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Hochhuths Werk „Der Stellvertreter“ als Dokumentarstück im Sinne von Peter Weiß

Title: Hochhuths Werk „Der Stellvertreter“ als Dokumentarstück im Sinne von Peter Weiß

Term Paper , 2011 , 16 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Tamara Mödersheim (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Auf der ganzen Welt erleben Menschen Katastrophen. In der Geschichte gab es immer wieder Ereignisse, die ganze Zeitungen füllen, über die noch Jahre und Jahrzehnte später berichtet wird und die sogar ein ganzes Land in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Eins dieser Ereignisse ist der Holocaust. Gerade letzte Woche veröffentlichte die italienische Zeitung „Il journale“ einen Artikel mit dem Titel „Wir haben Schettino, ihr habt Auschwitz“. An dieser erschreckenden und provokativen Äußerung können wir sehen, dass Deutschland in den Augen mancher Men-schen immer noch in dem Licht steht, in das es von Hitler gerückt wurde.

Dokumentartheater beschäftigt sich mit politischen, gesellschaftlichen Proble-men aus jüngster Vergangenheit und verpflichten sich die Authentizität zu wahren. An der Stelle, an der die Zeitungen aufhören zu berichten und Fernsehdokumentationen stoppen, fängt Dokumentartheater an.
Doch ist es nur Propaganda einer bestimmten Sichtweise und wirklichkeitsfern? Oder hilft es den Menschen mit einem neuen Blickwinkel sachlicher auf das Problem zu schauen und ermöglicht eine eigene Meinungsbildung eher als Artikel in Zeitungen? Ist es, wie Sven Hanuschek beschreibt, Literatur einer Art Zwischengenre, die ihr Rohmaterial zur Schau stellt und auf den Autonomie-anspruch herkömmlicher Künste verzichtet?
Dies kann von Autor zu Autor sehr unterschiedlich ausfallen.

Peter Weiß hat dreizehn Thesen aufgestellt, um Dokumentartheater zu charak-terisieren. Mit diesen Thesen möchte ich den Stellvertreter von Hochhuth darauf überprüfen, inwieweit er einem Dokumentarstück im Sinne von Peter Weiß gerecht wird.

Da es den Rahmen meiner Hausarbeit sprengen würde, kann ich nicht alle Thesen analysieren, deswegen habe ich eine Auswahl von vier Thesen zu-sammengestellt, die ich an späterer Stelle vorstellen werde. Zunächst möchte ich allerdings die Reaktionen der Menschen auf Hochhuths Stück darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Reaktionen auf das Werk

3. Peter Weiß´ Thesen

3.1 Auswahl / Begründung

3.1.1 These 1

3.1.2 These 8

3.1.3 These 9/10

3.1.4 These 12

3.2 Auswertung

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Drama „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth unter der Fragestellung, inwieweit dieses Werk als Dokumentartheater im Sinne der theoretischen Kriterien von Peter Weiß klassifiziert werden kann.

  • Analyse der theoretischen Anforderungen an das Dokumentartheater nach Peter Weiß.
  • Untersuchung der Verwendung authentischer Dokumente und deren Verarbeitung im Text.
  • Beurteilung der parteilichen Darstellung von Opfern und Tätern.
  • Evaluation des Einflusses formaler Elemente wie Monologe und klassische Dramenstruktur.
  • Kritische Reflexion über die historische Wahrheit und künstlerische Freiheit im Theater.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 These 8

Weiss´ achte These verlangt, dass die Stellung des Beobachtenden und Analysierenden eingenommen wird. Dies zieht Hochhuth von Beginn des Stückes bis zum Schluss konsequent durch. Räume werden genau beschrieben:

Das Empfangszimmer in der Apostolischen Nuntiatur, Rauchstraße. Wenige Empire-Möbel. Die Strenge des Raumes wird nur unterbrochen durch eine große, fast bunt und freundlich wirkende Kopie der Kreuzabnahme von Rubens. Zwei Doppeltüren: im Hintergrund link zum Arbeitszimmer des Nuntius; rechts zu Vorzimmern und Treppenhaus.

Die innere Verfassung der einzelnen Figuren wird analysiert, so lautet Hochhuths Regieanweisung in der Szene, in der der Nuntius und der Pater Gerstein kalt abblitzen lassen: „Gerstein hat begriffen, daß er verloren hat. Noch ein sinnloser Versuch: er faßt in die Rocktasche, zieht Papiere hervor und bemüht sich, beim Pater Interesse dafür zu erwecken“. In der Szene im Jägerkeller beschreibt er Rutta JR. als: „verkrampft, bemüht, lustig zu sein“, Eichmanns Verhalten als „freundlich, ironisch“ und den Doktor „gelassen“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung des Themas Dokumentartheater dar und definiert die Zielsetzung der Untersuchung anhand der Thesen von Peter Weiß.

2. Reaktionen auf das Werk: Dieses Kapitel skizziert die kontroversen öffentlichen und kritischen Stimmen nach der Veröffentlichung von Hochhuths Stück.

3. Peter Weiß´ Thesen: In diesem zentralen Teil werden ausgewählte Thesen von Peter Weiß erläutert und zur theoretischen Überprüfung von Hochhuths Werk herangezogen.

3.1 Auswahl / Begründung: Hier wird begründet, warum spezifische Thesen (1, 8, 9, 10, 12) für die Analyse des Dramas ausgewählt wurden.

3.1.1 These 1: Untersucht die Verwendung und Authentizität der verwendeten Dokumente im Kontext der Kritik am erfundenen fünften Akt.

3.1.2 These 8: Analysiert die analytische Distanz und die Gestaltung der Szenen sowie der Figuren gemäß der achten These.

3.1.3 These 9/10: Beleuchtet die parteiliche Gegenüberstellung von Parteien und die gezielte Schuldzuweisung in Hochhuths Werk.

3.1.4 These 12: Prüft die formale Bearbeitung des Materials, insbesondere durch Monologe und die Beibehaltung der klassischen Dramenstruktur.

3.2 Auswertung: Fasst zusammen, inwiefern Hochhuths Werk den Anforderungen des Dokumentartheaters entspricht oder davon abweicht.

4. Schluss: Abschließende Stellungnahme zur Einordnung von „Der Stellvertreter“ als Dokumentarstück unter Berücksichtigung der gefundenen Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Dokumentartheater, Rolf Hochhuth, Peter Weiß, Der Stellvertreter, Holocaust, Authentizität, Judenverfolgung, Thesen, Dramentheorie, Politische Literatur, Schuldzuweisung, Historische Wahrheit, Literaturwissenschaft, Literaturanalyse, Vatikan.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Drama „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth unter Anwendung der dreizehn Thesen von Peter Weiß, um zu klären, ob es als Dokumentartheater einzustufen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Authentizität der Quellen, die formale Gestaltung des Dramas, die Rolle der katholischen Kirche während des Holocausts und die Parteinahme des Autors.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist eine wissenschaftliche Überprüfung des Werkes an den Kriterien des Dokumentartheaters, um eine fundierte Einordnung vorzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, bei der ausgewählte theoretische Thesen von Peter Weiß auf den Primärtext angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Thesen von Peter Weiß, deren detaillierte Anwendung auf das Drama und eine abschließende Auswertung der Erkenntnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Dokumentartheater, Authentizität, Schuldzuweisung, Holocaust, historisches Drama und die Thesen von Peter Weiß.

Warum spielt der fünfte Akt eine besondere Rolle in der Kritik?

Der fünfte Akt ist frei erfunden und enthält keine dokumentarische Grundlage, was laut der ersten These von Peter Weiß der Definition eines reinen Dokumentarstücks widerspricht.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Papstes im Stück?

Die Autorin arbeitet heraus, dass Hochhuth den Papst als berechnenden Politiker darstellt, der aus politischen Gründen zur Judenverfolgung schweigt und somit eine klare Schuldzuweisung erhält.

Inwiefern beeinflusst die „Schnitttechnik“ die Wahrnehmung des Stückes?

Laut der achten These soll die Schnitttechnik den Rezipienten zum emotionslosen, analytischen Beobachter machen, was Hochhuth durch seine detaillierten Regieanweisungen und Raumbeschreibungen erzielt.

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Details

Title
Hochhuths Werk „Der Stellvertreter“ als Dokumentarstück im Sinne von Peter Weiß
College
University of Mannheim  (Neuere Germanistik)
Course
Dokumentartheater
Grade
3,0
Author
Tamara Mödersheim (Author)
Publication Year
2011
Pages
16
Catalog Number
V266961
ISBN (Book)
9783656568155
ISBN (eBook)
9783656568186
Language
German
Tags
hochhuths werk stellvertreter dokumentarstück sinne peter weiß
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tamara Mödersheim (Author), 2011, Hochhuths Werk „Der Stellvertreter“ als Dokumentarstück im Sinne von Peter Weiß, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/266961
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