Im Rahmen dieser Arbeit wurden diverse Maßnahmen vorgestellt und evaluiert, welche zur Verbesserung der Unternehmensethik in einem Krankenhaus dienen können. Hierzu wurde zunächst der Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur und -ethik geklärt. Anschließend wurden die Besonderheiten im Krankenhausumfeld analysiert. Im Anschluss erfolgte eine sequentielle Analyse der einzelnen Maßnahmen:
- Sinnvermittelnde und unterstützende Maßnahmen
- Durchführung gemeinsamer Projekte
- Rotation von Subkulturträgern
- Maßnahmen zur Personalentwicklung
- Ausrichtung von Anreizsystemen
- Verbesserung der Soziablität unter den Mitarbeitern
Abschließend wurde eine mögliche Vorgehensweise für die Implementierung der Maßnahmen vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Harte und weiche Faktoren der Unternehmensführung
2.2 Unternehmenskultur
3 Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmensethik
3.1 Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur und -ethik
3.2 Besonderheiten im Krankenhausumfeld
3.3 Evaluation der Maßnahmen
3.4 Vorgehensweise bei der Umsetzung
4 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung, welche Maßnahmen Krankenhäuser ergreifen können, um ein starkes moralisches Verständnis bei den Mitarbeitern zu etablieren, ohne dabei die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens zu gefährden. Der Fokus liegt dabei besonders auf dem Handeln gegenüber Patienten.
- Grundlagen der Unternehmensführung und -kultur
- Wechselwirkung zwischen Unternehmenskultur und Unternehmensethik
- Herausforderungen und Besonderheiten im Krankenhausumfeld
- Evaluation und Implementierung von Maßnahmen zur Wertestärkung
- Strukturierung von Veränderungsprozessen mittels Deming-Zyklus
Auszug aus dem Buch
3.2 Besonderheiten im Krankenhausumfeld
Wie eingangs bereits erwähnt, haben Krankenhäuser eine besondere ethische Verpflichtung gegenüber ihren Patienten. Das Wohl des Patienten muss hier an erster Stelle stehen, ungeachtet der Lukrativität der Behandlung eines Patienten. Dennoch steht hier die Ethik nicht zwangsläufig im Konflikt mit der Wirtschaftlichkeit eines einzelnen Krankenhauses. Eine hohe Leistungsqualität kann sich z.B. als großer Vorteil für das Haus erweisen, da es auf diesem Weg eine „Marke“ aufbauen und somit mehr Patienten akquirieren kann. Im Folgenden wird kurz darauf eingegangen, welche Faktoren zur Patientenzufriedenheit beitragen, um den Grundsätzlichen Handlungsbedarf zu ermitteln. In der Abbildung 2 wird dargestellt, welche Faktoren den Patienten grundsätzlich wichtig sind und wie zufrieden diese i.d.R. mit diesen sind.
Es ist nicht verwunderlich, dass die Qualität der medizinischen Versorgung der wichtigste Faktor für die meisten Patienten ist. Allerdings ergibt sich gerade bei diesem Faktor ein großes Problem. Wie Eiff in seinen Untersuchungen herausfand, können die meisten Patienten die Qualität der medizinischen Versorgung nicht evaluieren, da ihnen das nötige Fachwissen fehlt. Aus diesem Grund nutzen sie andere Faktoren als Substitut, um die Qualität der Versorgung einschätzen zu können. Häufig wird hier z.B. die Qualität der Kommunikation unter den Mitarbeitern als Kriterium herangezogen. Streiten sich diese vor dem Patienten, erweckt dies bei ihm einen unprofessionellen Eindruck. (vgl. Eiff, 2006, S. 130f)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die moralische Verantwortung von Krankenhäusern ein und stellt die Forschungsfrage nach der Vereinbarkeit von Ethik und Wirtschaftlichkeit.
2 Grundlagen: Es werden die theoretischen Grundlagen der Unternehmensführung erläutert, wobei insbesondere die Bedeutung der Unternehmenskultur als „weicher Faktor“ hervorgehoben wird.
3 Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmensethik: Dieses Kapitel analysiert den Zusammenhang zwischen Kultur und Ethik, erörtert spezifische Herausforderungen im Krankenhaussektor und stellt verschiedene Instrumente zur Wertestärkung sowie einen Prozess zur Umsetzung vor.
4 Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Arbeit werden resümiert und die Erkenntnis unterstrichen, dass eine starke, am Wohl des Patienten orientierte Unternehmenskultur durch kontinuierliche Optimierungsprozesse gefestigt werden muss.
Schlüsselwörter
Unternehmensethik, Unternehmenskultur, Krankenhausumfeld, Patientenzufriedenheit, Wirtschaftlichkeit, Unternehmensführung, Integritätslücken, Deming-Zyklus, Wertekultur, Personalentwicklung, Stakeholder, Unternehmensleitbild, Moralverständnis, Qualitätsmanagement, Sozialität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie durch eine starke Unternehmenskultur die Unternehmensethik in Krankenhäusern verbessert werden kann, um moralisch vertretbares Handeln mit wirtschaftlichen Zielen zu vereinen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Unternehmenskultur, Ethik im Gesundheitswesen, Veränderungsmanagement und die Optimierung von Patientenbeziehungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Identifikation von Maßnahmen, die ein starkes moralisches Verständnis der Mitarbeiter fördern, ohne die wirtschaftliche Stabilität des Krankenhauses zu gefährden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert und Modelle wie das McKinsey-7S-Modell, Schein-Kulturmodell und den Deming-Zyklus zur Strukturierung nutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Wechselwirkung von Kultur und Ethik, die Besonderheiten des Krankenhauses, evaluiert Maßnahmenbündel zur Verbesserung und schlägt einen Umsetzungszyklus vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Unternehmensethik, Unternehmenskultur, Krankenhausmanagement, Patientenzufriedenheit, Werteorientierung und kontinuierliche Verbesserung.
Warum ist das Krankenhausumfeld besonders kritisch für die Unternehmensethik?
Krankenhäuser tragen eine besondere Verantwortung, da Patienten ihre Gesundheit oder ihr Leben in die Hände der Einrichtung legen, was moralische Fehlentscheidungen schwerwiegender macht als in anderen Branchen.
Warum wird der Deming-Zyklus als Vorgehensmodell empfohlen?
Da die Unternehmenskultur sehr schwer interpretierbar und die Veränderung kein einmaliges Projekt ist, bietet der Deming-Zyklus einen permanenten, strukturierten Optimierungsprozess (Plan-Do-Check-Act).
- Arbeit zitieren
- B.Sc. Daniel Simmank (Autor:in), 2013, Verbesserung der Unternehmensethik durch eine starke Unternehmenskultur, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/264170