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Rohstoffkontingentierung im Dritten Reich

Titel: Rohstoffkontingentierung im Dritten Reich

Hausarbeit , 2004 , 12 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dr. Michael Knoll (Autor:in)

BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik war die Autarkie, um im unvermeidbaren Krieg unabhängig von anderen Staaten zu sein. Ein wichtiger Bestandteil dieser Eigenständigkeit war die Notwendigkeit von Rohstoffen. Ohne Eisen und Stahl konnte die Kriegsmaschinerie nicht aufgebaut bzw. später nicht betrieben werden. Die folgende Arbeit beschreibt die Versuche des NS-Regimes, die Verteilung von Rohstoffen zu lenken um ihren Zielen zu entsprechen. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt zwar auf der Kontingentierung von Eisen und Stahl als den wichtigsten Rohstoffen, allerdings „deckt sich der geschilderte Bewirtschaftungsapparat doch auch mit dem anderer Waren“.
Aus den Folgen des Ersten Weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise ist der Versuch der Autarkie verständlich. Das durch diese Krisen in erster Linie betroffen Volk stand darum auch voll hinter dieser Politik.3 Dies war den Nationalsozialisten besonders wichtig, um eine selbständige Gemeinschaft zu bilden, die auch in Krisen- bzw. Kriegszeiten zu ihrer Führung steht. Wenn man die mit sechs Jahren verhältnismäßig lange Dauer des Krieges betrachtet, dann ist dieser gewünschte Rückhalt in der Bevölkerung auch erreicht worden. Ohne die Unterstützung der Massen hätte sich dieser Krieg wohl nicht so lange führen lassen.
In den folgenden Kapiteln wird die Theorie der Kontingentierung, deren Umsetzung und letztendlich auch das Scheitern behandelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die wirtschaftliche Situation bei der Machtübernahme

Theorie der Kontingentierung

Umsetzung der Kontingentierung und entstehende Probleme am Beispiel Eisen

Schluss

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik mit dem Fokus auf die Rohstoffkontingentierung als Mittel zur Erreichung von Autarkie. Ziel ist es, die bürokratischen Mechanismen der Rohstofflenkung, ihre Auswirkungen auf die deutsche Industrie sowie die Gründe für das Scheitern dieses zentralistischen Steuerungssystems darzulegen.

  • Autarkiebestrebungen im Nationalsozialismus
  • Strukturen der Rohstoffbewirtschaftung
  • Die Rolle der Überwachungs- und Reichsstellen
  • Kontingentierungssysteme am Beispiel der Eisen- und Stahlindustrie
  • Bürokratische Hürden und Ineffizienzen der NS-Kommandowirtschaft

Auszug aus dem Buch

Umsetzung der Kontingentierung und entstehende Probleme am Beispiel Eisen:

Die eingerichteten Überwachungsstellen wurden von „Reichsbeauftragten“ geleitet, die ebenso wie ihre Mitarbeiter keine Reichsbeamten im Sinne des Beamtenrechts waren. Die entstandenen Kosten wurden also nicht vom Staat sondern von Gebühren und Umlagen getragen, wobei allerdings keine Gewinne erwirtschaftet werden durften.

Der Reichsbeauftragte hatte die Möglichkeit, sich in Form von Anordnungen, Anweisungen und Rundschreiben an die Gewerbezweige zu wenden. Zur Umsetzung konnte er sich auf sein Anordnungsrecht (§§1 und 2 WVO), sein Auskunftsrecht nach §10 WVO und sein Strafrecht (§§ 12 bis 15 WVO) berufen.

Mit dem Rückzug der Finanzämter aus der Devisenbewirtschaftung kam den Reichsbeauftragten im Rahmen des „Neuen Plans“ auch die allgemeine Aufgabe des Imports von Rohstoffen zu. Dadurch nahm der bürokratische Aufwand der Überwachungsstellen zu und die Arbeit wurde noch unübersichtlicher.

Da also diese Versuche der Steuerung auf Grund bürokratischer Schwierigkeiten misslangen und die Wehrmacht um die Sicherstellung ihres Bedarfs fürchtete wurde die Organisation im Februar 1937 zu einer indirekten Steuerung der Kontingentierung geändert. Dies erfolgte durch die „Anordnung 22 der Überwachungsstelle Eisen und Stahl“. Diese besagt konkret, dass alle Aufträge, die über die Mitte des Jahres hinausgehen würden, gestrichen werden und neue Kontingentsträger eingerichtet werden, denen je nach Dringlichkeit Kontingente zugesprochen wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert das Ziel der nationalsozialistischen Autarkiepolitik und die strategische Bedeutung der Rohstoffkontingentierung für die Kriegsvorbereitung.

Die wirtschaftliche Situation bei der Machtübernahme: Dieses Kapitel analysiert die Folgen der Weltwirtschaftskrise und die ökonomischen Rahmenbedingungen, die der NSDAP den Aufstieg und die Durchsetzung ihrer Wirtschaftsprogramme ermöglichten.

Theorie der Kontingentierung: Es wird der Übergang von einer freien Marktwirtschaft hin zu einer Kommandowirtschaft durch den Vierjahresplan und die Einführung staatlicher Überwachungsstellen beschrieben.

Umsetzung der Kontingentierung und entstehende Probleme am Beispiel Eisen: Anhand der Eisenbewirtschaftung werden die organisatorischen Strukturen, die bürokratischen Überlastungen und die daraus resultierenden Effizienzprobleme bei der Rohstoffverteilung detailliert dargestellt.

Schluss: Das Fazit fasst das Scheitern der zentralen Steuerung zusammen und erklärt, wie erst durch spätere systemische Änderungen eine rudimentäre Funktionalität in der Rüstungsproduktion erreicht werden konnte.

Schlüsselwörter

Rohstoffkontingentierung, Nationalsozialismus, Autarkie, Vierjahresplan, Eisenindustrie, Kommandowirtschaft, Reichsbeauftragte, Überwachungsstellen, Kriegswirtschaft, Rohstofflenkung, Weltwirtschaftskrise, Dringlichkeitsscheine, NS-Wirtschaftspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der staatlichen Lenkung der Rohstoffversorgung im Dritten Reich und untersucht die Versuche des NS-Regimes, die Industrieproduktion durch ein Kontingentierungssystem zu steuern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Autarkiestreben, die bürokratischen Mechanismen der Rohstoffverwaltung und die Herausforderungen der Rüstungslogistik im Vorfeld und während des Zweiten Weltkriegs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie das System der Rohstoffkontingentierung funktionierte, warum es aufgrund bürokratischer Ineffizienz scheiterte und wie die Steuerung letztlich durch militärische Priorisierungen ersetzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-wirtschaftswissenschaftlichen Analyse, die primär auf der Auswertung zeitgenössischer Fachliteratur und Dokumente zur NS-Wirtschaftspolitik beruht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die wirtschaftliche Ausgangslage vor 1933, die Theorie hinter der Kontingentierung sowie die konkrete, problembehaftete Umsetzung in der Praxis am Beispiel der Eisen- und Stahlindustrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rohstoffkontingentierung, Vierjahresplan, Autarkie, Reichsstellen und Kommandowirtschaft.

Was bezeichnete Göring als „Hamsterpsychose“?

Dieser Begriff beschreibt das Verhalten der Unternehmen, Rohstoffe vorratshalber zu horten, um sich gegen potenzielle Produktionsstillstände abzusichern, was zu massiven Ineffizienzen in der Rohstoffverteilung führte.

Warum reichte die zentrale Steuerung für die zivile Wirtschaft nicht aus?

Da militärische Projekte durch Dringlichkeitsstufen priorisiert wurden, fehlten der zivilen Wirtschaft die notwendigen Ressourcen, was zu langen Verzögerungen bei zivilen Bauprojekten und einem Rückgang der zivilen Produktion führte.

Welche Rolle spielte die „Anordnung 22“ für die Eisenindustrie?

Die Anordnung von 1937 war ein Versuch, die ineffiziente Steuerung durch eine indirekte Vergabe zu ersetzen, bei der Aufträge priorisiert und neue Kontingentsträger eingeführt wurden.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rohstoffkontingentierung im Dritten Reich
Hochschule
Universität Mannheim
Note
2,0
Autor
Dr. Michael Knoll (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
12
Katalognummer
V264902
ISBN (eBook)
9783656542650
ISBN (Buch)
9783656542865
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rohstoffkontingentierung dritten reich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Michael Knoll (Autor:in), 2004, Rohstoffkontingentierung im Dritten Reich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/264902
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Leseprobe aus  12  Seiten
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