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Warum halten Unternehmen Kasse?

Eine Analyse der Einflussfaktoren auf die Liquidität

Titel: Warum halten Unternehmen Kasse?

Bachelorarbeit , 2011 , 53 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Simon Knieps (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Cash Holdings verschaffen Liquidität. Das Thema ist nicht nur wegen den hohen Cash Holdings von Unternehmen wie Microsoft, GE und Apple aktueller denn je. Einerseits wegen der Finanzkrise. Durch die eingeschränkte Kreditvergabe der Banken erschwerte sich die externe Finanzierung von Unternehmen dramatisch, mit negativen Folgen für die Realwirtschaft. Auch in der aktuellen Euroschuldenkrise wird befürchtet, dass die Banken ihre Kreditvergabe an die Unternehmen einschränken. Andererseits ist das Thema gerade nicht nur wegen der kurzfristigen Konjunkturzyklen bedeutend. Von 1980 bis 2006 stieg die durchschnittliche Höhe der Cash Holdings um ein halbes Prozent pro Jahr von 10,5% auf 23,2%. Der Anstieg ist so enorm, dass erstmalig amerikanische Unternehmen im Durchschnitt in 2004, 2005 und 2006 alle ihre Verbindlichkeiten mit ihren Cash Holdings hätten begleichen können.
Das Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, welche Faktoren die Höhe von Cash Holdings der Unternehmen beeinflussen.
Zur wissenschaftlichen Einordnung und zur Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes werden die wesentlichen drei Theorien, die Pecking Order, die Free Cash Flow und die Trade-Off Theorie, kurz erläutert.
Die Pecking Order Theorie geht von einer Rangordnung der Finanzierung aus. Theoretische Grundlage sind die Kosten asymmetrischer Informationsverteilungen. Ein Unternehmen versucht sich zuerst über interner Finanzierung, dann über Fremdkapitalfinanzierung bis zur Eigenkapitalaufnahme als letzte Maßnahme zu finanzieren.
Die Free Cash Flow Theorie vertritt die Annahme, dass das Management ein Interesse an der Akkumulation von Cash Flow hat. Cash Holdings können im Gegensatz zur Aufnahme von Fremdkapital diskreter verwendet werden.
Die Trade-Off Theorie sieht die optimale Höhe der Cash Holdings im Schnittpunkt der marginalen Kosten der Cash Holdings und den marginalen Vorteilen, die aus einer Erhöhung der Cash Holdings entstehen.
Diese Arbeit basiert im Wesentlichen auf der Trade-Off Theorie. Im Bereich Corporate Governance werden Auszüge der Free Cash Flow Theorie theoretisch aufgeführt, empirisch aber widerlegt. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literatur: Theorie und Empirie

2.1. Transaktionskosten

2.2. Informationsasymmetrie und Agency Cost of Debt

2.3. Corporate Governance

2.4. Finanzielle Angespanntheit

2.5. Steuern

2.6. Kreditlinien

2.6.1. Kreditlinien: Corporate Governance

2.6.2. Auflagen von Kreditlinien

2.6.3. Verwendung von Cash Holdings und Kreditlinien

2.7 Der Zeitvergleich

2.8. Zusammenfassung

3. Analyse

3.1. Studienspezifische Analyse

3.1.1.-2. Transaktionskosten und Informationsasymmetrie

3.1.3. Corporate Governance

3.1.4. Finanzielle Angespanntheit

3.1.5. Steuern

3.1.6. Kreditlinien

3.1.7. Der Zeitvergleich

3.2. Studienübergreifende Analyse

3.3. Kurze studienübergreifende Darstellung des Themas anhand eines Beispiels

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die verschiedenen Faktoren zu identifizieren und zu analysieren, welche die Höhe der Cash Holdings von Unternehmen beeinflussen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum Unternehmen trotz potenzieller Opportunitätskosten signifikante liquide Mittel halten und wie verschiedene theoretische sowie empirische Ansätze dies erklären.

  • Analyse der Trade-Off Theorie, Pecking Order und Free Cash Flow Theorie im Kontext von Liquiditätsreserven.
  • Untersuchung des Einflusses von Corporate Governance auf das Management von Barbeständen.
  • Evaluation der Rolle von Kreditlinien als Substitut für direkte Cash Holdings.
  • Diskussion der Bedeutung finanzieller Angespanntheit und steuerlicher Anreize für die Liquiditätspolitik.
  • Kritische Reflexion der methodischen Vorgehensweisen in der bestehenden Fachliteratur.

Auszug aus dem Buch

2.1. Transaktionskosten

Ausgehend vom Modell des vollkommenden Kapitalmarktes würde ein Unternehmen kein Cash akkumulieren. Per Definition gibt es auf diesem Markt keine Transaktionskosten und Informationssymmetrie. Deshalb ist eine Finanzierung kapitalwertpositiver Projekte stets möglich. Auch gibt es keinen Vorteil über die Verfügbarkeit von Cash, also keine Liquiditätsprämie. Eine direkte Finanzierung kapitalwertpositiver Projekte ist jederzeit möglich. Aufgrund von Opportunitätskosten würde Cash nicht akkumuliert, sondern am vollkommenen Kapitalmarkt angelegt werden. Zum gleichen Zinssatz kann von diesem Markt Cash aufgenommen werden, wenn es im Unternehmen benötigt wird.

In diesem Modell würden unabhängig von der Finanzierung alle kapitalwertpositiven Projekte finanziert werden. Die Kapitalstruktur hat keinen Einfluss auf den Unternehmenswert.

Da es in der Realität Transaktionskosten gibt, gibt es keinen vollkommenen Kapitalmarkt. Hauptgrund für das Halten von Cash Holdings ist aus theoretischer Sicht die Verringerung oder Vermeidung der Transaktionskosten. Bei akuten Liquiditätsengpässen muss ein Unternehmen entweder die Ausgaben senken oder einen Zahlungsmitteleinfluss bewirken. Direkte Ausgabensenkungen sind durch Unterlassung oder Senkung der Ausschüttung an die Eigentümer möglich. Diese Alternative ist zeitlich nur begrenzt möglich. Gleichzeitig werden Dividendenkürzungen vom Kapitalmarkt meist durch eine Reduzierung des Aktienkurses und somit des Unternehmenswertes bestraft. Die Unterlassung von kapitalwertpositiven Projekten ist eine weitere Möglichkeit der direkten Ausgabensenkung. Diese Alternative stellt einen Opportunitätsverlust dar. Der Opportunitätsverlust ist umso höher, je rentabler die unterlassenen Projekte wären. Cash Inflow kann durch den Verkauf von Vermögensgegenständen oder der Aufnahme von externem Kapital erhöht werden. Beide verursachen Transaktionskosten. In der Regel bevorzugen Unternehmen in dieser Situation die externe Finanzierung, weil diese Variante meist die kostengünstigere ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Relevanz hoher Cash Holdings bei großen Unternehmen ein und stellt die theoretischen Grundlagen wie die Pecking Order-, Free Cash Flow- und Trade-Off Theorie vor.

2. Literatur: Theorie und Empirie: Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über die wissenschaftliche Diskussion, beleuchtet Einflussfaktoren wie Transaktionskosten, Corporate Governance und Steuern und stellt Kreditlinien als Liquiditätsinstrumente vor.

3. Analyse: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der methodischen Validität bestehender Studien sowie eine studienübergreifende Analyse, illustriert durch ein praktisches Beispiel von Technologieunternehmen wie Apple.

4. Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die Haupterkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung, insbesondere in Bezug auf mittelständische und nicht-börsennotierte Unternehmen.

Schlüsselwörter

Cash Holdings, Liquiditätssicherung, Trade-Off Theorie, Corporate Governance, Transaktionskosten, Informationsasymmetrie, Kapitalmarktfriktionen, Kreditlinien, Finanzielle Angespanntheit, Cash Flow Volatilität, Agency Costs, Unternehmensfinanzierung, Investitionsentscheidungen, Liquiditätsmanagement, Kapitalstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen und empirischen Gründe, warum Unternehmen liquide Mittel in Form von Cash Holdings halten, anstatt diese voll in Projekte oder Ausschüttungen zu investieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Rolle von Transaktionskosten, Informationsasymmetrien, der Einfluss von Corporate Governance-Strukturen sowie die Bedeutung von Kreditlinien als alternative Liquiditätssicherung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, welche Faktoren die Höhe der Cash Holdings von Unternehmen maßgeblich beeinflussen und wie diese innerhalb der Trade-Off Theorie wissenschaftlich einzuordnen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende empirische Studien kritisch analysiert, deren methodische Ansätze vergleicht und die Ergebnisse auf Plausibilität sowie Übertragbarkeit prüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der verschiedenen Einflussfaktoren auf Cash Holdings und eine kritische Analyse der empirischen Studienlage inklusive einer fallbeispielbasierten ökonomischen Interpretation.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Cash Holdings, Liquiditätssicherung, Corporate Governance, Kapitalmarktfriktionen und Transaktionskosten spiegeln den Kern der wissenschaftlichen Untersuchung wider.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Kreditlinien im Vergleich zu Cash?

Der Autor stellt fest, dass Kreditlinien zwar als Substitut für Cash dienen können, jedoch ihre Wirksamkeit von der Erfüllung bestimmter Vertragsklauseln (Covenants) und der finanziellen Stabilität des Unternehmens abhängt.

Welche Rolle spielt die Corporate Governance für Cash Holdings?

Die Arbeit zeigt, dass eine schwache Corporate Governance oft mit ineffizientem Managementverhalten korreliert, was wiederum die Höhe der Cash Holdings und deren Allokation beeinflusst.

Warum halten Unternehmen wie Apple oder Microsoft so hohe Cash-Bestände?

Das Beispiel verdeutlicht, dass besonders in sehr dynamischen Märkten mit hohem Innovationsdruck und R&D-Bedarf Cash Holdings als strategische Flexibilitätsreserve dienen, um den laufenden Betrieb und Forschungsausgaben gegen Cash Flow-Schwankungen abzusichern.

Welche Limitationen nennt der Autor bei den untersuchten Studien?

Der Autor kritisiert insbesondere den US-Zentrismus vieler Studien, die unterschiedlichen methodischen Ansätze zur Messung von Variablen und die Schwierigkeit, eindeutige Kausalzusammenhänge in einem globalen Marktumfeld nachzuweisen.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Warum halten Unternehmen Kasse?
Untertitel
Eine Analyse der Einflussfaktoren auf die Liquidität
Hochschule
Universität Trier  (Lehrstuhl für Unternehmensfinanzierung und Kapitalmärkte)
Note
2,0
Autor
Simon Knieps (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
53
Katalognummer
V264267
ISBN (Buch)
9783656558804
ISBN (eBook)
9783656558835
Sprache
Deutsch
Schlagworte
warum unternehmen kasse cash management liquiditätsmanagement einfluss transaktionskosten informationsasymmetrie corporate governance angespanntheit steuern kreditlinien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Knieps (Autor:in), 2011, Warum halten Unternehmen Kasse?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/264267
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  53  Seiten
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