wird. Diese Thematik und die Befunde der Untersuchung der Figuren werden im Fazit gebündelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kirchen- und Religionskritik

2.1. Die alte Exzellenz – Repräsentant einer überkommenen Zeit

2.2. Anna – zwischen Märchenwelt und Kinderglauben

2.3. Der Oheim – Naturforscher als wahre Nachfolger

2.4. Arnold – idealer Bildungsbürger und „Phantast“

2.5. Die Liebe als neue Religion

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Kirchen- und Religionskritik in Theodor Storms Novelle "Im Schloß" anhand der Figurenkonstellationen sowie die Entfaltung der Liebe als neue, diesseitige Religion.

  • Analyse der religionskritischen Dimensionen im Werk
  • Untersuchung der aristokratischen Standesdünkel und deren Verfall
  • Gegenüberstellung von Naturwissenschaft und religiösem Kinderglauben
  • Bedeutung der Liebesbeziehung als Emanzipationsprozess der Hauptfigur Anna

Auszug aus dem Buch

2.3. Der Oheim – Naturforscher als wahre Nachfolger

der Einzige von der Schloßgesellschaft, der sich zuweilen unten im Dorf blicken ließ und auch mit den Leuten im Felde mitunter einen kurzen Diskurs führte; denn im heißen Sommer oder an hellen Frühlingstagen pflegte er weit umher zu wandern, um allerhand Geziefer einzusammeln, das er dann in Schachteln und Gläsern mit nach Hause nahm. (480)

Auch die positive Beschreibung des naturwissenschaftliche Studien betreibenden Oheims kontrastiert gravierend die im oberen Abschnitt dargestellte alte Exzellenz. Der Oheim, der tief mit Anna verbunden ist, spielt „[e]ine entscheidende Rolle in ihrer geistigen Entwicklung [...]“42 und Emanzipation. So hinterfragt er Annas starke Faszination für die Märchenwelt: ‚glaubst Du denn all‘ das dumme Zeug?‘ (494) und versucht stattdessen, sie am Beispiel der Anatomie einer Stubenfliege (vgl. 494) für die „Wunder der Natur“ (494) zu begeistern, was ihm allerdings nicht gelingt:

aber ich langweilte mich; die Wunder der Natur hatten keinen Reiz für mich nach den phantastischen Wundern der Märchenwelt [...]. (494)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Novelle "Im Schloß" ein, beleuchtet den biografischen Hintergrund von Theodor Storm und skizziert die zentrale Fragestellung hinsichtlich der Kirchen- und Religionskritik.

2. Kirchen- und Religionskritik: Dieser Hauptteil analysiert durch eine detaillierte Figurencharakterisierung, wie Storm das Spannungsfeld zwischen traditionellen Institutionen wie Kirche und Adel sowie modernen, aufklärerischen Denkweisen thematisiert.

2.1. Die alte Exzellenz – Repräsentant einer überkommenen Zeit: Dieses Unterkapitel beleuchtet den Verfall des Adels durch die Figur der alten Exzellenz, die durch ihre Isolierung und ihr Festhalten an längst überkommenen Strukturen gekennzeichnet ist.

2.2. Anna – zwischen Märchenwelt und Kinderglauben: Der Fokus liegt hier auf Annas kindlichem Glauben als Rückzugsort und dessen allmählicher Ablösung durch neue, erwachsene Bedürfnisse.

2.3. Der Oheim – Naturforscher als wahre Nachfolger: Das Kapitel kontrastiert den rationalistischen Ansatz des Oheims, der die Naturwissenschaft als Alternative zum religiösen Wunderglauben propagiert, mit Annas märchenhafter Perspektive.

2.4. Arnold – idealer Bildungsbürger und „Phantast“: Arnold wird als Gegenentwurf zum Adel charakterisiert, der durch Bildung und ein neues Weltverständnis die Emanzipation der Hauptfigur maßgeblich beeinflusst.

2.5. Die Liebe als neue Religion: Das abschließende Unterkapitel zeigt auf, wie die Liebe zwischen Anna und Arnold den Platz des religiösen Glaubens einnimmt und eine diesseitige Sinnstiftung ermöglicht.

3. Schluss: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und deutet die Ambivalenz von Storms Religionskritik sowie den Kompromisscharakter des Novellenendes.

Schlüsselwörter

Theodor Storm, Im Schloß, Religionskritik, Kirchenkritik, Adel, Bildungsbürgertum, Emanzipation, Liebesreligion, Aufklärung, Naturwissenschaft, Diesseitsorientierung, Figurenkonstellation, Ludwig Feuerbach, Realismus, Literaturwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Novelle "Im Schloß" von Theodor Storm unter besonderer Berücksichtigung seiner kritischen Auseinandersetzung mit christlicher Religion und kirchlichen Institutionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Verfall des Adels, der Konflikt zwischen aufgeklärter Naturwissenschaft und religiösem Kinderglauben sowie die Emanzipation der Protagonistin durch eine säkulare Liebesauffassung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu analysieren, welche spezifischen Aspekte der Kirchen- und Religionskritik in den Figuren der Novelle realisiert werden und wie die "Liebe als neue Religion" konstruiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer textimmanenten Analyse der Novelle, ergänzt durch biografische, zeitgeschichtliche sowie literaturwissenschaftliche Ansätze und Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Figuren (alte Exzellenz, Anna, Oheim, Arnold) und deren jeweilige Weltanschauungen, um die gesellschaftskritischen und religionskritischen Tendenzen des Werkes aufzuzeigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Religionskritik, Emanzipation, Bildungsbürgertum und Realismus charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Figur des Oheims bei der Religionskritik?

Der Oheim fungiert als Vertreter der rationalistischen Aufklärung, der versucht, Anna mit biologischen Tatsachen zu konfrontieren, zeigt jedoch selbst Ambivalenzen in seinem liebevollen Handeln.

Wie deutet die Autorin den Schluss der Novelle?

Der Schluss wird als Kompromiss interpretiert, in dem Storm einerseits eine konsequente Diesseitsorientierung proklamiert, andererseits jedoch ein "Deus-ex-machina-Verfahren" für den glücklichen Ausgang nutzt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kirchen-und Religionskritik in Theodor Storms Novelle "Im Schloß"
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für deutsche Literatur)
Veranstaltung
Theodor Storm. Novellen.
Note
1,3
Autor
Susann Schlömilch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V267218
ISBN (Buch)
9783656579533
ISBN (eBook)
9783656579540
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kirchen-und religionskritik theodor storms novelle schloß
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susann Schlömilch (Autor:in), 2013, Kirchen-und Religionskritik in Theodor Storms Novelle "Im Schloß", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/267218
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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