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Wissensgesellschaft - was ist das eigentlich?

Titel: Wissensgesellschaft - was ist das eigentlich?

Essay , 2011 , 5 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: L. Mattern (Autor:in)

Soziologie - Wissen und Information

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Essay soll eine erste, kurze Orientierung in den Theoriekomplex der Wissensgesellschaft geben. Es ist als erste, eigene Gedanken enthaltene Reflexion von Alltagswissen, welches sich mit wissenschaftlichen Inhalten verknüpft konstruiert und zeigt auf, wie vielfältig die Wissensgesellschaft, in welcher wir uns befinden, ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Wissensgesellschaft – was ist das eigentlich?

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Begriff der Wissensgesellschaft auseinander und hinterfragt, ob der gesellschaftliche Wandel hin zur Akademisierung tatsächlich eine zukunftsfähige Entwicklung darstellt oder eine Abwertung traditioneller Bildungswege und Berufsfelder provoziert.

  • Kritische Analyse des Begriffs „Wissensgesellschaft“
  • Einfluss von Effizienz- und Schnelligkeitsdruck auf das Bildungssystem
  • Diskussion der Akademisierung und ihrer Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
  • Bedeutung von Wissensvernetzung im Zeitalter der Globalisierung

Auszug aus dem Buch

Wissensgesellschaft – was ist das eigentlich?

Anfangs war „Wissensgesellschaft“ für mich ein Wort, das man eben benutzte, weil es da war und weil es etwas beschrieb, was zur heutigen Zeit irgendwie zu passen schien. Ich setzte mich damit auseinander und spontan flogen mir Inhalte wie „Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft“ und Ähnliche zu. Wenn ich aber tief in mich hineinhorche, dann verstehe ich es nicht. Was ist denn mit Bildung gemeint? Braucht Deutschland mehr Akademiker? Muss Deutschland nur noch aus Akademikern bestehen, damit es ein zukunftsfähiges Land bleibt? Oder soll das bedeuten, dass Menschen, die handwerkliche Berufe ausüben und deren Kunstfertigkeiten seit Jahrzeiten gut und effektiv weitergegeben werden, auch noch politik- und gesellschaftswissenschaftliche Seminare belegen müssen, um ihren Beitrag zur Gesellschaft einordnen zu können?

Es verwundert mich nicht, wieso es mir schwer fällt, diese Gedanken gut einordnen zu können. Ich habe den Eindruck, dass man jetzt unbedingt in einer neuen Epoche leben will, man streitet sich lediglich um die Definition, wann man denn jetzt endgültig darin angekommen ist. Wahrscheinlich wird der Streit nie passé sein.

In einem Interview der Süddeutschen Zeitung äußert sich Werner Fürstenberg, ein „Burn-Out-Berater“ darüber, dass die Menschen „das Tempo nicht mehr aushalten“ würden. Die psychischen Belastungen seien bei den Arbeitnehmern in den vergangenen 20 Jahren zusammen mit der Geschwindigkeit in der Arbeitswelt um ein Vielfaches gestiegen und die Belastungen seien potenziert worden.

Zusammenfassung der Kapitel

Wissensgesellschaft – was ist das eigentlich?: Der Autor reflektiert über die Definition der Wissensgesellschaft und hinterfragt kritisch den zunehmenden Leistungsdruck, die Akademisierungswelle sowie die tiefgreifenden Veränderungen in der Arbeits- und Bildungswelt.

Schlüsselwörter

Wissensgesellschaft, Bildung, Akademisierung, Globalisierung, Arbeitsmarkt, Bachelor, Schulsystem, Soziale Arbeit, Effizienz, Stress, Digitalisierung, Transformation, Fachkräftemangel, Zukunftsfähigkeit, Bildungsökonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch den Begriff der „Wissensgesellschaft“ und dessen Auswirkungen auf das deutsche Bildungs- und Arbeitssystem im Kontext zunehmender Effizienzanforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören der Wandel des Bildungssystems, der Druck auf Schüler und Studenten durch Beschleunigung sowie die soziale Bewertung von Bildungsabschlüssen.

Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, den Begriff der Wissensgesellschaft zu hinterfragen und zu analysieren, inwiefern der Trend zur Akademisierung reale gesellschaftliche Fortschritte bringt oder lediglich Stress und Entwertung traditioneller Berufe erzeugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen essayistischen, reflektierenden Ansatz, der aktuelle gesellschaftliche Beobachtungen mit persönlichen Erfahrungen und Beispielen aus der Bildungspolitik verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Transformation des Schul- und Hochschulsystems, der Überlastung durch G8 und Bachelor-Studiengänge sowie dem Phänomen der „Bildungsschwemme“ am Beispiel des Fachs Soziale Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Bildung, Akademisierung, Wissensgesellschaft, Transformation und gesellschaftlicher Leistungsdruck charakterisieren.

Welche Rolle spielt das dreigliedrige Schulsystem in der Analyse?

Der Autor nutzt das dreigliedrige Schulsystem als Ausgangspunkt, um zu zeigen, wie frühzeitig soziale Selektion und die Angst vor Arbeitslosigkeit dazu führen, dass akademische Bildung als einzig erstrebenswerter Weg wahrgenommen wird.

Warum wird das Beispiel „Soziale Arbeit“ an der FH Frankfurt angeführt?

Das Beispiel verdeutlicht die Diskrepanz zwischen der hohen Nachfrage nach Studienplätzen und den späteren, oft prekären Arbeitsmarktchancen für Absolventen im sozialen Bereich.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wissensgesellschaft - was ist das eigentlich?
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Leben wir in einer Wissensgesellschaft?
Note
1,4
Autor
L. Mattern (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
5
Katalognummer
V264706
ISBN (eBook)
9783656540588
ISBN (Buch)
9783656541288
Sprache
Deutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
L. Mattern (Autor:in), 2011, Wissensgesellschaft - was ist das eigentlich?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/264706
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Leseprobe aus  5  Seiten
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