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Die Prospect Theory: Ein Modell der Behavioral Economics zur Erklärung des Underpricing

Title: Die Prospect Theory: Ein Modell der Behavioral Economics zur Erklärung des Underpricing

Seminar Paper , 2011 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diplom Volkswirt Ingmar Dransfeld (Author)

Business economics - Investment and Finance

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Summary Excerpt Details

Risiken bestimmen menschliches Handeln in vielen Situationen.
Abgesehen von der generellen Ungewissheit über die Zukunft gibt es
viele Situationen, in denen mögliche zukünftige Entwicklungen
angenommen beziehungsweise modelliert werden können. Eine solche
Abbildung möglicher Entwicklungen ist insbesondere für
Wirtschaftssubjekte bedeutend, die Risiken und Chancen ökonomischen
Handelns gegeneinander aufwiegen müssen, um Verluste zu vermeiden
und Gewinne zu erzielen. Ein Beispiel ist das erstmalige Anbieten von
Unternehmensanteilen am organisierten Kapitalmarkt (initial public
offering), bei der Risiken und Chancen für Investoren gegeneinander
aufgewogen werden müssen. Ein wissenschaftlicher Ansatz solche
Risiken zu beurteilen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten ist
die Entscheidungstheorie, die sich primär in präskriptive sowie
deskriptive Teilgebiete unterscheiden lässt. Die präskriptive
Entscheidungstheorie basiert auf streng rationalem Verhalten und
postuliert somit ein widerspruchsfreies Zielsystem. Diesem Zielsystem
konform verhält sich der Entscheider. Welches konkrete Ziel der
Handelnde hierbei verfolgt, ist individuell für jedes Zielsystem
festgelegt.
Die deskriptive Entscheidungstheorie hingegen, welcher auch die
Prospect Theory angehört, ermöglicht ein Zielsystem, welches nicht
frei von Widersprüchen ist. Sie stellt dar, wie Menschen sich in
Risikosituationen verhalten und hinterfragt, warum sie sich so
verhalten. Vor diesem Hintergrund stellt den Schwerpunkt dieser
Arbeit das rational schwer nachvollziehbare Phänomen des
Underpricings von IPO´s dar. Dieses wird anhand der PT erklärt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Ziel der Arbeit

1.1 Begrifflichkeit des Underpricing

1.2 Gang der Untersuchung und Ziel der Arbeit

2. Die Prospect Theory

2.1 Grundgedanken der Prospect Theory

2.2 Die Editing – Phase

2.3 Die Evaluation – Phase

2.3.1 Die Wertfunktion

2.3.2 Die Gewichtungsfunktion

2.3.3 Die Gesamtwertfunktion

3. Die Prospect Theory und das Underpricing

3.1 Der „certainty effect“

3.2 Der Einfluss der Segregation

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des IPO-Underpricings unter Anwendung der Prospect Theory (PT), um psychologische Faktoren und Entscheidungsmuster aufzudecken, die das Verhalten von Investoren und Unternehmenseignern bei Börsengängen beeinflussen.

  • Grundlagen der Prospect Theory im Vergleich zur Erwartungsnutzentheorie
  • Analyse der Editing- und Evaluation-Phase innerhalb der Prospect Theory
  • Untersuchung des „certainty effect“ als Erklärungsansatz für IPO-Pricing
  • Anwendung des Segregationsprinzips (Mental Accounting) auf Börsengänge
  • Diskussion rational schwer nachvollziehbarer Phänomene bei Unternehmensanteilen

Auszug aus dem Buch

3.1 Der „certainty effect“

Der „certainty effect“ beschreibt - wie oben bereits aufgezeigt - ein Verhalten, wonach ein sicheres Ereignis von Individuen höher gewertet wird als ein unsicheres. Aus Sicht der Investoren stellt sich daher das Problem für die neu emittierten Unternehmensanteile folgendermaßen dar: Für sie ist der Referenzpunkt zur Beurteilung der künftigen monetären Situation das derzeitige Vermögen. Ziel ist es ihrerseits, dieses durch den Erwerb von Aktien der IPO zu mehren und somit einen Nettoprofit zu erzielen. Je geringer daher der Ausgabepreis ist, desto größer ist die Chance dies auch zu erreichen.

Die erwartete Erstnotiz (fair value) ist somit um einen individuellen Unsicherheitseffekt bereinigt, der auf der Unsicherheit der Börsenbewertung von Ertragskraft und Zukunftsaussichten fußt. In der Graphik ist zuerkennen, dass der (fiktive) faire Preis einer Aktie vor der Emission bei 11 GE liegt. Die Wahrscheinlichkeit für einen Emissionsgewinn wie auch für einen Emissionsverlust liegt somit (rationell betrachtet) bei identischen 50%. Die Gewichtungsfunktion des Investors (in der Zeichnung blau eingezeichnet) zeigt hingegen, dass sein subjektiv empfundener Punkt für eine vermutete Egalität der Wahrscheinlichkeit für einen Emissionsgewinn wie auch Verlust erst bei einem Emissionspreis von etwa 10 GE erreicht ist. Folglich ist er nicht bereit, mehr als 10 GE pro Aktie zu zahlen, sondern tendenziell weniger, um seinen erwarteten Emissionsgewinn zu erhöhen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Ziel der Arbeit: Diese Einführung erläutert das IPO-Underpricing als Phänomen, bei dem Unternehmensanteile unter ihrem wahren Wert an den Markt gelangen, und stellt die Prospect Theory als deskriptives Erklärungsmodell vor.

2. Die Prospect Theory: Dieses Kapitel beschreibt die wissenschaftlichen Grundlagen der PT, unterteilt in die Editing-Phase zur Transformation von Wahrscheinlichkeiten und die Evaluation-Phase zur subjektiven Bewertung anhand von Wert- und Gewichtungsfunktionen.

3. Die Prospect Theory und das Underpricing: Hier erfolgt die Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf das IPO-Underpricing, wobei insbesondere der „certainty effect“ und das Konzept der Segregation analysiert werden.

4. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die statische Natur der Modellbetrachtung und zeigt auf, dass die PT wichtige, aber nicht alle Faktoren des Underpricings erklären kann.

Schlüsselwörter

Prospect Theory, Behavioral Economics, Underpricing, IPO, Erwartungsnutzentheorie, Wertfunktion, Gewichtungsfunktion, certainty effect, Segregation, Mental Accounting, Risikoverhalten, Entscheidungsanomalien, Referenzpunkt, Börsengang, Verlustaversion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung der verhaltensökonomischen Prospect Theory, um das Phänomen des Underpricings bei Börsengängen (IPOs) wissenschaftlich zu erklären.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Abkehr von der klassischen Erwartungsnutzentheorie, die kognitiven Prozesse der Entscheidungsfindung unter Risiko und deren Auswirkungen auf die Preisbildung bei Aktienemissionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie menschliche Entscheidungsanomalien, die durch die Prospect Theory beschrieben werden, dazu führen, dass Aktien bei ihrem erstmaligen Börsengang häufig unter ihrem tatsächlichen Wert angeboten werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der Literatur der Behavioral Economics basiert und diese Erkenntnisse auf Fallbeispiele von IPOs projiziert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundelemente der Prospect Theory (Editing- und Evaluation-Phase) und die konkrete Anwendung der Effekte (Segregation und certainty effect) auf die Preisgestaltung von Unternehmensanteilen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Prospect Theory, IPO-Underpricing, Wertfunktion, Gewichtungsfunktion, Segregation und Mental Accounting.

Wie unterscheidet sich die PT von der klassischen Entscheidungstheorie?

Während die klassische Theorie (EUT) vorschreibt, wie sich Individuen rational verhalten sollten, beschreibt die PT deskriptiv, wie Menschen sich tatsächlich verhalten, inklusive aller Widersprüche und kognitiven Verzerrungen.

Warum wird der „certainty effect“ bei IPOs als relevant erachtet?

Investoren bewerten sichere Ergebnisse über; bei IPOs führt dies dazu, dass sie einen geringeren Preis für die Aktie fordern, um die Wahrscheinlichkeit eines Emissionsgewinns subjektiv höher einzustufen.

Welche Rolle spielt die Segregation für Unternehmenseigner?

Die Segregation erlaubt es, Gewinne und Verluste auf mental getrennten Konten zu verbuchen, wodurch ein Gesamtverlust durch die Kombination mit einem Gewinn minimiert oder „neutralisiert“ (Cancellation-Prinzip) wahrgenommen wird.

Ist die in der Arbeit gewählte Methode kritikfrei?

Nein, der Autor weist in der Schlussbetrachtung darauf hin, dass die statische Betrachtungsweise und die problematische Bestimmung des Referenzpunktes Einschränkungen der Erklärungsqualität darstellen.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Die Prospect Theory: Ein Modell der Behavioral Economics zur Erklärung des Underpricing
College
University of Hagen
Course
Investitionstheorie
Grade
1,7
Author
Diplom Volkswirt Ingmar Dransfeld (Author)
Publication Year
2011
Pages
23
Catalog Number
V264484
ISBN (eBook)
9783656538899
ISBN (Book)
9783656541479
Language
German
Tags
prospect theory modell behavioral economics erklärung underpricing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Volkswirt Ingmar Dransfeld (Author), 2011, Die Prospect Theory: Ein Modell der Behavioral Economics zur Erklärung des Underpricing, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/264484
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