Arbeitslosigkeit ist eines der größten Probleme der heutigen Zeit. Besonders problematisch ist die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen. Die Jugendlichen sind die Zukunft der Gesellschaft. Daher ist es aus diversen Gründen wichtig, dass ihre Kreativität und ihre Potenziale nicht verschenkt werden. In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit der Jugendarbeitslosigkeit in den Staaten der Europäischen Union. Ich werde darstellen, welche Folgen Arbeitslosigkeit für Jugendliche hat und wie die Jugendarbeitslosenquote sich seit der Gründung der EU bis heute verändert hat. Der besondere Fokus liegt hier bei der Entwicklung seit dem Ausbruch der „Eurokrise“. Außerdem werde ich beschreiben, welche Maßnahmen von Seiten der Mitgliedsstaaten und der Europäischen Union ergriffen wurden, um Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern. Damit soll die Frage beantwortet werden, wie wichtig das Thema Jugendarbeitslosigkeit für die gesamte EU ist und warum in Zukunft alles dafür getan werden sollte, um die Erwerbslosigkeit von Jugendlichen endgültig zu beseitigen.
Die statistischen Daten zur Jugendarbeitslosigkeit in Europa beziehen sich auf Berechnungen von „Eurostat“. Eine wichtige Quelle für diese Arbeit ist das Buch „Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union - Integration oder Marginalisierung“ von Barabara Tham. Thams Ausführungen über die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit in der EU seit ihrer Gründung und ihre Ansichten zur Relevanz von Jugendarbeitslosigkeit für die Gesellschaft sind ein wichtiger Baustein der folgenden Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1 Arbeitslosigkeit von Jugendlichen
2 Jugendarbeitslosigkeit in Europa
3 Die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit in der EU
4 Gründe für Jugendarbeitslosigkeit
5 Folgen von Jugendarbeitslosigkeit
5.1 Psychische Folgen
5.2 Jugendarbeitslosigkeit und Kriminalität
5.3 Jugendarbeitslosigkeit als Gefahr für die Gesellschaft
5.4 Wirtschaftliche Folgen
6 Probleme der EU beim Umgang mit Jugendarbeitslosigkeit
7 Die Bedeutung der Jugend für die EU
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Ausmaß, die Ursachen und die weitreichenden negativen Folgen der Jugendarbeitslosigkeit innerhalb der Europäischen Union, wobei ein besonderer Fokus auf die Auswirkungen seit der Eurokrise gelegt wird, um die dringende politische Notwendigkeit einer wirksamen Bekämpfung dieses Phänomens aufzuzeigen.
- Analyse der historischen Entwicklung der Jugendarbeitslosenquoten in der EU.
- Untersuchung von Bildungsstand und Berufserfahrung als zentrale Ursachenfaktoren.
- Darstellung psychischer Belastungen und gesellschaftlicher Risiken wie Kriminalität.
- Bewertung der wirtschaftlichen Kosten für die Mitgliedsstaaten.
- Diskussion politischer Herausforderungen und Grenzen der EU-Intervention.
Auszug aus dem Buch
5.1 Psychische Folgen
Dass Arbeitslosigkeit, gerade über einen längeren Zeitraum hinweg, kein Vergnügen darstellt, ist spätestens durch die Marienthal-Studie eindrucksvoll belegt worden (vgl. Jahoda; Lazarsfeld; Zeisel 1982). Für Jugendliche ist Arbeitslosigkeit aus einigen Gründen noch schädlicher für das psychische Wohlbefinden, als das bei Erwachsenen der Fall ist. Bei arbeitslosen Jugendlichen lassen sich vermehrt Nervosität und Depressionen nachweisen (vgl. Hammarström; Janlert 1997). Der Psychologe Thomas Kieselbach erläutert dazu: „Wer arbeitslos ist, fühlt sich oft stigmatisiert, nutzlos. Viele ziehen sich zurück, weil sie sich schämen. Sie verlieren ihr Selbstwertgefühl. Das alles ist der Nährboden für Depressionen“ (Süddeutsche Zeitung 2010). Alleine die Tatsache eine Arbeit zu haben, steigert im Gegensatz dazu das psychische Wohlbefinden der Heranwachsenden (Patterson 1997). Doch nicht nur die Arbeit an sich ist wichtig für Jugendliche. Arbeit ist in kapitalistischen Gesellschaften nicht nur Selbstverwirklichung, sondern in erster Linie auch ein Mittel zur Geldbeschaffung. Erwerbsarbeit wirft Verdienst ab, der einen angestrebten Lebensstil ermöglicht. Besonders wichtig für Jugendliche sind dabei soziale Beziehungen und Freizeit. Ohne Geld wird das soziale Leben schnell eingeschränkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Arbeitslosigkeit von Jugendlichen: Einführung in die Problematik der Jugendarbeitslosigkeit und Erläuterung des Aufbaus und der Zielsetzung der Arbeit.
2 Jugendarbeitslosigkeit in Europa: Definition des Begriffs und Erklärung, warum die Jugendarbeitslosenquote als wichtiger Indikator für gesellschaftliche und wirtschaftliche Krisen dient.
3 Die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit in der EU: Detaillierter Rückblick auf die Entwicklung der Quoten seit den 1990er Jahren bis zur Zunahme durch die Eurokrise.
4 Gründe für Jugendarbeitslosigkeit: Diskussion der Ursachen, insbesondere der Rolle von Bildung, Qualifikation und fehlender Berufserfahrung.
5 Folgen von Jugendarbeitslosigkeit: Analyse der schwerwiegenden psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen für die betroffenen Jugendlichen und die Gesellschaft.
6 Probleme der EU beim Umgang mit Jugendarbeitslosigkeit: Kritische Betrachtung der politischen Wirksamkeit der EU-Maßnahmen und der Souveränitätskonflikte mit den Mitgliedsstaaten.
7 Die Bedeutung der Jugend für die EU: Zusammenfassendes Fazit über die Notwendigkeit, Jugendliche in Europa als Zukunftschance zu begreifen und aktiv zu fördern.
Schlüsselwörter
Jugendarbeitslosigkeit, Europäische Union, Eurokrise, Jugendarbeitslosenquote, soziale Ausgrenzung, psychische Folgen, Bildungspolitik, Wirtschaftswachstum, Generation, Arbeitsmarkt, soziale Stabilität, Jugendförderung, Beschäftigungsprogramme, Integration, Delinquenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik der Jugendarbeitslosigkeit in den Staaten der Europäischen Union und den daraus resultierenden gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Herausforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Arbeitslosenquoten unter Jugendlichen, die Ursachen für dieses Phänomen sowie die weitreichenden psychischen und sozialen Folgen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel der Arbeit ist es, die hohe Relevanz der Jugendarbeitslosigkeit für die EU aufzuzeigen und zu begründen, warum eine verstärkte politische Anstrengung zur Beseitigung der Erwerbslosigkeit bei jungen Menschen unerlässlich ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literatur- und Datenanalyse, die auf statistischen Berechnungen von Eurostat sowie auf verschiedenen Fachbeiträgen, Studien und Medienberichten basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entwicklung seit der EU-Gründung, die Ursachensuche, die detaillierte Analyse negativer Folgen und die Problematik politischer Maßnahmen der EU.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Jugendarbeitslosigkeit, Eurokrise, soziale Ausgrenzung, psychisches Wohlbefinden, politische Partizipation und europäische Integration.
Welche Rolle spielt die Bildung in diesem Kontext?
Bildung gilt als zentraler Faktor für den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt, wobei jedoch diskutiert wird, dass in einigen Ländern auch strukturelle Probleme des Bildungssystems die Arbeitslosigkeit befördern.
Welchen Einfluss hatte die Eurokrise auf die Arbeitsmarktsituation Jugendlicher?
Die Eurokrise führte seit 2009 zu einem massiven Anstieg der Jugendarbeitslosenzahlen, insbesondere in den südeuropäischen Mitgliedsstaaten der EU.
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- Pascal Kimmich (Author), 2013, Youth at the Margins, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/267186