Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Pflegewissenschaft - Pflegemanagement

Jugenddelinquenz. Vollzugspraxis in Bayern vs. wissenschaftliche Erkenntnisse

Ansatzpunkte einer Reform der Vollzugspraxis

Titel: Jugenddelinquenz. Vollzugspraxis in Bayern vs. wissenschaftliche Erkenntnisse

Masterarbeit , 2013 , 145 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thorsten Übel (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Pflegemanagement

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem delinquenten Verhalten Jugendlicher, Heranwachsender und junger Erwachsenen. Ausgangslage waren die vermehrt aufkommenden Meldungen gewalttätiger Übergriffe dieser auf oftmals Unschuldige. Allen voran wird die Frage geklärt, warum die statistischen Zahlen in Sachen Jugenddelinquenz, in den letzten Jahren signifikant gestiegen sind.
Die jährlichen Auswertungen des Statistischen Bundesamts sowie Untersuchungen in diesem Bereich geben Aufschluss über eine mögliche Resozialisierung der Delinquenten durch die derzeitig praktizierten Vollzugsformen und regen mit einer Rückfallquote von knapp 70% zum Nachdenken an. Diese hohe Zahl lässt die Vermutung aufkommen, dass die derzeitige Praxis Reformen benötigt, um die Rückfälligkeit zu senken und letztlich für die Sicherheit der Gesellschaft Sorge zu tragen.
Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, ob der derzeitig praktizierte Regelvollzug mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen noch kompatibel ist oder ob an dieser Vorgehensweise Änderungsbedarf besteht, um die Rückfallquote zu senken. Eine Stichprobenuntersuchung innerhalb einer Justizvollzugsanstalt sollte dabei ausgewertete Statistiken überprüfen und Aufschluss über die Sicht der Delinquenten auf den Regelvollzug geben.
Moffitts, Matt und Mischkowitz (u.a.) haben sich mit dem Beweggrund kriminellen Handelns sowie den Abbruchvoraussetzungen delinquenten Handelns beschäftigt. Auch die Veränderung der Identität als Folge einer Freiheitsstrafe wird genauer betrachtet. Beides ist bei der Frage nach dem richtigen Vorgehen gegen Jugenddelinquenz hilfreich und kann bei der Suche nach Alternativen zum Regelvollzug Neue Möglichkeiten aufzeigen.
In der Bundesrepublik Deutschland regelt das Jugendgerichtsgesetz die Verfehlungen junger Menschen im gesetzlich normierten Bereich. Gerade in den letzten Jahren gab es mehrere Reformen in diesem Gebiet sowie den gesetzlichen Regelungen für den Strafvollzug. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen Rückschlüsse auf die Effektivität der Veränderungen zu.
Kritiker der derzeitig praktizierten Inhaftierungsmethoden versuchten mit einer Änderung des Bayerischen Strafvollzugsgesetzes wieder eine Rechtsgrundlage für den freien Strafvollzug in Bayern zu schaffen. Baden-Württemberg hat diesen mit zwei Pilotprojekten seit Jahren erfolgreich in deren Strafvollzugsgesetz integriert und kann demnach als Beispiel für eine alternative und effektive Vollzugsform dienen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

Begriffsklärung

Definition „Jugendlicher“

Definition „Delinquenz“ (und „Kriminalität“)

2.0 Statistische Zahlen und Ergebnisse

2.1 Rückfallstatistik:

2.1.1 Ergebnisse der Legalbewährungsstudie

2.2 Strafgefangenenstatistik

2.2.1 Jugendstrafe

2.2.2 Freiheitsstrafe

2.3 Strafverfolgungsstatistik

2.3.1 Verurteilte nach dem Jugendstrafrecht

2.3.2 Verurteilte nach dem allgemeinen Strafrecht

2.4 Fazit

3.0 Überlegungen zu einer angedachten Stichprobenuntersuchung

3.1 Darstellung der Erhebungsmethode

3.2 Vor- und Nachteile der quantitativen Methode

3.3 Der Entscheidungsprozess zur Nichtdurchführung der Stichprobenuntersuchung

4.0 Jugendliche und Kriminalität

4.1 Theorien und wissenschaftliche Ergebnisse

4.2 Freiheitsstrafe und ihre Folgen für die Identitätsentwicklung bei Jugendlichen

4.2.1 Die Forschungsprojekte des Kriminologischen Forschungsinstituts in Niedersachsen

4.2.2 Zentrale Ergebnisse der Forschungsprojekte

5.0 Das Jugendgerichtsgesetz als rechtliche Grundlage

6.0 Der derzeitig praktizierte Regelvollzug in Bayern

7.0 Die Gesetztesinitiative in Bayern

8.0 Strafvollzug in freier Form als Alternative? Das „Projekt Chance“ in Baden-Württemberg

8.1 Die Vorstandschaft

8.2 Das „Projekt Chance“ in Creglingen-Frauental (CJD) und der „Jugendhof Seehaus“ in Leonberg (Prisma e.V.)

8.3 Der „Jugendhof Seehaus“ in Leonberg.

8.3.1 Das Projekt

8.4 Das „Projekt Chance“ im CJD Creglingen

8.4.1 Das Projekt

8.4.2 Die Zielgruppe

8.4.3 Ziele

8.4.4 Konzeption

8.4.5 Der Aufbau einer positiven Jugendkultur

8.4.6 Regelmäßige Pädagogische Angebote

8.4.7 Das Personal

8.5 Ergebnisse der Begleitforschung im Zeitraum von Januar 2004 bis Juni 2007

8.6 Evaluation der Nachsorge - Endbericht (September 2011)

8.7 Resümee

9.0 Fazit / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern der aktuelle Regelvollzug für Jugendliche und junge Erwachsene in Bayern mit modernen kriminologischen Erkenntnissen vereinbar ist, um das primäre Ziel einer effektiven Resozialisierung und Senkung der Rückfallquoten zu erreichen.

  • Analyse aktueller Rückfallstatistiken im Jugendstrafvollzug
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit von Freiheitsstrafen und Regelvollzug
  • Untersuchung von Alternativkonzepten wie dem "Projekt Chance" in Baden-Württemberg
  • Diskussion über pädagogische Ansätze zur Identitätsentwicklung und Kriminalitätsprävention

Auszug aus dem Buch

4.1 Theorien und wissenschaftliche Ergebnisse.

Wenn man von Jugendkriminalität spricht, meint man vorwiegend Jugendliche und jungen Erwachsenen, die in einer klar definierten Altersspanne ein bestimmtes Delinquenzverhalten an den Tag legen. Sessar (1984) bezeichnete die Jugendkriminalität als ein ubiquitäres Phänomen bei Jugendlichen, das eine Allgemeinverbreitung von gelegentlichem (episodenhaftem), spontanem oder auch halbgeplantem und minder schwerem Verhalten zeigt, dass bei dessen Entdeckung kriminalisiert werden kann. Dieses Verhalten und dessen Konsequenz bleiben jedoch überwiegend im Dunkelfeld und haben nach Auswertung unterschiedlicher Studien nur wenig Wirkung auf die weitere Lebensgeschichte. Das Hauptaugenmerk vieler kriminalpolitischer Diskussionen bilden die jugendlichen Mehrfachtäter. Damit sind nicht diejenigen gemeint, die eine einzelne Auffälligkeit zeigen, sondern die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ein verfestigtes Verhalten an den Tag legen, das oftmals schon in der frühen Kindheit festzustellen ist und sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstreckt.

Unterschiedliche Untersuchungen und Kohorten Studien belegen, dass Jugenddelinquenz letztendlich ein episodenhaftes Verhalten ist und dass selbst bei der Gruppe der Mehrfachauffälligen der Abbruch der kriminellen Kariere wahrscheinlicher ist als dessen Fortsetzung. Neben den vielen kriminologischen Theorieansätzen zur Erklärung, warum es zum Abbruch einer kriminellen Karriere kommt, ist die Theorie des biologischen Alterungsprozesses für die Gesellschaft am ehesten zu verstehen. Durch fortschreitendes Alter nehmen auch die körperlichen Fähigkeiten wie beispielsweise Kraft und Ausdauer ab. Diese und andere sind jedoch für die Weiterführung einer erfolgreichen kriminellen Karriere wichtig und schmälern somit die Aussicht auf Erfolg (z.B. bei Körperverletzungs oder Diebstahldelikten). In Bezug auf den Abbruch krimineller Karrieren wäre eine logische aber nicht sinnige Schlussfolgerung somit abzuwarten, bis alle delinquenten Jugendlichen eine Altersgrenze überschreiten und somit körperlich nicht mehr in der Lage sind, Verbrechen zu begehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Beleuchtung der öffentlichen Wahrnehmung von Jugenddelinquenz und der statistischen Realität.

2.0 Statistische Zahlen und Ergebnisse: Auswertung von Rückfall- und Strafgefangenenstatistiken zur Effektivität aktueller Sanktionen.

3.0 Überlegungen zu einer angedachten Stichprobenuntersuchung: Erörterung der methodischen Überlegungen und der Gründe für die letztliche Nichtdurchführung der geplanten Befragung.

4.0 Jugendliche und Kriminalität: Diskussion theoretischer Ansätze zur kriminellen Karriere und deren Abbruch bei Jugendlichen.

5.0 Das Jugendgerichtsgesetz als rechtliche Grundlage: Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen und des Erziehungsgedankens im Jugendstrafrecht.

6.0 Der derzeitig praktizierte Regelvollzug in Bayern: Bestandsaufnahme der Vollzugspraxis in bayerischen Justizvollzugsanstalten.

7.0 Die Gesetztesinitiative in Bayern: Analyse der politischen Debatte um die Einführung des freien Strafvollzugs in Bayern.

8.0 Strafvollzug in freier Form als Alternative? Das „Projekt Chance“ in Baden-Württemberg: Detaillierte Fallstudie zu alternativen Vollzugsformen und deren Evaluationsergebnissen.

9.0 Fazit / Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Effektivität des Regelvollzugs und Empfehlungen für notwendige Reformen.

Schlüsselwörter

Jugenddelinquenz, Strafvollzug, Rückfallquote, Resozialisierung, Jugendstrafrecht, Regelvollzug, Projekt Chance, Kriminologie, Freiheitsstrafe, Erziehungsgedanke, Jugendkriminalität, Prävention, Haftvermeidung, Sozialtherapie, Identitätsentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Effektivität des Regelvollzugs für straffällige Jugendliche in Bayern im Vergleich zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und alternativen Vollzugsmodellen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Themen sind Jugendkriminalität, die Wirksamkeit von Haftstrafen, das Jugendgerichtsgesetz, Rückfallstatistiken und Ansätze zu alternativen Vollzugsformen wie dem "Projekt Chance".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es herauszufinden, ob der aktuelle Regelvollzug noch zeitgemäß ist und ob ein Reformbedarf besteht, um die hohe Rückfallquote nachhaltig zu senken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden eine Literaturanalyse kriminologischer Theorien sowie die Auswertung amtlicher Statistiken und Begleitforschungen zu Modellprojekten verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der statistischen Auswertung der Rückfälligkeit, einer detaillierten Betrachtung kriminologischer Theorien zur Kriminalitätskarriere und einer Evaluation des baden-württembergischen "Projekt Chance".

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jugenddelinquenz, Resozialisierung, Regelvollzug, Projekt Chance, Kriminologie und Rückfallquote.

Warum wurde auf die eigene Stichprobenuntersuchung verzichtet?

Der vom kriminologischen Dienst der Justiz geforderte administrative Aufwand stand in keinem Verhältnis zu den Ergebnissen, die bei einer kleinen Stichprobe von 50 Probanden zu erwarten gewesen wären.

Was ist das Ergebnis der Analyse des "Projekt Chance"?

Das Projekt zeigt durch seinen Fokus auf soziale Einbindung, "Positive Peer Culture" und Nachsorge alternative Wege auf, die in Baden-Württemberg erfolgreich integriert wurden, während sie in Bayern bisher abgelehnt werden.

Welche Rolle spielt der Erziehungsgedanke?

Der Erziehungsgedanke ist das zentrale Leitmotiv des Jugendstrafrechts; die Arbeit kommt jedoch zu dem Schluss, dass der derzeitige Regelvollzug diesen Anspruch in der Praxis nur unzureichend erfüllt.

Ende der Leseprobe aus 145 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugenddelinquenz. Vollzugspraxis in Bayern vs. wissenschaftliche Erkenntnisse
Untertitel
Ansatzpunkte einer Reform der Vollzugspraxis
Hochschule
Evangelische Hochschule Nürnberg; ehem. Evangelische Fachhochschule Nürnberg
Note
1,0
Autor
Thorsten Übel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
145
Katalognummer
V263843
ISBN (eBook)
9783656534983
ISBN (Buch)
9783656537489
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jugenddelinquenz vollzugspraxis bayern erkenntnisse ansatzpunkte reform
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thorsten Übel (Autor:in), 2013, Jugenddelinquenz. Vollzugspraxis in Bayern vs. wissenschaftliche Erkenntnisse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/263843
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  145  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum