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Die "política lingüística" am Beispiel Galiziens

Sozialer Konflikt oder Ausdruck politischer Interessen?

Titel: Die "política lingüística" am Beispiel Galiziens

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 25 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Alexander vom Dorp (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die spanische Sprachpolitik ist in Bewegung, besonders in den Autonomen Gemeinschaften, die neben dem Kastilischen als lengua oficial nach der Verfassung von 1978 zusätzlich auch über eine eigene offizielle Sprache (catalán, euskera, gallego) verfügen. Die Lösung der Sprachenfrage ist seit langem Gegenstand von Diskussionen, die alle zurückgehen auf die umstrittene Interpretation des Artikels 3 der Constitución, welcher sich mit den Sprachen Spaniens auseinandersetzt.1 Ninyoles hat ihn als eine Mischung aus Territorial- und Personalprinzip bezeichnet, wobei er gleich anmerkt, dass ein im Artikel beinhaltetes Hierarchieverhältnis zugunsten des castellano dieses Mischprinzip wieder einschränke.2
Seit dem Ende des Franquismus werden die spanischen Regionalsprachen aber durch die Verfassung geschützt, was einer Ausdehnung ihrer Präsenz zu-gute kam. Das Konzept der política lingüística ist von großer Bedeutung geworden in den comunidades autónomas Galizien, dem Baskenland und Katalonien, sowie den Balearen und Valencia, wo jeweils Formen des catalán gesprochen werden. Die genannten Regionen betreiben teilweise einen enormen Aufwand, um ihre Autonomierechte und damit einhergehend ihre Regionalsprachen zu fördern und dahin aufzuwerten, dass deren Bedeutung mit dem Kastilischen gleichgesetzt werden kann. Die von den Regionalregierungen angewandten Mittel zur Umsetzung ihrer política lingüística, gehen jedoch keinesfalls immer konform mit den Interessen aller Bevölkerungsteile, erst recht nicht mit der politischen Opposition, die momentan hauptsächlich durch den PP repräsentiert wird.
So hat sich das Thema zu einem kontroversen Diskurs gewandelt, der in den Medien schon mal zum “guerra del idioma“ stilisiert wird. Beinahe täglich berichten Zeitungen von neuen Maßnahmen zur weiterführenden sprachlichen Standardisierung (normalización lingüística) in den jeweiligen Regionen. Kritiker verschiedener Lager machen Mobil, gegen die aus ihrer Sicht zu nationalistische Politik der Regionalregierungen. Spaniens Oppositionsführer Mariano Rajoy sieht die Einheit des Landes in Gefahr, auch die katholische Kirche stößt ins selbe Horn, indem sie vor einer Balkanisierung warnt. Separatismusvorwürfe stehen der Forderung nach einer Zulassung des Katalanischen im spanischen Parlament gegenüber.3
Die folgende Arbeit versucht eine Analyse der Hintergründe dieses Konfliktes vor allem für die Situation in Galizien. Zudem soll geklärt werden, ob und inwiefern jene Auseinandersetzung

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Sprachpolitische Entwicklung im Postfranquismus

2.1 Der Weg zur Autonomen Gemeinschaft nach 1975

2.2 La lei de normalización lingüística de 15.6.1983

2.3 Von Manuel Fraga Iribarne bis Emilio Pérez Touriño

2.4 Die Weiterentwicklung zur aktuellen Situation des Galizischen

3. Gallego vs. Castellano – Un conflicto social?

3.1 Die inmersión lingüística im Schulwesen und ihre Folgen

3.2 Die gegenwärtige Debatte

4. Schlussbetrachtungen

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Hintergründe der Sprachpolitik in Galizien und untersucht, inwiefern die Debatte um die Stellung des Galizischen gegenüber dem Kastilischen einen realen sozialen Konflikt widerspiegelt oder primär durch parteipolitische Interessen instrumentalisiert wird.

  • Sprachpolitik im Postfranquismus und der Weg zur Autonomie.
  • Die Auswirkungen der gesetzlichen Normalisierungsmaßnahmen auf den Alltag.
  • Die Rolle der Immersion im Schulwesen als zentraler Streitpunkt.
  • Positionen politischer Fraktionen und zivilgesellschaftlicher Initiativen.

Auszug aus dem Buch

3. Gallego vs. Castellano – Un conflicto social?

Wie bereits dargelegt, haben sich während der postfranquistischen Zeit zwei kontroverse Positionen gegenüber der política lingüística, neben anderen comunidades autónomas, vor allem in Katalonien, dem Baskenland und Galizien herausgebildet. Die Fronten dieser Auseinandersetzung zeigen sich zunehmend verhärtet, ein Umstand der in den aktuell geführten Polemiken seinen Ausdruck findet. Im weiteren Verlauf wird versucht der Frage nachzugehen, inwiefern ein Konflikt tatsächlich existiert, beziehungsweise bis zu welchem Ausmaß dieser von den verschiedenen politischen Fraktionen künstlich erzeugt worden ist, oder immer noch wird.

Vor nicht ganz zwei Jahren formierten sich die ersten Initiativen zur Verteidigung des Kastlischen in den oben genannten Regionen. Ein wachsendes Gefühl als castellanohablante vermehrter Diskriminierung unterlegen zu sein, vereinte so manche Gruppierung, die ihre Gegenposition danach, oftmals mit möglichst breitem medialen Interesse, in die Öffentlichkeit trug. Die Vorreiterrolle übernahm erneut Katalonien, wo die Bewegungen stärker konsolidiert und mit professioneller organisierter Widerstandskraft auftraten, als in Galizien oder dem Baskenland. Als politisches Sprachrohr dieser Initiativen fungiert dabei teilweise der PP. Die konservative Volkspartei sieht in ihnen eine Möglichkeit eigenen Interessen nachzugehen, die sich traditionell regionalistischer Ausprägung meistens (und von Madrid aus jederzeit) verweigern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der spanischen Sprachpolitik nach der Verfassung von 1978 und Einordnung des Konzepts der "política lingüística" in den Regionen.

2. Sprachpolitische Entwicklung im Postfranquismus: Historischer Rückblick auf die Entwicklung der Autonomiestatute sowie die Analyse zentraler Sprachgesetze und politischer Akteure wie Manuel Fraga Iribarne.

3. Gallego vs. Castellano – Un conflicto social?: Untersuchung der aktuellen Kontroversen, insbesondere bezüglich der Immersion im Bildungswesen und der Entstehung zivilgesellschaftlicher Gegenbewegungen.

4. Schlussbetrachtungen: Fazit zur diachronischen Entwicklung der Standardisierung und Bewertung der Problematik eines durch parteipolitische Interessen überlagerten Sprachkonflikts.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Internetquellen, Zeitungsartikel und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Sprachpolitik, Galizien, política lingüística, normalización lingüística, inmersión lingüística, Autonomie, Kastilisch, Gallego, Postfranquismus, Sprachkonflikt, Identität, Bildungswesen, Nationalismus, Sprachpluralismus, Xunta.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Sprachpolitik in Galizien im Kontext der demokratischen Regionalisierung Spaniens und die daraus resultierenden gesellschaftlichen Spannungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die rechtliche Etablierung des Galizischen, die politische Instrumentalisierung von Sprache und die kontroversen Auswirkungen der Sprachnormalisierung im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob der aktuelle Sprachkonflikt in Galizien authentisch soziale Ursachen hat oder maßgeblich von politischen Fraktionen zur Profilierung vorangetrieben wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine diachronische Analyse, die historische Ereignisse, Gesetzestexte sowie aktuelle mediale Diskurse und Standpunkte politischer Akteure in Bezug zueinander setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung nach 1975, die Analyse von Normalisierungsgesetzen (wie das von 1983) und die Untersuchung der aktuellen Debatte um die Immersion im Bildungssektor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören "política lingüística", "normalización", "inmersión lingüística", "Gallego", "Castellano" und "Autonomie".

Welche Rolle spielt die PP in der galizischen Sprachdebatte?

Die konservative Partei fungiert laut Arbeit als Sprachrohr für zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich gegen die Sprachpolitik der Regionalregierung wenden, wobei dies oft auch eigenen parteipolitischen Interessen dient.

Was besagt die Kritik der Initiative "Galicia bilingüe"?

Die Initiative kritisiert den Eingriff in die individuellen Rechte von Kastilischsprechern und warnt vor einer "katalanischen Entwicklung", bei der die Wahlfreiheit der Unterrichtssprache durch Zwangsmaßnahmen beschnitten werde.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die "política lingüística" am Beispiel Galiziens
Untertitel
Sozialer Konflikt oder Ausdruck politischer Interessen?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Romanistik)
Note
2,0
Autor
Alexander vom Dorp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
25
Katalognummer
V266453
ISBN (Buch)
9783656564188
ISBN (eBook)
9783656564195
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachpolitik Spanien Sprachpolitik Galizien Galizien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander vom Dorp (Autor:in), 2008, Die "política lingüística" am Beispiel Galiziens, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/266453
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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