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"Die Frauen sind silberne Schalen, in die wir goldene Äpfel legen“. Zu den Gedichten 1,3 von Properz und „Der Besuch“ von Goethe

Ein Vergleich

Titel: "Die Frauen sind silberne Schalen, in die wir goldene Äpfel legen“. Zu den Gedichten 1,3 von Properz und „Der Besuch“ von Goethe

Hausarbeit , 2013 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jasmin Karimi (Autor:in)

Latinistik - Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit enthält einen inhaltlichen Vergleich des Goethegedichts "Der Besuch" und der Elegie 1,3 des lateinischen Autors Properz. Berücksichtigt wurden damit inhaltliche, formale und zeitgeschichtliche Faktoren. Der erste Hauptteil beschäftigt sich mit dem Goethegedicht, der zweite mit der Elegie. Im dritten Teil wurde ein abschließender Vergleich mit Fazit erstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Properz I, 3

2.1 Zeitgeschichtliche Einordnung

2.2 Formale Analyse

2.2.1 Gliederung der Elegie

2.2.2 Sprachliche Auffälligkeiten

2.3 Inhaltliche Analyse

2.3.1 Mythologische Episoden – Abschnitt I

2.3.1.1 Ariadne

2.3.1.2 Andromeda

2.3.1.3 Bacchantin

2.3.2 Der Liebhaber – Abschnitt II

2.3.3 Cynthia – Abschnitt III

2.4 Typische Motive der römischen Liebeselegie

2.5 Symbolik und Interpretation

3. Goethes Der Besuch

3.1 Einordnung

3.2 Gliederung des Gedichts und Inhalt

3.3.Sexuelle Anspielungen

3.4 Gesamtinterpretation

4. Abschließender Vergleich

4.1 Symbolik

4.2 Gemeinsamkeiten und Unterschiede

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den intertextuellen Zusammenhang zwischen der Elegie 1,3 des römischen Dichters Properz und Goethes Gedicht „Der Besuch“. Dabei wird analysiert, wie beide Autoren das Motiv der „schlafenden Geliebten“ nutzen, interpretieren und in den Kontext ihrer jeweiligen Zeit und Gattung einbetten, um das Verhältnis zwischen den Liebenden darzustellen.

  • Analyse des Motivs der „schlafenden Schönheit“ in Antike und Klassik.
  • Detaillierte formale und inhaltliche Untersuchung der Elegie 1,3 von Properz.
  • Untersuchung der Rezeption und Adaption des properzianischen Motivs bei Goethe.
  • Vergleichende Analyse der Symbolik (insbesondere Früchte wie Äpfel und Pomeranzen).
  • Gegenüberstellung der Beziehungskonstellationen und der unterschiedlichen Ausgänge beider Werke.

Auszug aus dem Buch

2.3.1.1 Ariadne

Der Theseus-Mythos findet sich ursprünglich in der Parallelbiographie Crassus und Theseus von Plutarch. Es wird berichtet, dass Theseus, der König von Athen und Sohn von Ägeus und Äthra, und Ariadne, die Tochter des kretischen Königs Minos, sich ineinander verliebten, nachdem der attische Königssohn nach Kreta segelt war, um den dort im Labyrinth hausenden Minotaurus zu töten und so die diesem versprochenen sieben Jungfrauen und Jünglinge zu retten. Ariadne war bemüht, Theseus bei seiner Aufgabe, den Minotaurus zu töten, zu helfen. Sie gab ihm einen Faden, den er am Eingang des Labyrinths befestigen sollte, um so den Weg zurück zu finden, und ein Schwert zur Bezwingung des Halbmenschen. Theseus bezwang so den Minotaurus und fand den Weg aus dem Labyrinth. Seinen Plan, Ariadne mit nach Athen zu nehmen, um sie dort zu heiraten, konnte er jedoch nicht ausführen. Aus Angst vor dem Zorn des Gottes Dionysos, der ihm im Traum erschienen war und Ansprüche auf Ariadne erhob, ließ er das Mädchen allein auf der Insel Naxos alleine zurück.9

Die Verse 1 und 2 des Gedichtes beziehen sich auf eben genau diese „Verlassens-Szene“ des Theseus-Mythos:

„Qualis Thesea iacuit cedente carina,

languida desertis Cnosia litoribus” (V. 1-2)

Die verlassene Ariadne, hier mit Cnosia gemeint, der Bezeichnung für eine weibliche Bewohnerin Knossos, der Hauptstadt Kretas, befindet sich in erschöpftem Zustand am Strand und trauert um Theseus, der gerade auf seinem Schiff die Insel ohne sie verlassen hat. In

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel führt in das literarische Motiv der „schlafenden Schönheit“ ein und begründet die Relevanz des Vergleichs zwischen Properz und Goethe.

2. Properz I, 3: Dieses Kapitel bietet eine umfassende Analyse der dritten Elegie des ersten Properzbuches, inklusive historischer Einordnung, formaler Strukturierung, mythologischer Bezüge und der Bedeutung der verwendeten Symbolik.

3. Goethes Der Besuch: Hier erfolgt eine Untersuchung des goetheschen Gedichts, wobei die zeitgenössische Einordnung, der Inhalt und die spezifisch „goethesche“ Adaption des antiken Motivs sowie dessen sexuelle Symbolik im Vordergrund stehen.

4. Abschließender Vergleich: In diesem Teil werden die beiden Werke kontrastiert, insbesondere hinsichtlich der verwendeten Symbole und der unterschiedlichen dramaturgischen Entwicklung und Schlussfolgerungen.

5. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass trotz der deutlichen Anlehnung Goethes an Properz eigenständige künstlerische Akzente und eine andere inhaltliche Auflösung vorliegen.

Schlüsselwörter

Properz, Goethe, Elegie, Liebeselegie, Der Besuch, schlafende Geliebte, Mythologie, Intertextualität, Symbolik, Literaturvergleich, Cynthia, Liebeslyrik, Motivgeschichte, Klassik, Antike

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die literarische Verbindung zwischen der Elegie 1,3 des antiken Dichters Properz und Goethes Gedicht „Der Besuch“, wobei das gemeinsame Motiv der schlafenden Geliebten im Zentrum steht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Motivgeschichte, die intertextuelle Analyse, die Funktion mythischer Vergleiche sowie die symbolische Bedeutung von Objekten im Kontext von Liebeselegien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Abhängigkeit des goetheschen Werks von der antiken Vorlage nachzuweisen und gleichzeitig die eigenständige künstlerische Gestaltung und die unterschiedlichen Interpretationsansätze beider Gedichte herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, die strukturelle, formale und inhaltliche Untersuchungen kombiniert sowie auf einen komparativen Ansatz zwischen antiker und klassischer Dichtung setzt.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine tiefgehende Analyse der Elegie 1,3 von Properz, eine Untersuchung des Goethe-Gedichts sowie einen direkten Vergleich beider Werke hinsichtlich ihrer Struktur, Symbolik und Wirkung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Properz, Goethe, Intertextualität, Liebeselegie, Motiv der schlafenden Schönheit, antike Mythologie und symbolische Interpretation.

Warum wählt Properz ausgerechnet Ariadne, Andromeda und eine Bacchantin als Vergleichsfiguren?

Diese Figuren dienen laut der Autorin dazu, den ermüdeten Zustand Cynthias durch ein gemeinsames „Tertium Comparationis“ zu unterstreichen und die Abhängigkeit der Frau im Mythos von männlichem Verhalten zu verdeutlichen.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Gedichten in Bezug auf ihr Ende?

Während die Elegie von Properz mit einer wütenden „Scheltrede“ Cynthias und einer unversöhnlichen Situation endet, verleiht Goethe seinem Gedicht eine ruhigere Stimmung und ein potenzielles „Happy End“ durch die Reflexion des lyrischen Ichs.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Die Frauen sind silberne Schalen, in die wir goldene Äpfel legen“. Zu den Gedichten 1,3 von Properz und „Der Besuch“ von Goethe
Untertitel
Ein Vergleich
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,0
Autor
Jasmin Karimi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
25
Katalognummer
V265928
ISBN (Buch)
9783656679943
ISBN (eBook)
9783656679981
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frauen schalen äpfel vergleich gedichte properz besuch goethe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jasmin Karimi (Autor:in), 2013, "Die Frauen sind silberne Schalen, in die wir goldene Äpfel legen“. Zu den Gedichten 1,3 von Properz und „Der Besuch“ von Goethe, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/265928
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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