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Marlen Haushofers "Die Wand". Das Motiv der Misanthropie

Title: Marlen Haushofers "Die Wand". Das Motiv der Misanthropie

Term Paper , 2012 , 11 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Natascha Weis (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

„Wo sind die Menschen hin?“ fuhr der kleine Prinz endlich fort. „Man ist ein bisschen einsam in der Wüste.“
„Man ist auch bei den Menschen einsam“, sagte die Schlange.

Dieses Zitat aus Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ beschreibt mit wenigen Worten das Leben der Protagonistin in dem 1963 erschienen Roman „Die Wand“ von Marlen Haushofer.
Einsamkeit zieht sich durch ihre gesamte Biografie. Dabei ist es noch nicht einmal so, dass sie in keinem Kontakt zu anderen Menschen steht. Zumindest anfangs nicht.
Sie hat 2 Töchter, einen Mann und trifft sich auch mit anderen Frauen zum Tee, doch ist auf keinerlei Weise zufrieden. Das Patriarchat der 1960er Jahre macht ihr das Leben schwer, doch in der Gesellschaft schweigt man nur über die frauenfeindlichen Einstellungen dieser Ordnung. Ihre Töchter machen sie schon lange nicht mehr glücklich.
Sie zieht sich zurück. Isolation.
Ihr Mann stirbt, ihre Töchter werden erwachsen. Einsamkeit.
Dann kommt die Wand. Isolation.
Ein Leben mit Tieren. Ein Leben ohne Menschen. Einsamkeit?

In dieser Hausarbeit geht es nicht direkt um Einsamkeit. Vielmehr geht es darum, was sie aus der Protagonistin macht: Sie wird zu einem Misanthrop, einem Menschenfeind.

Was die Philosophie über Misanthropie denkt, wie sie generell entsteht und wie sie sich bemerkbar macht, werde ich kurz im nächsten Punkt 2.1 erläutern.
Danach (2.2) werde ich auf das Werk „Die Wand“ eingehen und untersuchen, wie die Misanthropie bei der Ich-Erzählerin entsteht, welche Faktoren diese Lebenseinstellung beeinflussen.
In 2.3 geht es darum, an welchen Textstellen man erkennt, dass die Protagonistin ein Misanthrop ist. Ich wähle bewusst das Wort „Textstellen“, da es sich bei dem gesamten Text um einen Bericht der Protagonistin selbst handelt. In der Ich-Form werden alle Gedanken unverschönt aus erster Hand berichtet.
Im letzten Punkt des Hauptteils (2.4) werde ich mich auf die Tötungsszene des Fremden spezialisieren und analysieren, inwiefern man dort die Misanthropie erkennt und warum es aus misanthropischer Sicht zu diesem Delikt kommt.
Mit dem Schluss sollen die zuvor erlangten Ergebnisse nochmals gefestigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Definition Misanthropie

2.2 Die Entstehung der Misanthropie bei der Protagonistin

2.3 Misanthropische Grundzüge der Ich-Erzählerin

2.4 Die Tötung des Fremden aus misanthropischer Perspektive

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Entwicklung der Misanthropie bei der Protagonistin in Marlen Haushofers Roman „Die Wand“. Das primäre Ziel ist es, die Faktoren zu analysieren, die aus der Protagonistin eine Menschenfeindin werden lassen, wobei ein besonderer Fokus auf der Tötungsszene als Kulminationspunkt ihrer Ablehnung gegenüber menschlichen Strukturen liegt.

  • Analyse der philosophischen Definition und Manifestation von Misanthropie.
  • Untersuchung der biografischen und gesellschaftlichen Einflussfaktoren (Patriarchat, Entfremdung).
  • Gegenüberstellung des Lebens mit Tieren gegenüber der Ablehnung menschlicher Gesellschaft.
  • Interpretation der Tötungsszene als konsequente Ablehnung menschlicher Zivilisation und Machtstrukturen.

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Tötung des Fremden aus misanthropischer Perspektive

Die Tötung des Eindringlings ist der Höhepunkt des Romans. Er ist Auslöser des Schreibprozesses und gleichzeitig Ausbruch des Menschenhasses, der all die Jahre in der Frau geschlummert hat. Durch das Morden des Fremden erst werden ihr Dinge bewusst, die ihr gesamtes früheres Leben in ein anderes, negatives Licht rücken.

Mithilfe des Schreibens will sie verstehen, warum der Mann Stier und Luchs tötete und warum sie infolgedessen diesen vermutlich letzten Artgenossen getötet hat, ohne selbst zu bemerken, dass es Menschenfeindlichkeit war, die sie dazu getrieben hat.

In dieser Tötungsszene findet man zahlreiche misanthropische Aspekte, so beispielsweise die blitzschnelle Reaktion der Erzählerin auf die Untat des Fremden. Ohne weiter zu überlegen und einen Gedanken an ein mögliches Zusammentreffen mit dem Fremden zu verschwenden, schnappt sie sich das Gewehr und erschießt den Eindringling. Danach kümmert sie sich erstmal um Luchs und Bella, den fremden Mann hat sie schon fast vergessen.37

Die Protagonistin ist gar nicht erschrocken über ihre Tat, als sie kalt bemerkt: „Ich war froh, dass er tot war, es wäre mir schwergefallen, einen verletzten Menschen töten zu MÜSSEN. Und am Leben hätte ich ihn doch nicht lassen können. Oder doch, ich weiß nicht“38. Diese Textstelle zeigt, wie selbstverständlich es für sie ist, so gehandelt zu haben, obwohl sie doch im letzten Satz eher eine ambivalente Meinung dazu zeigt, die aber durch das „ich weiß nicht“ wieder schnell verworfen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Isolation der Protagonistin ein und stellt die Forschungsfrage nach ihrer Entwicklung zum Misanthropen.

2. Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert die theoretischen Grundlagen der Misanthropie, beleuchtet die Entstehungsfaktoren der Menschenfeindlichkeit bei der Protagonistin und untersucht zentrale Textstellen sowie die Tötung des Fremden.

3. Schluss: Der Schlussteil fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass die Misanthropie eine logische Konsequenz der Entwicklung der Protagonistin ist.

Schlüsselwörter

Misanthropie, Marlen Haushofer, Die Wand, Menschenhass, Isolation, Patriarchat, Entfremdung, Protagonistin, Literaturanalyse, Menschenfeind, Gesellschaftskritik, Identitätsverlust, Natur, Tier-Mensch-Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Motiv der Misanthropie in Marlen Haushofers Roman „Die Wand“ und analysiert, warum die Protagonistin eine feindliche Haltung gegenüber der menschlichen Gesellschaft entwickelt.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die psychologische Entfremdung von der Gesellschaft, der Einfluss patriarchaler Strukturen und die Transformation der Protagonistin durch Isolation in einer Welt ohne Menschen.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt nach den Faktoren, die aus der Protagonistin eine Menschenfeindin machen, und untersucht, inwiefern die Tötungsszene im Roman als Ausdruck dieser misanthropischen Grundeinstellung zu werten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textanalytische Untersuchung, die das Romanwerk auf Basis von Textstellen sowie ergänzender philosophischer Definitionen von Misanthropie interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil definiert Misanthropie, untersucht die biografische Entwicklung der Protagonistin, analysiert Anzeichen ihrer Menschenfeindlichkeit im Textverlauf und beleuchtet die Tötung des Eindringlings aus dieser Perspektive.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Misanthropie, Isolation, Entfremdung, Patriarchat, Menschenhass, Identitätsverlust und die Beziehung zwischen Mensch und Tier.

Warum spielt das Patriarchat der 1960er Jahre für die Protagonistin eine Rolle?

Die Protagonistin empfindet das Patriarchat als erdrückend und frauenfeindlich, was den Wunsch nach einem Leben ohne menschliche, männlich dominierte Strukturen und somit ihre Misanthropie verstärkt.

Wie bewertet die Arbeit die Tötung des Fremden?

Die Arbeit wertet die Tötung nicht nur als Reaktion auf die Zerstörung ihrer „Familie“ (Tiere), sondern als logische Konsequenz ihrer konsequenten Abkehr von einer Gesellschaft, deren destruktives Potenzial sie im Fremden personifiziert sieht.

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Details

Title
Marlen Haushofers "Die Wand". Das Motiv der Misanthropie
College
University of Koblenz-Landau
Grade
2,3
Author
Natascha Weis (Author)
Publication Year
2012
Pages
11
Catalog Number
V266215
ISBN (eBook)
9783656559740
ISBN (Book)
9783656559757
Language
German
Tags
Marlen Haushofer Die Wand Misanthropie Marlen Haushofers Die Wand Robinsonade
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Weis (Author), 2012, Marlen Haushofers "Die Wand". Das Motiv der Misanthropie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/266215
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