Das Thema der vorliegenden Hausarbeit ist der Artikel VII der Confessio Augustana. In dem Artikel VII legten die Reformatoren ihr Verständnis der Kirche dar. So soll auch die Frage in dieser Arbeit sein, welches Verständnis von Kirche die Reformatoren hatten und was sie als konstituierend betrachteten.
Bei näherer Betrachtung der Fachliteratur ist festzustellen, dass eine häufig behandelte Frage ist, ob eine Anerkennung der Confessio Augustana durch die katholische Kirche möglich ist. In dieser Arbeit soll aber der Frage nachgegangen werden, welche Funktion der Glaube für die Kirche nach Artikel VII der Confessio Augustana erfüllt. So lautet die These, die im Verlauf der Arbeit geklärt werden soll: Der Glaube erfüllt eine zentrale Funktion für die Kirche im Verständnis des Artikel VII der Confessio Augustana.
Im sich nun anschließenden Hauptteil soll unter dem Punkt 2.1. zuerst der historische Überblick zur Entstehung der Confessio Augustana gegeben werden, um anschließend das Kirchenverständnis der Reformatoren anhand von Artikel VII darzulegen.
Im 3. Punkt wird das Verhältnis von Glaube und Kirche näher erörtert.
Im 4. und letzten Punkt wird die Frage nach der Funktion des Glaubens für die Kirche zusammenfassend überprüft.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Confessio Augustana Artikel VII
2.1. Die Confessio Augustana in ihrer historischen Entstehung
2.2. Das reformatorische Kirchenverständnis
3. Verbindung von Glaube und Kirche
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Kirchenverständnis in Artikel VII der Confessio Augustana mit dem primären Ziel, die zentrale Funktion des Glaubens für die Kirche dogmatisch zu erörtern und die konstituierenden Elemente der Gemeinschaft der Gläubigen herauszuarbeiten.
- Historische Entstehung und Kontext der Confessio Augustana
- Reformatorisches Kirchenverständnis im Vergleich
- Konstitutive Elemente der Kirche (Wortverkündigung und Sakramente)
- Das Verhältnis von Glaube und Kirche
- Die Gemeinschaft der Heiligen im Kontext der sichtbaren Kirche
Auszug aus dem Buch
2.1. Die Confessio Augustana in ihrer historischen Entstehung
Die Confessio Augustana wird auch als Augsburger Bekenntnis bezeichnet. Sowohl der Ort der Entstehung, als auch die Funktion des Textes sind im Namen enthalten.
Im Zuge der reformatorischen Bewegung und den Auseinandersetzungen mit der katholischen Kirche waren die Reformatoren gezwungen, ein Bekenntnis ihres Glaubens zu entwickeln.
Zur Präsentation dieses Bekenntnisses und um die Einheit im Glauben wiederherzustellen, berief Kaiser Karl V. einen Reichstag für den 8. April 1530 zusammen, der in Augsburg tagen sollte.
Der Reichstag trat aber erst später zusammen, als vorgesehen. Eröffnet wurde der Reichstag am 20. Juni 1530. Da Martin Luther durch die Reichsacht noch immer geächtet war, konnte er nicht selbst auf dem Reichstag erscheinen. Während die reformatorischen Stände nach Augsburg zogen, wurde Luther auf der Koburg zurückgelassen. Als Vertreter der reformatorischen Theologen wurde Philipp Melanchthon ausgewählt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach dem Kirchenverständnis in Artikel VII der Confessio Augustana vor und postuliert die zentrale Rolle des Glaubens.
2. Confessio Augustana Artikel VII: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Entstehungshintergrund des Bekenntnisses sowie die spezifisch reformatorische Definition der Kirche als Gemeinschaft der Heiligen.
3. Verbindung von Glaube und Kirche: Hier wird das dogmatische Abhängigkeitsverhältnis analysiert, in dem die Kirche vom rechtfertigenden Glauben steht, der durch das Wort Gottes und die Sakramente gewirkt wird.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Glaube eine essenzielle und konstitutive Funktion für das Kirchenverständnis nach Artikel VII einnimmt.
Schlüsselwörter
Confessio Augustana, Artikel VII, Kirchenverständnis, Glaube, Reformatorische Theologie, Gemeinschaft der Heiligen, Wortverkündigung, Sakramente, Rechtfertigung, Heiliger Geist, Ekklesiologie, Augsburger Bekenntnis, Konstitutive Elemente, Evangelium, Institution Kirche.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das Kirchenverständnis, wie es in Artikel VII der Confessio Augustana durch die Reformatoren definiert wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Wesen der Kirche, die Rolle der Evangeliumsverkündigung und Sakramente sowie das Verhältnis zwischen Glaube und kirchlicher Gemeinschaft.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, die These zu belegen, dass der Glaube eine zentrale, konstitutive Funktion für die Kirche gemäß Artikel VII einnimmt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine dogmatische und kirchenhistorische Analyse, die Fachliteratur sowie die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche auswertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entstehung des Augsburger Bekenntnisses, die Ausarbeitung des reformatorischen Kirchenverständnisses und die Untersuchung der Verbindung von Glaube und Kirche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie "Confessio Augustana", "Kirchenverständnis", "Rechtfertigung" und "Gemeinschaft der Heiligen".
Was bedeutet die Aussage "es ist genug" (satis est) in diesem Kontext?
Diese Formel aus Artikel VII besagt, dass zur wahren Einheit der Kirche allein die reine Lehre des Evangeliums und die rechte Verwaltung der Sakramente ausreichen.
Wie unterscheidet der Autor zwischen der verborgenen und der sichtbaren Kirche?
Die Gemeinschaft der Heiligen ist zwar verborgen, da sie nur für Gott erkennbar ist, sie manifestiert sich jedoch für den Menschen dort, wo das Evangelium rein verkündet und die Sakramente korrekt verwaltet werden.
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- André Stepanek (Author), 2010, Kirchenverständnis in Confessio Augustana VII, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/264105